Ohrhöhrer – die praktische Lösung in der Funktechnik für unterwegs

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Ohrhöhrer – die praktische Lösung in der Funktechnik für unterwegs

Die meisten Menschen können sich ihren Alltag ohne Musik nicht vorstellen. In einer Zeit, in der niemand mehr platzraubende Kassetten oder CDs mit sich tragen muss, die Wiedergabegeräte immer kleiner werden und immer mehr Lieder aufnehmen, können Sie alle Ihre Lieblingsstücke zu jeder Zeit und überall dabei haben. Ob beim Joggen, beim Entspannen am Strand oder in der morgendlichen Hektik im Bus zur Arbeit – für einige Zeit können Sie die Welt um sich herum vergessen und den Alltag für eine Weile ausblenden.
Um Ihre liebsten Lieder in voller Qualität zu genießen, reicht ein Wiedergabegerät allein nicht aus. Kein MP3-Player funktioniert ohne Kopfhörer, und die eingebauten Lautsprecher eines Smartphones können bei der Musikwiedergabe eigentlich nicht als solche bezeichnet werden. Zum Glück stehen Ihnen viele Hörermodelle für jeden Geschmack und für jedes Budget zur Verfügung, die eine hervorragende Soundqualität bieten und die Musikstücke originalgetreu wiedergeben.

Wo Sie früher mit störenden und häufig zu kurzen oder zu langen Kabeln kämpfen mussten, ist heutzutage drahtlose Übertragungstechnik auf dem Vormarsch. Sie ist in der Regel resistent gegen Störwellen, benötigt nicht viel Energie und bietet noch weitere Vorteile. Der folgende Ratgeber erklärt Ihnen grundlegende Funktionen kabelloser Ohrhörer, zeigt Ihnen, worauf es bei der Qualität ankommt und liefert einige Tipps, die Ihnen die Auswahl erleichtern.

So funktionieren Ohrhörer mit analoger Funkübertragung

Viele Jahre lang waren Musikliebhaber unterwegs vor allem auf kabelgebundene Schallwandler angewiesen. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Es existieren unterschiedliche Techniken, mit denen Audiosignale übertragen werden. Es gibt zum Beispiel die analoge Funkübertragung. Solche Kopfhörer haben einen Empfänger, der zum Sender am Wiedergabegerät passt. Die ankommende Frequenz wird mit einem Demodulator, der sich im Empfänger befindet, in ein Audiosignal umgewandelt. Zur Übertragung werden Funkwellen verwendet, deren Frequenzen je nach Hersteller und Modell unterschiedlich sein können – und dies ist der Nachteil dieser Methode. So sind Hörer und Sender meist nicht kompatibel. Diese Tatsache ist der Grund dafür, dass diese Technik in den Modellen, die für unterwegs konzipiert werden, selten vorkommt.

Bluetooth – digitale Signalübertragung auf dem Vormarsch

Digitale Funkkopfhörer erobern immer mehr die Welt der kabellosen Musikübertragung für mobile Benutzung im Alltag. Die wohl bekannteste Methode für Audiowiedergabe ist Bluetooth. Diese Technik hat viele Vorteile, die klassische Funkübertragung und WLAN nicht bieten. Sie ist zum Beispiel besonders energiesparend und ermöglicht somit viele Stunden Hörvergnügen, ohne dass Sie die Batterien wechseln oder die Hörer aufladen müssen. Bluetooth ist vor allem für kurze Distanzen ausgelegt, aber für die Nutzung im Alltag, wenn Sie Ihre Lieblingsmusik überall dabei haben wollen, reicht es vollkommen aus.

Beide Komponenten, die für die Übertragung benötigt werden, haben einen winzigen Mikrochip, der mit einer Sende- bzw. Empfangseinheit versehen ist. Darüber hinaus wird nur noch eine Software benötigt, die den Datentransfer steuert und die Verbindung herstellt. Damit sich die Geräte eindeutig erkennen können, enthält jedes von ihnen eine 48-Bit Nummer, die einmalig ist. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist um ein Vielfaches geringer als bei WLAN, doch genügt dies für MP3-Dateien oder Fotos.

Bluetooth-Geräte funken auf dem ISM-Band, das ebenfalls von anderen Netzwerken verwendet wird oder beispielsweise auch von Mikrowellen. Dennoch werden Sie nicht beim Musikhören gestört, selbst wenn Sie gerade das Essen in der Küche warm machen, denn Bluetooth ist weitgehend störungsfest, was dem Frequenzsprung-Verfahren zu verdanken ist. Die Geräte wechseln bis zu 1.600 Mal pro Sekunde die Frequenz und reduzieren somit „Kollisionen" auf ein Minimum.

Fast alle modernen Smartphones und MP3-Player sowie PCs oder Notebooks sind mit einem Bluetooth-Chip ausgestattet, und es lassen sich unterschiedliche Modelle diverser Hersteller miteinander verbinden. Sie können bis zu acht Geräte zu einem Netzwerk, einer sogenannten „Picozelle", zusammenschließen, und an einem Ort sind bis zu zehn solcher Zellen möglich, ohne dass Störungen auftreten.

Das sollten Sie über die Technik in den Ohrhörern wissen

Um zu verstehen, wieso unterschiedliche Hörermodelle über spezifische Eigenschaften verfügen, ist es von Nutzen, zu wissen, wie sie funktionieren. Kopfhörer wandeln ankommende Signale in Schallwellen um, die daraufhin unser Trommelfell passieren und im Gehirn zu Musik umgewandelt werden. Es gibt unterschiedliche Verfahren, die der Schallumwandlung dienen, und sie variieren sowohl in der Komplexität als auch in der Wiedergabequalität.

Elektrodynamische Schallumwandlung

Am weitesten verbreitet ist die elektrodynamische Methode. Im Inneren der Hörer befinden sich eine Spule und ein Magnet. Wird ein Signal empfangen, beginnt die Spule zu schwingen und setzt eine Membran in Bewegung, die ihrerseits Schallwellen erzeugt. Der Magnet bringt die Spule wieder ins Gleichgewicht, bevor das nächste Signal ankommt. Für dieses Verfahren wird eine verhältnismäßig geringe Spannung benötigt, und es verfügt über eine besonders gute Wiedergabequalität.

Elektrostatische Schallumwandlung

Noch bessere Klänge werden mit der elektrostatischen Wandlung erzeugt. Hierbei verarbeitet die Membran ankommende Impulse selbstständig. Es sind hohe Spannungen erforderlich, die nur mit Hilfe eines leistungsfähigen Verstärkers erzeugt werden können und sich somit leider nicht für Ohrhörer eignen, sondern für große Boxen gedacht sind.

Die Größe und Beschaffenheit der Membran ist ausschlaggebend

Unabhängig von der Technik ist vor allen Dingen die Größe und Beschaffenheit der Membran ausschlaggebend für die Soundqualität. Töne werden in unterschiedlichen Frequenzen wiedergegeben. Je nach Bereich verhält sich die Klangschicht unterschiedlich bei der Umwandlung der Impulse. Bei Signalen, die in den tiefen Bereichen liegen, ist vor allem die Fläche der Membran entscheidend, denn bei kraftvollen Bässen wird viel Volumen benötigt. Bei hohen Klängen ist im Gegenteil dazu die Geschwindigkeit von Bedeutung, mit der die Impulse umgewandelt werden können. Also kommt es auf eine hohe Flexibilität an, denn es werden nur Teilbereiche der Membran bewegt und nicht die komplette Fläche.

Das Problem ist allerdings, dass mit den Maßen der Klangschicht ebenfalls die Trägheit dieser wächst. Das bedeutet, dass Bassboxen in der Regel keine saubere Wiedergabe in den hohen Bereichen bieten können, und ebenso verhält es sich umgekehrt. Das Geheimnis guter Hörerhersteller liegt darin, die perfekte Balance zwischen den beiden Faktoren zu finden.

In-Ear-Hörer haben eine kleine Membranfläche und können daher kein großes Volumen erzeugen. Sie sind auf Mittel- und Hochtöne ausgelegt, und das reicht in den meisten Fällen – vor allem bei hochwertigen Exemplaren – vollkommen aus.

Wissenswertes über Bauformen von Funkkopfhörern

Wenn es darum geht, sich für ein Hörermodell zu entscheiden, spielen einige Kriterien eine Rolle. Da wären zum Beispiel die Form und die Größe. Grundsätzlich werden zwei Bauweisen unterschieden – In-Ear-Modelle und Muschelhörer. Zur ersteren Gruppe gehören jene, die direkt in den Gehörgang eingeführt oder knapp davor platziert werden. Sie zählen zu den geschlossenen Ausführungen, was bedeutet, dass sie weitgehend alle Außengeräusche abschirmen und im Gegenzug die Musik auch nicht nach außen dringen lassen.

Muschel-Exemplare gibt es als Hörer, die das Ohr vollständig umschließen, und solche, die auf diesem anliegen. Wie bereits erklärt, spielt die Größe der Membran für die Basswiedergabe eine Rolle, und daher bieten diese Modelle einen kräftigeren Klang in den unteren Frequenzen. Allerdings dringt die Musik nach außen und kann unter Umständen den Unmut Ihrer Mitmenschen nach sich ziehen. Beachten Sie dies unbedingt bei den Vorüberlegungen – wenn Sie die Lautstärke gerne voll aufdrehen, sollten Sie eher In-Ear-Hörer in Betracht ziehen oder vollkommen geschlossene Exemplare wählen, die jedoch bei längerem Tragen für eine Wärmeentwicklung sorgen, die Sie als störend empfinden können, und zudem ein nicht unerhebliches Eigengewicht aufweisen.

Ob es sich um geschlossene oder offene Modelle handelt – es gibt sie in allen möglichen Varianten und unterschiedlichen Preisspannen. Es lohnt sich, sie untereinander zu vergleichen und abzuwägen, was sie für den geforderten Preis bieten. Es muss nicht immer die Luxusausführung sein – auch erschwingliche Hörer können einiges leisten und eine Menge Zusatzfunktionen aufweisen. Selbst die günstigsten Ausführungen haben einiges in petto, doch müssen Sie häufig Abstriche machen, was Verarbeitung und gute Tonqualität in allen Frequenzen angeht.

In-Ear- versus Muschel-Ohrhörer – so finden Sie das richtige Modell

Aufgrund ihrer kleinen Bauweise ist es nachvollziehbar, dass In-Ear-Modelle nicht in der Lage sind, besonders kraftvolle Bässe zu produzieren, da ihnen eine verhältnismäßig geringe Membranfläche zur Verfügung steht. Doch keine Sorge – das, was Sie bei guten Exemplaren hören, reicht selbst für gehobene Ansprüche vollkommen aus. Da sie sehr nah am Trommelfell platziert werden, entstehen praktisch keine Verzerrungen, und Sie können eindrucksvolle tiefe Töne genießen. Aktuelle Ohrhörer überzeugen zudem mit kristallklaren Klängen und einer breiten Frequenzpalette selbst in den Bereichen, die für das menschliche Ohr nicht direkt hörbar sind, jedoch in ihrer Gesamtheit für noch mehr Klangtiefe sorgen. Der Vorteil, der sich ergibt, ist die Tatsache, dass Sie die Geräusche der Außenwelt abschirmen und selbst in lauten Umgebungen vollkommen in Ihrer Musik versinken können.

Muschel-Hörer gibt es in vielen Ausführungen. Auch hier finden Sie Modelle, die keine Musik nach außen abgeben und Störgeräusche von Ihnen fernhalten, doch sind solche Konstruktionen meistens aufwendig hergestellt und dementsprechend kostspielig. Sie umschließen die Ohrmuschel vollständig, und im Bassbereich wird aufgrund der Abschirmung mehr Druck aufgebaut, was Reflektionen zur Folge hat und die Konstruktion erschwert. Am weitesten verbreitet sind Hörer, die an der Ohrmuschel aufliegen. Sie haben meistens Öffnungen oder sind perforiert und sorgen somit für besseren Wärmeaustausch und einen räumlicheren Klang.

Nicht zuletzt ist die Wahl eines Modells vom optischen Aspekt abhängig. Neben ihrem Nutzen sind Ohrhörer ebenfalls ein Accessoire, das den Stil des Trägers unterstreicht und einen Blickfang darstellt. Sie haben eine riesige Auswahl an Farben und Designs und können nach Herzenslust wählen und Ihre Lieblingsstücke aussuchen.

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