Offene Flaschen sicher verwahrt: Flaschenverschlüsse, Korken & Co

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Offene Flaschen professionell verwahrt: Flaschenverschlüsse, Weinkorken, Schnapsausgießer & Spender

Eine gute Flasche Wein am Abend zu öffnen und romantisch zu zweit oder mit Freunden zu genießen, ist eine beliebte kulinarische Freude des Alltags. Oft bleibt dabei aber der eine oder andere Tropfen übrig und der gute Wein muss noch eine Weile angerissen aufbewahrt werden. Auch andere Getränke werden geöffnet und nicht sofort ausgetrunken und die Ölflasche wird aufgemacht und erst nach und nach aufgebraucht. In allen diesen Fällen ist der ursprüngliche Korken oder Verschluss meist eher schlecht als recht geeignet zum Wiederverschließen. Der Korken liegt halb zerkrümelt da und hat sich ohnehin so weit aufgebläht, dass er nur schwer wieder in den Flaschenhals gestopft werden kann. Der Verschluss an der Flasche Öl wird mit jeder Benutzung schmieriger und unschöner. Der Verschluss der Bierflasche ist nach dem Öffnen krumm und passt ohnehin nicht mehr auf die Flasche.

Was Sie an dieser Stelle benötigen, sind geeignete Flaschenverschlüsse zur Wiederverwendung. Neue Weinkorken, Verschlüsse, Ausgießer und Spender. Welche Varianten es alle gibt, was wozu am besten passt und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Weinkorken – aus Naturkork oder Kunstkork

Die meisten Weinflaschen sind auch heutzutage nicht mit Schraubverschlüssen versehen, sondern verfügen über den klassischen Weinkorken. Diese Verschlussmethode ist seit dem 18. Jahrhundert Standard und wird von den meisten Verbrauchern als stilvoller und authentischer empfunden. Schon in der Antike wurde Kork zum Verstopfen von Amphoren verwendet, allerdings setzte sich diese Methode für Weinflaschen nur langsam durch. Lange Zeit verwendete man für Wein einfach anderes Holz, das mit Hanf umwickelt wurde. Weil Schaumwein mit diesem Stopfen allerdings nicht effektiv verschlossen werden konnte, griff man schließlich zur Holzart Kork. Die Rinde der mediterranen Korkeiche weist einige besondere Eigenschaften auf. Sie ist sehr vielweicher als die Rinde andere Bäume und besitzt daher auch andere Eigenschaften. Naturkork kann allerdings erst von einem Baum geerntet werden, wenn dieser mindestens 25 Jahre alt ist und danach nur alle zehn Jahre. Er ist daher relativ teuer. Häufig trifft man daher in Weinflaschen nur noch Kunstkork an, der wesentlich billiger ist und auch nicht so einfach bricht. Naturkork kann im Wein den typischen Korkgeschmack hinterlassen, wenn Stücke beim Öffnen in den Wein fallen. Kunstkork hinterlässt keine solchen Geschmack. Allerdings lässt er sich beim Öffnen mit dem Korkenzieher auch schlechter herausziehen als Naturkork.

Korken für bereits angebrochene Flaschen

Will man einen einmal herausgezogenen Korken wieder in die Flasche setzen, stößt man allerdings bei beiden auf ein Problem. Schon beim maschinellen Verschließen wird der Korken mit einer Presse zusammengedrückt und dann schnell in den Flaschenhals gestopft. Dort dehnt er sich wieder auf seinen normale Durchmesser aus. Das kann man natürlich nicht von Hand machen. Daher gibt es für angebrochene Weinflaschen andere Verschlüsse.

Wer gerne Naturkork verwendet, kann Spitzkorken kaufen, die unten schmaler sind als oben und sich so auch per Hand in den Flaschenhals stopfen lassen. Eine andere Methode, Weinflaschen effektiv wieder zu verschließen sind geeignete Flaschenverschlüsse mit Hebel. Die Verschlüsse werden wie Korken in den Flaschenhals gesteckt und anschließend durch Festziehen des Hebels abgedichtet.

Flaschenstopfen gibt es auch noch in anderer Form für andere Arten von Flaschen. Viele davon funktionieren auch an Weinflaschen. Sollen solche Verschlüsse wieder verwendet werden, gibt es sie häufig als sogenannte Zierkorken. Hier finden sich Ornamente, Figuren oder Ähnliches an den Korken, die Sie sich ganz nach Geschmack aussuchen können.

Ausgießer und Ausschenker zum genauen Portionieren

Wein- und Sektflaschen sind am besten verschlossen, indem man einen Flaschenverschluss dafür verwendet. Andere Alkoholsorten oder Flüssigkeiten wie Essig, Öl oder Soßen profitieren jedoch von Ausgießern und Ausschenkern. Es kennt sicher jeder, dass der Verschluss der Ölflasche irgendwann heillos verschmiert ist. Jeder, der ihn anfasst, bekommt ölige Hände und schmiert das Öl dann an das, was als Nächstes angefasst wird. Das erhöht auch die Gefahr, dass der nächste Gegenstand aus den Händen rutscht. Mit einem Ausgießer ist das aber ganz einfach zu verhindern und es sieht auch noch gut aus. Solche Ausgießer verfügen über einen dünnen langen Schnabel, der das Öl in einem Strahl ausgießt und stets fest auf der Flasche festgeschraubt ist. So lassen sich auch Esslöffel leichter abmessen. Dieselbe Art von Ausgießern kann für viele verschiedene Flüssigkeiten verwendet werden. Neben Essig, Sojasoße und anderen Würzsoßen, ist hier vor allem Schnaps zu nennen. Für Schnaps, der wie in Bars und von professionellen Cocktailmixern ausgeschenkt werden soll, sind Schnapsausgießer ideal. Sie erlauben es den Schnaps exakt in Schnapsgläsern zu portionieren, ohne zu kleckern. Kein Abschrauben ist nötig und kein versehentliches Verschütten.

Ausgießer gibt es in vielen unterschiedlichen Formen und Größen zu kaufen. Der Stopfen kann aus Kork, Kunststoff oder Metall bestehen, der Schnabel ist entweder aus Metall oder Kunststoff. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Größe stimmt und der Ausschenker auch auf die gewünschte Flasche passt. Es gibt außerdem verschiedenen Schnabelgrößen, so zum Beispiel Dosierer für 2 cl und Dosierer für 4 cl.

Getränkespender und Portionierer

Schon etwas professioneller geht es jedoch bei Getränkespender und Portionierer zu. Aus Bars und Kneipen kennt sicher jeder die Zapfanlagen für Bier und andere Getränke. Mit einem Portionierer geht dies im kleinen Stil mit ein oder zwei Flaschen auch Zuhause. An dem Portionierer wird eine Flasche mit dem Hals nach unten eingehängt. Unten wird die Flasche so befestigt, dass anschließend ein Drehhahn verwendet werden kann, um den Inhalt auszugießen. Diese Portionierer sind Alternativen für einen großen Bar Butler und können in jedem Haushalt ganz einfach an einem Tischrand oder der Wand angebracht werden. Für den Tisch gibt es Schraubmöglichkeiten, ähnlich der Befestigung von Schraubstöcken, an der Wand muss gebohrt werden. Die Variante am Tischrand ist besonders dann praktisch, wenn der Portionierer häufig transportiert werden soll. Wer seine Freunde mit professionellem Inventar beeindrucken möchte, wird mit einem Portionierer den Ton treffen und kann sich als Barkeeper im eigenen Heim betätigen.

Auch für kleinere Ausschankbetriebe, vor allem in Cocktailbars eignen sich diese Portionierer. Es gibt mit dem Bar Butler noch größere Varianten, die statt nur einer oder zwei Flaschen vier oder sechs Flaschen auf einmal fassen können. So sind immer alle Getränke schnell bei der Hand.

Schrumpfkapseln für die heimische Herstellung

Eine etwas andere Art von Verschluss sind die sogenannten Schrumpfkapseln. Diese bieten sich für all jene an, die in eigener Herstellung abfüllen möchten. Dabei kann es sich um Most oder Saft handeln, wenn im Herbst im heimischen Garten zu viele Äpfel da sind. Oder auch selbst hergestellter Alkohol kann abgefüllt werden. Das Brauen von Bier und Met ist für manchen ein Hobby, auch Wein und Schnaps werden zum Spaß selbst hergestellt. Wer sein flüssiges Meisterwerk anschließend schön in einer Flasche präsentieren möchte, um es zum Beispiel zu verschenken, kann dies recht einfach mit Schrumpfkapseln tun. Dabei handelt es sich um die Kunststoffkapseln, die man an Weinflaschen häufig findet. Diese Schrumpfkapseln bestehen aus Thermoplastfolie. Wie der Name besagt ist dieser Stoff hitzeempfindlich. Dadurch kann man die Kapsel um eine Flasche mit Korken herum anbringen und durch Erhitzen passgenau schrumpfen. Das Ergebnis ist eine hübsch verschlossene Flasche, die aussieht, als wäre sie vom Profi hergestellt worden. Schrumpfkapseln gibt es zu diesem Zweck in einer Vielzahl von Farben und Ausführungen. Ob durchsichtig, klassisch schwarz oder Grün und Gold, je nach Geschmack und Inhalt kann frei gewählt werden.
Die meisten verfügen zudem über einen praktischen Abriss zum späteren Öffnen. Wenn Sie einmal jemandem eine Freude mit selbst hergestelltem Alkohol machen möchten, sind Schrumpfkapseln eine günstige und attraktive Möglichkeit der Verschönerung. Um die Flaschen auch hundertprozentig mit Korken verschließen zu können, benötigen Sie nur noch einen Verkorker und ein paar Korken. Alternativ können Sie sich natürlich auch Flaschen zulegen, die über einen Schnappverschluss verfügen. Diese benötigen dann weder Korken noch Schrumpfkapseln. In einigen Fällen kann jedoch noch ein Gummiring nötig sein, damit der Inhalt wirklich dicht verschlossen ist und nichts nach innen dringen kann.

Fazit: Es gibt Flaschenverschlüsse für alle Zwecke und Flaschen

Die abendliche Weinflasche ist nicht leer geworden, sondern noch halb voll? Der gute Whisky ist angerissen, aber natürlich noch längst nicht alle? Dann muss die Flasche wieder gut verschlossen werden, um den Alkohol optimal aufzubewahren. Für alle Wein- und Sektflaschen, die mit Korken verschlossen waren, gibt es spezielle Weinstopfen. Sie sperren das flüchtige Aroma des Weins dort ein, wo es bleiben soll: in der Flasche. Zur Auswahl stehen Verschlüsse mit Hebeln, die leicht festgemacht werden können und dann hundertprozentig dicht sind. Aber auch ganz normale Kunstkorken aus Holz oder Kunststoff mit Motiv können hier verwendet werden, um die Flasche sachgemäß abzudichten. Häufig verfügen sie über hübsche Griffe mit Figuren oder Mustern daran, die sich jeder nach seinem persönlichen Geschmack auswählen kann. Es empfiehlt sich stets, mehrere dieser Flaschenverschlüsse im Haus zu haben, da nach einer Party leicht mehr als eine angerissene Flasche übrig sein kann.
Wer für anderen Alkohol oder Soßen, Öl und Essig professionell ausgießen möchte, der ist bei Ausschenkern zum Portionieren gut aufgehoben. Damit lässt sich besonders gut abmessen und der Verschluss muss nicht bei jedem Gebrauch abgenommen werden. Es gibt keine schmierigen Hände mehr und kein Verschütten. Wer selbst Alkohol herstellt, profitiert von anderen Verschlüssen. Korken und Schrumpfkapseln lassen noch jeden selbst produzierten Likör besonders gut aussehen und ideal zum Geschenk verpacken. Auch ein Verkorker darf dann natürlich nicht fehlen.

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