Ofen/Kamin Aufstellungsinfos & Nutzung sowie Werte....

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Ofen/Kamin Tipps & Tricks

Gut geplant ist halb gewonnen alles was man über den Ofen/Kamin wissen sollte von der Aufstellung bis zur Nutzung....

Setzen Sie sich bereits vor dem Kauf eines Kamins mit Ihrem Schornsteinfeger in Verbindung.

Er gibt Ihnen Auskunft über die Tauglichkeit Ihres Schornsteins und über baurechtliche Vorschriften. Vergewissern Sie sich, dass der Schornsteinzug an der richtigen Stelle frei ist und der Querschnitt des Zuges nicht zu groß bzw. zu klein ist. So fällt die Auswahl des richtigen Kamins viel leichter! Vor der ersten Inbetriebnahme muss Ihr Schornsteinfeger die Kaminanlage abnehmen.

Welcher Ofen für welchen Raum?

Folgende Faustregel gibt Aufschluss über die benötigte Heizleistung des Ofens:
Es wird damit gerechnet, dass pro 10 m² durchschnittlich 1 kW Heizleistung benötigt wird. Dies gilt für eine normale Raumhöhe von ca. 2,50 - 2,70 Meter bei mittelmäßiger Isolierung. Bei hervorragend isolierten Niedrigenergie-Häusern müssen nur ca. 0,5 kW pro 10 m² einkalkuliert werden, bei schlecht isolierten älteren Häusern hingegen ca. 1,5 kW für dieselbe Fläche.
Fachmännisch befeuern!

Lagern Sie das Holz im Feuerraum parallel zur Sichtscheibe,

damit die Luft richtig zirkulieren kann. Nicht als Pyramide aufbauen! Die Holzscheite sollten nicht länger als 30 cm sein. Zum Anzünden keine flüssigen Brennstoffe wie Benzin oder Spiritus verwenden. Explosionsgefahr! Einen ruhigen, gleichmäßigen und sparsamen Abbrand erreichen Sie, wenn Sie die Primärluft nach dem Anheizen ganz schließen.
Das richtige Brennholz

Schweres Laubholz wie Buchenholz ist als Brennstoff  ideal,

denn es brennt normalerweise bedeutend länger als Nadelholz. So ist die Wärme nachhaltig. Die Restfeuchte des Holzes sollte 20% höchstens betragen. Bei OBI finden Sie hochwertiges Kaminholz, das bereits vorgelagert ist und sofort verfeuert werden kann. Feuchtes Holz zu verbrennen ist unwirtschaftlich und schädlich: Niedrigere Temperaturen im Brennraum, verstärkte Zunahme schädlicher Emissionen und starke Rußbildung sind die Folgen.
Position & Pflege

Kaminöfen dürfen nur auf nicht brennbaren Materialien wie auf Fliesen stehen.

Ist der Boden brennbar wie etwa bei Holz, Laminat oder Teppich, muss eine nicht brennbare Bodenplatte untergelegt werden. Die Platte muss 50cm vor der Feuerung und 30cm an den Seiten überstehen. Verwenden Sie nicht zu häufig Scheibenreiniger für die Sichtscheibe und eher sparsam. Großzügiger Gebrauch greift die Dichtungen an und die Kaminfenster schließen nicht mehr richtig.

Die Qual der Wahl

Es gibt drei grundlegende Arten von Heizkaminen: Zum Betrieb mit offenem Feuerraum, zum Betrieb mit wahlweise offenem oder geschlossenem Feuerraum und zum Betrieb mit geschlossenem Feuerraum. Der besseren Übersicht halber sind sie in verschiedene Bauarten eingeteilt:
· A mit Kamineinsatz,
· A1 mit selbst schließenden Türen
· B mit individuell errichtetem Feuerraum
· C mit Kaminkassette
· C1 mit Kaminkassette und selbst schließenden Türen.

Letztere sind die Umweltfreundlichsten. Ein Beispiel für den Aufbau eines solchen Heizkamins stellen wir Ihnen in der Anleitung dieses Specials vor.

Voraussetzungen

Offenes Feuer verbraucht viel Sauerstoff. Deshalb dürfen die Feuerstätten nur in Räumen betrieben werden, die direkt oder indirekt über andere Räume belüftet werden können. Die entstehenden Kohlendioxid-Abgase müssen über einen Schornstein über das Dach ins Freie geleitet werden können.
Bei der Belegung eines Schornsteins gilt: Offene Kamine der Bauarten A, B, und C dürfen grundsätzlich nur an eigene Schornsteine angeschlossen werden; Kamine der Bauarten A1 und C1 auch an mehrfach belegte Schornsteine. Zentralheizungen benötigen in jedem Fall einen eigenen Schornstein. Auch hier gilt: Fragen Sie vorher Ihren Schornsteinfegermeister.

Welche Vorteile bietet ein Kaminofen?

Ein Kaminofen ist beweglich und leicht montierbar. Bei einem Umzug nehmen Sie den Ofen einfach mit. Außerdem gibt es Kaminöfen in den verschiedensten Größen und Formen. Der Platzbedarf ist vergleichsweise gering. Auch bei der Heizleistung schneidet ein Kaminofen im Vergleich zum Kamin deutlich besser ab. Die abgegebene Wärme verteilt sich überall im Raum, während ein Kamin nur einen geringen Radius beheizt. Ein Kaminofen ist viele Jahre lang im Einsatz und rechnet sich mittel- bis langfristig. Besonders in der kalten Jahreszeit spart ein Kaminofen Heizkosten. Und: Kaminöfen sind nahezu wartungsfrei. Der häufig gefürchtete Aufwand für Reinigung und Pflege hat dank moderner Technik deutlich abgenommen.

Wie funktionieren Kaminöfen?

Ein Hauptteil der Energiefreisetzung erfolgt durch das Verbrennen der aus dem Brennstoff ausgetretenen Gase. Die gezielte Zufuhr notwendiger Luftmengen an den entsprechenden Stellen und in allen Phasen des Abbrandprozesses ermöglicht eine optimale und umweltschonende Verbrennung. Darüber hinaus sorgt auch das Wärmetauschsystem von guten Kaminöfen für einen hohen Wirkungsgrad.
Durch den Aschenraum und den so genannten Rüttelrost gelangt Primärluft in die Brennkammer. Damit wird dem Verbrennungsprozess der notwendige Sauerstoff zugeführt. Gleichzeitig wird Sekundärluft vorgewärmt, die durch eine Düsenöffnung entlang der Feuerraumtür mit hoher Geschwindigkeit bei rund 250 bis 300 Grad Celsius oben eintritt. Dadurch findet eine Nachverbrennung statt. Die Rauchgase treten hinten oder oben am Rauchrohrstutzen aus.

Ist das Heizen mit Holz umweltfreundlich?

In Bezug auf Schadstoffemissionen ist das Heizen mit Holz umweltfreundlich. Bei der Verbrennung wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum zu Lebzeiten aufgenommen hat. Der Wirkungsgrad des Ofens ist umso höher, je effektiver der Brennstoff Holz genutzt wird. Verwenden Sie in jedem Fall ausschließlich trockenes, gut gelagertes Holz bzw. je nach Ofentyp Kohlebriketts.
Was ist vor dem Anschluss des Kaminofens zu beachten?

Bevor Sie irgendetwas anderes tun:

Bitten Sie Ihren Schornsteinfeger um Rat! Das Gerät muss zu dem vorhandenen Kaminabzug passen, Sicherheitsvorschriften sind einzuhalten etc. Vereinbaren Sie auf jeden Fall einen Gesprächstermin, bevor Sie den Ofen anschließen. Sollten Sie etwas nicht bedacht haben, kann Ihnen der Schornsteinfeger die Inbetriebnahme verweigern. Außerdem erhalten Sie fachliche Hinweise zum Aufstellen des Gerätes. Ein Tipp: Bewahren Sie alle Belege und Zeugnisse des Schornsteinfegers gut auf! Bei kompliziert konstruierten Kaminöfen sollten Sie ggf. einen Fachmann hinzuziehen.

Moderne Kaminöfen sind pflegeleicht.

Bei idealen Bedingungen entstehen bei der Verbrennung kaum Rückstände und der Aschekasten muss dementsprechend selten entleert werden. Ideale Bedingungen für eine nahezu rückstandsfreie Verbrennung liegen vor, wenn bei hoher Flamme verbrannt wird. Deutlich mehr Rückstände entstehen, wenn der Ofen häufig auf Glut betrieben wird.

Im Gegensatz zum offenen Kamin ist ein Kaminofen auch ein leistungsstarkes Heizgerät.

Warme Konvektionsluft sorgt für eine schnelle Erwärmung des Raumes. Somit wird auch ein kühler Sommerabend durch ein wärmendes Kaminofenfeuer gemütlicher. Den Einsatz der Zentralheizung reduzieren Sie auf kalte Wintermonate. Auch hier wird die benötigte Leistung der Zentralheizung durch den Kaminofen deutlich geringer.
In einem Punkt nimmt der Kaminofen natürlich mehr Zeit in Anspruch als eine Zentralheizung: Holz muss beschafft, ggf. selbst zerkleinert und eingelagert werden. Auch das Anzünden braucht mehr Zeit und Geduld als das Drehen am Thermostatregler. Doch gerade der Umgang mit Holz und Feuer macht für viele Menschen den Reiz eines Kaminofens aus.

Wie verändert sich das Raumklima durch einen Kamin?

Kaminöfen erfüllen den ganzen Raum mit einer gemütlichen, angenehmen Wärme, die sich im Gegensatz zu einem offenen Kamin gleichmäßig im Raum verteilt. Erzeugt wird die abgegebene Wärme durch Strahlung und Konvektion. Unter Strahlwärme versteht man die Infrarotstrahlung, die von der Verbrennung direkt durch das Türglas oder indirekt durch erwärmte Ofenteile abgegeben wird. Strahlungswärme heizt die bestrahlten Objekte auf. Dadurch verteilt sich die Wärme im Raum. Die Kombination von Strahlwärme und Konvektionswärme sorgt für ein optimales Raumklima. Die Luftfeuchtigkeit ist ausreichend; zusätzliche Raumluftbefeuchter benötigen Sie nicht.

Wie sorge ich für eine ideale Verbrennung?

Grundregel Nummer Eins für eine gute Verbrennung sind hohe Temperaturen. Nur eine heiße Verbrennung kann nahezu rückstandsfrei sein und einen hohen Wirkungsgrad erreichen. Wer ökologisch mit Holz heizen will, sollte also vorwiegend mit Flamme und weniger mit Glut heizen. Um eine hohe Brenntemperatur zu erreichen, muss die Verbrennungsluft in sehr heißem Zustand auf die brennbaren Gase treffen. Dank der Hitze verbrennen die Gase fast vollständig und schadstoffarm. Dabei wird ein Wirkungsgrad von über 70 Prozent erzielt.

Ebenfalls wichtig:

Verwenden Sie nur trocken gelagertes Holz. Die Restfeuchte muss geringer als 20 Prozent sein. Die Brennluft darf nicht abgestellt sein. Ofenraum und Holzmenge müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, d.h. nicht zu wenig und nicht zu viel. Vorsicht bei automatischen Reglern! Da die Regelung von verschiedenen Faktoren wie Außentemperatur, Holzart, Schornsteinzug etc. abhängt, erreichen Sie mit einer händischen Regelung die besten Brennergebnisse.
Wie zünde ich den Kaminofen an?

Keine Angst

 – das gemütliche Feuer im Kaminofen bringen Sie auch ohne Erfahrung problemlos in Gang. Zuerst stecken Sie zwei zerknüllte Blatt Zeitungspapier in den Brennraum. Darüber legen Sie einige Stücke zerrissenen Karton und ein wenig klein gestückeltes „Anmachholz“. Nach dem Anzünden unterstützen Sie den Brennvorgang durch die Zufuhr zusätzlicher Verbrennungsluft.
Schon nach kurzer Zeit schlagen Ihnen lange, helle Flammen entgegen. Jetzt legen Sie kleinere Holzstücke auf. Nach 15-20 Minuten hat der Ofen seine Betriebstemperatur erreicht. Schließen Sie die Primärluft und legen Sie mittlere bis große Holzstücke nach.
Warten Sie immer, bis die vorigen Holzstücke gut angebrannt sind. Wenn Sie zu schnell nachlegen, können Sie das Feuer ersticken. Wenn beim Nachlegen Qualm entsteht, öffnen Sie die Ofentür einfach langsamer, so dass ein geringerer Luftzug entsteht.
Was gehört in den Kaminofen und was nicht?

Grundsätzlich sind Kaminöfen äußerst robust. So schnell können Sie keine schwerwiegenden Bedienungsfehler machen. In punkto Brennmaterial sollten Sie allerdings die folgenden Grundsätze beachten:


    * Abfall wie behandeltes Holz mit Farb- oder Lackrückständen gehört nicht in den Kaminofen!
    * Auch Plastik hat nichts darin verloren!
    * Geeignet ist allein trockenes, gut gelagertes Holz und ggf. Kohlebriketts.

!!! Bitte vergeßt nicht die Seite zu bewerten-Danke !!!
Finde traurig das kaum einer Bewertet bei solchen guten Lesern und die mühe die man sich macht.

Auf meiner Mich-Seite können Sie unter Hilfreiche Links zwei Paketdienste online vergleichen-ich bedanke mich!!!

                                    Mfg  Kiekel123
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