Obst- und andere Säfte richtig auswählen: Das sind die Kriterien

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Fruchtsaft bringt Geschmack in den Alltag

Bei Säften handelt es sich um eine gesunde Alternative zu Softdrinks, die sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen geschätzt wird. Dabei gibt es unzählige Saftsorten und Geschmacksrichtungen, die sich sowohl in der Zusammensetzung als auch in der Herstellung unterscheiden. Neben typischen Saftsorten wie Orangen- oder Apfelsaft gibt es mittlerweile auch exotische Geschmacksrichtungen wie Maracuja- oder Guavensaft. Auch viele Saftmischungen werden im Internet angeboten. Neben reinem Fruchtsaft oder -nektar gibt es auch Saftschorlen, die mit kohlensäurehaltigem Wasser versetzt wurden und sich durch einen frischen, spritzigen Geschmack auszeichnen.

Sie können Saft unverdünnt trinken, oder mit Mineralwasser mischen. Dabei eignet Saft sich aber nicht nur zum Trinken, sondern ist auch für viele Kochrezepte ein Muss. Vor allem bei Desserts und Kuchen sind Fruchtsäfte wichtige Zutaten. Auch zum Mischen von Cocktails oder Longdrinks werden diese alkoholfreien Getränke immer beliebter.

Das entscheidende Merkmal beim Saftkauf ist der Fruchtgehalt

Nicht nur preislich gesehen gibt es erhebliche Unterschiede bei Säften, auch in der Qualität unterscheiden sich verschiedene Saftsorten untereinander. Das wichtigste und entscheidende Kriterium ist deshalb der Fruchtgehalt.

Bei den geschützten Bezeichnungen „Direktsaft“ und „Saft aus Fruchtsaftkonzentrat“ können Sie sich sicher sein, dass keinerlei Zusatzstoffe und auch kein Korrekturzucker zugegeben wurden. Es handelt sich um rein pflanzliche Produkte, die weder Konservierungs- noch Farbstoffe enthalten. Bei Fruchtnektar darf lediglich Wasser zugegeben werden und bei Erfrischungsgetränken auf Fruchtsaftbasis dürfen neben Fruchtzucker und Süßstoffen auch Konservierungs- und Aromastoffe hinzugefügt werden.

Frischer Direktsaft enthält keine Zusatzstoffe

Einen Fruchtgehalt von 100 Prozent erreichen oft nur sogenannte Direktsäfte, die direkt nach dem Pressen in Flaschen oder Tetra Paks abgefüllt werden und anschließend verkauft werden. Oft müssen diese Säfte gekühlt gelagert werden und sind nur begrenzt haltbar. Einem Direktsaft dürfen einer EU-Verordnung nach keinerlei Zusatzstoffe zugegeben werden. Das heißt, dass weder zugegebener Zucker noch Konservierungsstoffe enthalten sind. Es handelt sich somit bei Direktsaft um ein natürliches Produkt aus erntereifen Früchten. Direktsäfte können Sie trotz der begrenzten Haltbarkeit bedenkenlos online bestellen. Oft sind die Säfte vakuumdicht verpackt, sodass auf Grund des geringen Sauerstoffgehalts kein Gärprozess stattfinden kann. Wenn Sie den Saft jedoch geöffnet haben, sollte er innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Dabei lässt sich bei Direktsäften auch noch einmal zwischen naturtrüben Saft oder Saft mit Fruchtfleisch und klarem Saft unterscheiden. Naturbelassener Saft enthält feste Partikel des Fruchtfleischs und sollte vor dem Verzehr geschüttelt werden, da diese Partikel sich bei längerem Lagern am Boden sammeln. Wenn Sie jedoch kein Fruchtfleisch im Saft mögen, können Sie auf klaren Direktsaft zurückgreifen. Bei diesem Saft wurden durch Zentrifugation alle Fruchtfleischpartikel entfernt.

Früchte mit einem hohen Anteil an Fruchtfleisch werden direkt zu Nektar verarbeitet.

Viele Früchte eigenen sich nicht zum direkten Pressen, da der Wassergehalt der Frucht zu gering ist. Pfirsich, Mango oder Banane sind beispielsweise Früchte, deren Fruchtfleischanteil sehr hoch ist. Solchen Früchte werden daher erst zu Fruchtmark verarbeitet. Diesem Fruchtmark wird dann anschließend  Wasser zugesetzt bis der gewünschte Flüssigkeitsgrad erreicht ist. Ein solches Getränk wird als Nektar bezeichnet. Dabei liegt der gesetzlich vorgeschriebene Anteil an Fruchtmark bei Nektar bei mindestens 25 Prozent. Ungeöffnet ist ein Fruchtnektar mehrere Monate haltbar.

Tropische Früchte werden zu Fruchtkonzentrat verarbeitet

Auch Saft aus Fruchtkonzentrat zeichnet sich durch einen hohen Fruchtgehalt von bis zu 100 Prozent aus.  Viele exotische Früchte wie Ananas, Mango und auch Orangen wachsen in den Tropen oder in den Subtropen. Die Früchte werden dort direkt nach der Ernte gepresst oder zu Fruchtmark verarbeitet. Da der Transport nach Mitteleuropa und die Lagerung jedoch sehr teuer und aufwändig wären, wird der frisch gepresste Saft eingedickt und konzentriert, sodass das Volumen und das Gewicht reduziert werden. Durch ein aromaschonendes Verfahren wird dabei das Wasser aus dem Saft entfernt, sodass ein Sirup oder ein Pulver entstehen. Diesem sogenannten Fruchtkonzentrat wird am Zielort anschließend wieder Flüssigkeit in Form von Wasser zugesetzt, um den Saft auf die ursprüngliche Konzentration aufzufüllen. Dieses aus frischen Früchten gewonnene Fruchtsaftkonzentrat können Sie auch als Pulver oder Sirup erwerben. Somit haben Sie die Möglichkeit zu Hause Ihren eigenen Saft zuzubereiten. Zudem können Sie so die Geschmacksintensivität durch Zugabe von mehr oder weniger Wasser variieren und verschiedene Saftsorten miteinander mischen.

Erfrischungsgetränke auf Fruchtsaftbasis sind ebenfalls online erhältlich

Bei Erfrischungsgetränken auf Fruchtsaftbasis handelt es sich um Getränke, die einen geringen Anteil an natürlichem Fruchtsaft aufweisen. Dabei beträgt der gesetzlich vorgeschrieben Anteil bei Getränken auf Citrusfruchtbasis  sechs Prozent. Bei Kernobst oder Trauben als Grundlage sind bis zu 30 Prozent an Fruchtsaft enthalten. Es dürfen zudem künstliche Aromastoffe zugegeben werden, die den Geschmack abrunden sollen. Darüber hinaus enthalten die Erfrischungsgetränke oft auch zusätzlichen Zucker oder Süßstoff.

Säfte werden in verschiedenen Verpackungen angeboten

Saft wird oft in Glas- oder Plastikflaschen verkauft

Wenn Sie Saft online einkaufen möchten, stehen Sie oft vor der Wahl gleichwertiger Produkte, die sich lediglich durch die Verpackungsart unterscheiden. Saft wird oft in Glas- oder Plastikfalschen verpackt und verkauft. Dabei handelt es sich bei Glasflaschen um Mehrwegverpackungen, die eine Pfandabgabe verlangen. Die Rückgabe kann dabei bei einem Getränkehändler oder im nächsten Supermarkt erfolgen. Plastikflaschen sind weitestgehend pfandfrei, lediglich wenn Sie sich für eine kohlensäurehaltige Fruchtschorle entscheiden, wird eine Pfandzahlung fällig. Geschmacklich und in der Qualität macht es keinen Unterschied, ob Sie sich für Saft aus einer Glas- oder Plastikflasche entscheiden. Plastik hat den Vorteil, dass es stabiler ist und bei einem Sturz nicht sofort kaputt geht, jedoch belastet eine Verpackung aus Plastik die Umwelt deutlich mehr als eine Glasflasche. Denn eine Glasflasche kann immer wieder verwendet werden und belastet die Umwelt weitaus weniger. Jedoch ist die Stabilität einer Glasflasche nicht so hoch wie die einer Pastikverpackung. Das Füllvolumen bei Saft, der in Flaschen verpackt ist liegt normalerweise bei 0,75 bis 1,5 Litern.

Saft im Tetra Pak oder im Beutel

Tetra Paks sind als umweltfreundliche Alternative zu Plastikflaschen bekannt. Das Verhältnis der Packungsgröße zum Inhalt wurde bei Tetra Paks in den letzten Jahrzehnten immer weiter optimiert, sodass möglichst wenig Abfall anfällt. Es handelt sich bei einem Tetra Pak um eine Verpackung aus recyclebaren Kunststoffen, die keine Schadstoffe an den Inhalt abgeben. Neben Milch gibt es auch viele Frucht- und Gemüsesäfte, die in Tetra Paks abgefüllt werden. Das Volumen bei Saft, der im Tetra Pak verpackt ist, liegt meistens zwischen 0,5 und 3 Litern. Manche Hersteller bieten ihre Produkte in größeren Mengen an. Sie können online Saftpackungen bis zu einer Größe von 5 Litern einkaufen, dabei sind die Säfte luftdicht in Beutel verpackt, die über eine Schüttöffnung oder einen kleinen Zapfhahn verfügen.

Saft für Unterwegs in Trinkpäckchen und Dosen

Saft wird nicht nur im Tetra Pak oder in Flaschen abgefüllt und verkauft, sondern ist auch in kleineren Verpackungen erhältlich. Besonders bei Kindern sind Trinkpäckchen wie Capri-Sonne oder Durstlöscher sehr beliebt. Diese Trinkpäckchen zeichnen sich meist durch ein Gesamtvolumen von 200 bis 500 Millitiern aus und eignen sich besonders für Ausflüge oder als Getränk zum Pausenbrot. Besonders exotischer Saftsorten wie Kokosnuss-Nektar oder Tamarinden-Nektar werden zudem oft in Dosen angeboten.

Kaufen Sie Gemüsesaft als kalorienarme Alternative online

Nicht nur Fruchtsaftgetränke erfreuen sich zunehmend an Beliebtheit. Auch Gemüsesäfte sind auf dem Vormarsch. Neben Tomatensaft, den Sie mit Sicherheit schon einmal auf einer Flugreise gekostet haben, gibt es mittlerweile zahlreiche weitere Gemüsesäfte. Dabei haben Gemüsesäfte einen entscheidenden Vorteil gegenüber Fruchtsäften: Sie haben einen geringen Kaloriengehalt, da Gemüse von Natur aus kaum Zucker enthält. Der durchschnittliche Kaloriengehalt von 100 ml Fruchtsaft beläuft sich auf circa 50 kcal, während der von Gemüsesaft oft bei 20 kcal oder weniger liegt. Zudem sind Gemüsesäfte für Fastenkuren sehr gut geeignet. Sauerkrautsaft zum Beispiel wirkt abführend und unterstützt die Regeneration der natürlichen Darmflora. Auch Karottensaft kann bei Verdauungsbeschwerden getrunken werden und zeichnet sich durch einen hohen Vitamingehalt aus.

Zuckerfreier Fruchtsaft ist auch für Diabetiker geeignet

Nicht nur Gemüsesäfte eignen sich auf Grund ihres geringen Zuckergehalts  besonders für Diabetiker, oder Feinschmecker, die auf die eigene Figur achten möchten. Es gibt auch spezielle Säfte, die sich durch einen geringeren Zuckergehalt auszeichnen. Sie können sich beim Saftkauf also bewusst für eine kalorienreduzierte Variante entscheiden. Diese Diät-Säfte bestehen aus einem Fruchtsaftanteil von 20 bis 50 Prozent. Gesüßt werden solche Diätsäft mit Süßstoffen, die nur einen geringen Energiegehalt haben und dadurch den Insulinspiegel nicht ansteigen lassen. Darüber hinaus zeichnet sich solche Diät-Säfte auch durch zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe aus.

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