Objektive für Überwachungskameras - Qual der Wahl

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Objektive für Überwachungskameras

Der moderne Stand der Technik erlaubt es heute zu einem vernünftigen Preis sich eine akzeptable Überwachungsanlage zu erwerben. Immer mehr Kleinunternehmen und sogar Privatpersonen setzen auf Sicherheit. Das Zulegen einer Überwachungsanlage wirkt vorbeugend und bietet sowohl passiven als auch aktiven Schutz gegen Raubüberfälle, Diebstahl, Gewalt etc.
Wir wollen uns hier mit Objektivarten befassen, deren Wahl letztendlich für Erfolg oder Misserfolg bei der Überwachung entscheidend ist.

Meistens werden die Kameras mit 6-8mm Standard-Objektiven verkauft, diese Objektive sind bestens geeignet für mittlere Überwachungsräume und Lichtverhältnisse. Entscheidend ist letztendlich der Öffnungswinkel, der über die Chipgrosse (z. B. CMOS oder CCD 1/4“, 1/3“) und Brennweite des Objektivs gegeben ist. Wenn man an Öffnungswinkel denkt so gibt es hier grundsätzlich mehrere Winkel: horizontaler, vertikaler und diagonaler. Meistens wird von dem Hersteller/Verkäufer der horizontale Winkel angegeben.  Der hor. Öffnungswinkel berechnet sich wie folgt:  Man berechnet zunächst die Breite des Chips: b=3/5*d, wobei d ist die Chipgroße in mm (diese Formel gilt nur für 4:3 Verhältnis Chips). Anschließend berechnet man den Winkel: w=2*arctan(b/(2*f)), wobei f ist die Brennweite des Objektivs in mm.

Beispiel: 1/4“ = 6,35mm Chip, 2.1mm Objektiv (1Zoll = 25,4mm)

b=3/5* 6.35 mm = 3.81 mm

w=2*arctan ( 3.81/4.2) = 84.4°

* acrtan lässt sich mit Windows-Taschenrechner berechnen (Ansicht -> wissenschaftlich)

Mit diesen Berechnungen lassen sich die Objektive für 1/4“ - 1/3“ Chip in folgende Kategorien unterteilen: bis 3 mm Starker Weitwinkel, von 3 mm bis 5 mm Weitwinkel,  von 5 mm bis 9 mm Standardobjektiv, von 9mm bis 12 mm ein Teleobjektiv, ab 12mm ein starkes Teleobjektiv. Nun wollen wir den benötigten hor. Öffnungswinkel berechnen, dies geht mit der Schulgeometrie:

w=2*arctan(d/(2*h)) mit d als die Breite des Überwachungsbereichs in Meter und h ist der Abstand der Kamera von dem Überwachungsbereich in Meter.

Beispiel: Ein Tankwart möchte seine Zapfsäulen überwachen, die Kameras sollten aber unauffällig und etwas weiter Weg montiert werden. Dabei sollte Kennzeichen von Autos klar erkennbar sein. Breite des Überwachungsbereichs sollte somit der Breite vom Auto entsprechen ca.  d= 2m. Die Kamera wird in einer Entfernung von h=10m platziert. Somit folgt:

w=2*arctan (2/20) = 11.42°

die Objektivbrennweite ergibt sich dann aus der vorher eingeführten Formel zu:

f= b/(2*tan(w/2))=3.81/(2*tan(11,42°/2))=ca. 19mm also ein sehr starkes Teleobjektiv.

Somit lässt sich mit diesen nicht all zu klugen Berechnungen in vielen Fällen ein passendes Objektiv finden. Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Änderung der Brennweite auch die Lichtmenge mitändert, die auf CCD-Chip fällt. Mit Vergrößerung der Brennweite wird das Bild immer dunkler, deswegen sollte bei Telekameras gleich eine stark lichtempfindliche Kamera gewählt werden. Lichtempfindlichkeit der Kamera wird in bestimmten Grenzen automatisch geregelt. Diese Grenzen werden von dem Hersteller gesetzt und bestimmen den Preis der Kamera mit. Die Lichtempfindlichkeit ist aber ein Kapitel für sich und wird in näherer Zukunft von uns evtl. auch erörtert.

P.S: Wir freuen uns sehr, wenn dieser Ratgeber Ihnen hilfreich war, wollen jedoch auch erwähnen das dieser Ratgeber keineswegs auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Vollkommenheit einen Anspruch erhebt.

Wir haben in unserem Shop einige Kameras und Objektive im Angebot und würden uns über Ihren Besuch sehr freuen.

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