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Objektive auswählen für Ihre perfekte Aufnahme

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Objektive auswählen für Ihre perfekte Aufnahme
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  Objektive auswählen für Ihre perfekte Aufnahme

Standard-Zoomobjektive bieten einen Kompromiss zwischen Bedienungskomfort, optischen Eigenschaften und den Herstellungskosten, der in vielen Fällen gute Bilder ermöglicht. Kompromisse liefern aber nur selten die bestmöglichen Ergebnisse. Wie Sie Ihre Chancen für die perfekte Aufnahme durch die Wahl geeigneter Objektive optimieren können, lesen Sie hier.

Welche Eigenschaften entscheiden über die Objektivwahl?

Die augenscheinlichsten Unterschiede bei Objektiven für die Fotografie sind der Objektivtyp, die Brennweite und der nutzbare Blendenbereich. Neben diesen Charakteristika, die üblicherweise in Prospekten, auf Verpackungen und teilweise auch auf den Objektiven selbst angegeben sind, gibt es noch eine Reihe weiterer Eigenschaften, die entscheidend die Bildqualität beeinflussen. Welche Faktoren im Einzelfall das größte Gewicht haben, hängt nicht nur von der Aufnahmesituation, sondern auch von der Kamera und ihrer Einstellung sowie dem geplanten Verwendungszweck ab. An ein Bild, das zu einem großformatigen Fotoposter für die Wohnzimmerwand werden soll, stellt man zum Beispiel andere Anforderungen an die Bildqualität als bei einem postkartengroßen Abdruck in einem Fotobuch.

Wie der Verwendungszweck der Fotos die Objektivwahl beeinflussen sollte

Für welche Zwecke ein Foto letztendlich verwendet wird, lässt sich zwar nicht immer direkt vorhersagen, trotzdem ist es sinnvoll, die Kameraausrüstung und insbesondere die Objektive möglichst nach dem beabsichtigten Verwendungszweck zusammenzustellen. Eine Aufnahme, die im Postkartenformat perfekt ist, kann als Poster unansehnlich wirken. Dagegen erscheint ein Foto, das von seinem Detailreichtum lebt, wie zum Beispiel eine Aufnahme von einem sprudelnden Springbrunnen, als Postkarte oft langweilig und wird erst im Großformat perfekt.

Wer versucht, eine vermeintlich perfekte Universallösung zu finden und Kamera sowie Objektive nicht nach den tatsächlichen Erfordernissen auswählt, riskiert es, Gelegenheiten für die perfekte Aufnahme zu verpassen. Wird die Ausrüstung nicht bewusst zusammengestellt, kann es dann schon mal passieren, dass sie im Schrank oder – auf Reisen – im Hotel liegenbleibt.

Häufig ist es nicht sinnvoll, Objektive zu wählen, die wesentlich hochwertiger sind als die Kamera. Das trifft allerdings nicht zu, wenn der Aufstieg in eine bessere Kameraklasse geplant ist. Wenn zum Beispiel eine Canon Einsteiger-DSLR mit APS-C Sensor später durch eine Vollformatkamera ersetzt werden soll, dann ist es eine Überlegung wert, statt der kleineren und einfacheren EF-S-Objektive, die nicht für das Vollformat geeignet sind, solche mit einem EF-Bajonett zu kaufen. Diese lassen sich später auch an der höherwertigen Kamera nutzen.

Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass ein Objektiv an der APS-C Kamera in etwa so wirkt, wie eine um den Faktor 1,6 längere Brennweite an der Vollformatkamera. Ein Normalobjektiv für das Vollformat, mit 50 mm Brennweite, wird vor dem kleineren APS-C Sensor zu einem leichten Teleobjektiv, vergleichbar einer 80 mm Brennweite an der großen Kamera. Ein 28er Weitwinkel für das Kleinbildformat geht dagegen bei APS-C noch als Normalobjektiv durch.

Bei einem derartigen, vorausschauenden Objektivkauf sind allerdings auch Kosten und Nutzen abzuwägen. Es kann trotz allem vorteilhaft sein, zumindest ein Standardobjektiv mit EF-S-Anschluss zu erwerben. Diese kompaktere und leichtere Ausrüstung ist vielleicht bei einer perfekten Aufnahmesituation dabei, bei der die hochwertigere Ausrüstung zuhause geblieben wäre.

Der Einfluss von Kamera und Kameraeinstellung auf die Objektivwahl

Für die perfekte Aufnahme müssen aber nicht nur Objektiv und Kamera zusammen passen, sondern auch die Kameraeinstellungen. Ein hochwertiges Objektiv kann seine Leistung im Allgemeinen erst bei der maximalen Aufnahmequalität der Kamera zeigen. Wird eine niedrigere Qualitätsstufe eingestellt, dann ist ein Objektiv mit besonders guter Korrektur der geometrischen und chromatischen Abbildungsfehler nicht notwendig.

Ein Grund, die Kamera auf eine niedrigere Bildqualität einzustellen, kann zum Beispiel sein, bei Sportereignissen mehr Platz für Serienaufnahmen auf der Speicherkarte zu haben. Daraus wird später das beste Foto ausgewählt. In diesem Fall kann ein einfacheres Objektiv mit wenig Linsen sogar von Vorteil sein, weil es weniger Glasflächen enthält, die im Sonnenlicht störende Reflektionen verursachen können. Die geringere Auflösung der niedrigeren Bildqualitätsstufe lässt dagegen Abbildungsfehler weniger deutlich in Erscheinung treten.

Welches Objektiv für welches Aufnahmegebiet?

Eins der wichtigsten Kriterien für die Objektivwahl ist das Aufnahmegebiet. Perfekte Architekturfotos brauchen andere Objektive als Aufnahmen von Naturlandschaften. Für die Sport- und Tierfotografie sind andere Eigenschaften wichtig als bei Nah- und Makroaufnahmen.

Objektive für das perfekte Architekturfoto

Für die Architekturfotografie sind viele Objektive recht ungeeignet. Sobald die Kamera aus der Horizontalen nach oben geschwenkt wird, um ein höheres Gebäude einzufangen oder es formatfüllend ins Bild zu setzen, geraten die senkrechten Linien aus dem Lot und das Bauwerk scheint auf dem Foto umzustürzen. Diese Erscheinung lässt sich zwar am PC korrigieren, das verursacht allerdings mehr oder weniger starke Qualitätsverluste.

Ein Objektiv, das schon bei der Aufnahme ein perfektes Architekturfoto möglich macht, ist das Tilt-Shift-Objektiv. Bei diesen Objektiven mit fester Brennweite lässt sich der vordere Teil gegenüber der optischen Achse verschieben und schwenken. Für Architekturfotos kommen vorzugsweise starke Weitwinkelobjektive zum Einsatz, die einen kurzen Aufnahmeabstand erlauben. Diese Objektive sind besonders gut korrigiert, damit gerade Linien im Motiv auch auf dem Bild gerade erscheinen. Mit dem Tilt-Shift-Objektiv ist eine vollständige Entzerrung des Bildes nach dem Scheimpflugschen Prinzip möglich. Ihr Einsatz für die perfekte Architekturaufnahme setzt allerdings ein Stativ und genügend Zeit für die Einstellung voraus.

Meisterliche Nahaufnahmen mit dem Tilt-Shift-Objektiv

Objektive, deren Schärfenebenen sich durch verschiebbare und schwenkbare Linsensysteme verändern lassen, sind nicht nur für die Architekturfotografie interessant. Bei Nahaufnahmen im Studio sind mit solchen Objektiven interessante Effekte möglich. Hierbei kommen allerdings eher Normal- oder Teleobjektive mit ihren schmalen Schärfenzonen zum Einsatz. Mit dem Tilt-Shift-Objektiv ist es beispielsweise möglich, schräg von oben auf eine Tischplatte zu blicken und diese von vorne bis hinten scharf zu stellen, während Objekte oberhalb und unterhalb in Unschärfe verschwimmen.

Mit dem Makroobjektiv kleinste Details in größter Vollendung zeigen

Noch näher an das Motiv heran kommt man mit einem Makroobjektiv. Auch dieses besitzt eine feste Brennweite, die in der Regel einem leichten Tele oder einem Normalobjektiv entspricht. Im Gegensatz zu allen anderen Objektiven ist das Makroobjektiv allerdings für einen kurzen Aufnahmeabstand korrigiert, so dass es bei Abbildungsmaßstäben zwischen etwa 1:1 und einer bis zu vierfachen Vergrößerung die besten Aufnahmen produziert. Auch bei Makroaufnahmen ist meist eine ausgezeichnete Verzeichnungsfreiheit wichtig, damit die abgebildeten Gegenstände nicht tonnen- oder kissenförmig verzerrt erscheinen.

Das perfekte Landschaftspanorama

Bei Fotos von Naturlandschaften fallen die geometrischen Abbildungsfehler dagegen weniger auf. Hier kommt es mehr auf eine hervorragende Detailzeichnung und eine gute Korrektur der chromatischen Aberrationen an. Diese zeigen sich bei weniger gut korrigierten Objektiven als Farbsäume in den Regenbogenfarben, die besonders an den Bildrändern auftreten. Für die perfekte Landschaftsaufnahme empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv mit fester Brennweite. Diese Objektive sind prinzipiell besser korrigiert als vergleichbare Zoomobjektive. Die Korrektur der Abbildungsfehler hängt von den Einstellungen des Objektivs ab, und bei einem Zoomobjektiv sind nicht nur die Blende und die Entfernungseinstellung veränderbar, sondern auch noch die Brennweite.

Meisterhafte Portraits mit dem richtigen Objektiv

Bei Portraitfotos gilt Ähnliches wie für die Landschaftsaufnahmen, allerdings liefern hier leichte Teleobjektive die besten Ergebnisse. Ein solches Objektiv mit 80 bis 100 mm Brennweite und einer hohen Lichtstärke erlaubt eine geringe Schärfentiefe, die das Gesicht vom Hintergrund freistellt, und sorgt dafür, dass die Gesichtszüge natürlich wirken.

Objektive für perfekte Sportfotos und Tieraufnahmen

Bei der Sport- und auch der Tierfotografie herrschen wieder andere Gesetze. Hier kommt es auf Schnelligkeit an, um den Zeitpunkt für die perfekte Aufnahme nicht zu verpassen. Eine Veränderung des Standorts, um bewegte Motive formatfüllend ins Bild zu bekommen, kommt schon aus Zeitgründen nicht in Frage. Dies ist die Domäne der Zoomobjektive, die es erlauben, den Bildausschnitt durch Veränderung der Brennweite anzupassen.

Für optimale Sportaufnahmen ist allerdings oft eine hohe Lichtstärke des Objektivs von Vorteil, selbst bei Außenaufnahmen. Genauso wie bei der Tierfotografie sind auch beim Sport nicht nur Bewegungen einzufangen, auch der Abstand zwischen Fotograf und Motiv macht häufig Aufnahmen im Telebereich notwendig. Je länger die Brennweite ist, umso stärker verwischen aber bewegte Objekte im Bild.

Auch wenn eine gewisse Bewegungsunschärfe die Dynamik des Geschehens unterstreicht, sind in der Regel recht kurze Belichtungszeiten notwendig, um das Hauptmotiv scharf abzubilden. Diese lassen sich oft nur mit einer großen Blende oder einer hohen Empfindlichkeitseinstellung des Sensors erzielen. Trotz aller technischen Kniffe zur Unterdrückung des Bildrauschens, das mit der Sensorempfindlichkeit zunimmt, liefert eine Kamera bei niedrigeren Empfindlichkeitsstufen aber prinzipiell bessere Bilder.

Die Lichtstärke des Objektivs beeinflusst unter Umständen auch die Leistungsfähigkeit des Autofokus-Systems; entsprechende Hinweise finden sich gegebenenfalls im Benutzerhandbuch der Kamera. Auch dies ist bei der Objektivauswahl zu bedenken, gerade bei der Fotografie von bewegten Objekten.

Fazit

Ein Objektiv macht noch keine perfekte Aufnahme, aber ohne das richtige Objektiv wird ein Foto in vielen Fällen nicht perfekt. Welches Objektiv optimal ist, hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere jedoch vom Aufnahmegebiet. 

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