Ob Jetski oder Motorboot – mit gebrauchten Wasserfahrzeugen Geld sparen

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Die Sonne scheint, das Wasser spritzt, während der Motor vielversprechend röhrt – Wassersport mit Jetski, Motorboot, Yacht und Co. ist exklusiv, muss aber nicht teuer sein. Mit gebrauchten Wasserfahrzeugen kann jeder Spaß haben – denn für einige Boote benötigen Sie noch nicht einmal einen Führerschein.

Mit Vollgas übers Wasser – Jetskis lassen sich auch gut gebraucht kaufen (Foto: Thinkstock)
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Mit Vollgas übers Wasser – Jetskis lassen sich auch gut gebraucht kaufen (Foto: Thinkstock)

Jetski oder Motoryacht? Viele verschiedene Blickwinkel

Leicht und wendig ist ein Jetski. Ein verhältnismäßig kräftiger Motor treibt ein leichtes Chassis an. Das Handling geht ähnlich unkompliziert von der Hand wie bei einem Motorrad. Allerdings fehlt eine Bremse – die Verzögerung übernimmt das Wasser. Jetskis von Seadoo decken ein breites Leistungsspektrum ab und gelten als ausgereift.
Speedboote oder Sportboote werden vor allen Dingen auf zügiges Vorankommen im Wasser konzipiert. Ihre Rümpfe sind schmal und schlank ohne viel Tiefgang. Selten haben sie eine Finne unter dem Rumpf. Das macht sie handlich und schnell – hohe Wellen können sie aber in manchen Situationen aus der Ruhe bringen. Die kräftigen Motoren der Speedboote sorgen für eine zügige Beschleunigung, Sportboote hingegen werden eher auf wendiges Handling getrimmt.
Motoryachten sind die absolute Wunscherfüllung – hier unbedingt die Unterhaltskosten im Blick haben. (Foto: Thinkstock)
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Motoryachten sind die absolute Wunscherfüllung – hier unbedingt die Unterhaltskosten im Blick haben. (Foto: Thinkstock)

Kajütboote und Motoryachten sind so konzipiert, dass man auf ihnen längere Zeit verbringen kann. Hier gibt es – typenabhängig – Schlafmöglichkeiten, sanitäre Einrichtungen und teilweise sogar Onboard-Küchen mit einer entsprechenden Ausstattung. Durch ihre Größe sind sie etwas behäbiger und reagieren zeitverzögerter auf Richtungsänderungen. Im Vergleich zu Speed- oder Sportbooten verzeihen sie jedoch bei Andockmanövern manchen zu hektisch geratenen Steuerbefehl. Es gibt aber auch Kajütboote mit wenig Bauraum. Die Kajüte dient hier eher als kleiner Rückzugsort oder Lager. Die Activ 430 von Quicksilver gilt beispielsweise als solides Kajütboot mit sportlichem Handling.
In Deutschland braucht man für beide Bootsarten einen Bootsführerschein – je nach Einsatzort entweder einen Sportführerschein oder sogar einen Sportküstenschifferschein für den Betrieb auf dem küstennahen Meer. Eine tolle Möglichkeit für Einsteiger: Seit der Saison 2013 dürfen Boote und Wasserfahrzeuge mit weniger als 15PS Antriebsleistung von jedem führerscheinlos gesteuert werden.
Boote mit Kunststoffrumpf und Außenborder fahren unkompliziert und bis 15 PS sogar führerscheinfrei. (Foto: Thinkstock)
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Boote mit Kunststoffrumpf und Außenborder fahren unkompliziert und bis 15 PS sogar führerscheinfrei. (Foto: Thinkstock)

Ein Boot aus Kunststoff, Holz oder Aluminium?

Ältere Motoryachten oder Kajütboote wurden zum Teil aus Holz gefertigt. Das sieht toll aus, ist aber wartungsintensiv. Wassersport-Anfänger sollten eher zum Kunststoff- oder Aluminiumrumpf greifen. Bei einem Kunststoffboot entfallen sogar Versiegelungsarbeiten. Ein Alurumpf bietet den Vorteil, dass er in der Regel etwas leichter und stabiler ist als Rümpfe aus anderen Materialien.
Bootstrailer sind leichte Gestelle, oft mit Seilwinde zum Anlanden des Bootes. (Foto: Thinkstock)
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Bootstrailer sind leichte Gestelle, oft mit Seilwinde zum Anlanden des Bootes. (Foto: Thinkstock)

Wohin mit dem Boot im Winter?

Jetski und kleine Boote werden in der Regel winterfit gemacht. Sie werden an Bootsrampen aus dem Wasser gezogen und auf einen Trailer geladen, um sie zu ihrem Überwinterungsort zu fahren. Das kann eine Halle, eine Scheune oder ein großer Carport sein – ideal ist es, wenn das Boot trockensteht. Die Betriebsflüssigkeiten sollten nach Wartungshinweisen getauscht, die Bordtoilette komplett gereinigt und abgelassen werden. Verfügt die Kajüte über eine Bordküche, sollten Gasflaschen oder Zusatzbatterien ausgebaut und separat gelagert werden. Kommt das Boot im Winter aus dem Wasser, hat man gleich die Möglichkeit zur Pflege der Außenhaut: Sie kann komplett gereinigt und nach Bedarf gestrichen werden.

Checkliste: Darauf müssen Sie beim Kauf eines gebrauchten Bootes achten

  • Schon während der Kontaktaufnahme: Fragen Sie nach weiteren Fotos, Details und Historie des Bootes.
  •  Wie gut ist die Außenhülle erhalten? Sind Beschädigungen zu erkennen?
  •  Lassen sich die eingetragenen Betriebsstunden mit dem Allgemeinzustand vereinbaren?
  •  Wurden Umbauten vorgenommen? Falls ja: Ist alles fachgerecht ausgeführt?
  •  Gibt es ein Wartungsheft für den Motor?
  •  Wie teuer ist ein passender Bootstrailer – oder ist dieser inklusive?
  •  Die Betriebskosten vom Vorbesitzer im Blick haben.
  • Unbedingt vorher ansehen und mit einem weiteren Fachmann unter die Lupe nehmen.
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