Nützliches Wissen rund um Wasseraufbereitungsgeräte

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Nützliches Wissen rund um Wasseraufbereitungsgeräte

Die Arten der Wasseraufbereitung sind vielfältig

Unter dem Begriff Wasseraufbereitung versteht man in der Regel die Verbesserung der Wasserqualität nach bestimmten Kriterien. Die Konzepte zur Aufbereitung von Wasser können in verschiedene Gruppen geteilt werden. So sollen im Rahmen einer qualitativen Verbesserung zum Beispiel Substanzen aus dem Wasser entfernt werden, die dem menschlichen Körper oder technischen Geräten kurzfristig oder dauerhaft schaden können. Darüber hinaus können speziell bei Trinkwasseraufbereitungsanlagen Stoffe entnommen werden, die den Geschmack des Wassers negativ beeinträchtigen.
Zu den gebräuchlichen Wasseraufbereitungsarten, die zur Entfernung von Stoffen beitragen, zählen zum Beispiel die Enthärtung, die Enteisenung, die Entmanganung, die Entsalzung sowie Desinfektion sowie die Entfernung von größeren Schmutzpartikeln. Die Wasseraufbereitung kann jedoch nicht nur dazu genutzt werden, Stoffe aus dem Wasser zu entfernen, sondern auch hinzuzufügen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der sogenannte pH-Wert, das Verhältnis von den Säuren und Basen im Wasser, justiert werden soll. Im gastronomischen Bereich und bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln kann aufbereitetes Wasser sehr viele Vorteile mit sich bringen. Bei eBay gibt es Wasseraufbereitungsgeräte in den verschiedensten Ausführungen. Es eignen sich jedoch nicht alle Methoden zur Aufarbeitung von Trinkwasser. Es wird deshalb auch zwischen Methoden unterschieden, die für die Aufbereitung von Trinkwasser und von Betriebswasser prädestiniert sind.  

Die Enthärtung von Wasser

Eine zu hohe Wasserhärte kann in vielen Fällen ein Problem darstellen. Schließlich stört viele Menschen der Geschmack von zu allzu hartem Trinkwasser. Unter der sogenannten Wasserhärte versteht man in der Regel die Konzentration der im Wasser gelösten Erdalkalimetalle. Zu diesen zählen zum Beispiel Magnesium, Calcium, Barium oder Strontium. Doch nicht nur der Geschmack von zu hartem Wasser kann als störend empfunden werden, sondern auch das Verkalkungsproblem, das im Zusammenhang mit zu hartem Wasser auftreten kann. Die Erdalkalimetalle, die auch als Härtebildner bezeichnet werden, können zur Bildung von unlöslichen Verbindungen führen. Eine sehr bekannte Verbindung in dieser Hinsicht ist Kalk, der sich in Leitungen, Haushalts- und Küchengeräten sowie in Geräten zur Herstellung von Nahrungsmitteln ablagern kann. Des Weiteren kann sehr hartes Wasser die geschmacklichen Eigenschaften von Speisen negativ beeinflussen. Auch aus gesundheitlicher Sicht kann die ständige Zufuhr von sehr kalkhaltigem Wasser als kritisch angesehen werden.
Die Wasserhärte ist von Region zu Region verschieden. Verantwortlich für eine zu hohe Wasserhärte in der Region ist beispielsweise das Vorhandensein von Kalk- und Sandgesteinsschichten. Mit einem Gerät zur Wasserenthärtung kann der Anteil der Erdalkalimetalle maßgeblich reduziert werden. Neue oder auch gebrauchte Wasserenthärter mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen gibt es zum Beispiel bei eBay.  

Die Enteisenung und die Entmanganung von Wasser

Hohe Konzentrationen an Eisen und Mangan im Trinkwasser können ebenfalls als kritisch betrachtet werden. Darüber hinaus können Eisen- und Manganverbindungen im Zusammenspiel mit Sauerstoff sogenannte Oxidhydrate bilden. Diese sorgen für schwarze und braune Verfärbungen, die besonders unansehnlich und unhygienisch wirken können. Im Trinkwasser sind diese Verbindungen jedoch meist schon zu großen Teilen herausgefiltert worden. Trotzdem kann mit entsprechenden Maßnahmen der Gehalt weiter reduziert werden. Geräte und Maßnahmen für die Enteisenung oder Manganentfernung können in dieser Hinsicht eine gute Möglichkeit darstellen. Einige Geräte mit Enthärtungsfunktion warten zusätzlich mit einer Eneisenungs- und Entmanganungsoption auf.  

Entsalzung von Wasser

Bei der Entsalzung werden dem Wasser gelöste Salze entnommen. Stark salzhaltiges Wasser gilt als ungenießbar und kann darüber hinaus für Korrosionen an Haushalts- und Küchengeräten sorgen. Ein Anwendungsgebiet von Entsalzungsanlagen ist die Meerwasserentsalzung, die zum Beispiel auf Inseln und Schiffen eingesetzt wird. Die Entsalzung von Meerwasser gewinnt jedoch zunehmen an Bedeutung, da die Süßwasservorräte auf der Erde im Gegensatz zum Meerwasser knapp bemessen sind. Im Haushalt und in Betrieben spielt die Wasserentsalzung daher noch keine allzu große Rolle. Die Methoden zur Wasserentsalzung sind dabei sehr unterschiedlich.  

Die Desinfektion von Wasser

Keime im Wasser können schwerwiegende gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier haben. Im Gegensatz zum Betriebswasser sollte Trinkwasser daher immer keimfrei gehalten werden. Die Entkeimung von Wasser kann auf die verschiedensten Arten erfolgen. Besonders häufig im Einsatz sind Geräte und Methoden, die mit Chlor fungieren.  

Die Entfernung von grobem Schmutz im Wasser

Die Entfernung von größeren Schmutzpartikeln im Wasser ist oftmals notwendig, um andere Methoden zur Wasseraufbereitung sinnvoll und effizient einsetzten zu können. Schließlich könnten die Komponenten von spezifischen Aufbereitungsgeräten durch Fest- und Schwimmstoffe, Partikel oder Flocken beschädigen oder zusetzen.  

Wasseraufbereitungsgeräte arbeiten mit verschiedenen Verfahren

Geräte, die das Wasser aufbereiten, arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Die Geräte unterscheiden sich jeweils im Aufbau, nach der Größe sowie nach der Wirksamkeit. Darüber hinaus gibt es wesentliche Unterschiede bei der Wassermenge, welche die Geräte produzieren. Die Methoden zur Wasseraufbereitung können kategorisch in chemische Verfahren, in biologische Verfahren, in physikalische Verfahren sowie Verfahren, die mittels spezieller Membranen arbeiten, eingeteilt werden.  

Wasseraufbereitungsgeräte, die auf chemischen Verfahren basieren

Geräte für die Wasseraufbereitung, die auf chemischer Basis arbeiten, werden schon sehr lange eingesetzt und gelten deshalb als etabliert und wirkungsvoll. Ein Gerät, das in dieser Hinsicht bevorzugt für die Wasserenthärtung eingesetzt wird, ist der sogenannte Ionentauscher. Mit einem solchen Gerät können zum Beispiel Calcium- oder Magnesiumionen aus dem Wasser entfernt werden. Das Wasser bei einem Ionentauscher wird jedoch nur entmineralisiert und nicht von Keimen befreit. Je nach Gerätespezifikation können auch noch andere Kationen wie Eisen oder Radium aussondiert werden. Außerdem gilt ein Ionentauscher als unwirksam gegen Nitrate. Ein Ionentauscher hat einen säulenartigen Aufbau und kann nahezu überall installiert werden. In den Säulen befindet sich das Ionentauschermaterial, das in der Regel mit positiven Natriumionen versehen ist. Wenn das Material mit den Calcium- und Magnesiumionen gesättigt ist, wird es mittels einer Salzlösung, regeneriert.
In die Betriebskostenrechnung sollte daher der Einsatz von speziellem Regeneriersalz miteinbezogen werden. Ionentauscher werden bevorzugt in Bereichen eingesetzt, wo ausgesprochen weiches Wasser vonnöten ist. Das ist zum Beispiel in der Industrie, in der Medizin oder in der Forschung der Fall. Im Haushalt oder in der Gastronomie verhindert der Ionentauscher störende Kalkablagerungen. Neben dem Ionentauscher kann auch ein Aktivkohlefilter für die Aufbereitung von Wasser eingesetzt werden. Dieses Gerät, das ebenfalls auf einem chemischen Verfahren basiert, kann auch ergänzend zu anderen Geräten zur Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Im Gegensatz zum Ionentauscher entfernen Aktivkohlfilter keine Mineralien wie zum Beispiel Calcium und Magnesium, sondern Fremdstoffe wie Humus, Algen sowie konzentrierte Chemikalien wie etwa Fluorid oder Chlor. Bei Aktivkohlefiltern ist jedoch sehr auf die Qualität des Filters zu achten. Zu lose angeordnete Filterelemente können unter anderem die Filterwirkung minimieren. Zu den weiteren chemischen Verfahren zur Wasseraufbereitung zählen die Entcarbonisierung, die Oxidation sowie die Desinfektion. Mit Geräten, die mit Desinfektionslösungen arbeiten, können unter anderem gefährliche Viren und Bakterien eliminiert werden. Es gibt Entkeimungslösungen, die auf Chlor- sowie auf Oxidationsbasis arbeiten.  

Biologische Verfahren zur Aufbereitung von Wasser

Geräte, die mittels biologischen Verfahren Wasser aufbereiten, können sowohl zur Desinfektion als auch zur Entmineralisierung eingesetzt werden. Viele Verfahren gelten jedoch immer noch als weniger etabliert als die chemischen Verfahren. Die Geräte basieren zum Teil auf biochemischen Oxidationsprozessen sowie auf Veränderungen der Molekularstruktur des Wassers. Auch die Entfernung von Nitrat, die sogenannte Denitrifikation, kann unter Ausnutzung biochemischer Vorgänge bewerkstelligt werden. Diese Wasseraufbereitungsgeräte arbeiten meist auf Kohlenstoffbasis.  

Wasseraufbereitungsgeräte, die auf physikalischen Verfahren basieren

Zu dieser Gruppe zählen sehr viele Geräte, welche das Wasser von größeren Partikeln, Fest- und Schwimmstoffe, Flocken, Schwebstoffen sowie von Eisen und Mangan befreien. Diese Entfernung kann durch Filtration, Sedimentation oder Siebung erfolgen. Die Filtration erfolgt mittels eines Filterwiderstands, der für einen Druckabfall und damit für die Filterwirkung sorgt. Ein Filter kann aus Textil- oder Papiergewebe bestehen. Unter Sedimentation versteht man das Ablagern von Stoffen als Bodensatz. Wirkfaktor ist in diesem Fall die Schwerkraft und bei speziellen Gerätschaften auch die Zentrifugalkraft. Bei der Siebung werden Schmutzteilchen zurückgehalten, die eine bestimmte Korngröße aufweisen. In der Regel wird hierfür ein Sieb verwendet. Keime, gelöste Chemikalien oder Calcium- und Magnesiumionen können mit den vorgestellten Methoden nicht entfernt werden. Viele dieser Systeme haben aufgrund der Gefahr des Zusetzens einen höheren Wartungsaufwand.  

Wasseraufbereitung mit speziellen Membranen am Beispiel der Umkehrosmose

Ein bekanntes und in der Zwischenzeit sehr etabliertes Verfahren zur Wasseraufbereitung ist die sogenannte Umkehrosmose. Bei Umkehrosmoseanlagen kommt eine spezielle Membran zum Einsatz, um besonders reines Trinkwasser erzeugen zu können. Die besonders feine Membran ist als halbdurchlässige Schicht konzipiert und wird einseitig einem hohen Druck ausgesetzt. Die Membran ist spezifisch auf die Wassermoleküle abgestimmt, die schließlich durchgelassen werden sollen. Auf diese Weise werden alle größeren Atome in einem hohen Maß zurückgehalten, was für ein sehr reines Wasser sorgt. Solche Geräte werden bevorzugt für die Entmineralisierung und für die Entsalzung eingesetzt. Ein Wasser mit einem so hohen Reinheitsgrad wird in der Regel entweder als Trink-, Kaffee- und Teewasser oder für Aquarien verwendet.
Die Herstellung von sogenanntem Osmosewasser ist zwar mit einem modernen Umkehrosmosegerät sehr einfach, benötigt jedoch sehr viel Zeit. Mit einer durchschnittlichen Anlage können je nach Ausführung und Größe zwischen 200 Liter und 400 Liter pro Tag hergestellt werden. Darüber hinaus hat diese Art der Wasseraufbereitung einen sehr hohen Wasserverbrauch. Schließlich entsteht bei dem Aufbereitungsprozess jede Menge Abwasser mit einer erhöhten Konzentration an Schadstoffen, Mineralien und Salzen. Dieses Wasser kann entsorgt oder für weitere Zwecke wie zum Beispiel zum Blumengießen weiterverwendet werden. Um die Membran vor Anlagerungen und Beschädigungen durch Chemikalien zu schützen, sollte das Wasser vorgefiltert werden. Bei Bay gibt es sowohl neue als auch gebrauchte Umkehrosmoseanlagen.   

Gebrauchte Wasseraufbereitungsgeräte

Wasseraufbereitungsgeräte können nicht nur neu, sondern auch gebraucht erworben werden. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Komponenten wie Filter und Membranen nicht übermäßig zugesetzt oder gar beschädigt sind. Oftmals können diese Komponenten ausgetauscht werden. Doch gerade diese Teile sind als Austauschteil in vielen Fällen sehr teuer und machen einen großen Teil des Anschaffungspreises eines neuen Geräts aus. Dies ist vor allem bei Umkehrosmosegeräten der Fall.

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