Nützliche Tipps zum Kauf von Perlen-Ringen im Internet

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Nützliche Tipps zum Kauf von Perlen-Ringen im Internet

Perlenschmuck ist seit langer Zeit bei Jung und Alt beliebt. Er gilt als zeitlos und ist vielseitig kombinierbar. Perlen werden in sämtlichen Preislagen angeboten, von preiswerten Zuchtperlen bis hin zu sehr wertvollen und teuren Naturperlen ist alles erhältlich. Möchten Sie einen Perlenring erwerben, sollten Sie sich darüber informieren, welche Perlenarten es überhaupt gibt und welche Eigenschaften diese jeweils haben. Schließlich gibt es große und kleine, helle und dunkle, runde und ovale Perlen. Mit entsprechenden Informationen können Sie sich besser auf die Suche nach einem Perlenring im Internet vorbereiten und die vielen Angebote besser einschätzen, auch bezüglich ihrer Preise.

Auswahl aus verschiedenen Perlenarten

Perlen werden zunächst in Naturperlen und Zuchtperlen unterschieden.

Ringe mit Naturperlen

Perlen dürfen nur dann als Naturperlen bezeichnet werden, wenn sie ohne das Eingreifen des Menschen gewachsen sind. Das bedeutet, dass weder die Perlenentstehung ausgelöst oder gefördert werden darf noch das Wasser in irgendeiner Art und Weise aufbereitet werden darf. Naturperlen können sich in Salz- und in Süßwasser bilden. Sie entstehen, wenn ein Fremdkörper in die Muschel eindringt und ihr Mantelgewebe verletzt. Aufgrund dieser Verletzung gelangen Epithelzellen aus dem Mantelgewebe in tiefere Gewebeschichten und lagern sich dort ein. Dadurch bildet sich nun der sogenannte Perlenbeutel, der als Reaktion auf die Verletzung eine Substanz absondert, die aus Kalziumkarbonat und organischen Stoffen besteht, das Perlmutt. Im Laufe der Zeit formt sich aus den vielen sich überlagernden Perlmuttschichten eine Perle. Da der Entstehungsprozess ohne jede Beeinflussung von außen stattfinden muss, sind diese echten Perlen selten und Ringe aus Naturperlen daher auch wesentlich teurer als Ringe mit gezüchteten Perlen. 

Ringe mit Zuchtperlen

Damit der Schmuckindustrie der Nachschub an Perlen nicht ausgeht, werden sie schon seit langer Zeit gezüchtet. Dafür werden die Perlenmuscheln manipuliert, indem die für die Perlenentstehung notwendige Verletzung des Gewebes durch Anritzen und Injektion eines kleinen Kernes herbeigeführt wird. Der Kern imitiert dabei den Fremdkörper, der bei der natürlichen Perlenentstehung die Perlmuttbildung auslöst. Das Perlmutt lagert sich nun um diesen Kern herum an und schließlich entsteht daraus nach wenigen Jahren eine Perle. Der Vorteil der Zuchtperlen ist, dass Farben, Formen und Größen der jeweiligen Perle durch die entsprechende Auswahl der Muschel und der Zuchtgewässer beeinflusst werden können.

Perlenringe mit Akoya-Perlen

Eine sehr beliebte Art von Zuchtperlen ist die Akoya-Perle. Sie wird aus den ursprünglich im Japanischen Meer lebenden Muscheln der Arten Pinctada martensii und Pinctada fucata gewonnen. Inzwischen kommen sie aber auch aus Vietnam, Tahiti und China. Diese Perlenart ist mit 2-10 mm im Durchmesser relativ klein, zudem sind die Perlen gleichmäßig rund geformt - beides gute Voraussetzungen für die Verwendung zur Fertigung von Ringen. Akoya-Perlen sind von Natur aus Weiß oder Cremefarben, allerdings sind durch Züchtung auch sämtlichen andere Farben möglich, sodass Sie auch Perlenringe mit Akoya-Perlen in Blau, in Grün oder in Gelb erwerben können.

Perlenringe mit Tahiti-Perlen

Tahiti-Perlen werden aus der Muschel Pinctada margaritifera bei Französisch-Polynesien gewonnen, wo sie für ihre Entstehung 4-5 Jahre benötigen. Es handelt sich um relativ große Perlen mit einem Durchmesser von 8-16 mm. Tahiti-Perlen sind sehr beliebt, da sie einen tollen Kontrast bieten: Die Grundfarben Schwarz, Grau und Silber werden bei Lichteinfall von einem blauen, grünen, dunkelvioletten oder pinkfarbenen Farbschimmer begleitet. Wenn Sie dunklere Farbtöne mögen, die noch dazu im Licht andersfarbig schimmern, sind vielleicht Perlenringe mit Tahiti-Perlen das Richtige für Sie.

Perlenringe mit Südseeperlen

Falls Sie einen Ring mit großen Perlen möchten, Ihnen Tahiti-Perlen jedoch zu dunkel sind, sollten Sie Angebote an Perlenringen mit Südsee-Perlen ausfindig machen. Diese Perlen sind mit einem Durchmesser von 12-16 mm auch relativ groß, allerdings sind sie mit den Farben Weiß, Silber oder Gold wesentlich heller als Tahiti-Perlen. Gewonnen werden Südsee-Perlen in Australien, den Philippinen und in Indonesien, und zwar aus der Muschelart Pinctada maxima, in der sie innerhalb von 2-6 Jahren heranreifen. Diese Perlenart gehört zu den teuersten, einmal wegen des langen Wachstumsprozesses, aber auch aufgrund einer relativ hohen Verlustrate unter den Muscheln während des langen Zeitraumes der Perlenentstehung.

Perlenringe mit Mabe-Halbperlen

Sie können auch Ringe mit Mabe-Halbperlen erwerben. Halbperlen entstehen, wenn einer Muschel anstatt eines Kerns eine halbschalige Kunststoffform eingepflanzt wird. An dieser lagert sich das Perlmutt ab. Später wird die Perle aus der Muschel geschält und die Kunststoffform entfernt. Der in der Halbperle zurückbleibende Hohlraum wird mit Perlmutt gefüllt. Mabe-Halbperlen sind äußerst vielfältig in ihren Formen, denn sie können oval, rund, herz- oder tropfenförmig sein, je nachdem, wie sich in der Muschel das Perlmutt an der Kunststoffschale abgelagert hat. Die Größe dieser Perlenart liegt bei 10-25 mm. Auch farblich sind alle Varianten von Weiß oder Creme bis hin zu Schwarz zu finden.

Perlenringe mit Keshi-Perlen

Die Natur geht oft eigene Wege und so ist es auch möglich, dass Perlen sich dann entwickeln, wenn sie nicht geplant sind. Keshi-Perlen entstehen durch Zufall, wenn eine Muschel den vom Menschen in ihr Gewebe eingepflanzten Kern beziehungsweise einen eingedrungenen Fremdkörper abstößt. Es bleiben Gewebeteile zurück, an denen sich Perlmutt ablagert. Da diese Gewebeteilchen immer unterschiedlich geformt und verschieden groß sind, entstehen auch unregelmäßig geformte Perlen. Eine gemeinsame Eigenschaft besitzen sie allerdings: Keshi-Perlen können eine Größe von bis zu 30 mm erreichen und sie sind flacher als andere Perlenarten. Ihre Farben reichen von Silberweiß oder Gold bis hin zu Schwarz. Da jede Muschelart den injizierten Kern abstoßen kann, entstehen auch Keshi-Perlen in verschiedenen Varianten: Akoya-Keshis, Tahiti-Keshis oder Südsee-Keshis. Sollten Sie also einen Ring tragen wollen, der mit teilweise recht ungewöhnlich geformten Perlen verziert ist, kommt vielleicht ein Perlenring mit Keshi-Perlen in Betracht.

Perlenringe mit Süßwasserzuchtperlen

Die bisher angesprochenen Perlen werden im Salzwasser gezüchtet. Es gibt aber auch Süßwasserzuchtperlen, die einfacher produziert werden können: Den verwendeten Muscheln wird nach dem Anritzen kein Kern injiziert, sondern ein Stück Gewebe einer anderen Muschel. Das kann pro Muschelhälfte ungefähr 25 Mal gemacht werden, sodass mit einer Ernte bis zu 50 Perlen aus einer Muschel entnommen werden können. Süßwasserzuchtperlen weisen aber aufgrund des fehlenden Kerns, um den sich das Perlmutt gleichmäßig legen könnte, nur selten runde Form auf. Dafür sind sie in vielen unterschiedlichen Farben erhältlich. Da die Herstellung wesentlich einfacher und die Ernte reichhaltiger ist als bei Salzwasserzuchtperlen, sind Süßwasserperlen und daraus gefertigter Schmuck preiswerter zu haben. Es muss allerdings auch erwähnt werden, dass Salzwasserzuchtperlen einen schöneren Glanz haben als die im Süßwasser entstandenen Perlen.

Als einer der Hauptlieferanten von Süßwasserperlen züchtet China inzwischen auch runde Formen dieser Perlen, sodass der Nachteil in der Formgebung seither entfällt. Diese sogenannten China-Perlen erreichen einen Durchmesser von 8 -14 mm. Falls Sie auch bei preiswerten Ringen nicht auf glänzende, farbenfrohe Perlen verzichten möchten, können Sie auch in den Angeboten zu Ringen aus China-Perlen nach etwas Passendem suchen. Eine heute seltenere und daher relativ teure Süßwasserzuchtperlenart ist die Biwa-Perle, die bis in die 1970er Jahre hinein im Biwa-See in Japan gezüchtet wurde und stets ein Synonym für Perlen von hochwertiger Qualität war. Diese Perlen sind zum einen vielfältig in ihrer Form, da die Perlenmuscheln keinen Kern annehmen, an dem sich das Perlmutt gleichmäßig ablagern kann. Zum anderen reichen ihre Farben von einem hellen Cremeweiß bis hin zu dunklerem Weinrot und Violett. Biwa-Perlen werden kaum noch produziert, da der Biwa-See in Folge der Umweltverschmutzung kippte. Trotzdem können Sie auch heute noch Ringe mit Biwa-Perlen kaufen, die Preise sind allerdings entsprechend hoch. 

Auswahl des Metalls, aus dem der Ring bestehen soll

Nachdem Sie sich eventuell schon für eine Perlenart entschieden haben beziehungsweise die einzelnen Arten ein gewisses Farbspektrum vorgeben, können Sie sich nun ein passendes Metall auswählen. Erhältlich sind Perlenringe in mehrfarbigem Gold, in einfarbigem Rotgold, Weißgold oder Gelbgold, aber auch in Silber oder Platin. Neben dem gewünschten Feingehalt und dem Preis spielt sicherlich auch die Perlenfarbe sowie die Metalle Ihrer anderen Schmuckstücke eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein bestimmtes Material. Möchten Sie beispielsweise den Perlenring passend zu einem schlichten Armband aus Feinsilber tragen, empfiehlt es sich, auch einen Perlenring aus Feinsilber zu kaufen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch Ihr persönlicher Geschmack eine große Rolle.

 

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