Notebook-Tipp: So behalten Sie den Durchblick beim Austausch Ihres neuen Displays

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Klare Sicht mit neuen Displays für Ihr Notebook – was Sie beim Tausch eines Displays beachten sollten

Häufiger Gebrauch oder ein Moment der Unachtsamkeit können ein defektes Notebook-Display nach sich ziehen. Das Glas kann brechen, tiefe Kratzer können einen vernünftigen Umgang mit dem Computer unmöglich machen. Auch Grafikfehler wie breite vertikale Streifen sind keine Seltenheit, wenn der Anschluss des Displays beschädigt ist – was ebenfalls durch mechanische Einwirkung von außen geschehen kann. Ein kaputter Notebook-Bildschirm ist für viele Menschen ein großes Ärgernis. Im Gegensatz zum Monitor eines Desktop-Computers können Sie nicht einfach und simpel einen Ersatz kaufen, den Sie anstelle des defekten Bildschirms auf den Schreibtisch stellen.

Display kaputt. Was nun?

Sie müssen noch lange keinen neuen Laptop kaufen, nur weil sich der Bildschirm verabschiedet hat oder durch Glasbruch oder Kratzer kein normales Arbeiten mehr zulässt. Ein Notebook ist längst nicht so unflexibel bei Reparaturen, wie viele Nutzer zunächst glauben. Die kompakten Computer erlauben viele Reparaturen. Dafür müssen Sie kein Fachmann sein, auch wenn es natürlich einfacher ist, wenn Sie die Technik grundsätzlich verstehen und nicht gerade zwei linke Hände haben. Bei eBay finden Sie zahlreiche Quellen für Notebook-Displays. Hierbei kann es sich um neue Ersatzteile für Notebooks oder um gebrauchte Teile handeln, die aus einem defekten Gerät stammen. Denn tatsächlich zerlegen einige Menschen ihr Notebook fachmännisch, wenn abzusehen ist, dass das Gerät gar nicht mehr zu gebrauchen ist. Funktionstüchtige Einzelteile der Notebooks landen dann gern unter dem Hammer und können an anderer Stelle als dringend benötigter Ersatz Verwendung finden. Auf diese Art können auch Sie nach einem Display suchen, mit dem Sie den kaputten Bildschirm ersetzen.

So finden Sie das passende Ersatzdisplay für Ihr Notebook

Bevor Sie sich auf die Suche nach passendem Werkzeug machen, müssen Sie zunächst einmal ein geeignetes Display finden. Hierzu ist es wichtig, die genaue Bezeichnung Ihres Notebooks zu kennen. Einige Hersteller schreiben den exakten Modellnamen direkt auf das Gehäuse, zu finden beispielsweise ober- oder unterhalb der Tastatur. Andere wiederum verstecken den Namen auf der Unterseite des Notebooks. Dort finden Sie grundsätzlich genauere Angaben zu Ihrem Gerät, sodass Sie mit der Suche beginnen können. Es spielt keine Rolle, wie groß Ihr Notebook ist oder von welchem Hersteller es stammt, denn in den Weiten des Internets werden Sie ganz sicher schon nach kurzer Zeit fündig. Besitzen Sie beispielsweise ein Notebook von Samsung, können Sie nach dem richtigen Display für Ihr Samsung-Notebook suchen. Vergewissern Sie sich, dass Sie nicht den falschen Artikel auswählen, indem Sie die Displaygröße sowie die Modellbezeichnung noch einmal vergleichen. Stimmen alle Parameter und Angaben, können Sie bestellen. Nach nur wenigen Tagen sollte das gewünschte Display bei Ihnen eintreffen und Sie können mit der Reparatur beginnen. Nehmen Sie sich hierfür ein wenig Zeit, damit Ihnen beim Tausch des Displays keine Fehler unterlaufen. Lesen Sie nachfolgend, wie Sie die Reparatur ordnungsgemäß durchführen können.

1. Vorbereitung und Entfernung der Blenden des Notebook-Displays

Für den Tausch des Notebook-Bildschirms benötigen Sie zwei Schraubendreher: einen kleinen Schlitz-Schraubendreher sowie einen Kreuzschlitz-Schraubendreher in der üblichen Größe. Sorgen Sie dafür, dass das Notebook ausgeschaltet ist, entfernen Sie den Akku und trennen Sie es von der Stromversorgung, falls noch nicht geschehen. Nun müssen Sie sich Zugang zu den Schrauben des Displays verschaffen. Diese verbergen sich unter mehreren kleinen Blenden aus Kunststoff oder Gummi, die um den Bildschirmrand herum verteilt sitzen. Heben Sie die Blenden mit dem kleinen Schraubendreher vorsichtig ab und entfernen Sie sie Stück für Stück. Legen Sie die kleinen Gummiblenden am besten in eine kleine Schale, damit sie nicht verloren gehen. Anschließend haben Sie freien Blick auf die Kreuzschrauben, die die beiden Hälften des Displaygehäuses zusammenhalten. Lösen Sie diese Schrauben und geben Sie sie zu den Blenden. Sie stehen nun kurz davor, Ihr Display zu entfernen. Bevor Sie aber damit beginnen können, das neue Notebook-Display einzusetzen und anzuschließen, sind noch ein paar Schritte erforderlich.

2. Trennen Sie den Displayrahmen vom Notebook-Deckel

Beim nächsten Schritt sind ein wenig Vorsicht und Feingefühl geboten. Um nämlich Ihren neuen Laptop-Bildschirm einzubauen, müssen Sie das defekte Display zunächst einmal befreien. Nach dem Lösen der Blenden und Schrauben können Sie vorsichtig den Rahmen abheben, der den Bildschirm umgibt. Dieser ist meistens mit Clips befestigt, die verhindern sollen, dass der Displayrahmen nach dem Lösen der Schrauben abrupt verrutscht. Bei einem großen 17,3 Zoll-Display sind die Clips oft länger, sodass Sie besonders sorgfältig vorgehen müssen, damit keines der Kunststoffteile abbricht. Nehmen Sie den Schlitz-Schraubendreher zur Hilfe, um die Clips besser aushaken zu können, ohne sie zu beschädigen. Außerdem ist es hilfreich, wenn Sie etwas Druck in Richtung der Bildschirmmitte ausüben. Dadurch öffnen sich die Halterungen leichter und Sie können den Rahmen vom Deckel trennen. Legen Sie den Rahmen ebenfalls zur Seite. Sie haben nun freien Zugang zum Display, das Sie mit dem nächsten Schritt aus dem Deckel des Notebooks entfernen können.

3. Lösen Sie das Notebook-Display aus dem Rahmen des Deckels

Haben Sie den Rahmen entfernt, sehen Sie nun das LED- oder LCD-Notebook-Display, das in einer Führung aus Kunststoff sitzt. Abhängig vom Modell ist das Display an den Seiten, oben oder unten mit der Kunststoffführung verschraubt. Decken Sie zunächst die Tastatur mit einem weichen Tuch ab. So können Sie Schäden am Gerät verhindern, falls sich das Display ruckartig aus dem Deckel lösen sollte. Selbst wenn Ihr Display beschädigt ist, so sollten Sie dennoch sorgfältig vorgehen, um weitere Schäden, Kosten und Ärger zu vermeiden. Lösen Sie nun sämtliche Schrauben, die das Display an seinem Platz halten. Hierbei handelt es sich zumeist um Kreuzschrauben. Entfernen Sie diese von unten nach oben und fixieren Sie dabei das defekte Display Ihres Notebooks mit einer Hand, damit es nicht einfach herunterfällt, sobald Sie die letzte Schraube in der Hand halten. Legen Sie die Schrauben wiederum gesammelt zur Seite und klappen Sie das Display vorsichtig nach vorn. Einige Bildschirme sind zusätzlich mit Klebeband gesichert. Dieses müssen Sie entsprechend entfernen. Legen Sie das Display nun auf der Tastatur ab, damit Sie sich dem letzten Schritt des Ausbaus widmen können.

4. Entfernen Sie die Kabel, die das Notebook-Display mit Daten und Strom versorgen

Ein Notebook-Bildschirm ist mit zwei Anschlüssen ausgestattet. Über einen der Anschlüsse empfängt es die Daten, während der andere Anschluss der Stromversorgung der Hintergrundbeleuchtung dient. Das Stromkabel besitzt einen kleinen Stecker und ist bei vielen Modellen an der Unterseite des Displays zu finden. Für den Datentransfer kommt ein Flachbandkabel zum Einsatz, das mit der Platine verbunden ist. Manchmal ist dieses Kabel an der Rückseite des Displays mit Klebeband befestigt. Lösen Sie das Klebeband vorsichtig ab und ziehen Sie anschließend beide Stecker aus dem Display. Sie haben den defekten Notebook-Bildschirm nun vollständig entfernt und können ihn zur Seite legen. Ob es sich lohnt, das Display noch einmal reparieren zu lassen, hängt vom Schaden ab. Bei einem massiven Glasbruch ist eine fachgerechte Entsorgung des kaputten Bauteils empfehlenswert. Immerhin könnte eine Reparatur teurer ausfallen und wenn Sie bereits für Ersatz gesorgt und einen neuen Notebook-Bildschirm gekauft haben, lohnen sich die Mehrkosten in aller Regel nicht.

5. So einfach setzen Sie das neue Notebook-Display wieder ein

Um Ihr neues Display einzusetzen, müssen Sie lediglich die Punkte dieser Anleitung in umgekehrter Reihenfolge abarbeiten. Packen Sie das neue Display aus und stecken Sie die Stecker in die dafür vorgesehenen Anschlüsse. Bei Bedarf und für ein verbessertes Handling können Sie das Flachbandkabel wieder mit geeignetem Klebeband fixieren. Nun müssen Sie das Display wieder in die Fassung setzen und verschrauben. Nach und nach schließen Sie somit den Deckel. Zuletzt drücken Sie die Gummiblenden wieder auf die Schrauben. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Notebook mit Strom versorgt ist, und schalten Sie das Gerät ein. Nun dürfen Sie wieder eine korrekte Bildanzeige bewundern und sich zudem darüber freuen, dass Sie Ihr Notebook selbst repariert haben. Die Größe Ihres Computers spielt dabei keine Rolle. Auch die Art des Displays ist für den Austausch unerheblich, solange Sie das richtige Modell gekauft haben. Ob ein Notebook-Display mit 15,6 Zoll oder ein kleines Netbook-Display – der Tausch läuft nach dem gleichen Schema ab.

Tipps für die Reparatur, wenn die Herstellergarantie des Notebooks noch nicht abgelaufen ist

Bei einem Defekt des Displays innerhalb der Garantiezeit des Herstellers sollten Sie von einem eigenhändigen Kauf und Austausch des Bildschirms zunächst Abstand nehmen. Geben Sie stattdessen das Notebook zur Reparatur, sofern Sie den Schaden nicht selbst verursacht haben. Ein selbst verschuldeter Glasbruch ist in aller Regel kein Fall für die Garantieleistung. Bei Darstellungsfehlern kann eine Überprüfung jedoch sinnvoll sein. Stellt sich heraus, dass der Hersteller die Reparatur auf eigene Kosten übernimmt, sparen Sie Zeit und Geld. Andernfalls können Sie bei eBay günstige 15,6 Zoll LED-Displays für Notebooks verschiedener Hersteller kaufen und sich selbst um die Reparatur kümmern. Diese Variante ist definitiv günstiger und einfacher, als ein neues Notebook zu kaufen oder ganz auf den mobilen Computer zu verzichten. Sollten Sie beim Wechsel des Displays unsicher sein, bitten Sie einen Freund um Hilfe, ehe Sie sich an die Arbeit machen. So verhindern Sie, dass Sie das neue Display beschädigen oder irgendwann genervt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil der Austausch nicht so schnell und einfach geht, wie Sie erwartet hatten.

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