Notebook-Erweiterungskarten für USB, FireWire und andere Anschlüsse im Internet finden

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Notebook-Erweiterungskarten für USB, FireWire und andere Anschlüsse im Internet finden

Wie man den Funktionsumfang eines Notebooks schnell erweitert

Notebooks können in Bezug auf den Funktionsumfang sowie die Einsatzmöglichkeiten in den meisten Fällen bequem über Erweiterungskarten aufgerüstet werden. Dafür stehen, je nach Modell, verschiedene Schnittstellen zur Verfügung, über die externe Geräte wie Drucker, Scanner oder auch externe Grafikkarten und Soundkarten an den Laptop angeschlossen werden können. Die Anschlüsse befinden sich gut sichtbar außen am Gehäuse und unterscheiden sich schon rein optisch in der Form. Generell kann gesagt werden: je größer das Gehäuse, umso mehr Anschlüsse sollten vorhanden sein. Im Umkehrschluss bieten zum Beispiel Netbooks aufgrund der kompakten Bauform weniger Möglichkeiten. Exakte Informationen finden Sie entweder im Handbuch oder im Internet auf der Homepage der jeweiligen Hersteller. Eine weitere Möglichkeit: Geben Sie die Gerätenummer (auf der Rückseite des Notebooks ersichtlich) in das Suchfeld ein. Welche Schnittstellen Ihnen zur Verfügung stehen und welche Erweiterungskarten verwendet werden können, hängt dazu vom Baujahr ab, da die industriellen Standards einer permanenten Weiterentwicklung unterliegen. Nachfolgend werden Ihnen die wichtigsten Arten der Steckplätze vorgestellt, wie diese funktionieren und welche Erweiterungskarten für welche Anschlüsse am besten geeignet sind. Dazu erhalten Sie Tipps, wie Sie diese auf eBay finden können.

USB-Steckplätze: die Allrounder für fast alle Fälle

USB steht als Kürzel für den Universal Serial Bus, ist die derzeit mit am meisten verbreitete Schnittstelle und dient vor allem der Verbindung externer Geräte mit dem Notebook und war in der ersten Generation aufgrund der geringen Datentransferrate primär für Drucker, Scanner, einfache Webcams und ähnliche Geräte gedacht.

Mittlerweile wurde die Transferrate bei den aktuellen Standards so weit erhöht, dass es auch sinnvoll sein kann, externe Festplatten über USB als Massenspeicher anzuschließen, um Sicherheits-Back-ups von der internen Festplatte herzustellen oder umfangreiches Datenmaterial von digitalen HD-Videocams mit geringerem Zeitaufwand abzuspeichern. Ähnliches gilt für MP3- und MP4-Player, die mit Musikdateien befüllt werden möchten. Mit dem derzeitigen USB-3.0-SuperSpeed-Modus ist eine theoretische Transfergeschwindigkeit von bis zu 5 GBit pro Sekunde möglich, um der wachsenden Datenflut auch zukünftig Herr zu werden. Verschiedene Hersteller bieten zudem externe Grafikkarten an, die sich über den USB-Port anschließen lassen. Ein weiterer Vorteil: die angeschlossenen Geräte werden per Plug and Play vom Betriebssystem automatisch erkannt und können im laufenden Betrieb angeschlossen oder ausgewechselt werden. Die separate Installation von Treibern ist nicht notwendig. Die Abwärtskompatibilität ist gegeben. Sollten Sie also ein älteres Notebook besitzen, das zum Beispiel mit einem USB-2.0-Port ausgestattet ist, so stellt dies kein Problem dar. Selbstverständlich ist dann allerdings, dass die mögliche Geschwindigkeit nicht ausgeschöpft werden kann. Sollten zu wenige Steckplätze zur Verfügung stehen, schaffen sogenannte USB-Hubs mit mehreren Ports Abhilfe. Unterschieden wird dabei zwischen Hubs mit eigenem Netzteil und solchen, die über den Rechner mit Strom versorgt werden. Nicht weiter verwunderlich ist, dass bereits ein Nachfolger für den USB-Standard in den Startlöchern steht (siehe Abschnitt: Thunderbolt, die Schnittstelle der Zukunft?).

Erweiterungskarten für die FireWire-Schnittstelle

Konzipiert wurde FireWire als serielle Schnittstelle für die Übertragung von Video- und Tondaten. Über den Port können zum Beispiel externe Audio Interfaces oder Festplatten für Back-ups angeschlossen werden. Glaubt man allerdings verschiedenen Quellen, hat die Firewire-Schnittstelle kaum noch Zukunft, da sich Hersteller auf Technologien mit einer wesentlich höheren Übertragungsrate konzentrieren werden. Dennoch macht es Sinn, sich mit der Thematik zu beschäftigen, wenn Sie im Besitz externer FireWire-Geräte sind, selbst wenn Ihr Notebook nicht über entsprechende Steckplätze verfügt. Über Kabel mit passenden Steckverbindungen sowie über Adapter können Sie zum Beispiel via USB-Ports oder ExpressCard-Steckplätze die Verbindung zum Rechner herstellen, die Geräte weiter verwenden und zukünftigen Entwicklungen gelassen entgegensehen. Klar sollte dabei sein, dass es sich um eine Kompromiss-Lösung handelt, wenn es um die Übertragung großer Datenmengen geht.

Das Notebook einfach aufrüsten mit ExpressCards

Die Möglichkeiten ein Notebook oder Netbook über interne Steckplätze oder durch neue Bauteile aufzurüsten, sind aufgrund der Größe zumeist eingeschränkt. Slots für ExpressCards schaffen hier Abhilfe. Als Nachfolger der sogenannten PC-Cards, auch als PCMCIA-Cards bezeichnet, steht diese in zwei Bauweisen zur Verfügung mit einer jeweiligen Breite von 34 Millimetern und 54 Millimetern. Durch die direkte Verbindung mit dem Systembus ist ein Datentransfer bis zu 2GBit pro Sekunde möglich – die kleinere Version ist dabei aufwärtskompatibel. Um nur zwei Beispiele zu benennen: ExpressCards bieten verschiedenste Erweiterungsmöglichkeiten: Das eigene Notebook kann mit einem DVB-T-Kit zu einem Fernsehgerät aufgerüstet werden, UMTS ExpressCards sorgen für eine mobile Verbindung mit dem Internet. Ebenso kann der Slot verwendet werden, um zusätzliche USB- und FireWire-Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Zusätzliche Möglichkeiten ergeben sich durch eSata-ExpressCards, über die externe Festplatten angeschlossen werden können.

eSata als Schnittstelle für Massenspeicher

eSata steht für Externel Serial Advanced Technology Attachement und ist eine Verbindungstechnik, die hauptsächlich für den schnellen Datenaustausch zwischen dem Hauptprozessor (CPU) und externen Festplatten entwickelt wurde. Dafür sind eigene Steckverbindungen und Kabel mit besonderer Abschirmung notwendig, um elektromagnetische Störungen außerhalb des Rechnergehäuses zu vermeiden. Berücksichtigt werden sollte dabei, dass das Kabel eine Länge von 2 Metern nicht überschreitet, um die Funktion nicht zu beeinträchtigen. Befindet sich kein Slot am Notebook-Gehäuse, kann eine Schnittstelle per Adapter über USB- und FireWire Ports sowie über ExpressCards zur Verfügung gestellt werden. Dabei handelt es sich natürlich immer nur um die zweitbeste Lösung, da Abstriche bei der Übertragungsgeschwindigkeit in Kauf genommen werden müssen. Dies ist aber immer noch sinnvoll, wenn bereits eine externe eSata-Festplatte vorhanden ist.

Weitere Schnittstellen und Erweiterungsmöglichkeiten in der Übersicht

Über VGA-Ports (Video Graphics Array) können Geräte wie Fernseher oder Videoprojektoren mit dem Notebook verbunden werden. Durch VGA-Adapter werden unterschiedliche Signale (analog und digital) synchronisiert, sofern notwendig. Eine Verbindung mit Scart-Buchsen, Composite-Eingängen oder AV-Steckern wird so ermöglicht.

HDMI steht für High Definition Multimedia Interface. Notebooks mit integriertem DVD- oder Blue-Ray Player besitzen diese Schnittstelle, über die eine Verbindung zu einem HD-Fernseher hergestellt werden kann, um digitale Daten verlustfrei ohne Kompression zu übertragen.

DisplayPorts: Diese dienen primär der Übertragung von Bild- und Tondaten und sollen zukünftiger Standard für Multimedia-Anwendungen werden. Der Steckplatz ist deutlich kleiner als zum Beispiel bei einer USB-Schnittstelle und daher besonders geeignet für Notebooks oder Netbooks. Der DisplayPort ist dabei kompatibel zu HDMI und dem Vorgänger DVI (Digital Visual Interface).

Bluetooth ist eine Schnittstelle, über die Daten per Funk und damit kabellos vom Notebook an externe Geräte übertragen werden: zum Beispiel an Handys, Kopfhörer, aber auch Drucker, Lautsprecher-Sets und andere Geräte, die über entsprechende Verbindungen verfügen. In den meisten modernen Notebooks ist Bluetooth als Standard integriert.

LAN steht für Local Area Network. Über diesen Steckplatz werden Computer für ein lokales Netzwerk über Kabel miteinander verbunden, um gemeinsam auf verschiedene Ressourcen wie einen Internet-Anschluss oder einen Drucker zugreifen zu können.

WLAN ist die kabellose Variante und steht für Wireless Local Area Network, um – wie auch beim LAN – auf gemeinsame Ressourcen Zugriff zu erhalten. WLAN ist bei Notebooks zumeist von Herstellerseite aus integriert. Alternativ stehen Sticks für USB oder adäquate ExpressCard-Adapter zur Verfügung.

Thunderbolt: die Schnittstelle der Zukunft?

Aufgrund der immer größeren Menge an zu verarbeitenden Daten sind die Hersteller gezwungen, neue Lösungen zu entwickeln, die den zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Thunderbolt als kabelgebundene Schnittstelle wurde gemeinsam von Intel und Apple entwickelt. Wenig verwunderlich, dass zunächst Apple-Notebooks über entsprechende Ports verfügten. Weitere Hersteller wie Sony, Acer, Asus oder Lenovo folgten und folgen dem Beispiel. Daten und Videosignale werden dabei bidirektional mit einer Geschwindigkeit von aktuell bis zu 10 GBit pro Sekunde übertragen. Unterstützt werden die Protokolle PCI Express sowie DisplayPort (siehe Übersicht). Es macht daher Sinn, beim Kauf eines neuen Notebooks – je nach Einsatzbereich – auf vorhandene Thunderbolt-Schnittstellen zu achten, um die kommenden Möglichkeiten ausschöpfen zu können, denn: Mehr und mehr Hersteller werden externe Geräte für diesen Standard auf den Markt bringen.

Fazit

Selbst wenn es banal klingt: Zunächst sollten Sie herausfinden, welche Steckplätze bei Ihrem Notebook zur Verfügung stehen und nach welchen Lösungen Sie suchen. Sind diese Punkte geklärt, werden Sie bei eBay schnell die passende Erweiterungskarte für Ihr Gerät finden.

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