Nokia n73 klasse handy

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NOKIA N73

Einleitung

Nach dem überragenden N93 veröffentlicht Nokia nun sein drittes "Carl Zeiss" Modell, das Nokia N73.
Eine 3.2-Megapixel-Kamera (2.048 x 1.536 Pixel) mit einer Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom,
Autofokus und Modus für Nahaufnahmen, Videoaufnahme in MPEG4 (352x288) mit 15 Bildern pro Sekunde sowie
Stereo 3D-Raumklang sind die hervorstechenden Besonderheiten des N73.
Es wurde als direkte Konkurrenz zum Sony Ericsson K800i positioniert.
Die gängigen Handyfeatures, wie Triband GSM und UMTS Unterstützung vervollständigen das Bild.
Die vielen Funktionen, gepaart mit einem trendigem Design, ergeben den neuen Verkaufsschlager und könnten
einen würdigen Nachfolger für das etwas "betagt" Nokia N70 darstellen.
Im meinem Testbericht werde ich alle Höhen und Tiefen des Gerätes auslooten.

Design

Auf den ersten Blick fällt einem das riesige Display des N73 ins Auge.
Mit seiner 2.4 Zoll (etwa 6 cm) Diagonalen ist es beeindruckend gross. Das Mobile selber hat Abmessungen
von 110 x 49 x 19 mm bei einem Gewicht von 116 gr. Es liegt damit in Bereich des "normalen".
Das K800i verbucht hier Abmessungen von 105 x 47 x 22 mm und 115 gr. Es ist damit nur etwas kleiner.

Technik

Das N73 verfügt über etwa 40 MB RAM, dafür sind etwa 19 MB für Anwendungen frei.
Die interne "Festplatte" stellt etwa 40 MB bereit. Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips,
Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierte
Programme müssen sich diesen relativ großen internen Speicher teilen.
Da selbst 40 MB nicht mehr ausreichen, bietet das N73 Unterstützung für miniSD Speicherkarten.
Laut Homepage von Nokia unterstützt es miniSD Karten bis 1 GB. 2 GB sind aber ebenfalls kein Problem.
Eine Speicherkarte wird diesmal aus Kostengründen und im Gegensatz zum Nokia N93 nicht mitgeliefert.

Verarbeitung

Auf den ersten Blick wirkt das N73 sehr trendy und wertig.
Auf den zweiten Blick muss sich Nokia aber diesmal wieder ein paar Kritiken gefallen lassen.
Bei meinem Gerät ist der Joystick nicht gerade eingebaut, er ist leicht schief.

Der Joystick reagiert präzise, ist leider aber nicht beschichtet. Er besteht aus einem eher glattem Kunststoff,
so dass man schneller abrutschen kann. Die vier Drücker links und rechts neben dem Joystick
(zwei Softkeys und die Rufannahme- sowie Ruf beenden Taste) sind ausreichend gross ausgefallen.
Die Menütaste, die Stifttaste (zum markieren und kopieren kleinerer Texte),
die Medientaste (als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Radio, Internet, Kamera, MP3 Player)
und die Löschtaste (C) umrahmen die kleine Tastatur. Diese hat in etwa die Größe einer SD Karte. Die Tasten selber
sind ohne Abstände dicht an dicht aufgereiht. Sie weisen einen etwas schwammigen Druckpunkt auf. Die Position
der C- und der Medientaste hätte man besser vertauschen sollen. So neigt man im Blindflug schnell dazu, anstatt Eingaben
mittels C zu löschen, den Medienteil zu starten.

An der linken Aussenseite befindet sich das Infrarotauge des N73. An der rechten Aussenseite findet der N73 Besitzer
die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3 abspielens) sowie
die Kamerataste. Zudem hat Nokia eine spezielle Wiedergabetaste, die einen direkten Zugriff auf die Bilder und Videos
der Galeriefunktion ermöglicht, mit verbaut.

Insgesamt kann die Verarbeitung des N73 aber noch als gut bezeichnet werden. Da die Cover auch hier nur geclipt sind,
ist allerdings damit zu rechnen, dass sich Staub unter dem Cover sammeln wird. Der Akkudeckel samt integrierter
Kameraabdeckung neigt etwas zum knarrzen. Das N93 ist deutlich besser verarbeitet, auch das K800i glänzt hier.

Display

Das Display mit 2,4-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 6 cm) bei 262.144 Farben und einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln
dürfte dem geneigten Leser in ähnlicher Form schon vom Nokia N71 bekannt sein.

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und CO. vermißt man beim N73 nicht. Die Größe der Icons ist in einem ausgezeichnetem
Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken groß und lassen sich gut ablesen.
Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch
angepaßt. Sie läßt sich aber zusätzlich manuell anpassen. Das N73 verfügt über den schon vom Nokia N80 bekannten Schlafmodus.
Nach einer vom Nutzer vorgegebenen Zeit (1 Minute bis 30 Minuten) schaltet sich das Display komplett ab. Mittels einer blaue
Leuchtdiode teilt das N73 dann mit, dass es noch "am Leben" ist. Solange sich das Display nur im Standby befindet, informiert
es seinen Besitzer über entgangene SMS oder Anrufe. Zudem wird die Uhrzeit samt Datum eingeblendet (weißer Balken auf dunkelblauem Hintergund).

Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Series60 Verhältnisse üblichen Gedenkzeit von etwa 40 Sekunden - ist das N73 einsatzbereit. Sowohl das N93 als auch das K800i sind hier deutlich schneller online. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des neue Flash Player lite erstellt) erleichtern dem Einsteiger den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen

Nachdem man die Menütaste des N73 gefunden hat (links neben den Zifferntasten 1 und 4), zeigt die 3rd Edition der Series60 auf der Hauptebene 13 Menüpunkten. Auch das N73 verfügt wieder über die schon von anderen S60 bekannte 3x4 Matrix. Das Menü läßt sich beliebig anpassen, Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt werden. Installierte Software findet man diesmal im Ordner "Programme". Der Quermodus wird nur von der Galeriefunktion sowie vom Realplayer genutzt. Dieser stellt Videos natürlich auch im Vollbildmodus bis 320x240 Pixel dar.

Es handelt sich um nur leicht erweiterte Funktionen, wie sie auch schon von den bisherigen S60 Mobiles (N70) bekannt sind. In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt läßt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird.

Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Musik, Draußen, Pager, Offline) können zwar angepaßt, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch der Aktive Standby ist wieder mit dabei. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N73 betätigt.

Aktuelle Aufgaben und Termine werden beim Aktive Standby auf einen Blick dargestellt. Ebenso hat man auf auswählbare Anwendungen per Shortcut direkten Zugriff. Der ausgzeichnete MP3 Player läßt sich von hier ebenfalls steuern und zeigt den aktuellen Track an.

Auch das N73 verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte und "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Diese Funktion läßt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Natürlich verfügt auch das N73 wieder über den bereits bekannten MP3 Player. Mit seinen Klangreglern (Standard, Bass-Boost, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch eigene) in Verbindung mit dem Nokia Stereo-Headset HS-23 kann er klanglich überzeugen. Um den guten Klang nochmals zu verfeinern, gibt es die Möglichkeit, mittels eines entsprechenden Adapters, auch handelsübliche 3.5mm Walkmankopfhörer anzuschliessen. Diese Adapter sind direkt bei Nokia zu beziehen, bzw. bei Drittanbietern. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflußt werden.

Der MP3 Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktiven Standby gut umgesetzt, er unterstützt zudem Abspiellisten. Als Hörbuchplayerersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich nicht die letzte abgespielte Position. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter.

Der Klang des MP3 Player ist ausgewogen, dafür aber bassarm. Da hilft der Bass-Boost auch nicht mehr viel. Basslastige Kopfhörer, wie z. B. die Koss Porta Pro oder die Koss "The Plug" können dieses Manko aber leicht ausgleichen. Insgesamt ist der Klang des N73 mit dem des Nokia 6270/N80/E60 und Co. zu vergleichen.

Natürlich wurde auch wieder das Oldiegame Snake mitgeliefert. Hinzu kommen dann die "üblichen Verdächtigen", wie z. B. Dateimanager, Umrechner, Taschenrechner, Uhr und Co.

Office

Auch beim N73 wurde das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich. Und damit man unterwegs auch nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente.

Klang

Die Wiedergabequalitäten im Gespräch können auch beim Nokia N73 nicht mit einem Nokia 6230i(i) oder Nokia E50 mithalten. Aus welchen Gründen auch immer, der Gesprächspartner wird etwas dumpfer und "blechener" wieder gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen sind auf typischem Smartphoneniveau. Auch hier ist das E50 bzw. Nokia 6230(i) besser. Das 6230i(i) übertrifft hier allerdings fast alle neueren Modelle der N-Serie.

Die Klangeigenschaften des eingebauten Lautsprecher sind im Radiomodus bzw. als MP3 Playerersatz völlig ausreichend. Bei höheren Tönen neigen sie aber leichter zum übersteuern (eine Art von "Klieren").

Das N73 kann zudem Klingeltöne in 3D wieder geben. Hierzu bietet es diverse Einstellungmöglichkeiten. Z. B. läßt sich die Schallkurve ändern (Kreis, Vorbeiflug, ZickZack, Schlaufe, Zufall) und die Schallkurvengeschwindigkeit variieren (langsam bis schnell). Zudem kann ein Echo hinzugeschaltet werden, hier stehen die Programme Wohnzimmer, Höhle, Bahnhof, Wald, Rohr, Unter Wasser zur Auswahl. Diese Klangeinstellungen haben tatsächlich Einfluß auf die Art und Weise, wie das menschliche Ohr den Klingeton wahr nimmt. Technisch möglich ist die durch die eingebauten Stereo Lautsprecher (oben und unten am Gerät) sowie eine ausgeklügelte Software.

Insgesamt sehr beeindruckend.


Konnektivität

Das N73 bietet das obligatorische Datenkabel mit USB 2.0-Schnittstelle für USB-Verbindungen (max. 12 MBit/s) über den Pop-Port™-Anschluss; das mobile Gerät lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop.

Stöpselt man das N73 an das Datenkabel und an den PC hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und PictBridge". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N73 allerdings Offline und man kann telefonisch nicht weiter erreicht werden.

Über die Option PictBridge können die Aufnahmen des N73 dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an den Bilderdienst "Flickr" ist an dieser Stelle möglich. Über das USB Datenkabel kann das N73 nicht geladen werden. Eine eigene Dockingstation hat es auch nicht. Das N73 unterstützt Bluetooth Funkverbindungen nach  Spezifikation 2.0. A2DP fehlt aber auch hier. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur werden unterstützt. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt nun auch eine Syncronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt.

Internet

Die neue S60 Browser basiert auf Safari's WebCore und wird auch auf dem N73 genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zomm in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

Im Gebrauch zeigt sich, dass der neue Browser viel schneller ist als Nokias vorhergehende Bemühungen, kommt somit viel näher an die Browser von Opera und Netfront heran. Um nochmals mehr Speed zu erreichen, ist auch Operas Webbrowser in der "Mobile" Version anzuraten. Insgesamt werden sowohl Java, als auch PHP unterstütze Seiten fast fehlerfrei angezeigt. Leider nicht immer im vom PC gewohnten Design.
 
Kamera/Video

Der Schwerpunkt beim Nokia N73 ist die Kamera, keine Frage. Nicht kleckern, sonder klotzen ist hier bei Nokia die Devise. Die schon vom Nokia N90 bekannte Marketingmasche wurde auch beim Nachfolger N73 genutzt. Eine Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom, Autofokus und Modus für Nahaufnahmen sind beste Voraussetzungen für einwandfreie Bilder, die auch die 08/15 Digicam von Aldi ersetzen sollten. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N73 Videos mit maximal CIF Auflösung (352x288 Pixel) bei 15 Bildern pro Sekunde. Videos in VGA sind nicht möglich, auch nicht mit der für Videotelefonie gedachten VGA Frontkamera auf die ich nicht weiter eingehen werde.

Das N73 eröffnet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität (von 0.3 Megapixel für MMS bis hin zur maximalen Qualität von 3 MP für Ausdrucke). Es läßt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Diverse Motivprogramme (Auto, Benutzerdefiniert, Nahmaufnahmen, Portait, Landschaft, Sport, NAcht, Portrait bei Nacht) erleichtern die Arbeit indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Im Gegensatz zum Nokia N93 bleibt auch beim Programm "Nahaufnahmen" der Autofocus eingeschaltet. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 2, 10 und 20 Sekunden sowie ein Sequenzmodus für mehrere Bilder in "schneller" Folge runden das gelungene Bild ab. Schnell ist hierbei relativ. Eine gute DSLR Kamera bringt natürlich deutlich mehr. Es stehen 4 Kameratöne (nicht komplett abschaltbar) zur Auswahl. Der Kameraton läßt sich abschalten, wenn als Profil "Lautlos" gewählt wurde. Dann kann man nur noch den sehr leisen, dafür aber echten Verschlusston der Kamera hören.

Gebt dem Kind (Bild) dann noch einen Namen (Datum oder Text) und zeigt dem N73, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) und es kann los gehen.

Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K800i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 1,5 - 2 Sekunden. Ein Blitz (LED) kann auch hinzugeschaltet werden. Hier hat man dann die Wahl zwischen Automatisch, Ein, Rote-Augen-Reduktion und Aus. Der Blitz kommt aber längst icht an die Qualität der XENON Version des K800i heran.

Da die N73 Kamera bei starkem Sonnenlicht schnell zum übersteuern neigt, läßt sich die Helligkeit durch Auswahl des Belichtungswertes (-2,0 bis +2,0) sowie durch Auswahl der Lichtempfindlichkeit (ISO) beeinflußen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch zu wählen. Auch ein Weißabgleich steht dem Hobbypaparazzi zur Verfügung. Die Qual der Wahl hat er dann zwischen den Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht. Auch hiermit läßt sich der - wirklich guten Automatik - unter die Arme greifen. Abschliessend wird noch der Farbton des Bildes gewählt: Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig - die letzte Option betont nochmals die Farben eines Bildes - und fertig ist der 1000 € Schnappschuss in sehr guter Qualität. Die Kamera ist besser als beim N93. Einen Qualitätsunterschied der Aufnahmen zum Sony Ericsson K800i kann ich nicht erkennen. Beide Kameras dürften in etwa gleichwertig sein.

Akkulaufzeit

Da beim N73 ein großer BP-6M (Li-Ion, 1100mAh) verwendet wird, sind die Akkulaufzeiten im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten sehr gut. Sie liegen auf oberem Niveau. Da das N73 über kein WLAN verfügt, kann der Akku aber auch nicht so schnell in die Knie gezwungen werden. Quasselstrippen oder Personen, die ihre Finger nicht vom N73 lassen können werden den Akku trotzdem schnell (nach einem Arbeitstag) in die Knie gezwungen haben. Nutzt man nur den MP3 Player, kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 12-14 Stunden. Bei moderater Nutzung verschafft man sich etwa 3-4 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 5 Tage. Die o.a. Zahlen gelten ausschliesslich im GSM Modus. Im UMTS Netz reduzieren sich die Akkulaufzeiten nochmals.

Fazit

Die bekannten 3rd Edition Funktionen wurden beim N73 eins zu eins übernommen. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen optimal gewählt. Die Icons sowie Texte sind schön groß und insgesamt ist das Display wirlich optimal ablesbar. Ein Quermodus - wie beim E60 - hätte dem N73 ebenfalls gut zu Gesicht gestanden, zumal diese fUnktion ja auch von der Galerie genutzt wird. Diese ist übrigens deutlich schneller, als noch zu Zeiten des N70.

Die Qualität der Videoaufnahmen ist für den Mobilesektor - obwohl nur CIF Auflösung - gut. Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde schafft kaum ein anderes Gerät. Die Qualität der Bilder suchgt im Moment ihresgleichen, da können nur das K800i oder das LG KG920 mithalten. Im Kamerabereich kommt der Autofocus durchaus an die Qualität des Sony Ericsson K800i heran. Wer also ein gutes Kamerahandy sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, kann bedenkenlos zum N73 greifen. Alle anderen greifen halt zum Sony Ericsson K800i, dessen Test finden Sie ebenfalls in meinen Ratgebern.

Empfehlenswert? ja 

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