Nokia 7900 Prism

Aufrufe 4 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Mit den Modellen der Prism-Reihe spricht der finnische Weltmarktführer Freunde des extra­vaganten Designs an. Ob das große Modell Nokia 7900 Prism hält, was seine ungewöhnliche Schale verspricht


Designhandys sind gefragter denn je. Kein Wunder, schließlich telefoniert das Auge mit. Den Trend hin zu immer individuel­lerem Look hat Nokia schon früh erkannt und bie­tet so in seinem umfangreichen Produkt-Portfolio auch zahlreiche trendige Varianten zu diesem Thema. Der neueste Wurf ist das 7900 Prism für stattliche 449 Euro. Angesichts der guten Verarbeitungsqualität relativiert sich der hohe Preis: Das nur zehn Millimeter flache UMTS-Gerät ist aus hochwertigem Aluminium gefertigt und ausgesprochen stabil. Hinten und an den Seiten ist das Gehäuse mit per Laser eingravierten Rauten verziert, die sich wie beim kleineren Bruder7500 Prism auch bei der Tastatur wiederfinden: Statt der üblichen eckigen oder runden Tasten bietet das Nokia dreieckige Drücker - das sieht zwar auf den ersten Blick sehr unübersichtlich aus, die Bedienung klappt aber bequem, auch wenn die Druckpunkte deutlicher definiert sein könnten.

Als Besonderheit kommt beim 7900 ein 2 Zoll großes OLED-Display (Organic LED) mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln zum Einsatz. In der Theorie sollen OLED-Displays einige Vorteile wie einen hohen Kontrast, eine schnelle Reaktionszeit, einen gro­ßen Ablesewinkel und eine brillante Darstellung ins Feld führen. Wobei auch alle Punkte auf die Anzeige des 7900 Prism zutreffen - allerdings fällt die Gesamthelligkeit des OLED-Displays deutlich geringer aus als bei den sonst üblichen LCD/TFT-Anzeigen. Sozusagen als Entschädigung für die­ses Manko und als echtes Highlight bietet das 7900 dafür ein ganz besonderes Feature: Die Farbe der Tastaturbeleuchtung lässt sich an das ausgewählte Hintergrundbild oder Thema anpassen. Insgesamt stehen 49 Farb­varianten zur Wahl, mit denen man  dem 7900 Prism einen individuellen Gesichtsausdruck verpassen kann - die digitale Variante des guten alten Wechsel­covers

Die Bedienstruktur und auch die Ausstattungsmerkmale sind gute Bekannte, da beim 7900 Nokias Serie-40-Plattform zum Einsatz kommt. Die Aus­stattung erinnert zudem sehr stark an das 6500 Classic  , das zurzeit in aller Munde ist. So fehlen auch dem 7900 spezielle UMTS-Features wie Videotelefonie, und auch der Download-Beschleuniger HSDPA ist nicht an Bord. Dafür soll EDGE im GSM-Netz für schnelle Daten­verbindun­gen und bequemes Surfen im Web über den HTML-Browser sorgen;  für den Kontakt zu Zubehör und anderen Geräten im Nahbereich ist der Kurzstreckenfunk Bluetooth zuständig. Die einzige drahtgebundene Schnittstelle am Nokia ist der Micro-USB-Anschluss, über den das mitgelieferte Stereo-Headset oder auch das Datenkabel andocken können. Dank der auf CD beiliegenden Sync-Software steht auch dem Datenabgleich mit dem PC nichts im Wege. Der leistungsfähige Kalender, ein E-Mail-Client und die zahlreichen Organizerfunktionen runden die reichhaltige Business­ausstattung des 7900 ab. Als Quadband-Gerät funkt das Nokia zudem in allen GSM-Netzen weltweit.

Für Unterhaltung ist beim Design-Flachmann ebenfalls gesorgt: Zocker werden sich über die vier Spiele inklusive Golf und Sudoku freuen, während Musikfans dem gelungenen Music­player lauschen. Der bietet zwei unterschiedliche Ansichten, einen Fünf-Band-Equalizer, erlaubt das einfache Erstellen von Wiedergabe­listen direkt am Handy und versteht sich auf alle relevanten Audioformate. Allerdings ist der Speicher und somit auch das Fassungsvermögen für Musik auf 993 MB begrenzt; erweitern kann man mangels Wechselspeicher­slot nicht. Schade, denn nach Speicherplatz verlangen auch die Schnappschüsse der 1,9 Megapixel-Kamera, die über ein Fotolicht und eine Videofunktion verfügt. Ein Radio hat das 7900 Prism jedoch nicht an Bord.
Konnte sich die Performance in den Disziplinen Handhabung und Ausstattung sehen lassen, ging es im Labor der Testfactory ans Eingemachte. Wie schon das 6500 Classic hat auch das 7900 Prism mit Ausdauerproblemen zu kämpfen. So beläuft sich die Standby-Zeit im GSM- und UMTS-Betrieb gerade mal auf vier bis sechs ­Tage - ein unterdurchschnittliches Ergebnis. Die Gesprächszeit liegt im GSM-Betrieb bei ordentlichen fünf Stunden, sackt im UMTS-Einsatz aber auf deutlich unter zwei Stunden ab. Auch die Ergebnisse für die Sende- und Empfangsqualität im E- und UMTS-Netz müssen kritisiert werden; lediglich im D-Netz funkt das 7900 gut. Was durchweg überzeugt: die gute Verständlichkeit bei Telefonaten.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden