Nikon Autofocus SLR – die Auswahl des richtigen Objektivs

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Nikon Autofocus SLR – Dank Nikkor Objektiven fotografieren sie mit viel Komfort

Der Markt der fotografischen Artikel ist stets sehr umkämpft. Das liegt daran, dass jeder der zahlreichen Hersteller versucht, sich eine Scheibe vom Erfolg der digitalen Fotoapparate abzuschneiden. Die unterschiedlichsten Menschen fotografieren - alle werden durch ein schönes Hobby geeint. Gleichgültig ist es dabei, welchem Themengebiet sich der Fotograf verschrieben hat, weil es viel mehr auf die Tätigkeit als solches ankommt als auf die Motive.

Nikon oder Canon - oder: die Grundsatzfrage

Immer wieder Grund für heiße Gespräche sind gleichwohl die auseinanderdriftenden Meinungen bei den verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, wobei es letztlich zumeist auf die Grundfrage zwischen Rot und Gelb, zwischen Canon und Nikon, hinausläuft. Wenn Sie diesen Artikel lesen, sind Sie wahrscheinlich stolzer Besitzer eines Produktes aus dem sogenannten gelben Lager - Ihre Kamera trägt an oberster Stelle einen prunkvollen Nikon-Schriftzug. So schwer Ihnen die Wahl beim Kauf der Kamera wegen der vielfältigen Modelle auch gefallen sein mag - die schlechte, aber auch gleichzeitig gute Nachricht ist, dass Sie erst noch ein passendes Nikkor-Objektiv benötigen. Das Spiegelreflexsystem setzt sich stets zusammen aus einem Gehäuse, das auch Body genannt wird, und einem passenden Objektiv sowie verschiedenen Accessoires, auf die hier allerdings nicht näher eingegangen werden soll.

Kamera und Objektiv - die Unterstützung des Autofokus

Die Objektivwahl orientiert sich auch bei den Nikkor-Modellen in erster Linie an den Motiven, die Sie beabsichtigen zu fotografieren und sekundär nebenher bemerkt, auch an Ihrem Geldbeutel. Mitunter können Sie für ein hochpreisiges Spitzenmodell bei den Nikkor-Objektiven deutlich mehr Geld als für Ihre Kamera ausgeben. Dies liegt daran, dass es unter Fotografen dem gängigen Kenntnisstand entspricht, dass das fertige Bild im Wesentlichen durch das verwendete Objektiv geprägt wird und nur sekundär durch die verwendete Kamera. Nikon-Objektive bieten aber gegenüber den Alternativen mit dem gleichen Anschluss von externen Herstellern den Vorteil, dass Sie ein einheitliches System vorfinden, wenn sowohl Kamera als auch Objektiv von Nikon stammen. Beides ist im Idealfall perfekt aufeinander abgestimmt und harmoniert ausgezeichnet. Die heutigen Kameras des Herstellers verfügen nicht alle über einen Autofokus, aber erwerben Sie ein entsprechendes Modell, so profitierten davon auch die Objektive und letztlich Sie. Es gibt nämlich durchaus Gläser aus dem gelben Segment, die über keinen eingebauten Motor verfügen, im Namen also kein AF-"S" tragen, sondern lediglich die Bezeichnung "AF". Diese indiziert, dass Sie bei der Wahl des Kamera-Bodys darauf achtgeben müssen, auf ein Modell mit Autofokus zurückzugreifen. Hat nämlich weder Ihre Kamera ein solches hilfreiches Feature eingebaut, noch Ihr Nikkor-Objektiv, so sind Sie nicht in der Lage, überhaupt auf einen automatisierten Fokus zurückzugreifen.

Das sind die Vorteile des automatisierten Fokussierens

Doch was bedeutet eigentlich Autofokus und welche relevanten Vorteile erzielen Sie durch dessen Vorhandensein? Der Autofokus ist in der heutigen Fotografie auf allen Ebenen eine hilfreiche Institution, die sicherstellt, dass Sie stets korrekt fokussierte Bilder erhalten, Ihre Bilder also nicht unscharf, sondern scharf an der richtigen Stelle werden. Wenn Sie den Auslöser bei allen gängigen Kameras auf dem Markt bis zur Hälfte, also bis zum ersten Druckpunkt, herunterdrücken, ist dies für die Kamera das Signal, den Autofokus einzuleiten. Abhängig davon, ob Ihr Gehäuse oder aber Ihr Objektiv über die Einrichtung verfügt, werden beim Fokussieren die inneren Linsenelemente des Nikkor-Objektivs so verschoben, dass sich der Brennpunkt exakt auf einer Ebene mit dem Sensor befindet. Nur dadurch erhalten Sie ein scharfes Bild. Die Schärfe hatte schon immer einen entscheidenden Einfluss darauf, wie wir persönlich Bilder beurteilten und einschätzten.
Sicherlich kennen Sie selbst das Malheur, wenn Sie eine atemberaubende Landschaft vor sich haben oder eine sonst wie einzigartige Szenerie, die sich Ihnen so schnell nicht mehr in Ihrem Leben bieten wird. Es wäre wirklich schade, wenn Sie von diesem großartigen Moment zwar eine Aufnahme mit nach Hause nehmen würden, sich diese allerdings im Nachhinein als unscharf herausstellen würde. Umso mehr ist es von tragender Bedeutung, dass Sie mit Ihrem Material bestens vertraut sind und sich sogar blind auf dieses verlassen können. Funktioniert das Zusammenspiel so wie intendiert, werden Sie nicht ein einziges unscharfes Foto mehr erhalten. Klingt gut? Das ist es auch.

Neben den soeben erwähnten Vorteilen ist ein weiteres positives Merkmal des Autofokus der deutlich erhöhte Komfort für Ihre Fotosessions. Wenn Sie sowohl Kamera als auch Objektiv vollkommen manuell betreiben müssen, so benötigen Sie zum einen eine ausgezeichnete Sehkraft, um die richtige Einstellung im Sucher beurteilen zu können, andererseits aber auch das nötige Fingerspitzengefühl sowie Vertrauen bei der richtigen Einstellung des Schärfepunktes. Sie haben kein fast unfehlbares System im Rücken, wenn Sie ohne Autofokus fotografieren. Es legen zwar gerade Anhänger der alten Schule bewusst wert darauf, dass alles so wenig wie möglich automatisiert abläuft, aber auch Sie lernen zumeist schnell die hervorragenden Merkmale der Nikon Kameras und Objektive kennen.

So wählen Sie das richtige Nikon-Objektiv

Sicherlich werden Sie sich genau wie bei Ihrer Kamera beim Objektivkauf die Frage stellen, welches Glas, wie es im Fachjargon heißt, das richtige für Sie ist. Der erfahrene Fotografie affine Mensch macht diese Wahl nicht unnötigerweise abhängig von den Worten eines dahergelaufenen Fachverkäufers, sondern anhand seiner persönlichen Präferenzen und Gewohnheiten. Fragen Sie sich also selbstkritisch ohne zu eifrige Sicht auf die High-End-Schiene, welche Motive Sie zumeist vor der Linse haben und denken Sie darüber nach, wie Sie diese am besten und vorteilsgerecht ablichten können. Sofern Sie gerne Landschaften und Architektur fotografieren, wird Ihre Wahl am ehesten auf ein weitwinkliges Exemplar fallen, das sich durch eine geringe Brennweite auszeichnet. Gleichzeitig ist damit vorab der potenzielle Bildwinkel definiert, mit dem Sie zukünftig Ihre Aufnahmen anfertigen werden.
Beeindruckende architektonische Werke kommen herausstechend zur Geltung, wenn Sie die gewaltigen Baumassen durch eine weitwinklige Aufnahme gekonnt herausstellen und auch den Rest der Szene mit in Ihre Konzeption einbeziehen. Gleiches gilt für die Abbildung einer Landschaft. Sie können sich natürlich problemlos auch der sogenannten Ausschnittfotografie ergötzen, wenn Sie lieber ansprechende Details dem Betrachter Ihrer Bilder präsentieren möchten oder Sie ein Stück Natur auf seine ganz eigene Art und Weise magisch angezogen hat. Beides ausprobieren können Sie, wenn Sie sich nicht vorab für ein spezialisiertes Weitwinkelzoom oder gar eine Festbrennweite in diesem Bereich entscheiden, sondern vielleicht stattdessen einem vielfach beliebten Standardzoom den Vorzug geben. Ein solches zeichnet sich oftmals dadurch aus, dass es für häufig auftretende Motivkonfrontationen eine hervorragende Basis angemessener Darstellung bietet. Der Brennweitenbereich fällt abhängig von der Ausrichtung des Objektivs - entweder auf Vollformat- oder Cropfotografie - entweder auf ein Segment zwischen 18-70 Millimetern oder aber 24-100 Millimetern.
Ein gutes Standardobjektiv für den so bezeichneten APS-C-Bereich ist das Nikon AF-S Nikkor 18-105 oder, wenn es etwas hochwertiger sein darf, das Nikon AF-S Nikkor 16-85. Wenn Sie bereits im Besitz einer Vollformatkamera sind, bedenken Sie bitte bereits vor dem Kauf eines solchen Prachtstückes die deutlich höheren Folgekosten beim Objektivkauf. Vollformat-Objektive benötigen einen größeren Bildkreis, weil der Sensor die klassischen Abmessungen von 24x36 Millimetern besitzt und nicht etwa solche von 16x24 Millimetern.

Decken Sie auch andere Brennweiten-Bereiche ab

Es ist wichtig, die Grundlagen in diesen essenziellen Bereichen absolut zu verinnerlichen, zumal selbst fortgeschrittene Amateure mit professionellem Anspruch nicht einmal die exakten Unterschiede kennen. Manchmal ist dies nichtsdestotrotz auch gar nicht so verkehrt, denn bei all der Begeisterung für Ihre erworbene Technik fällt mitunter die Fokussierung auf die Gestaltung des Bildes etwas schwer. Zurückkehrend zu der Wahl des passenden Nikkor-Objektivs ist mit den vorher erteilten Ratschlägen sowohl der Superweitwinkel- wie Weitwinkelbereich abgedeckt und auch der Bereich, den Sie wohl am häufigsten benötigen werden.
Wissen Sie bereits am Anfang Ihrer Einkäufe, dass Sie gerne Motive in gewisser Entfernung fotografieren möchten, etwa Tiere oder aktive Sportler, können Sie sich etwas detaillierter mit dem Tele-Bereich auseinandersetzen. Als idealen Anknüpfungspunkt an ein Standard-Zoom für vollformatige Kameras bietet sich beispielsweise das Nikon AF-S Nikkor 70-300 oder AF-S Nikkor 70-200 an. Letzteres ist bereits ein Produkt aus dem professionellen Segment, das selbst die höchsten Ansprüche problemlos abdeckt. Bei Ihrer Aktivität erfahren Sie zudem Unterstützung durch den eingebauten Verwacklungsschutz des Objektivs, der die Nikon-interne Bezeichnung "VR" trägt. Diese steht für "Vibration Reduction" und ist dadurch selbst erläuternd. Mittlerweile profitieren Sie sogar noch mehr durch die VR2-Ausführung, die Ihnen quasi "zusätzliches Licht" in Form von vier Blenden verschafft. Der Vorgänger bescherte Ihnen lediglich zwei an der Zahl.

Die Makro-Fotografie: so wird Kleines ganz groß

Ein spezielles Nikkor-Objektiv benötigen Sie hingegen für die Makro-Fotografie, die sich einer wachsenden Zahl an Anhängern erfreut. Wie der Name schon sagt, ist es oberstes Ziel, Kleines wesentlich größer zu bebildern und dadurch vorher nie Gesehenes dem Betrachter vor Augen zu führen - im optimalen Fall mit beeindruckenden Resultaten. Bei Makro-Objektiven können Sie wählen zwischen verschiedenen Brennweiten. Ein wichtiges Kriterium in diesem Kontext stellt die relevante Fluchtdistanz Ihres tierischen Motivs dar, falls Sie in diesem Segment tätig sein möchten. Wenn Sie eine Libelle fotografieren, ist Ihnen eine lange Brennweite ans Herz zu legen, weil es sich um ein Tier handelt, das schnell die Flucht ergreift, wenn Sie diesem zu dicht auf die Pelle rücken. Sollten Sie hingegen nicht fliegende Motive vor sich haben, so wählen Sie am besten dasjenige Objektiv aus, das Ihnen aus haptischen, preislichen und leistungstechnischen Gründen am ehesten zusagt.

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