Nie wieder frieren: warme Jacken & Mäntel für Herren

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Wie Sie warme Jacken & Mäntel für Herren finden

Wenn der Winter hereinbricht und es draußen kalt wird, möchte sich manch einer im warmen Wohnzimmer verkriechen. Andere lieben ausgedehnte Spaziergänge bei klirrender Kälte. Und schon beim morgendlichen Weg zur Arbeit ist man mitunter eisigen Temperaturen ausgesetzt. Um in der dunklen Jahreszeit nicht zu frieren, sollte jeder Mann den für ihn passenden warmen Mantel oder eine warme Jacke besitzen. So kann man selbst bei Minusgraden die frische Luft genießen.

Welche Verwendung sollen die warmen Jacken oder Mäntel finden?

Damit der Kauf eines warmen Mantels oder einer Winterjacke nicht in früher Reue über eine teure Fehlinvestition endet, steht vor dem Kauf die richtige Vorbereitung an. Auch wenn man sich von den angebotenen Modellen inspirieren lassen möchte, wird man für sich doch im Hinterkopf haben wollen, für welchen Zweck der Mantel oder die Jacke benötigt wird. Neben der Überlegung, ob das zur Wahl stehende Stück für den jeweiligen Zweck praktisch oder angemessen ist, gehört auch die Frage, welche Jacken- oder Mantelvarianten persönlich als bequem empfunden werden.

Jacken und Mäntel für Spezialzwecke

Bei Jacken und Mänteln für einen bestimmten und eingegrenzten Verwendungsbereich ist der Verwendungszweck von vornherein festgelegt. Ski- oder andere Wintersportjacken, Regenmäntel, warme und wetterfeste Jacken für Angler oder Segler, Jacken für Jagd, Forstarbeit, Straßenbau oder Arbeit in der Landwirtschaft werden teilweise gleich in Spezialabteilungen entsprechender Fachgeschäfte bezogen.

Mäntel und Jacken für Arbeit und Freizeit

Soweit für die Arbeit keine Mäntel und Jacken benötigt werden, die spezifischen Anforderungen genügen müssen, ist es hilfreich, sich über den Verwendungszweck Gedanken machen. Auf jeden Fall sollte die Neuerwerbung den vorhandenen Bestand an Jacken und Mänteln sinnvoll ergänzen. Natürlich spielen auch die Wetterlagen eine Rolle, bei denen die neue Jacke oder der neue Mantel getragen werden sollen. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Wege normalerweise auf welche Art zurückgelegt werden. Nicht zuletzt spielt auch das Umfeld, in dem man sich bewegt, für die Art der Kleidung eine Rolle.

Für Fußgänger und Radfahrer ist wetterfeste Kleidung wichtig. Auch für Bus- und Bahnfahrer sollte die Kleidung vor Wind und Wetter schützen, damit man auch beim Umsteigen und auf dem Weg zur Haltestelle sowie zum Zielort der Fahrt geschützt ist. Für Autofahrer sind bequeme Jacken oder Kurzmäntel interessant, die die Bewegungsfreiheit auch auf engeren Autositzen nicht einschränken.

Gleichzeitig wird man in einem Umfeld, in dem ein sehr gepflegtes Erscheinungsbild gefordert wird, auf Mäntel oder Jacken achten, die auch zu einem Anzug passen. Gleiches gilt für Männer, die entsprechend häufig zu bestimmten Anlässen gute Anzüge tragen. Das kann der Besuch von Theatern oder Restaurants ebenso wie der Besuch von Kirchen oder Konzerten sein.

Wenn bei der Arbeit keine Rücksicht auf offizielle oder ungeschriebene Kleidungsregeln genommen werden muss, sind Jacken und Mäntel interessant, die genauso gut bei Einkauf und Freizeit verwendet werden können. Verbringt man Arbeits- oder Freizeit in einer eher rauen Umgebung, dürfen Jacken und Mäntel nicht zu empfindlich sein.

Jacken und Mäntel für bestimmte Reiseziele

Reisen in Gegenden mit anderen Wetterbedingungen als zuhause können auch Anlass für den Kauf einer neuen Jacke oder eines Mantels sein. Reist man das erste Mal an das betreffende Ziel, ist es wichtig, sich über die wahrscheinlichen Wetterverhältnisse vor Ort zu informieren. Wenn das Preisniveau am Zielort nicht deutlich günstiger ist, kann es die Reisekasse erheblich belasten, wenn vor Ort die nötige Kleidung eingekauft werden muss.

Auswahl der passenden Mantel- oder Jackenformen

Für die meisten Verwendungszwecke stehen mehrere Schnittformen zur Auswahl. Besonders bei den Mänteln für Herren haben sich zahlreiche Formen entwickelt, aber auch bei den Jacken kann zwischen mehreren Typen gewählt werden.

Anorak und Parka

Anoraks und Parkas sind als Modifizierungen der Felljacken der Inuit in Sibirien und Alaska zunächst vom amerikanischen Militär übernommen worden. Seit den späten Sechzigerjahren sind sie Bestandteil der zivilen Mode. In der Regel haben sie ein herausnehmbares Futter und eine oft mit Fell umrandete Kapuze. Mit ihrer Zweckmäßigkeit sind sie ein praktisches und eher sportliches Kleidungsstück für Freizeit und Arbeit.

Blousons und Fliegerjacken

Diese Jackenformen sind weit geschnitten und enden in einem Bündchen in der Taille. Zwar gibt es auch Modelle in gefütterter Ausführung für den Winter, allerdings gehören sie wegen des kurzen Schnitts nicht zur klassischen Winterkleidung.

Trachtenjacken aus Loden

Ebenso spezifisch sind Trachtenjacken und Janker aus Loden. Als Bestandteil alpenländischer Trachten werden sie traditionell auch in wetter- und winterfesten Ausführungen gefertigt. Von ihrer Machart her passen die meisten Modelle vor allem zu Kleidungskombinationen im Trachten- oder Landhausstil.

Fleecejacken

Wer warme und kuschelige Jacken sucht, die nicht wasserfest sein müssen, wird bei Fleecejacken fündig. Diese Kleidungsstücke sind aus synthetischem Wirkfell ohne Imprägnierung oder wetterfestem Abschluss. Bei trockenem Wetter halten sie Kälte und sogar leichten Wind ab. Zusammen mit dünnen Regenjacken können sie als wetterfeste Kombination verwendet werden. Sie eignen sich vor allem für sportliche Kleidungsstile.

Langjacken

Langjacken sind so geschnitten, dass sie das Gesäß bedecken. Ob sie gegen Wind und Wetter schützen, hängt vom Material ab. Die elegant gehaltenen Modelle lassen sich ohne Stilbruch mit Anzügen oder Hosen aus feinen Stoffen kombinieren.

Funktionsjacken

Sehr beliebt und vielseitig sind Jacken aus Funktionsstoffen. Moderne mehrschichtige Gewebe halten den Körper warm und sind gleichzeitig leicht und atmungsaktiv. Diese Jacken haben fast immer Extras wie Zugbänder an Bund und Kapuze oder auch in Taillenhöhe, mit denen man durch Zusammenziehen zusätzlich die Wärme am Körper halten und den Feuchtigkeitsschutz erhöhen kann. Teilweise können die Kapuzen abgenommen werden. Häufig sind mehrere Außen- und Innentaschen eingearbeitet.

Vor allem aus dem Wintersport sind Funktionsjacken nicht mehr wegzudenken. Aber auch für Freizeit und alltäglichen Gebrauch gibt es Modelle in den unterschiedlichsten Ausführungen: bis Größe 56 oder in Übergrößen ebenso wie in allen Farben. Vielleicht wollen Sie die eher graue Jahreszeit ja mit einer roten Jacke aufpeppen? 

Inzwischen gibt es aber auch Modelle, die in Farbgebung, Oberflächengestaltung und Schnitt so gehalten sind, dass sie auch zu geschäftlicher oder klassisch-eleganter Kleidung getragen werden können.

Kurzmäntel

Kurzmäntel reichen in der Regel bis zu den Oberschenkeln. Wie bei den Langjacken hängt es vom Material ab, ob sie den Träger vor Kälte bzw. Wind schützen. In den kalten Monaten sind entsprechend gearbeitete Modelle die ideale Ergänzung zu Anzügen.

Dufflecoats

Eine besondere Variante des Kurzmantels sind Dufflecoats. Ihr Kennzeichen sind die Kapuze, der gerade Schnitt, Knebelknöpfe und die Herstellung aus Wolle. Von diesen Merkmalen machen sie vor allem die Kapuze und der Wollstoff zu einem Kleidungsstück für Winter und Übergangszeiten. Sie passen zu einem legeren Kleidungsstil und stehen seit den 1970ern für eine unkonventionelle Lebenseinstellung.

Lodenmäntel

Lodenmäntel sind, wie der Name erwarten lässt, aus Loden gearbeitet. Darüber hinaus kennzeichnen sie der weite Schnitt und eine Kellerfalte im rückwärtigen Teil. Der aus Wolle hergestellte Lodenstoff hält nicht nur warm, sondern schützt auch über einen längeren Zeitraum vor Regen. Je nach Verarbeitungsdetails kann man die meisten Modelle eher dem Landhausstil oder einem klassisch-eleganten Stil zuordnen.

Ulster

Wie der Lodenmantel gehört auch der Ulster zu den wetterfesten Wollmänteln. Der Stoff ist von schwerer Qualität und wurde für das raue atlantische Klima Irlands geschaffen. Die Mäntel sind weit geschnitten mit breitem Kragen und Revers. Je nach Ausarbeitung schützen diese Mäntel jede Art von darunter getragener Kleidung vor Regen und Nässe.

Leder- und Fellmäntel

Gefütterte Ledermäntel und Mäntel aus Fell gehören seit der Frühzeit der Menschheit zu den Kleidungsstücken, die gegen Kälte und Wetterunbilden entwickelt wurden. Pelzmäntel, auch aus synthetischem Pelz, sind dagegen heutzutage in Mitteleuropa für Herren nicht üblich. Fellmäntel haben bedingt durch das Material eher einfache Schnittformen. Bei Ledermänteln sind eher mittlere oder enge Varianten üblich. Fell- und Ledermäntel gibt es in legeren, rustikalen und eleganten Varianten.

Stoffe und Materialen für warme Herrenjacken und -mäntel

Einige Typen von Mänteln oder Jacken sind an bestimmte Stoffe gebunden. Bei anderen stehen für die Fertigung verschiedene Materialien zur Auswahl. Auch hat sich bei einigen Jacken- oder Mantelformen das verwendete Material über die Zeit gewandelt. Waren Parkas und Anoraks bei den Inuit noch aus Tierfellen, wurden später imprägnierte Baumwollstoffe oder Mischgewebe verwendet. Heute werden für diese Jacken auch Funktionsstoffe verarbeitet.

Fell

Seit Jahrtausenden verwenden Menschen Tierfelle in unterschiedlichen Verarbeitungsstufen, um sich gegen Kälte zu schützen. Dafür belässt man beim Abziehen das Fell an der Haut. Diese wird nach dem Abziehen zu Leder gegerbt. Traditionell werden vor allem Schaf- und Kaninchenfell zu wärmenden Kleidungsstücken oder -besätzen verarbeitet. Während bei Pelzbekleidung der Pelz aus optischen Gründen außen getragen wird, wird bei Felljacken und -mänteln das Fell normalerweise als Innenfutter verwendet. Das Leder bildet den Außenmantel. So wird die Kälteisolierung optimiert. Vorteile dieses Materials sind der natürliche Schutz gegen Wetter und Kälte und die Haltbarkeit. Der Preis hängt von der Tierart ab, deren Fell verwendet wurde. Normalerweise ist das Gewicht der Kleidungsstücke eher hoch.

Leder

Auch Leder ohne Fell eignet sich wegen seiner Wetterfestigkeit für warme Jacken und Mäntel. Natürlich ist hier in der Regel eine Unterfütterung nötig. Auch hier sind die Haltbarkeit und der natürliche Schutz gegen die Witterung von Vorteil. Die Preise sind im höheren Segment angesiedelt.

Wolle

Ebenso traditionell wie natürlich ist Wolle als Material für Jacken und Mäntel. Aus diesem Material werden beispielsweise Loden oder Tweed gefertigt. Diese Stoffe aus dem ländlichen Umfeld sind nicht nur wetter- und kältefest. Tweed und robuste Lodenstoffe zeichnen sich darüber hinaus durch lange Haltbarkeit aus. Das Gewicht kann je nach Verarbeitung im unteren oder oberen Mittelfeld liegen. Fein gewebte Wollstoffe und einige Lodenstoffe finden bei eleganten Mänteln Verwendung. Das Preissegment von Jacken und Mänteln aus Wolle hängt von der Wollart und der jeweiligen Verarbeitung ab.

Baumwolle

Baumwolle findet für warme und wetterfeste Jacken und Mäntel im Wesentlichen nur in festen Qualitäten und mit entsprechender Imprägnierung Verwendung. Sie wurde vor der Entwicklung von Funktionsstoffen beispielsweise für Anoraks, Parkas und Wettermäntel verwendet. Die optischen und physischen Eigenschaften hängen von der jeweiligen Imprägnierungsbehandlung ab. Außer bei der Beschichtung mit Gummi wie bei Regenmänteln bleibt aber die für Baumwollstoffe typische Leinenbindung sichtbar, so dass die Stoffe eine textilientypische Optik behalten. Wetterfeste Baumwollstoffe sind eher fest, aber vom Gewicht her angenehm. Die preisliche Lage hängt davon ab, wie aufwendig die jeweilige Verarbeitung ist.

Synthetische Stoffe

Neben Wolle und Baumwolle finden auch Mischgewebe dieser Stoffe bei der Herstellung warmer Jacken und Mäntel Verwendung. In den Eigenschaften sind diese Gewebe ähnlich denen der Baumwoll- oder Wollgewebe. Durch den synthetischen Anteil werden die Stoffe in der Regel pflegeleichter und knitterresistenter. Auch sind Mischgewebe vom Preis her oft günstiger.

Mit Fleece findet aber auch ein rein synthetisches Gewebe Verwendung in der Herstellung warmer Jacken. Vom Tragekomfort ist es mit weichen und hochwertigen natürlichen Stoffen zu vergleichen, aber deutlich pflegeleichter und preiswerter als diese.

Funktionsstoffe

Auch Funktionsstoffe beruhen im Wesentlichen auf synthetischen Geweben. Weil sie aber aus mehreren Komponenten bestehen, sollen sie hier gesondert ausgeführt werden. Herstellung, Behandlung und Zusammenführung der beteiligten Gewebe und Membranen hat zum Ziel, durch geringes Gewicht sowie eine hohe Wärmespeicherung und Atmungsaktivität Tragekomfort und Kälteschutz optimal zu verbinden. Das sind auch gleichzeitig die Vorteile dieser Stoffe. Preislich bewegen sich die daraus gefertigten Kleidungsstücke abhängig von der jeweiligen Verarbeitung eher in höheren Bereichen.

 

Tipp

Die Haltbarkeit der meisten Materialqualitäten macht den Kauf hochwertiger gebrauchter Herrenjacken und -mäntel attraktiv. Oft kann man erstklassige Qualitäten zu günstigen Preisen erstehen. 

 

 

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