Neue Einspritzdüsen für Ihren Motor – so finden Sie passende Modelle

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Neue Einspritzdüsen für Ihren Motor – so finden Sie passende Modelle

Wie für viele andere Leser ist Ihr Auto sicherlich vor allem Mittel zum Zweck. Um ganz einfach zur Arbeit zu kommen. Die Kinder in die Schule zu bringen oder vom Sport abzuholen. Einkäufe oder nötige Wege zu Behörden und Ämter erledigen.

Für die meisten Deutschen ist das eigene Auto das beliebteste Fortbewegungsmittel, das zeitlich wie örtlich vollkommen unabhängig macht. Doch alles Gutes hat bekanntlich auch seine schlechten Seiten. Ein Auto beispielsweise kostet Geld. Selbst wenn das Fahrzeug in der Garage steht. Da müssen Steuern und Versicherung gezahlt werden, außerdem der Sprit oder gar Wartung und nötige Reparaturen.

Mancher Schaden ist jedoch ärgerlicher als ein anderer. Vor allem dann, wenn die Sicherheit oder die Fahrbereitschaft des Wagens durch den Schaden nicht mehr gegeben sind. Letzteres gilt z. B., wenn die Einspritzdüsen des Motors kaputtgehen. Alles, was zu diesen besagten Düsen wichtig ist, erfahren Sie hier und jetzt.

Benziner und Diesel: Einspritzdüsen sind fast immer da

Weil dieses Bauteil ein sehr wichtiges in vielen Motoren ist, wollen wir uns die Einspritzdüse im Folgenden genauer anschauen. Wie der Name schon verrät, hat die Einspritzdüse mit der Einspritzung des Kraftstoffs zu tun. Zum Einsatz kommen die Einspritzdüsen bei Verbrennungsmotoren, die mit Benzin, Diesel oder aber Gas, wie beispielsweise Autogas, befeuert werden. Elektromotoren brauchen die Düsen nicht, hier wird die Stromzufuhr über entsprechende elektrische Leitungen garantiert. Aber auch nicht jeder Verbrenner braucht die Einspritzdüsen, sondern nur solche mit Einspritzung. Ältere Motoren mit Vergaser kommen ebenfalls ohne Düsen aus.

Letzten Endes ist die Einspritzdüse nichts andere als ein Ventil, weswegen die Branche auch vom Einspritzventil spricht. Beide Namen meinen das Gleiche und sind korrekt. Einspritzdüsen spritzen - daher der Name - in den Ansaugtrakt oder direkt in den Brenn- beziehungsweise Verbrennungsraum. Bei der ersten Variante spricht man von einer Saugrohreinspritzung, bei der zweiten von der Direkteinspritzung. Die Düse übernimmt jeweils eine Art Feinverteilung des Treibstoffs, wobei es hier ganz konkret um das richtige Maß oder eben die stimmige Dosis geht.

Rückblick: Mechanische und elektronische Einspritzdüsen

Noch bis vor wenigen Jahren wurden mechanische Einspritzventile verbaut. Bei Bosch wurde diese Variante sogar bis in die 1990er hinein verwendet. Heute hingegen haben alle Motorenbauer und Zulieferer umgesattelt, weswegen nur noch elektronisch gesteuerte Düsen und Ventile zum Einsatz kommen. Denn moderne Einspritzanlagen sind für die alten mechanischen Ventile nicht ausgelegt.

Das gilt zumindest für moderne Ottomotoren. Wobei auch Diesel mit der Zeit gegangen sind. Sogenannte Common-Rail-Diesel - was nichts anderes als Diesel eben mit einer Einspritzung sind - verwenden ebenfalls elektronische statt hydraulische Ventile. Das Prinzip ist ähnlich, der größte Unterschied zwischen Otto- und Dieselmotoren dürfte wohl der verwendete Kraftstoff sein. Verteilen die Einspritzventile beim Otto ein Benzin-Luft-Gemisch, ist es beim Selbstzünder Diesel.

Dabei beschränkt sich der Einbau solcher Einspritzdüsen natürlich nicht allein auf Autos. In Motorrädern werden die Düsen ebenfalls längst verbaut. Auch hier sind Aufbau und Funktion die selben, wobei das erste Motorrad mit einer Einspritzung bereits 1973 gebaut wurde, nämlich von Münch. Im Flugzeugbau kam die Benzindirekteinspritzung sogar schon in den 1930ern zum Einsatz, etwa im Daimler-Benz DB 601 V12. Eine Erfindung der Neuzeit ist die Einspritzung und damit die Einspritzdüse also nicht.

Erbe des Vergasers: Vorteile von Einspritzdüsen

Einspritzdüsen und Einspritzanlage bieten gleich einige Vorteile gegenüber dem früheren Vergaser. Zum einen kann der Kraftstoff über die Einspritzung genauer dosiert werden, womit der Verbrauch und somit auch die Kosten reduziert werden können. Obendrein kommt die Verbrauchsreduzierung auch der Umwelt zugute. Zum einen, weil weniger CO2 und andere Emissionen erzeugt werden. Zum anderen, weil weniger Öl gefördert und entsprechend raffiniert werden muss.

Damit sind die Vorteile solcher Einspritzventile aber noch längst nicht aufgezählt. Denn auch die Leistungsdichte des Motors wird wegen einer besseren Zylinderfüllung gesteigert. Trotz weniger Durst zeigt der Verbrennungsmotor also mehr Leistung. Die Regelung der diversen Motorzustände sind mit Einspritzdüsen ebenfalls optimaler. Beispielsweise was das Warmlaufen oder die Schubabschaltung angeht. Mit anderen Worten: Der Motor reagiert auf neue oder vielmehr wechselnde Verhältnisse besser. Und kaum ein Motor wird permanent unter Volllast gefahren, denken Sie nur mal an das typische Stop and Go im alltäglichen Berufsverkehr.

In gewissen Extremsituationen garantieren Einspritzdüsen schließlich, dass der Verbrenner am Laufen bleibt. Das gilt weniger für Autos, als vielmehr für Jetskis, Motorboote und insbesondere Flugzeuge. Hier stellt die Einspritzanlage die Versorgung des Motors mit Sprit sicher, ein Absterben ist unmöglich.

Alarm: Wenn Einspritzdüsen nicht mehr mitspielen wollen

Trotzdem halten selbst Einspritzdüsen nicht ewig und unterliegen wie alle anderen Autoteile einem natürlichen Verschleiß. Das Hauptproblem solcher Düsen betrifft meist die gewünschte Einspritzung oder vielmehr Zerstäubung des Kraftstoffs. Idealerweise, ausgegangen von einem Ottomotor, erfolgt die Einspritzung des Sprits in feinen Tröpfchen. Diese sollten außen feiner ausfallen, während mittig größere Tröpfchen erwünscht sind. Zuerst sollen die feinen Tröpfchen verbrennen und erst dann die großen. Damit wird eine langsamere, aber gleichmäßigere Verbrennung erreicht, was wieder einen sanfteren Druckanstieg im Zylinder bedeutet. Die positiven Folgen wurden bereits genannt: Weniger Verbrauch, weniger Emissionen, trotzdem mehr Leistung.

Irgendwann können Einspritzdüsen diesen Vorgang allerdings nicht mehr perfekt vornehmen und verteilen den Kraftstoff weniger gut als gewünscht. Die Folgen sind zum einen zu hören, nämlich mit einer sogenannten klopfenden Verbrennung. Statt kontrolliert und langsam, verbrennt der Kraftstoff nun auf einen Schlag, was tatsächlich zu hören ist. Beim Diesel spricht man hier vom bekannten Nageln. Während die Akustik vielleicht nur stören mag, sind die Folgen dieser klopfenden Verbrennung anderweitig zu spüren, etwa mit einem steigenden Verbrauch und weniger Leistung. Und auf Dauer schädigt die fehlerhafte Verbrennung sogar die Lager.

Eine andere Folge defekter Einspritzdüsen ist eine lokale Überhitzung. Tatsächlich können beispielsweise bei einer falschen Justierung der Einspritzdüsen Bauteile getroffen werden, die eigentlich nicht getroffen werden sollten. Im schlimmsten Fall drohen hierdurch Löcher im Kolbenboden, was schließlich sogar zum kapitalen Motordefekt oder eben Motorschaden führen kann.
Zuletzt kann auch der Schmierfilm „abreißen". Kurz erklärt: Die Zylinder und Kolben sind bekanntlich mit Öl geschmiert. Wird nun dieser Ölfilm abgewaschen, kommt es zu „Fressschäden", auch „Kolbenfresser" genannt.

Sonderfall Diesel: Wenn die Einspritzdüsen verkoken

Andere mögliche Schäden aufgrund defekter Einspritzdüsen sind undichte Ventile, die Kraftstoff vor- oder nachlaufen lassen. Hier spricht die Branche vom „verkoken", was dem einen oder anderen Leser vielleicht von Dieselmotoren geläufig ist. Denn gerade Diesel fallen mit verkokten Einspritzventilen auf, was jedoch weniger am Dieselmotor als vielmehr am Kraftstoff liegt.

Der Grund ist hier meist die Nutzung von Pflanzenölen, dem sogenannten Biodiesel. Für Autofahrer bietet der alternative Bio-Kraftstoff zwar einen recht interessanten Preisvorteil gegenüber konventionellem Diesel aus Erdöl, allerdings auch gewisse Gefahren. Denn für die Einspritzdüsen sind Pflanzenöle weniger gut, was sich im Inneren des Motors mit einer schlechteren Vernebelung und ergo Verbrennung zeigt.

Verkoken kommt übrigens vom Wörtchen „Koks", die Düsen setzen sich mit Ruß und Verbrennungsrückständen zu und verstopfen auf diese Weise. Bevor es jedoch zu einem ernsten Schaden kommt, wird sich wohl das Motorsteuergerät einschalten und den Motor kurzerhand abstellen. Abhilfe schafft hier natürlich eine unverzügliche Reinigung der Einspritzdüsen beziehungsweise deren Austausch.

Trotz der Gefahr des Verkokens müssen Sie nicht auf den günstigeren Biodiesel verzichten. Wenn Sie bei jeden dritten Tankvorgang normalen Diesel tanken, werden die Düsen automatisch gereinigt. Ob Ihr Motor allerdings für Biodiesel ausgelegt ist, ist damit nicht gesagt. Fragen Sie daher Ihren Hersteller. Ohne dessen offizielle Zustimmung sollten Sie von Biodiesel die Finger lassen, ansonsten ist der Hersteller im Schadensfall aus der Haftung und Sie tragen mögliche Reparaturkosten selbst.

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