Netzteile von ATX: Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

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 Netzteile von ATX: Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

Beim Aufbau eines PCs ist dem Netzteil besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Hierbei handelt es sich um eine zentrale Komponente, die alle Hardwareteile mit Strom versorgt und einen wesentlichen Anteil an der Stabilität eines Systems hat. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl eines solchen ATX-Netzteils achten sollten.

 

Das 80-PLUS-Zertifikat zeigt die Energieeffizienz eines Netzteils an

Da das verwendete Netzteil einen entscheidenden Einfluss darauf hat, wie viel Strom der Computer verbraucht, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das 80-PLUS-Zertifikat vorhanden ist. Dieses kennt unterschiedliche Güteklassen von Netzteilen hinsichtlich des Wirkungsgrades und reicht von 80 PLUS Bronze über Silver und Gold bis hin zu Platinum sowie 80 PLUS Titanium. In aufsteigender Reihenfolge kennzeichnen die Hersteller hiermit Netzteile mit höherer Energieeffizienz. Ein Netzteil mit 80 PLUS Gold beispielsweise hat einen Wirkungsgrad von 88 Prozent bei einer Eingangsspannung von 230 Volt und unter 100 Prozent Last. Netzteile mit einem höheren Wirkungsgrad sind teurer in der Anschaffung, die Investition macht sich auf der Stromrechnung jedoch bemerkbar.

 

Ein Kabelmanagement bringt bei ATX-Netzteilen große Vorteile mit sich

Da ATX-Netzteile in der Regel in großen Computergehäusen mit vielen Hardwarekomponenten wie Grafikkarten, Festplatten und Laufwerken verbaut werden, ist auch die Anzahl der verwendeten Stromkabel groß. Hier stellt sich das Problem, dass die Kabel durch das Gehäuse gelegt werden müssen und durchaus viel Platz verbrauchen können. Besonders ärgerlich sind jedoch die nicht verwendeten Stromkabel an einem ATX-Netzteil: Diese müssen ebenfalls im Gehäuse untergebracht werden, obwohl sie keine Funktion erfüllen. Hier schafft ein Kabelmanagement Abhilfe, wie es etwa beim Be Quiet! Straight Power E9 zu finden ist. Das Kabelmanagement besteht dabei schlicht in abnehmbaren Stromkabeln: Alle Kabel, die Sie nicht verwenden möchten, werden einfach vom Netzteil abgezogen.

 

Aktiv, passiv oder semi-passiv? Auch die Kühlung ist entscheidend

Wenn Sie einen lautlosen Computer aufbauen möchten, sollten Sie auch auf ein entsprechendes Netzteil achten. Die Seasonic Platinum Series Fanless zum Beispiel bietet Netzteile, die gänzlich ohne Lüfter auskommen und damit vollkommen leise sind. Semi-Passive Netzteile, wie das SilverStone Strider Series, verfügen zwar über einen Lüfter, dieser aktiviert sich aber erst unter höherer Last, sodass es sich bei diesen Netzteilen um eine Kompromisslösung handelt.

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