Need for Speed Carbon (PSP) - Das war wohl nichts

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Vorbemerkungen:
Dieser Testbericht bezieht sich nur auf die PSP Version des Spieles! Getestet wurde es mit zwei verschiedenen PSP mit unterschiedlicher Firmware.

Story:
Dein Bruder Mick und du hatten bei einem Autorennen einen schweren Unfall. Während du lange Zeit im Koma liegst und an einer temporären Amnesie leidest, hatte Mick nicht so viel Glück: Er ist tot. Seine Freundin holt dich aus dem Krankenhaus ab und berichtet dir von einem mysteriösen dritten Wagen, der angeblich für den Unfall verantwortlich sei. Nach und nach machst du dich daran, dieses Geheimnis zu lüften um den Schuldigen zu finden - und setzt dich wieder hinters Steuer, als ob du aus dem Unfall überhaupt nichts gelernt hättest.

Technik:
Nachdem ich mich inzwischen einige Zeit mit Need for Speed: Carbon beschäftigt habe, habe ich festgestellt, dass es sein Geld auf keinen Fall wert ist. Nicht nur, dass es keine wirklichen Neuerungen gegenüber den Vorgängern gibt, es ist auch noch schlecht programmiert. Alle 4-5 Minuten muss irgendetwas geladen werden, was einen Ladebildschirm von ca. 30 Sekunden zur Folge hat. Desweiteren ruckelt das Spiel dann auch noch fast durchgehend; es ist kaum möglich ein Rennen wirklich flüssig zu fahren. Vor allem in Kurven, der Innenstadt und bei Rennen mit mehr als zwei Teilnehmern gerät das Spiel zusehends ins Stocken.

Spielspaß:
Der Spielspaß hält sich auf Grund der mangelnden Spielflusses natürlich in Grenzen, nichtsdestotrotz werden Genre-Neulinge, die vorher noch kein NFS gespielt haben vermutlich ihren Spaß haben. Erfahre Spieler, die andere Teile der Serie kennen, werden von Teilen wie "Most Wanted" oder "Underground 2" vermutlich etwas "verwöhnt" sein. Need for Speed: Carbon bietet keine wirklichen Neuerungen seinen Vorgängern gegenüber. Die Level sind langweilig und lieblos gestaltet, es wirkt als hätten die Programmierer noch mal schnell ein Spiel für das Weihnachtsgeschäft entwerfen müssen. Das gleiche gilt für dir Story: Was in den ersten Minuten wie eine dramatische Geschichte mit viel Tiefgang beginnt entpuppt sich schnell als genauso flach wie die Handlung einer billigen Hinterhofproduktion: Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus werden dir von der Freundin deines Bruders ihre Autoschlüssen überreicht - Damit du dich wieder ein bisschen an das Fahren gewöhnst, sollst du ein Rennen gegen einen Kumpel fahren. Die moralischen Werte die hier vermittelt werden sind äußerst fragwürdig, jedoch sollte das bei einem Sportspiel keine allzu große Rolle spielen - wenn denn die Story nicht auf so unglaublich schwachsinnige Weise aufgebaut wäre. In der einen Szene trauert die Freundin deines Bruders noch an seinem Grab um ihn, in der nächsten bringt sie dich zu einem Rennen, bei dem du dein Leben auf Spiel setzt.

Sound:
Auch der Sound ist leider nicht mehr so stimmig wie in früheren NFS-Teilen. Während ehemals der größtenteils aus Hip-Hop bestehende Soundtrack zwar schwachsinnige Texte hatte, sich aber gut anhörte und viel zur Atmosphäre beitrug, ist er nun meist nur noch unpassend. Scheinbar hat einer der Programmierer einfach seinen MP3-Ordner in das Spiel integriert.

Fazit:
Finger weg, dieses Spiel ist die UMD nicht wert, auf die es gebrannt wurde! Lieber zu Most Wanted oder Underground greifen!
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