NaupliStar Brutautomat

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Am 05.04.2008 habe ich beim E-Bay Verkäufer "aquaisi" den NaupliStar Brutautomat für Artemialarven gekauft. Nach den üblichen Modalitäten wurde alles wie beschrieben am 10.04.2008 geliefert, also recht schnell in Anbetracht des dazwischen liegendem Wochenende. Alles vollzählig und original verpackt, in einem großen Briefumschlag geliefert, um Versandkosten zu drücken. Deutsche Beschreibung und Bedienungsanleitung liegt bei und ist völlig erklärend.

Ich habe den Brutautomaten sofort ins Aquarium gesetzt, befüllt und angemacht. Dazu ist zusätzlich eine Luftpumpe nötig. Diese ist im Lieferumfang nicht enthalten, gibt es aber für unter 10,-€ in eigentlich jedem Zoo-/Aquariumgeschäft.

Das Prinzip ist einfach. Es gibt eine große Schlupfkammer die mit Salzwasser befüllt wird und durch eine Pumpe ständig belüftet, und somit das Wasser in Bewegung gehalten wird. Die zweite Kammer ist der Übergangsbereich zum Aquarium. In dieser steht das Wasser fast. es gibt lediglich leichte Bewegungen des Wassers, die an Wellen am Strand erinnern, also nur leicht hin und her (auf und ab). Es kommt nicht zum Wasseraustausch zwischen der Schlupfkammer und dem Aquarium. Im Übergangsbereich aber muß das Wasser vermischt sein. Die Verbindung beider Kammer ist am tiefsten Punkt, dort wo sich die geschlüpften Artemia sammeln. Diese wollen nun zum Licht und schwimmen den Übergangsbereich hoch zum Aquarium. Die Öffnung ist für die Fische zu klein um reinzuschwimmen, klar. Soviel zur Theorie.

Nun zur Praxis. Die Wassertemperatur in meinem Zuchtbecken beträgt 28°C. Bei der Zugabe von Salz und Artemiaeiern habe ich mich strikt an die Beschreibung gehalten. Nach ca. 18h - 20h hatte ich den ersten Schlupf der Artemiakrebschen. Diese bahnten sich nun den Weg durch die Übergangskammer zum Aquarium. Funktionierte also alles wie beschrieben.

Allerdings nicht in der gewünschten Menge. Ich betreibe den Brutautomat nun seit 3 Tagen. Die Ausbeute ist super ( für die Größe des Automaten, ausreichend für meine Skalarzucht von etwa 200 Tieren ), allerdings haben die Krebslarven Mühe, durch den Übergangsbereich zum Aquarium zu gelangen. Durch die Öffnung zum Becken schwimmen sie zwar permanent, aber nur in geringer Zahl, so das zwar die gesamte Zeit für Futter gesorgt ist, eben aber nur für die großen Jungfische die sich ganz vorn durchsetzen können. Ich mache die Pumpe des Brutautomaten zweimal am Tag aus und entnehme eine Pipette Krebslarven aus der Schlupfkammer (die voll ist) um zu füttern, wie bisher auch.

Mit der Ergänzung von Eiern klappts auch. Ich habe jeden Tag Eier, aber auch etwas Salz, im Brutautomaten ergänzt, um ständigen Schlupf zu erzielen. Alles gut, man muß nichts aus machen, nichts erneuern, einfach nur laufen lassen, klasse. In der Beschreibung steht, das dies so 10-20 Tage so laufen kann, dann sollte man das Gerät mal reinigen. So wie es am dritten Tag schon aussieht, denke ich, maximal 10 Tage, dann ist die Reinigung fällig.

Fazit, für eine Hobbyzucht im nicht allzu großen Umfang gut geeignet, vorallem wenn man nicht so regelmäßig füttern kann, da permanent Artemia ins Becken gelangen. Auch kein extra Platz nötig, da der Automat ja im Aquarium hängt. Erwähnt sei, das durch die Luftpumpe das Wasser laut blubbert, so das sich manche Fischarten ( oder mancheiner selbst ) gestört fühlen könnten und die Zucht beeinträchtigt wird. Ich denke da an Fische wie die sensiblen Discus, die Brutpflege betreiben.

MFG

 

Nachtrag 19.04.2008

Brutautomat läuft immernoch super. Jedoch mit jedem Tag wird die Ausbeute geringer. Ich werde min einmal die Woche das Gerät reinigen und von vorn mit der Brut beginnen (Neubefüllung), da die Ausbeute schon nach etwa 5-6 Tagen wirklich deutlich schwindet und nicht mehr lohnenswert ist.

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