Natürliche Teiche: Dieses Zubehör ist beim Anlegen eines Teiches wichtig

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Natürliche Teiche: Dieses Zubehör ist beim Anlegen eines Teiches wichtig

Ein natürlicher Gartenteich lässt sich in nahezu jedem Garten anlegen. Wichtig ist allerdings, dass Lage und Größe des Teichs im Vorfeld exakt geplant werden. Neben der reinen Wasserfläche muss genügend Platz für die Versorgungstechnik vorhanden sein. Ohne eine gute Filteranlage samt Pumpe kommt ein Gartenteich nicht aus.

Es gibt eine ganze Reihe von Aspekten, die berücksichtigt werden müssen. Auch das notwendige Werkzeug und Zubehör zum Teichbau erfordert sorgfältige Überlegungen. Am Ende steht dann aber eine natürliche Wasserfläche im eigenen Garten, die nicht nur durch eine hübsche Bepflanzung zum optischen Highlight wird, sondern auch noch sehr unterschiedliche Bewohner anzieht.

Den richtigen Platz auswählen

Sinn und Zweck eines Gartenteiches ist es, dass er die Optik des Gartens auf natürliche Art ergänzt und verschönt. Er sollte also dort angelegt werden, wo die Hauptwege durch den Garten führen. Eine sonnige Lage mit etwa zwei bis vier Schattenstunden am Tag ist ideal. Wenn genügend Platz vorhanden ist, bieten natürlich gestaltete Uferzonen einen absoluten Hingucker. Überhaupt machen unterschiedliche Wassertiefen den Teich wesentlich lebendiger.

Ganz wichtig sind der Baumbestand in der Nähe des Teichs und die Beschaffenheit des Bodens. Befinden sich tief wurzelnde Bäume in der unmittelbaren Umgebung, sollten Sie prüfen, ob Wurzeln gefahrlos entfernt werden können, ohne die Bäume zu beschädigen. Je nach geplanter Teichgröße ist es auch wichtig, ob der Platz mit einem Bagger erreichbar ist, denn größere Teiche von Hand auszuheben, erfordert viel Kraft und Zeit.

Gartenteiche aus unterschiedlichen Materialien

Gartenteiche können aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt werden. Geeignet sind unter anderem:

  • Elemente aus Ton oder Beton,
  • Teichbecken aus Kunststoff oder
  • Teiche aus Teichfolie.

Ein sehr natürliches Material zur Teichabdichtung sind speziell vorgeformte Tonelemente. Sie werden miteinander verzahnt und anschließend gestampft. Die Tonschicht sollte jedoch mindestens 30 Zentimeter dick sein, damit es nicht zu Rissbildungen kommen kann oder Wurzelwerk die Tonschicht beschädigt.

Verwendet man Beton zum Teichbau, genügt eine Stärke von etwa 20 Zentimetern. Allerdings müssen hier bei der Verarbeitung zur Stabilisierung Baustahlmatten eingefügt werden. Ein wenig Erfahrung im Umgang mit diesem Werkstoff sollte also vorhanden sein. Dafür sind Betonteiche in der Regel ausgesprochen robust und langlebig.

Teichbecken aus Kunststoff

Bei kleineren Grundstücken empfiehlt sich ein vorgefertigtes Teichbecken aus Kunststoff. Diese Becken gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Größen und Formen. Sie sind in sich geschlossene Systeme, die absolut dicht sind. Damit lässt sich der Bau eines Gartenteichs in der Regel relativ kostengünstig und schnell gestalten.

Wenn die passende Grube ausgeschachtet ist, sollten möglichst alle Steine oder Wurzeln sauber entfernt werden. Dann gehört eine Schicht Sand in die Teichgrube, weil sich so das Fertigbecken auch wesentlich besser ausrichten lässt. Mit einer Wasserwaage können Sie leicht prüfen, ob das Teichbecken in der Waage liegt. Der Rand des Teichbeckens sollte etwas überstehen, damit kein Erdreich oder Sand in das Teichbecken fallen kann.

Tipp: Füllen Sie zunächst ein wenig Wasser in das Teichbecken, damit es mehr Gewicht bekommt. Danach muss das Becken eingeschlämmt werden, um einen sicheren Halt zu haben. Dazu füllen Sie immer wieder Sand am Rand nach und lassen anschließend Wasser in die Teichgrube laufen. Arbeiten Sie langsam und sorgfältig, damit das Teichbecken am Ende fest und sicher in der Erde steht.

Für größere Teiche

Ab einer geplanten Teichgröße von etwa 5 Quadratmetern eignet sich eigentlich nur noch Teichfolie zur Gestaltung eines natürlich wirkenden Gartenteichs. Teichbecken in einer solchen Größe gibt es nicht, und auch die Gestaltung mit Ton oder Beton wird schwieriger, je größer der Teich werden soll.

Allerdings fallen hier größere Erdarbeiten an. Wer nicht mühsam von Hand eine Teichgrube ausschachten möchte, sollte sich mit dem Gedanken an den Einsatz eines Baggers anfreunden. Man kann ein Bauunternehmen beauftragen oder einen sogenannten Minibagger ausleihen und den Aushub selbst vornehmen. Achten Sie dabei darauf, dass die Wände möglichst glatt sind, und entfernen Sie alle Steine aus der Teichgrube, bevor sie mit einer möglichst dicken Schicht Sand befüllt wird.

Worauf Sie bei der Auswahl eines Wurzelschutzflieses achten sollten

Anschließen benötigen Sie eine Auflage aus Wurzelschutzvlies. Achten Sie hier darauf, dass das Material unverrottbar ist, denn es bildet die Grundlage für die Dichtigkeit des Teichs. Gut geeignet als Material ist zum Beispiel Polypropylen, weil es keinen Wurzeldurchwuchs zulässt und auch durch ständige Feuchtigkeit nicht zerstört wird. Das Wurzelschutzvlies sollte möglichst ein Gewicht von mindestens 900 Gramm pro Quadratmeter aufweisen. Dünnere Qualitäten sind zwar deutlich günstiger, bieten aber auf Dauer nicht genügend Schutz. Inzwischen gibt es auch Hersteller, die sogenannte Systemlösungen anbieten. Dabei werden Wurzelschutzvlies und die Teichfolie perfekt aufeinander abgestimmt.

Beim Verlegen dieses Folienuntergrundes sollte sehr sorgfältig vorgegangen werden. Besonders an den Randflächen besteht häufig die Gefahr, dass Baumwurzeln versuchen, sich ihren Weg auch in den Teich zu bahnen. Wenn der Gartenteil Absätze oder Stufen enthält, verlegt man das Vlies am besten überlappend und in verschiedenen Richtungen. Zuschneiden lässt sich das Material bequem mit einer handelsüblichen Haushaltsschere.

Teichfolie aus verschiedenen Materialien

Teichfolie gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten und Stärken. Außerdem ist die Preisspanne hier ziemlich groß. Vorsicht ist auf jeden Fall bei besonders preiswerten Teichfolien geboten. Sie werden häufig aus Recyclingmaterial hergestellt, das mit Schadstoffen belastet sein kann. Auf der Webseite des Herstellers sollten Sie genaue Angaben darüber finden, aus welchem Material die Teichfolie produziert wurde. Professionelle Hersteller, die von der Qualität ihrer Teichfolien überzeugt sind, haben keine Probleme damit, das verwendete Material und seine Eigenschaften genau zu spezifizieren.

Teichfolien werden unter anderem hergestellt aus:

  • PVC,
  • PE (Polyethylen),
  • künstlichem Kautschuk oder
  • Geotextilien.

PVC-Teichfolie gehört zu den günstigeren Folien. Da aber die Entsorgung von PVC umweltschädlich ist, sollten diese Teichfolien möglichst lange halten. Hier ist also eine Stärke, die bei mindestens 3 Millimetern liegt, angezeigt. Das bedeutet allerdings, dass diese Teichfolie schwerer und auch etwas steifer ist und sich nicht ganz so leicht verlegen lässt.

Eine gute Alternative im mittleren Preissegment ist Teichfolie aus Polyethylen (PE). Dieses Material lässt sich viel umweltfreundlicher entsorgen. Allerdings hat PE einen ganz entscheidenden Nachteil: Die Folie lässt sich nicht gut verkleben. Auch Reparaturen sind kaum möglich, weil die derzeit verfügbaren Kleber nicht gut genug halten. Entsteht ein Riss oder ein Loch in der Folie, muss der Teich in der Regel komplett geleert und mit neuer Folie neu angelegt werden.

Teichfolie aus Kautschuk und Geotextilien

Ebenfalls umweltfreundlich sind Teichfolien aus künstlichem Kautschuk. Sie sind sehr haltbar, aber meist auch deutlich teurer als die normalen Kunststofffolien. Achtung: Vermeiden Sie möglichst Folie aus Butylkautschuk. Dieses Material weist die gleichen schlechten Eigenschaften bei der Umweltverträglichkeit auf wie PVC.

Inzwischen gibt es moderne Teichfolien aus sogenannten Geotextilien. Grundlage ist hier ein reißfestes Polyethylengeflecht, das mit speziellen Textilfasern überzogen ist. Diese Teichfolien sind in der Anschaffung deutlich teurer, lassen sich aber sehr gut verlegen und umweltgerecht entsorgen.

Wichtig für alle Teichfolien ist, dass sie UV-beständig sind und auch bei Frost keinen Schaden nehmen. Entsprechende Hinweise darauf sollten anhand der Materialspezifikation auch auf den Webseiten der Hersteller zu finden sein.

Wie Sie die Teichfolie verlegen

Stellen Sie zunächst die Teichgrube fertig und messen Sie dann aus, wie groß die Folie sein soll. Am einfachsten geht das, indem Sie längs und quer Fäden durch die Teichgrube legen. Dadurch werden auch alle Höhenunterschiede und Unebenheiten mit berücksichtigt. Geben Sie in Länge und Breite jeweils einen Meter für den Teichrand hinzu, und Sie haben das fertige Maß der Folie ermittelt.

Ist die Teichfolie verlegt, sollte der Teich genügend Zeit bekommen, um sich zu setzen. Einzelne Teichzonen können nun bereits mit dem geeigneten Bodensubstrat für Wasser- und Uferpflanzen befüllt werden. Auch Kies für die Bodengestaltung kann eingebracht werden, bevor der Teich sein Wasser erhält. Suchen Sie sich bereits jetzt den geeigneten Platz für die Teichpumpe aus. Sie sollte vor dem Befüllen so eingesetzt werden, dass sie für Wartungs- und Reinigungsarbeiten am fertigen Teich gut erreichbar ist. Wenn Sie den Teich mit Fischen besetzen wollen, sorgen Sie dafür, dass die Ansaugvorrichtung der Teichpumpe durch einen feinmaschigen Drahtkorb geschützt ist. Ansonsten geraten besonders kleine Fische in die Teichpumpe, ein Vorgang, den sie nicht überleben können.

Bestimmen Sie jetzt schon, wo die Schläuche von der Teichpumpe zur Filteranlage verlaufen sollen. Unter Wasser lassen sich Schläuche mit unterschiedlich großen Kieselsteinen gut in eine vorgesehene Lage bringen. Sind alle Vorarbeiten erledigt, kann der Teich mit Wasser befüllt werden.

Den Teich bepflanzen

Wasserpflanzen können sofort nach dem Befüllen des Teiches eingesetzt werden. Wenn Sie über Fischbesatz nachdenken, geben Sie Ihrem Teich mindestens vier Wochen Zeit, um sein biologisches Gleichgewicht zu finden. Eine gute Hilfe dabei sind sogenannte Starterbakterien, die in die Filteranlage eingefüllt werden. Sie sorgen dafür, dass das Teichwasser möglichst rasch eine natürliche Qualität erhält. Um Algenwuchs einzudämmen, sollte die Filteranlage übrigens mit einem geeigneten UV-Klärgerät ausgestattet sein. Mehr Informationen zu hochwertigen Filteranlagen für natürliche Teiche finden Sie bei eBay in der Rubrik Teichzubehör.

Die einzelnen Pflanzzonen für Wasserpflanzen beachten

In der Natur gibt es unterschiedliche Lebensbereiche für Wasserpflanzen. Daran sollte man sich auch bei der Teichbepflanzung halten. Unterschieden wird hier generell in:

  • Sumpfzonen,
  • Flachwasserzonen und
  • Tiefwasserzonen.

Ein guter Weg, die passenden Wasserpflanzen für einen möglichst naturgetreuen Teich zu finden, ist entsprechende Fachliteratur. Ratgeber zur Teichgestaltung helfen bei der Auswahl und bieten gleichzeitig auch die passenden Tipps zum Pflanzen und Pflegen der unterschiedlichen Pflanzenarten.

Nur mit einer vorausschauenden Planung und einer möglichst naturnahen Gestaltung wird sich der neue Gartenteich schon sehr rasch zu einer stimmungsvollen Oase der Ruhe entwickeln, an dem es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt.

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