Nass oder trocken? Bei diesen Rasierapparaten haben Sie die Wahl

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Nass oder trocken? Bei diesen Rasierapparaten haben Sie die Wahl

Rasieren ist sicherlich die bekannteste Form der Depilation, bei der ausschließlich der sichtbare Teil des Haares entfernt wird. Rasierapparate sind hierfür unverzichtbar. Sie arbeiten entweder mechanisch wie ein klassisches Rasiermesser oder mit Strom wie ein Elektrorasierer. Sie sind für die Nass-, die Trocken- oder auch die Nass-Trocken-Rasur konzipiert. Ein Blick in das Angebotspektrum zeigt, dass viele Arten von Rasierapparaten erhältlich sind, die sich für unterschiedliche Zielgruppen und Anwendungsbereiche eignen. Heute handelt es sich dabei oft um kleine Hightech-Maschinen, doch angefangen hat alles mit scharfen Steinen.

Rasierapparate – vom Steinmesser zum Hightechgerät

Archäologische Funde zeigen, dass die Menschen sich schon 6000 Jahre vor Christi Geburt mit der Rasur beschäftigten. Damalige Rasierapparate waren nicht viel mehr als scharfkantige Feuersteine bzw. Steinmesser. Auch Muscheln oder die Zähne von Haien wurden benutzt. In Ägypten verwendeten die Menschen zur Rasur Messer aus Gold und Kupfer. Die Römer bevorzugten hingegen Bimsstein. Interessant ist, dass sich in Südamerika die Einwohner nicht rasierten, sondern die Haare auszupften. Klappbare Rasiermesser gab es zwar schon 1550 vor Christi Geburt, aber durchsetzen konnte sich das klappbare Rasiermesser erst im 17. Jahrhundert in Sheffield. Seit dieser Zeit werden Rasiermesser ausschließlich in klappbarer Ausführung gefertigt. Die Nassrasur fand – anders als heute – beim Barbier statt. Durch die ersten mechanischen Rasierapparate verlagerte sich die Rasur in die eigenen vier Wände. Die Kunst des Barbierens starb deshalb im westlichen Kulturraum aus. In den arabischen Ländern wird sie hingegen noch gepflegt.

Der erste mechanische Rasierer

Verantwortlich für den ersten mechanischen Rasierer ist King Camp Gillette. Er erfand im Jahr 1901 den sogenannten Rasierhobel mit doppelseitiger Sicherheitsrasierklinge. Im Ersten Weltkrieg wurde dieser von amerikanischen Soldaten genutzt, um die Bartstoppeln zu entfernen, damit die Gasmaske richtig anliegen konnte. Die ersten mechanischen Rasierapparate wurden ebenfalls Anfang des letzten Jahrhunderts auf den Markt gebracht. Beispielsweise erfand 1915 der in die USA ausgewanderte Donauschwabe Johann Bruecker einen mechanischen Rasierer, der mittels Aufziehmotor angetrieben wurde. Mit der Miniaturisierung der Elektromotoren wurde es möglich, elektrisch angetriebene Rasierapparate zu bauen. Die ersten Geräte kamen in den 1930er-Jahren auf den Markt und galten für sicherer als Nassrasierer, da sie keine offenen Klingen hatten, denn diese lagen unter einer Scherfolie. Das Drei-Klingen-Schersystem wurde 1939 von Philips entwickelt, konnte sich aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg durchsetzen. Moderne Rasierapparate, egal ob für die Nass- oder Trockenrasur, sind präzise und sicher. Es gibt sie für die Bartrasur genauso wie für die Barttrimmung oder auch die Trimmung der Kopfhaare und natürlich als Ladyshaver. Auch Haarschneidemaschinen für Ohr- und Nasenhaar sind im Handel erhältlich.

Nass und trocken – für moderne Rasierapparate kein Problem

Lange Zeit hieß es entweder trocken oder nass rasieren und diese beiden Standpunkte schienen unversöhnlich. Nassrasierer behaupteten, dass die Rasur gründlicher und zudem hygienischer sei. Trockenrasierer argumentierten mit der Zeitersparnis und der hohen Sicherheit. Fakt ist, dass ein Elektrorasierer aufgrund seiner Konstruktion die Barthaare nie so tief abschneiden wird, wie ein Nassrasierer bei dem die Klingen offen liegen. Allerdings erhöhen diese offenen Klingen das Verletzungsrisiko. Im Endeffekt ist die Art der Rasur Geschmackssache und viele moderne Rasierer können als Nass- oder Trockenrasierer genutzt werden. Damit verbinden sie die Sicherheit der Trockenrasur mit dem erfrischenden Effekt der Nassrasur. Auch klassische Nassrasierer haben inzwischen Bauteile, die sie mittels elektrisch betriebenen Mikromotor in Schwingung versetzen, um die Rasierwirkung zu erhöhen. Diese Entwicklung zeigt, dass die klassischen Grenzen zwischen Trocken- und Nassrasierern verschwimmen und Sie das Beste aus beiden Welten bekommen können. Erhältlich sind, neben Nass- und Trockenrasierer, natürlich auch Kombimodelle.

Tipps für den richtigen Rasierapparat - Trockenrasur

Ob nass oder trocken – nicht jede Art der Rasur und nicht jeder Rasierapparat ist für jeden geeignet: Es kommt auf den Bartwuchs an und auch auf die Gesichtshaut. Gerade wenn Sie trockene Haut haben oder zu Akne neigen, sollten Sie auf die Trockenrasur zurückgreifen, da sie hautschonender ist. Rasierer für die Trockenrasur gibt es beispielsweise von Braun, Philips sowie Remington und vielen weiteren Herstellern. Alle Elektrorasierer setzen auf Rotations- oder Vibrationsschersysteme. Grundsätzlich gibt es keine Vorteile des einen Systems gegenüber dem anderen System.
Fast alle modernen elektrischen Rasierapparate arbeiten mit Akkus. Hierbei gibt es zwei Arten: Rasierer, die nur mit Akku laufen und Rasierer, die mit Akku und Netz laufen. Bei Erstgenannten müssen Sie darauf achten, den Akku regelmäßig aufzuladen, damit der Apparat auch immer einsatzbereit ist. Die Zweitgenannten können auch während des Aufladens – also mit eingestecktem Netzstecker – genutzt werden und sind deshalb immer einsatzbereit, solange eine Steckdose vorhanden ist. Weiterhin stellte das Reinigen des Rasierers lange Zeit eine lästige Aufgabe dar. Doch auch das gehört bei modernen elektrischen Rasierapparaten der Vergangenheit an. Diese verfügen über Reinigungsstationen, die Ihnen das Ausbürsten des Rasierers ersparen. Da die meisten Vertreter der Trockenrasierapparate am Scherkopf wasserdicht sind, können Sie diese auch unter Wasser ausspülen, falls die Apparate keine Reinigungsstationen zur Verfügung stellen. Auch das Rasieren unter der Dusche ist mit vielen Geräten etwa von Panasonic möglich. Dazu muss der Rasierer natürlich vom Netz getrennt sein – in der Regel laufen solche Rasierapparate ausschließlich mit Akku.

Tipps für den richtigen Rasierapparat - Nassrasur

Bei der Nassrasur wird die Haut mehr gereizt als bei der Trockenrasur, gerade wenn Sie gegen den Bartwuchs rasieren. Wichtig ist, dass die Barthaare weich sind. Deshalb ist es günstig, nach dem Duschen die Nassrasur vorzunehmen. Auch sollte ein entsprechender Schaum oder ein Rasieröl verwendet werden, um die Barthaare einzuweichen. Darüber hinaus ist es schwierig, den perfekten Nassrasierapparat zu finden, da es hier vor allem auf die persönlichen Vorlieben ankommt. So schwören einige nach wie vor auf das Rasiermesser und andere sind mit ihrem Rasierhobel vollends zufrieden. Wichtig ist, dass man von Einwegrasierern Abstand nimmt. Nicht nur die unnötige Müllproduktion spricht gegen sie, auch ist das Rasurergebnis mit den Einwegmodellen fast immer unbefriedigend und das Verletzungsrisiko hoch. Als Faustregel für den guten Nassrasierer gilt: Je mehr Klingen, desto besser ist das Rasurergebnis. Außerdem wird die Haut weniger beansprucht, da Sie nur ein bis zweimal über die gleiche Stelle rasieren müssen. Anders als bei der Trockenrasur ist bei der Nassrasur auch das Zubehör wichtig. Rasierprofis schwören beispielsweise auf den Rasierpinsel zum Einschäumen der Barthaare, da die Pinselhaare das Barthaar aufrichten, was die Rasur erleichtert. Im Endeffekt ist es aber sicher Geschmacksache und eine Frage der Zeit, ob Sie Ihren Rasierschaum selbst anrühren und mit Pinsel auftragen oder Fertigschaum verwenden. Wichtig ist, dass Sie nach der Rasur – ob trocken oder nass – Ihrer Haut etwas Gutes tun und mit einem Aftershave beruhigen.

Rasierapparate für Frauen

Lange Zeit galt zumindest im westlichen Kulturkreis das Rasieren als Männerdomäne. Doch im Zuge des veränderten Körperbewusstseins und der Mode begannen in der Mitte des letzten Jahrhunderts die Frauen damit, ihre Körperbehaarung zu entfernen. Zunächst beschränkte es sich auf die Beine und Achselhöhlen. Inzwischen wird jede Zone, an der Behaarung auftreten kann, mittels Rasur oder anderer Verfahren getrimmt. Auch Männer entfernen Ihr Körperhaar. Besonders beliebt sind hier die Brust, eventuell der Rücken, Achseln und der Intimbereich. Speziell auf die Bedürfnisse der Frauen abgestimmt sind sogenannte Ladyshaver. Sie arbeiten entweder trocken oder nass. Wobei in der Regel die Nassrasur von den Frauen vorgezogen wird. Aufbau und Technik der Rasierapparate für Frauen sind grundlegend identisch mit denen der Männer-Modelle. Unterschiede bestehen in Hinsicht auf Design und Farbe. Außerdem ist die Bedienung auf die Bedürfnisse der Frauen abgestimmt. Auch bei den Nassrasierern für Frauen gilt die Faustregel: Je mehr Klingen, desto besser ist die Rasur. Im Bereich der Trockenrasierapparate sollten Sie gut darauf achten, was Sie kaufen, denn oft handelt es sich dabei nicht um Rasierer, sondern Epilierer. Deren Anwendung ist wesentlich schmerzhafter als die eines Rasierers, führt aber zu einem länger anhaltenden Ergebnis.

Haare trimmen mit dem Rasierapparat

Nicht nur die Entfernung von Haaren ist mittels Rasierapparat möglich, auch das Zurechtstutzen der Haare. Dazu sind an den meisten elektrischen Rasierapparaten Haartrimmer angebracht, aber es ist auch möglich, spezielle Haartrimmer zu erwerben. Es kommt dabei vor allem auf die Menge an Haar an, welches gekürzt werden soll. Möchten Sie nur Ihren Bart an den Enden zurechtstutzen oder Ihren Bart auf einen Drei-Tage-Look schneiden, dann ist der Trimmer, den Sie an den meisten elektrischen Rasierapparaten finden, ausreichend. Für das Kopfhaar oder bei sehr starkem Bartwuchs ist ein separater Haartrimmer meist von Vorteil. Oft werden diese Geräte auch als Haarschneidemaschine oder Haarschneider bezeichnet.

Eine spezielle Form des Trimmers ist der Nasen- und Ohrenhaarschneider. Gerade im Alter sprießen an Stellen Haare, an denen sie nicht wachsen sollten. Ohren- und Nasenhaare gelten in diesem Zusammenhang als besonders unästhetisch. Ohren- und Nasenhaartrimmer beseitigen diese lästigen Härchen. Sie sind sehr schmal gebaut und können so gut an die entsprechenden Stellen vordringen, um die Haare hier zu entfernen. Wichtig ist hier die Qualität des Scherkopfes. Gerade sehr preiswerte Modelle neigen dazu, die feinen Härchen mehr auszureißen, denn zu rasieren. Das ist nicht nur unangenehm bzw. schmerzhaft, es kann auch zu Mikroverletzungen in der Nase führen. Achten Sie deshalb auf Scherköpfe, welche die Haare wirklich abschneiden. Einige Trimmer sind sogar multifunktional, sie können nicht nur Ohren- und Nasenhaare trimmen, mittels unterschiedlicher Aufsätze ist es außerdem möglich, den Haaransatz oder die Augenbrauen zu bearbeiten. Auch gibt es zu einigen klassischen Elektrorasierern Aufsätze, die aus dem Bartrasierer einen Rasierer für Nasen- und Ohrenhaar machen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden