Naish UDS System - Was ist das ?

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Naish UDS System


Das neue UDS ist mehr als nur ein neues Sicherheitssystem. Denn zusätzlich zu der Sicherheit bietet Naish mit dem UDS System besonders dem Einsteiger aber auch dem Könner völlig neue Perspektiven. Das Naish UDS System kombiniert bewährte Systeme mit neuen Möglichkeiten. Das System wirk in der Theorie etwas unübersichtlich, erklärt sich er in der Praxis hingegen sofort. Im Grunde besitzt das Naish UDS System 3 Stufen. Stufe Nummer 1 ist der gewohnte Panik-Loop (1), der durch Zug am Griff nach oben oberhalb des Loops ausgelöst wird. Bei bisherigen Safety-Systemen rutscht jetzt die komplette Bar über ein Frontleine zum Kite hin ab. 3 von 4 Leinen haben keinen Zug mehr und der Kite weht aus. Anders bei UDS System von Naish. Die Bar wird zwar ausgeklinkt und die Steuerleinen besitzen keinen Zug mehr, trotzdem bleiben die Frontleinen über eine starke Leach mit dem Kitesurfer verbunden. D.h. der Kite fliegt auf den Frontleinen weiter, besitzt jetzt aber maximale Depower, da die Steuerleinen absolut keinen Zug mehr besitzen. Diese neue "Leach" ist dabei so konzipiert, daß sie im normalen Betrieb, also mit eingehängtem Chickenloop, bei Rotationen um den Haken herum frei drehen kann. Der Haken beleibt starr und nur die Leach rotiert um den Haken. Daher benötigt das UDS System auch eine spezielle Hakenplatte System ein (die rotierende Leach mit Haken gibt es auch als Spinning-System ohen UDS). Die Leach ist aber mehr als nur ein Tampen. Nachdem der Chickenloop ausgelöst wurde, hängt wie gesagt der Kitersurfer über die Leach und Adjuster nach wie vor an den Frontleinen des Kites. Damit der Kite endgültig ausweht, kann der Kitesurfer die Stufe 2 aktivieren. Hierbei handelt es sich um eine Kugel etwa 10cm unterhalb des Adjuster, die über die bewährte Schlauch-Splint Methode den Kite endgültig auswehen läßt. Dabei rutscht das ganze System wie gewohnt über eine Frontleine zum Kite. Sollte trotzdem etwas schief gehen, kann der Kitesurfer den kompletten Kite über eine weiter Kugel kombiniert mit einem greifbaren Stück Schlauch knapp über der Hakenplatte ausklinken (Stufe 3, ebenfalls Schlauch-Splint Funktion). Aber das UDS System kann noch viel mehr. Der Kitesurfer kann sich auch bewußt aus dem Chickenloop aushaken und dann praktisch "unhooked" weiter fahren. Wir haben es ausprobiert und es funktioniert tadellos. Ausgehakt bieten sich völlig neue Bewegungsfreiheiten. Der Kitesurfer kann seinen Körper wesentlich freier einsetzen und besitzt die absolute Kontrolle über die Power des Kites. Aber auch für Anfänger bietet sich ein völlig neuer Umgang mit Vierleinerkites. Mit aktiviertem UDS steht der Kite extrem stabil am Himmel und hat fast kein Power. Der Einsteiger hat also vielmehr Zeit und Ruhe sich um das Brett zu kümmern und auch seine Umgebung wahr zu nehmen. Hinzu kommt, daß eine zweite Person ohne Problme den Kite steuern kann, ein Aspekt der auch für Kiteschulen interessant ist. Das UDS ist mit Sicherheit ein kleiner Meilenstein im Kitesurfen und macht einen sehr ausgereiften Eindruck. Ein Nachteil sei jedoch erwähnt. Im Chickenloop eingehängt, muß man zwei Mechanismen auslösen, bis der Kite ausweht. Man muß jedoch berücksichtigen, daß das UDS System bis jetzt als einziges bereits im Vorfeld für aktive für Sicherheit sorgt. Im UDS Modus hat der Kite wesentlich weniger Power, der Drachen reagiert nur auf bewußte und gezielte Steuerbefehle und der Kitesurfer hat viel mehr Zeit Situationen einzuschätzen und sich dem entsprechend zu verhalten.
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