Näht Euer Trendteil 2016 einfach selbst!

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Ob im angesagten Retro-Look mit stylishem Mustern oder im dezenten Zweifarben-Design – mit dieser Anleitung zaubert Ihr Schritt für Schritt Euren eigenen Rock mit Kellerfalten und Strickbündchen. Und das Beste: Ihr zahlt für Euer Designstück nur den Materialwert von ca. 15 bis 20 Euro.
Rock mit Kellerfalten by Marcis Nähschule
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Design-Beispiel für den Rock mit Kellerfalten by Marci.
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Rock mit Kellerfalten selber nähen – Schritt für Schritt

Unsere Empfehlung, bevor es losgeht: Lest einmal die komplette Anleitung. So führt Ihr alle Schritte richtig aus. 

Wir beginnen mit dem Maßnehmen. Bei unserem Beispielrock arbeiten wir mit einem Modell mit einer Taillenweite von 97 cm. Hier ein Rechenbeispiel: 

Taillenweite (TW): 74 cm, beim Messen wird der Taillenumfang rundherum gemessen
Hüftweite (HW): 97 cm , hier wird der Hüftumfang an der stärksten Stelle über dem Gesäß gemessen
fertige Rocklänge inklusive Bündchen (14 cm fertige Länge): ca. 50 cm
Material für Euren Rock mit Kellerfalten auf einen Blick
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Material für Euren Rock mit Kellerfalten auf einen Blick

Material

1. Baumwollstoff oder ähnlich fester Stoff, bei 140 cm Nutzbreite je nach Rocklänge 80 bis 100 cm (zweimal Rocklänge)

Erklärung: Man benötigt zweimal die Rocklänge, weil wir für die Kellerfalten (drei vorne, drei hinten) jeweils 16 cm pro Falte benötigen.

2. Bündchenstoff ( Schlauchware): ca. 30 cm, ab Größe 44 eventuell zweimal 30 cm
Erklärung: Für große Konfektionsgrößen benötigt man eventuell 2 Stücke, da die handelsübliche Schlauchware zu schmal sein kann.

3. Verzierung: 4 Schleifen (2 vorne, 2 hinten für die äußeren Kellerfalten)

4. Borte: Verbrauch = Rockumfang (maximal 3 Meter)
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1. Stoff auswählen:  Wir verwenden  in unserem Beispiel einen festen Stoff in der Farbe Rot. Wir benötigen zwei Stoffstücke, einen für den Vorder- und einen für den Hinterrock – sprich: Die nun folgenden Schritte müssen zweimal ausgeführt werden.  

2. Den Stoff mit der linken Stoffseite (das ist die Rückseite des Stoffes) nach oben auf dem Tisch platzieren. 

3.  Bei einem Hüftumfang von 97 cm haben wir eine Rechnung von 
48,5 cm + Nahtzugabe (1,5 cm von links, 1,5 cm von rechts) + 16 cm pro Falte (3 Falten gesamt) = 99,5 cm 

Nicht vergessen: Wir müssen den Stoff zweimal zuschneiden, um ein Vorder- und Rückenteil zu haben. Jetzt haben wir zwei Streifen, die 40 cm x 99,5 cm lang sind.

4. Kanten versäubern: Nun versäubern wir die offenen Schnittkanten. Hierzu nehmen  wir eine Overlook-Maschine oder bei einer Haushaltsmaschine die Zickzack-Naht. Dabei nutzen wir eine Stichbreite von 5 und eine Stichdichte von 2 (Empfehlung für feste Stoffe).
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5.  Vorbereitung der Kellerfalten: Wir klappen einen Streifen zur Hälfte um und legen diesen in den Stoffbruch. An der Hälfte der oberen Kante vom Rock platzieren wir eine Stecknadel zur Markierung.

6. Nun legen wir den Stoff nochmals so zusammen. So, dass die rechte und linke Stoffkante des Streifens zur Stoffmitte gelegt werden und stecken drei Stecknadeln wie in der Abbildung fest. Nun haben wir jeweils die Mitte für drei Kellerfalten markiert.

7. Als nächsten Schritt drehen wir den Stoff einmal auf links. Den Nahtverlauf, an dem nachher die Falten sitzen sollen, zeichnen wir mit Kreide ein. 

8. Dazu greifen wir einen Markierungspunkt (Stecknadel) und legen den Stoff an dieser Stelle in den Bruch. Vom Stoffbruch (damit ist die umgeklappte Kante gemeint) gehen wir mit dem Lineal an der oberen Kante 16 cm nach links und zeichnen mit Kreide senkrecht einen 11 cm langen Strich nach unten . Für Erwachsene ist die empfohlene Faltentiefe 11 cm, bei Kindern sind 9 cm angemessen. Wir zeichnen in unserem Fall einen 11 cm langen Strich und befestigen als Markierung Stecknadeln an den Stellen. Die Nadeln werden im Nahtverlauf angesteckt. Das ist wichtig, damit der Stoff nicht verrutscht. 
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9. Vorbereiten der zweiten Falte und dritten Falte: gleiches Prozedere. 

10. Nun beginnen wir damit, die Kellerfalten zu nähen. Wir nähen – was auch steppen genannt wird – mit der geraden Naht und einer Stichlänge von 2,5. Wichtig: Am Anfang und am Ende immer verriegeln, damit die Nähte nicht wieder aufgehen. 

12. Auf der Abbildung oben sind die rechte und die linke Stoffseite zu sehen. 

13. Die Falten werden nun so festgesteckt, dass die Mitte vom Falteninhalt an der Naht liegt.
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14. Wir nähen alle sechs Kellerfalten wie abgebildet fest. Dafür legen wir Stoffe zusammen und steppen knappkantig mit 2 mm vom Rand entfernt fest. Auch hier das Verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen.  

15. Das gleiche machen wir mit der zweiten Rockhälfte.

16. Wir legen den Vorder- und Hinterrock rechts auf rechts aufeinander.  
17. Vorder- und Hinterrock werden zusammengesteckt.  

18. Die beiden Röcke werden nun mit gerade Naht und einer Stichlänge von 2,5 (Standardeinstellung) zusammengenäht. Seitennähte mit 1 cm Nahtzugabe (von Kante entfernt). Anfang und Ende wieder verriegeln. 
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19. Wichtig: Das Zwischenbügeln nicht vergessen! Später können wir einige Stellen nicht mehr erreichen.  

20. Nun nähen wir das Bündchen (Schlauchware). Zuerst wird das Bündchen wie ein Rock anprobiert und an die Figur angepasst. Wenn wir das Bündchen anprobieren, sollte es an der Stelle sitzen, an der der Rock später auch sitzen soll. Erst dann stecken wir die Hüft- oder Taillenweite am Bündchen mit Stecknadeln fest.  

20. Das Bündchen wird mit gerader Naht und einer Stichlänge von 2,5 schmaler genäht. Tipp: Um zu verhindern, dass die Maschine den elastischen oder feinen Stoff frisst, halten wir den Unter- und Oberfaden fest, bis wir verriegelt haben.  

21. Das überschüssige Material schneiden wir anschließend mit einem Abstand von 1 cm für die Nahtzugabe ab. 
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22. Das zusammengenähte Bündchen wird links auf links zusammengelegt. Nun ist es nur noch die Hälfte breit.  

23. Wir sehen: Das Bündchen ist schmaler als der Rock. Um die Proportionen anzupassen, teilen wir Rock und Bündchen in vier gleiche Teile auf. Wir vierteln den Stoff. Um die vier Abschnitte zu markieren, verwenden wir Stecknadeln.

24. Das Bündchen legen wir auf den Tisch und setzen links und rechts Stecknadeln als Markierung. Die Stoffkanten liegen dabei übereinander, sie sind kantengleich.  

25. Dann legen wir die ersten Markierungen (Stecknadeln) übereinander und setzen  links und rechts wieder Stecknadeln.  

26. Schritt 24 und 25 wenden wir nun auch bei dem Rock an. 
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27. Jetzt legen wir das Bündchen rechts auf rechts in den Rock.  

28. Die Markierungspunkte verbinden wir.  

29. Wir empfehlen beim Einstecken die Naht, mit der das Bündchen zusammengenäht ist, an die Seite zu stecken.  

30. Beim Zusammenstecken ist es wichtig, den Stoff zu dehnen und dass alle Lagen übereinander liegen. Wenn wir eine helfende Hand dabei haben, geht es einfacher. 
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31. Tipp: Bevor wir nun das Bündchen fest mit der elastischen Naht an den Rock nähen, empfehlen wir probeweise die beiden Teile mit der geraden Naht und einer Stichlänge von 4 zusammenzunähen. So können Bund und Rock leichter getrennt werden, sollte der Rock nicht passen.  Beim Annähen des Bündchens empfehlen wir auf dem Bündchenstoff zu nähen, damit die (Mehr-)Weite vom Rock besser eingearbeitet werden kann.

32. Unser Rock sieht schon toll aus, nicht wahr? Aber passt er auch? Nun machen wir eine Anprobe – und sehen: Ja, er passt!  

33. Dann nähen wir die beiden Teile mit der elastischen Naht mit einer Stichbreite von 3 und einer Stichdichte von 2 zusammen. Beim Annähen ist es wichtig, dass der Stoff auf Spannung gehalten wird. So vermeiden wir Falten. Es kann auch der Zickzack-Stich mit einer Stichdichte von 2 und einer Stichbreite von 2,5 verwendet werden. Jetzt wird die Naht noch versäubert.
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34. Im nächsten Schritt bügeln wir den Saum um, den wir zu Anfang mit einer Nahtzugabe von 3 cm berücksichtigt haben.  

35. Der umgebügelte Saum wird mit der geraden Naht und einer Stichlänge von 2,5 festgenäht.  

36. Die Borte muss anschließend genau unter den Rocksaum gelegt werden. Die Kante von der Borte (Zierband) bitte 2 cm offen lassen und noch nicht festnähen. Die Borte nähen wir dann knappkantig fest. 
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37. Wichtig für einen sauberen Abschluss: Am Ende die offenen Schnittkanten der Borte zusammenlegen und die oben liegende einmal nach innen klappen.  

38. Zum Sichern mit der Hand mit einem Heftstich festnähen. Dabei wird das Nähgarn doppelt genommen.  

39. Wer mag, kann die äußern Kellerfalten mit kleinen Schleife verzieren. Das ist ein toller Blickfang!  

40. Zum Schluss bügeln wir die Falten noch einmal schön flach, um sie in Form zu bringen. Fertig ist unser Designrock mit Kellerfalten und Strickbündchen – und zwar ganz ohne Schnittmuster! 
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Noch mehr Lieblingsteile designen?

Für diese Nähanleitung  trafen wir Bekleidungstechnikerin Tanja, die von ihren Schülern und Kunden liebevoll Marci genannt wird, in ihrer Nähschule in der Bochumer Innenstadt. Ihr seid neugierig geworden und wollt mehr Lieblingsteile selber nähen? In gemütlicher Atmosphäre und unter professioneller Anleitung ist in Marcis Nähschule jeder herzlich willkommen, der nähen lernen will oder es bereits kann und zwischendurch Unterstützung benötigt. Marci (Tanja Marczinczik) und ihr Team freuen sich auf Euch – schaut doch mal rein: www.marcis-nähschule.de!
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