Nachrüstung von (Ruß-) Partikelfiltern und Oxikats

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Das KBA hat vor allem im Oktober 2007 für mehrere Nachrüstpartikelfilter der Hersteller GAT, Tenneco und Bosal aufgrund mangelhafter Funktion der Systeme die ursprünglich erteilte Allgemeine Betriebserlaubnis widerrufen. 

Update 13.12.09: Weitere Partikelminderungssysteme, auch anderer Hersteller, sind derzeit noch in der Nachprüfung durch das KBA bzw. Technische Dienste. Betroffen sind u.a. die S.K.Handels AG und auch vereinzelt Oberland- Mangold. Gutachen für Fahrzeuge mit Verteilereinspritzpumpen sind mit Vorsicht zu genießen. Fragt Euren lokalen Sachverständigen!  

Zurückgezogene/ gelöschte ABEen:

(Stand 04.12.07) - Liste wird nicht mehr gepflegt! 

GAT:

17018 (Löschungsdatum 20.11.07)

17064 (Löschungsdatum 20.11.07)

17065 (Löschungsdatum 20.11.07)

17070 (Löschungsdatum 10.10.07)

17074 (Löschungsdatum 20.11.07)

17075 (Löschungsdatum 20.11.07)

17114 (Löschungsdatum 10.10.07)

17117 (Löschungsdatum 10.10.07)

17118 (Löschungsdatum 10.10.07)

17141 (Löschungsdatum 20.11.07)

17143 (Löschungsdatum 20.11.07)

17148 (Löschungsdatum 10.10.07)

Bosal:

17097 (Löschungsdatum 16.11.07)

Tenneco/ Walker:

17104 (Löschungsdatum 23.10.07)

17120 (Löschungsdatum 23.10.07)

17132 (Löschungsdatum 23.10.07)

17133 (Löschungsdatum 23.10.07)

17147 (Löschungsdatum 19.11.07)

17135 (Löschungsdatum 19.11.07)

17094 (Löschungsdatum 19.11.07)

17093 (Löschungsdatum 19.11.07)

Landrover

17134 (07.12.2007; baugleich mit einem System von GAT)

Ungültige Teilegutachten der S.K. Handels AG 

Update 13.12.09 Nachrüstkatalysatoren zur Verbesserung der Schadstoffeinstufung der S.K. Handels AG mit Teilegutachten des TÜV Österreich mit Verweis auf die Einhaltung der Richtlinie 98/69/EG , wenn sich der Verwendungsbereich des TGA auf Kfz mit Motoren mit mechanischer Einspritzung, also Verteilereinspritzpumpen, sind entweder bereits zurückgezogen oder die Prüforganisationen verweigern die Änderungsabnahme..  

Ich Euch dringend dazu, vor dem Kauf eines Oxikats dieses Herstellers, erst Rücksprache der Stelle, die die Änderungsabnahme machen soll, zu halten.

Was ist mit bereits verbauten Partikelfiltern mit ungültiger ABE? 

Update 28.11.2007: Das Bundesverkehrministerium hat via Presse und Rundfunk mitgeteilt, daß Leute, die die betroffenen Filter in ihre Fahrzeuge eingebaut haben, diese in der Werkstatt, die den Filter montiert bzw. verkauft hat, gegen einen funktionsfähigen Filter ersetzen lassen sollen.

Details: "www."bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/gemeinsame_erklaerung_gva_zdk.pdf

Vorerst wird die Umschlüsselung des Fahrzeugs und der Eintrag der Partikelminderungsstufe nicht für ungültig erklärt. Es wird eine Übergangszeitraum eingeräumt, um die Umrüstung der betroffenen Fahrzeuge (ca. 40000, andere Quellen nennen 60000 zu ermöglichen). Für diesen Zeitraum werden vom Bundesumweltministerium die gelöschten ABEen künstlich in ihrer Wirkung "verlängert", also weder steuerliche Einstufung noch Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen.

Wenn ihr einen Filter mit ungültiger ABE bei ebay erworben habt, könnt Ihr aufgrund der Produkthaftung (dem Produkt fehlen die zugesicherten Eigenschaften) von gewerblichen Verkäufer die Rücknahme bzw. den Umtausch des Filters verlangen. Bei Privatverkäufen ist das normalerweise nicht möglich!

Wird ein System mit ungültiger ABE von einer Werkstatt nach dem Löschungsdatum der ABE trotzdem verbaut oder von einem Sachverständigen eingetragen, dann ist dieser Änderung unzulässig und die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlischt. Die Werkstätten sind über die zurückgezogenen Systeme ebenso informiert, wie die Sachverständigen.

Update 18.12.2007

Wie sich zeigt, funktioniert der Umtausch der Filter gegen funktionsfähige Systeme in der Praxis derzeit überhaupt nicht. GAT etwa kann derzeit keine funktionsfähigen Alternativen liefern und weigert sich, Konkurrenzprodukte zu bezahlen. Eine Lieferung eigener funktionsfähiger Filter durch GAT ist nach Aussagen des Herstellers nicht vor Mitte 2008 zu erwarten.

Logischerweise weigern sich nun die Werkstätten, die wirkungslosen Filter auszubauen, wenn niemand weiß, wer das Ersatzteil und die Arbeit bezahlt.

Da offenbar der Verdacht besteht, daß das Umweltbundesamt schon seit 2006 Kenntnis von der mangelhaften Funktion einiger Filter hatte, geht das Gezerre in die nächste Runde. Das Verwaltungsgericht Dessau hat die Veröffentlichung der seinerzeitigen Messergebnisse via Urteil gefordert. Man darf gespannt sein.

Grüße: Markus

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