Mut zur neuen Haarfarbe: So wirken chemische Haarfärbemittel

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Mut zur neuen Haarfarbe: So wirken chemische Haarfärbemittel

Haare färben? Noch vor 50 Jahren war das vor allem etwas für die ältere Generation. Sobald die ersten grauen Härchen zu sehen waren, griffen Mann und Frau gerne zu bewährten Colorationen. Wer eine fachmännische Färbung wollte, musste einen Friseursalon besuchen, oft viel Zeit und Geld investieren. Ganz anders heute: Zahlreiche Innovationen haben die Gesundheitsstandards extrem verbessert und die Anwendung deutlich erleichtert. Dem Konsumenten bietet sich auf eBay eine Bandbreite an Colorationen, die man sich bequem im eigenen Badezimmer einarbeiten kann.

Haarfarbe im Trend

Inzwischen ist die Haarfarbe zum modischen Accessoire geworden. Wie unterschiedliche Schmuckstücke lässt sie sich einfach wechseln und auf ein jeweiliges Outfit abstimmen. Passend zum Charakter kann sie sogar das Selbstbewusstsein ankurbeln und dafür sorgen, dass man sich in der eigenen Haut wohl fühlt. Der Kreativität und Experimentierfreude sind dank einem breiten Angebot an Haarfarben von hellen Blondtönen, über volle Kupferfarben, bis hin zu dunklem Braun und Schwarz praktisch keine Grenzen gesetzt.

Die besondere Bedeutung von Haarfarben in alten, traditionsgeprägten Kulturen weltweit

Bereits seit Tausenden von Jahren war und ist es, gerade bei Naturvölkern Südamerikas und Asiens, Brauch, sich die Haare zu bestimmten Anlässen in unterschiedlichen Tönen einzufärben. Man verwendet dazu eine Mischung aus Wasser und Indigo, die in die Haare einmassiert wird. Oftmals geschieht dies sogar in Form eines Ritus unter Einhaltung strenger Regeln und Vorgehensweisen. Einzelnen Farben wird dabei eine spezielle Bedeutung und Wirkung zugesprochen. Vor allem Schwarz wird beispielsweise auch heute noch in vielen Kulturen mit dem Tod, der Vergänglichkeit, verbunden. Gerade zu Zeiten römischer Herrscher waren darüber hinaus auch blonde Farben äußerst beliebt. Das Volk orientierte sich damit am vorherrschenden Bild von Helden und Figuren aus der Götterwelt. Im Zeitraum um das Jahr 1550 war es übrigens auch in England bei Frauen aus der wohlhabenden Oberschicht sehr in Mode gekommen, die Haarfarbe zu wechseln. Man richtete sich dabei nach dem Vorbild der englischen Königin Elisabeth I. In den darauffolgenden Jahrhunderten des Rokoko und der Renaissance setzte sich dieser Trend vor allem in den europäischen Königshäusern und Regentenfamilien fort. Man nutzte zum Färben der Haare in dieser Zeit Eisen- und Kupfersalze, sowie zahlreiche verschiedene Kräuter. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts, genauer im Jahr 1886, entwickelte man dann den ersten dauerhaft haltbaren Farbstoff. Schon kurze Zeit nach der Entdeckung war das Produkt 1888 aufgrund einer hohen Nachfrage aus aller Welt bereits zum Verkaufshit geworden. Das Patent ließ nicht lange auf sich warten. Heute bietet sich dem Konsumenten auf eBay dank einer immer intensiveren Forschung eine breite Palette an Angeboten zahlreicher Kosmetikproduzenten.

Tipps zum Kauf von Haarfärbemitteln und wie Sie einen optimalen Artikel finden

Oft fühlen sich viele Menschen bei der Entscheidung für ein Produkt unsicher. Es kostet viel Überwindungskraft, die Haare dauerhaft zu färben. Wichtige Faktoren wie die Verträglichkeit auf der Kopfhaut, adäquate Kosten und nicht zuletzt die Haarfarbe selbst, stellen die Konsumenten vor eine Herausforderung.

Haarfarbe als Tönung testen

Bevor Sie grundsätzlich lange haltbare, chemische Mittel erwerben, ist es sinnvoll, testweise einige verschiedene Farben, beispielsweise helles Blond und Gold oder Platin als kurz anhaltende Tönung aufzutragen. Nur so bekommen Sie selbst einen realitätsgetreuen Eindruck von der Wirkung unterschiedlicher Colorationen auf Ihren Haaren und können sich anschließend besser entscheiden. Oft hilft es auch, ein paar gute Freunde zu Rate zu ziehen, um bei der Farbwahl eine ehrliche Resonanz zu bekommen. Ihre Bekannten können Ihnen darüber hinaus etwaige Unsicherheiten und Ängste nehmen, Sie in Ihrer Entscheidung bestärken und ermutigen.

Auf bekannte Hersteller setzen

Gerade als unerfahrener Käufer sollten Sie zu Beginn erst einmal auf Artikel renommierter Kosmetikanbieter, wie L'Oreal, Wella, Garnier etc. zurückgreifen. Auf den meisten Mitteln sind mögliche Ausgangshaarfarben abgebildet. Falls Ihre Naturfarbe wider erwartend nicht dabei sein sollte, ist es ratsam, ein anderes Produkt zu verwenden. Ansonsten ist ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis vorprogrammiert. Es kann bei Nichtbeachtung dieses Grundsatzes zum Beispiel vorkommen, dass Haare nach dem Färben einen unerwünschten Grün- oder Rotstich bekommen. Deshalb ist es hier ratsam, eine zweite Coloration zur Hand zu haben, mit der man im Notfall noch einmal nachfärben kann.

Haare heller oder dunkler?

Grundsätzlich stellt es aber kein Problem dar, das Haar um wenige Nuancen aufzuhellen oder abzudunkeln. Schwieriger hingegen ist es, schwarze, braune Farben stark aufzuhellen, beziehungsweise helle Blondtöne in Schwarz oder dunkle Brauntöne umzufärben. In diesen Fällen ist es zumindest beim ersten Haarefärben ratsam, einen Friseur aufzusuchen. Andernfalls können auch hier unschöne Grautöne das Ergebnis werden. Alternativ zu einem Wechsel der gesamten Haarfarbe lassen sich darüber hinaus einfach auch einzelne Strähnen colorieren. Auf jeden Fall sollten Sie sich vor dem Kauf  ausreichend über den Artikel informieren. Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen und Unklarheiten auch beim Friseur Ihres Vertrauens nach gesundheitlichen Risiken erkunden.

Was ist da eigentlich drin? - Inhaltsstoffe und Herstellungsprozess einer Coloration

Grundbaustein chemischer Haarfärbemittel ist das auch auf eBay erhältliche, saure Wasserstoffperoxid. Dieses wird durch komplizierte Prozesse und Reaktionen gewonnen. Im Gegensatz zu früher, kann das H2O2 heute industriell technisch hergestellt werden. Hinzu kommen anschließend Stabilisatoren. Diese intensivieren die jeweilige Farbe noch zusätzlich und sorgen dafür, dass das jeweilige Produkt lange haltbar bleibt. Die so entstandene Lösung wird nun mit Emulgatoren vermengt. Deren Aufgabe wiederum ist es, wässrige und ölige Flüssigkeiten miteinander zu binden. Die gewonnene Emulsion wird im letzten Schritt noch mit sogenannten Farbkupplern und Oxydationsbasen vermischt. Je nach Zusammensetzung der Stabilisatoren, Emulgatoren, Kuppler und Basen, können bestimmte Haarfarben erzeugt werden. Kommt diese alkalische Lösung dann mit dem oben bereits angesprochenen Wasserstoffperoxid zusammen, setzen sich chemische Prozesse in Gang, bei denen Sauerstoff entsteht.

Wie funktionieren die Produkte eigentlich? - Die detaillierte Wirkung von Haarfärbemitteln

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Vorgehensweisen bei der Coloration: Bei physikalischen Färbemitteln befindet sich die aufgetragene Farbe an der Außenhülle, der so genannten Cuticula des Haares. Vergleichbar ist dieses Prinzip etwa mit dem Bemalen einer Leinwand. Bei der chemischen Färbung hingegen nehmen die Haare selbst die jeweilige Farbe an. Zunächst gibt es auch hier zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Bei der Blondierung verringert man die Haarfarbe um eine bestimmte Zahl von Tönen. Es handelt sich also um ein subtraktives, ein abziehendes Vorgehen. Im Gegensatz dazu steht wiederum die Oxidation, ein additives, hinzufügendes Verfahren. Beiden jedoch liegt die Verwendung des chemischen Stoffes Wasserstoffperoxid zugrunde. Dieser wird auch in der Medizin zur Wasseraufbereitung und beispielsweise zur Bekämpfung von Schimmelpilzen genutzt. Sobald das Färbemittel auf einzelne Haare trifft, werden Reaktionen in Gang gesetzt, bei denen sich Sauerstoff bildet. Dieser verändert sofort den Aufbau und die Zusammensetzung der Farbpigmente. Je nach Konzentration des H2O2 kann das Haar somit einige Nuancen dunkler oder bis zu 4 Töne heller gefärbt werden.

Ausführliche Beschreibung zu den Bestandteilen und der Anwendung einer Coloration

Gleich ein Tipp zu Beginn: Waschen Sie Ihren Kopf nicht unmittelbar vor dem Färben. Die natürliche Fettschicht auf den Haaren schützt diese vor den aggressiven Colorationen.

Vorbereitung

Meistens befinden sich in der Packung ein Fläschchen, das mit einer milchigen Flüssigkeit gefüllt ist, sowie ein Paar Plastikhandschuhe und zwei Tuben mit cremeartigem Inhalt: einer Farbmischung aus Stabilisatoren, Emulgatoren etc. und einem Balsam. Oftmals liegt diesem ein kleines Päckchen mit der Aufschrift „Pflegefluid“ bei. Jedes Produkt besitzt darüber hinaus noch eine detaillierte Anleitung, die einerseits die Anwendung erklärt, andererseits aber nochmal genau über die Inhaltsstoffe informiert und auf mögliche Fehlerquellen beim Färben der hinweist. Lesen Sie sich diese auf jeden Fall genau durch und recherchieren Sie mögliche Unklarheiten und Fragen. Anschließend können Sie die Lösungen für das Färben vorbereiten. Dazu ziehen Sie sich zuerst die Handschuhe an, vermengen dann wie auf der Anleitung beschrieben das Fläschchen Wasserstoffperoxid mit der Farbmischung und schütteln die so entstandene Lösung gut durch. Um Ihre Stirn zu schützen, kämmen Sie sich Ihre Haare fest nach hinten und salben die Haut über den Augen mit fetthaltiger Creme ein. Zusätzlich kann man darauf noch Watte befestigen, um etwaige Farbspritzer aufzufangen.

Auftragen

Verteilen Sie im nächsten Schritt die Flüssigkeit nun gleichmäßig in massierenden Kreisbewegungen langsam auf Ihrem Haar. Alternativ dazu eignet sich auch ein Haarpinsel optimal zum Verteilen der Farbe. Achten Sie darauf, dass keine wertvolle Kleidungsstücke, andere Textilien oder Ihre Hände beschmutzt werden. Besonders effektiv schützt ein herkömmlicher Friseurumhang. Nach dem Trocknen ist die Farbe oft aus hellen Handtüchern und Oberteilen nicht mehr heraus zu waschen.

Einwirken lassen und ausspülen

Nach der jeweiligen Einwirkungszeit werden die Haare gründlich durchgespült, bis das Wasser wieder durchsichtig und klar vom Kopf fließt. Um Ihre Haare nach der anstrengenden Prozedur mit dem Vitamin B5 anreichern und etwas zu pflegen, können Sie abschließend Pflegeprodukte wie Haarkuren, Haarmasken oder Balsam verwenden. Auch diese Produkte kann man bequem bei eBay erwerben. In den folgenden drei Tagen nach der Färbung sollten Sie Kontakt mit Salz- und Chlorwasser meiden, da dieses der Farbe stark zusetzen kann.

Sind Haarfärbemittel giftig? - Gesundheitliche Gefahren der Produkte und unschädliche Alternativen

Oftmals werden die Risiken für den eigenen Körper – speziell für die Kopfhaut – beim Kolorieren noch zu sehr unterschätzt. Gelangt das Wasserstoffperoxid in einer falschen, sprich einer zu hohen Konzentration auf den Kopf, kann das weitreichende Folgen für die eigene Gesundheit haben: Heftige allergische Reaktionen, Haarausfall, bis hin zu Verätzungen können die Folge sein. Außerdem halten einige Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Oxidation beim Färben der Haare und dem Auftreten von Blasenkrebs für wahrscheinlich. Alles in allem kann man das Risiko durch eine richtige Dosierung aber mindern. Sicher ist aber dennoch: Jede Coloration greift einzelne Haare, sowie deren Wurzel an. Außerdem reizt sie die Kopfhaut nachhaltig. Es sollte deswegen nicht öfter als einmal im Monat neu gefärbt werden. Wenn Sie sich im Umgang mit chemischen Haarfärbemitteln trotzdem unsicher sind, gibt es selbstverständlich auch Alternativen. Bei physikalischen Färbemitteln beispielsweise findet an den Haaren keine Oxidation statt. Sie können diese Produkte ohne das Zugeben weiterer Substanzen bequem in die Haare einmassieren und die Farbe einwirken lassen. Immer öfter bieten große Anbieter auf eBay auch so genannte Naturkosmetik an, deren gute Verträglichkeit zu 100% nachgewiesen werden kann. Artikel dieser Kategorie sind zum einen biologisch vollends abbaubar und enthalten keine Bestandteile tierischen Ursprungs, zum anderen wirken sie besonders schonend auf die Haare und die Kopfhaut. Allerdings handelt es sich auch hier nicht um chemische, sondern um physikalische Haarfärbemittel.

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