Münzsätze mit Sammlerwert: Euro-Kursmünzensatz Vatikan

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Münzsätze mit Sammlerwert: Euro-Kursmünzensatz Vatikan

Der Vatikan ist kein vollwertiges Mitglied im Europäischen Währungsraum. Der flächenmäßig kleinste Staat der Welt hat es aber in einem Abkommen mit der EU trotzdem geschafft, den Euro als Währung einführen zu dürfen. Damit werden im Vatikanstaat nicht nur die Münzen und Banknoten der Gemeinschaftswährung genutzt. Die Vatikanbank verfügt zusätzlich über das Recht, Münzen mit national zu bestimmenden Motiven prägen zu dürfen. Dabei finden die Euro-Kursmünzensätze aus dem Vatikan bei vielen Liebhabern des glänzenden Zahlungsmittels eine große Nachfrage.

 

Wie viele verschiedenen Prägeserien gibt es?

In den letzten 14 Jahren wurden vier verschiedene Prägeserien mit unterschiedlichen Motiven herausgebracht. Alle Kursmünzensätze haben gemeinsam, dass sie dem potenziellen Kunden ansehnlich in einem Karton offeriert werden und alle Umlaufmünzen enthalten, die im Gebrauch sind.

 

Der erste vatikanische Kursmünzensatz von 2002 bis 2005

Die Rückseite der ersten Euro-Münzen vatikanischen Ursprungs ziert das Konterfei des Papstes, der damals im Amt war, nämlich Johannes Paul II. Diese wurden von 2002 bis zum Tod des gebürtigen Polen im Jahr 2005 geprägt. Dabei waren die Münzen einheitlich gestaltet, sodass es das Abbild des Papstes nur in einer Seitenversion seines Gesichts gab.

 

Mit dem Wechsel des Papstes ändert sich die Gestaltung der Münze

Im Jahr 2005 löste Benedikt XVI seinen Vorgänger auf dem Stuhl Petri ab. Das Gleiche gilt für die Münzen: So enthalten die Kursmünzensätze des Vatikans ab 2006 bis zu seiner Abdankung 2013 das Bild des ehemaligen Kardinals Ratzinger.

 

Sonderprägung zwischen den beiden Päpsten

Während der Sedisvakanz 2005 gab die Vatikanbank Kursmünzensätze mit dem Logo des Kardinalkämmerers heraus. Auch dies symbolisierte, dass es für kurze Zeit keinen aktuellen Papst gab. Die Prägung dieser Münzen dauerte aber nur einige Wochen, bis der neue Papst bestimmt war, an.

 

Der Umbruch im Papstamt bedeutet immer eine Änderung im Design der Münzen

2013 kam es zu einem Novum: Papst Benedikt XVI trat aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. In geheimer Sitzung wählten die Kardinäle Franziskus zum neuen Führer der Katholiken. Seither gibt es einen Kursmünzensatz mit dem Konterfei des neuen Papstes. Besonders ist an der Prägung, dass es nicht mehr nur eine Version des Abbildes gibt, sondern dass die Cent-Münzen anders gestaltet sind als die Euro-Münzen.

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