Münzgeschichtliche Entwicklung Rostock´s

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Münzgeschichtliche Entwicklung bis zum Ende des 15.Jahrhunderts in Rostock´s

In den 1370er Jahren wurde nun der Witten zur Hauptmünzsorte der lübischen Währung und fand zahlreiche Nachahmungn in der gesamten norddeutschen Küstenregion. Zur gleichen Zeit wie Rostock hatte auch Wismar begonnen zu prägen. Doch bereits 1373 beabsichtigten die ostelbischen Städte Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Stettin, die Wittenprägung wieder aufzugeben und zur Hohlpfennigprägung zurückzukehren, um die alte Wertrelation zwischen der lübischen und sundischn Währung so wiederherzustellen, wie sie in der ersten Hälfte des Jahrhunderts bestanden hatte. Eine im Juni 1373 geplante weiträumige Münzkonvention, die Anklam, Demmin, vor allem aber Hamburg und Lübeck einbeziehen sollte, scheiterte. Lübeck war für diesen Plan nicht zu gewinnen und sperrte sich auch im Mai 1374 gegen einen neuen Vorschlag der wendischen Städte Wismar, Rostock und Stralsund zur Vereinheitlichung der Wittenprägung. Lübeck und Hamburg waren bestrebt , alle fremden Münzvereinspläne abzuwehren. Immerhin gelang Wismar, seine Position innerhalb der veer Stede auszubauen und in der Regel an den stets im kleinen Kreis stattfindenden Münzverhandlungen des wendischen Münzvereins um Hamburg, Lübeck und Lüneburg teilzunehmen. Am 9. Februar 1379 schlossen die Städe Hamburg, Wismar und Lübeck den ersten gemeinsamen Münzrezeß, der neben münzpolizeilichen Maßnahmen Gepräge und Münzfuß der neuen Münzen festlegte. Dieser Vertrag gilt als Gründungsurkunde des wendischen Münzvereins. Rostock und Stralsund suchten Anschluß an das Bündnis. Sie ereichten ihr Ziehl erst am 6. April 1381, als sie gemeinsam mit lünebürg in den neuen Münzrezeß der wendischen Hansestädte inkorporiert wurden, jedoch nicht als gleichberechtigte Mitglieder. Rostocks Anschluß an den wndischen Münzverein war nicht von Dauer und sehr lose. Vertragschließendes Mitglied war die Stadt nur 1381, 1392 und 1403. Bereits als 1387 ein neuer Münzrezeß im wendischen Münzverein abgeschlossen wurde, waren Rostock und Stalsund nicht mehr beteiligt. Beide Städte prägten dennoch Witten in großen Mengen. Diese Münzen eines am 17. Mai 1389 geschlossenen verlängerungsrezesses auf 3 Pf. lüb. mit dem Ziel herabtarifiertm, sie aus dem Zahlungsverkehr der Kernstädte lübischer Währung in das sundische Währungsgebiet und nach Dänemark abzudrängen. Eine Episode blieb die um 1387 begonnene Prägung von "Viertelwitten".

Michael Kunzel "Die Münzen der Hansestadt Rostock 1492 bis 1864"

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