Münzensammeln leicht gemacht. Aufbau einer Sammlung.

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Liebe Münzenfreunde,
heute will ich euch Anregungen bezüglich der Aufbau einer Münzensammlung geben.
Aus der Praxis kenne ich sehr viele Sammler. Jeder von denen hat eigentlich sein eigenes
Konzept. Einteilen könnte man diese in 3 Kategorien.
1. Gelegenheitssammler 
2. Komplettsammler
3. Spezialsammler
Der Gelegenheitssammler nimmt alles was ihn unter die Finger kommt in die Sammlung auf.
Dabei spielen Motive oder Gebiete meist keine Rolle. Die Alben dieser Sammler sind meist
prall gefüllt und haben dann auch keinen Anspruch komplett zu sein. Der Vorteil dieser Art
liegt darin das es keinen Zwang gibt bestimmt Sachen zu haben. Auch Qualitäten sind nicht
gefragt. In der Regel werden auch keine größeren Werte aufgebaut. Für diese Sammler
ist dieses Hobby eben eine Gelegenheit die Sammellust ohne größeren finanziellen Aufwand
zu betreiben.
Der Komplettsammler hat sich bereits für bestimmt Gebiete oder Länder oder Motive entschieden.
Dabei werden z.B. 5 DM, 10 DM oder 10 Euro Münzen gesammelt. Erst meist aus dem
Zahlungsverkehr (Mark,Pfennig,Euro oder Cent-Münzen)später durch Tausch oder Zukauf.
Vorteil dieser Methode ist die Überschaubarkeit. Nachteilig ist das meist bestimmt besondere
Münzen fehlen. Bei den 5 Mark Stücken die ersten 5 aus den 50er Jahren. Da diese Münzen
dann schon den Taschengeldparagraphen überschreiten bleiben die Lücken ewig.
Der Spezialsammler ist der wirklich ernsthafte Sammler. Hier wird meist Länderweise gesammelt.
Innerhalb der Länder - für uns natürlich Deutschland - hat dieser Sammler die Münzen aus der
Bundesrepublik natürlich alle und dann geht er RÜCKWÄRTS in immer interessanteren Gebieten
weiter.Die Münzen aus der ehemaligen "DDR" sind empfehlenswert. Neben Kleinmünzen aus dem
Zahlungsverkehr gab es Sondermünzen aus Kupfer/Nickel und Silber. Bis auf wenige Ausnehmen erschwinglich und viele tolle Motive laden zum sammeln ein. Alleine die Sondermünzen umfassen 123 Stück. Meist kommt dann des 3. Reich, anschliessend die Weimarer Republik oder das
Kaiserreich ab 1871. Da das Kaiserreich sehr umfangreich ist wird hier auch noch spezialisiert.
Von A wie Anhalt bis W wie Würtemberg. Reichlich Silbermünzen zu 2, 3 und 5 Mark stehen
dann wie auch Goldmünzen zu 5, 10 und 20 Mark für die Sammlung zur Verfügung. Auch muß
dann eine Entscheidung über die Qualitäten getroffen werden. Der anspruchsvolle Sammler
versucht dann meist über Auktionen besondere Qualitäten zu ergattern. Das geht natürlich stark
ins Geld , nicht wenige Stücke kosten jenseits der 1000 Euro Marke. Aber auch hier gibts noch
lange kein Ende für die Sammelleidenschaft nach dem Kaiserreich kann die Schwalbach Zeit
1800 - 1870 gesammelt werden. Viele Kleinmünzen und jede Menge Taler zu unglaublich
günstigen Preisen warten auf eine Sammlung die mit Sicherheit Jahrzehnte begeistern wird.
Die Zeit vorher ist auch geprägt durch eine Vielzahl von Talern und kleineren Einheiten.
Auch hier wird meist auf Auktionen gesucht und gefunden. Wer dann noch nicht genug hat
dem bietet das Mittelalter eine sehr große Menge an Münzen aller Gebiete. Natürlich gabs auch
vorher noch viele Münzen aus der Antike.

Nun aber zum Tip zur Aufbau der Sammlung:

Grundsätzlich kann man sammeln was einem gefällt. Allerdings sollte der wirklich schlaue
Sammler immer das kaufen was die anderen nicht oder nicht bevorzugt kaufen. Derzeit
sind Euro Münzen ja das große Thema. Kleine Auflagen sind schnell vergriffen und erleben
oft schnelle Preissprünge. Diese halten aber meist nur solange die die tolle Ware noch extreme
Nachfrage hat.  So z.B. der Vatikan Kursmünzensatz 1c - 2 Euro von 2002 . Am Anfang
im Handel für 600 Euro. 2003 dann der große "Wertzuwachs" auf etwa 1600 Euro. Heute
wieder für etwa 400 Euro zu haben. Dieser Preis ist wohl in ein paar Jahren auch wieder
überholt. Von diesen "Highlights" gab es in den letzten Jahren viele. Keines hat gehalten.
Schade um das schöne Geld der Sammler. Vernünftigt ausgegeben wäre heute zumindest
das eingesetzte Kapital erhalten geblieben.

Der nüchterne Sammler rechnet mal genau nach was er denn da kauft. Ein Gramm Gold
kostet derzeit etwa 18 Euro. Eine Goldmünze mit einem Gewicht fein von 7 Gramm hat
also einen Goldwertanteil von 126 Euro. Solch ein Stück darf natürlich 150 - 200 Euro
kosten aber sicherlich keine 300 - 600 Euro. Das bezieht sich auf aktuelle Ausgaben aus
den letzten 50 Jahren. Ältere Goldmünzen sind selbstverständlich je nach Zustand und
Knappheit und Nachfrage auch mehr wert.

Ich hoffe ich konnte  euch ein paar Anregungen geben.
Für eine Bewertung bedanke ich mich auf jeden Fall hiermit.







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