Motorsäge - Kettensäge

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Die Motorsäge ist eine mit einem Benzin- oder Elektromotor angetriebene Säge, die mit den Händen geführt wird. Im Gegensatz zur Fachsprache hat sich im populären Sprachgebrauch teilweise der Ausdruck Kettensäge als wörtliche Übersetzung des englischen Begriffes chainsaw eingebürgert, wenn der schneidende Teil der Säge eine Kette ist.

Aufbau
Kettensäge mit Seilzugstarter in einem Gehäuse, an dem auch die beiden Griffe angebracht sind, befindet sich der Antriebsmotor. Dabei werden in der Regel Zweitakt-Benzinmotoren oder auch Elektromotoren verwendet. Zum Anlassen des Benzinmotors ist ein Seilzugstarter vorhanden, ähnlich wie bei Rasenmähern. Viertaktmotoren sind ungebräuchlich, da sie eine aufwändige lageunabhängige Schmierung benötigen würden, was bei Zweitaktmotoren durch die Gemischschmierung (Schmieröl bereits im Benzin enthalten) entfällt.

An der Vorderseite des Gehäuses ist ein längliches Metallblatt, die Schiene (oder „Schwert“) angebracht. An den Kanten der Schiene ist umlaufend eine Nut eingearbeitet, in der eine Metallkette - die Sägekette - um die Schiene herum läuft. An der vorderen Spitze der Schiene ist meist eine Rolle ("Umlenkstern") angebracht, um hier die Reibung zu vermindern. Die Spannung der Kette ist einstellbar. Die Kette ist auf der Außenseite mit Sägezähnen bestückt und wird am hinteren Ende der Schiene über eine Fliehkraftkupplung vom Motor angetrieben. Um den Verschleiß der Kette zu vermindern muss die Kette ständig mit Öl geschmiert werden. Beim Sägen wird ein Teil des Öls abgeschleudert. Die Kette muss je nach Beanspruchung früher oder später geschärft werden. Vor allem bei verschmutzem, vereistem Holz, beim Schneiden in Fremdkörper und in den Boden werden die Schneidezähne sehr schnell stumpf. Zum Schärfen werden spezielle Schärfmaschinen oder Feilen benutzt.
Von diversen Herstellern sind Hartmetall-Ketten erhältlich, welche auf den Schneidzähnen aufgelötete Hartmetallplättchen besitzen. Diese Ketten besitzen ein Vielfaches der Standzeit normaler Ketten und sind in der Lage, auch Metalle oder Gasbetonsteine in begrenztem Umfang zu schneiden. Sie benötigen aber auch eine höhere Motorleistung, ferner sind sie nur mit speziellen Diamantscheiben zu schleifen.

Die moderne Motorsäge ist streng genommen keine Säge, sondern eine Hobelmaschine. Die Zähne der Kette arbeiten nach dem Hobelprinzip, beim Sägen werden deshalb viereckige Hobelspäne ausgeworfen.
 


 

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