Motorradhelme

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Die EU Norm EU 22-05 für Motorradhelme

 

Die ECE–Norm ist eine europäische Verordnung nach deren Richtlinien Schutzhelme für motorisierte Zweiräder hergestellt werden müssen. Um diese in Deutschland wirksam werden zu lassen bedarf es einer Verordnung in unserer Straßenverkehrsordnung. Anfang 1990 wurde diese Tragepflicht im Paragraph 21 a der Straßenverkehrsordnung festgelegt. Nachdem man sich über die Form und Anbringung der ECE Etikette nicht einigen konnte, wurde nach kurzer Zeit eine Ausnahmeregelung in Kraft gesetzt, die das Tragen eines  Helmes vorschreibt, der sich nach den Vorgaben der ECE Norm richtet. Diese Ausnahmeregelung gilt jedoch nur in Deutschland; in Österreich und den anderen Nachbarstaaten wird die Einhaltung der ECE Norm  gelegentlich kontrolliert. ECE-Norm 22–05 (ECE: Economic-Commission for Europe ) :


Seit Anfang des Jahres 2002 ist die fünfte Novellierung der ECE-Norm Version 22-05 in Kraft getreten. Wichtig ist, dass für den normalen Straßeneinsatz jede dieser fünf Versionen ihre Gültigkeit besitzt. Für den Sporteinsatz sind die Versionen ECE  22-04 und -05 uneingeschränkt gültig, von der Version ECE 22-03 nur noch die Helme, die auf der DMSB – Liste aufgeführt sind.


Den Herstellern und dem Handel wurden folgende Übergangsfristen eingeräumt.


* bis Ende 2001 werden auch noch Prüfungen nach ECE 22-04 abgenommen,


* dem Handel ist es erlaubt die Version 04 noch bis Ende 2003 zu verkaufen ( voraussichtlich mit Fristverlängerung )


Die ECE-Norm legt folgende Kriterien bei der Prüfung fest:


* Größe und Form der Dämpfungsschale,


* chemische Resistenz der Außenschale,


* Stoßdämpfungswerte an einzelnen Punkten durch den Falltest,


* Abstreiftest vor allem bei den kleinen Größen,


* Belastbarkeit des Kinnriemen und die Absicherung des Kinnriemen.


* Belastbarkeit des Kinnriemenverschlusses,


* Größe des Sichtfeldes,


* Durchdringungswiderstand des Visiers, Tönung des Visiers


Bei der Prüfung nach ECE 05 gelten zusätzlich noch:


* Senkung der z.Z. gültigen Grenzwerte für Kopfverzögerung und HIC ( Head Injury Criterion )   um 10%. Damit wird die Kollisionsgeschwindigkeit zwischen Kopf und Anprallobjekt höher angesetzt, wodurch eine höhere Sicherheitsreserve geschaffen wird,


* Kinnaufschlag, Prüfung der Kinnteildämpfung,


* Messung der Rotationsbeschleunigung ( Außenschale ),


* Visiertönung, bis zu 50 % Tönung: ausschließlich Tagesnutzung mit Kennzeichnungspflicht,


* das ECE – Etikett muß mit Klarsichtfolie übernäht werden,


Kinnriemensicherung wie bisher, jedoch nicht für TRIAL- Helme


Die ECE-Etiketten haben folgenden Aufbau:


* E1 besagt die Prüfstelle (es gibt über 20 Prüfstellen; z.b 1=Deutschland, 4 = Niederlande )


* 05 steht für die Version der ECE-Norm


* 1234 dies ist die Homologationsnummer


* 1234 / P dies besagt die Kinnschutzprüfung bestanden


* 1234 / PN Kinnschutzprüfung wurde nicht vorgenommen ( z.B. bei Jet–Helmen)


* 67890 die restlichen Nummern sind interne Herstellerkennungen ( Quelle : ADAC )


Hinweis Motorroller - Info


Die Norm gilt ausschließlich für die Hersteller von Motorradhelmen, nicht jedoch für den Fahrer oder Beifahrer. Hier gilt nur der § 21a StVO, wonach die Pflicht zum Tragen eines “ amtlich geprüften Helmes “ besteht. Nach einer hierzu ergangenen Übergangsregelung ( seit 1990 ! ) müssen Motorrad- und Rollerfahrer jedoch lediglich einen “ geeigneten Helm “ tragen, was immer das auch sein soll.


Hierzu gehören sicherlich keine Feuerwehrhelme,Pickelhauben, Baustellenhelme am Gummiband, verchromte Stahlhelme ohne Innenfutter, Papphüte aus der Faschingszeit und ähnliches Diese Kopfbedeckungen gelten als ''offensichtlich untauglich'' und werden wie Fahren ohne Helm behandelt, inklusive fetter Eigenbeteiligung bei  Unfällen. Das ECE - Prüfzeichen ist jedoch nicht zwingend.

  
 

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