Motorrad mit Gespann: Was Sie bei der Zulassung beachten müssen

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Motorrad mit Gespann: Was Sie bei der Zulassung beachten müssen

Ein Motorrad mit Gespann erlaubt gemütliche Ausfahrten zu zweit oder mit der Familie. Der Beiwagen befindet sich rechts am Motorrad und bietet Platz für einen Beifahrer. Ein weiterer Beifahrer kann auf dem Sozius mitfahren. Doch wie sehen die Vorschriften für Fahrten mit einem Gespann und für die Zulassung des Beiwagens aus? Welche Voraussetzungen müssen Fahrer, Kraftrad und Beiwagen erfüllen, damit die Ausfahrt nicht ins Wasser fällt? Erfahren Sie hier mehr über die Fahrten mit einem Motorradgespann.

 

Vor der Zulassung: Wer ein Motorradgespann fahren darf

Für die Fahrt eines Motorradgespanns gilt: Ein Motorrad mit Beiwagen bleibt ein Motorrad. Wenn Sie einen Beiwagen kaufen und zulassen möchten, müssen Sie sich im Besitz eines Führerscheins der Klasse A befinden. Der Beiwagen gilt gemäß Straßenverkehrszusatzordnung (StVZO) als Teil eines Gespanns und wird wie andere Anhänger behandelt. Der Beiwagen muss auf der rechten Seite des Motorrads montiert sein. Für die Zulassung ist der TÜV zuständig, der das Gespann auf etwaige Mängel überprüft und die Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr feststellt.

 

Kennzeichen, Beleuchtung und Bereifung des Beiwagens

Der Hersteller des Beiwagens gibt an, welche Reifen für Fahrten geeignet sind. Die Dimension ist in der Zulassungsbescheinigung festgehalten. Falls Sie die Bereifung wechseln möchten, ist das Mitführen einer allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) erforderlich. Je nach Modell muss der TÜV die neuen Reifen abnehmen. Für das Rücklicht von Motorrädern gilt: Bei Fahrten mit Gespann müssen Kraftrad und Beiwagen jeweils mit einem Rücklicht ausgestattet sein. Der Beiwagen trägt ein Kennzeichen. Hierfür ist eine Anmeldung bei der örtlichen Zulassungsstelle erforderlich. Achten Sie vor Fahrtantritt darauf, dass Beleuchtung und Reifen von Motorrad und Beiwagen funktionstüchtig und intakt sind.

 

Diese Schutzkleidung sieht die StVZO für den Beiwagen vor

Wenn Sie einen Beifahrer auf dem Motorrad mitnehmen, muss dieser Schutzkleidung tragen. Fahren Sie ein Motorrad mit Beiwagen, gelten die gleichen Verordnungen der StVZO. Die Zulassungsordnung unterscheidet bei Krafträdern nicht zwischen Fahrer, Beiwagen und Sozius. Deshalb muss der Beifahrer im Beiwagen einen Motorradhelm tragen, der aktuellen Bestimmungen entspricht. Ferner muss der Beiwagen des Gespanns mit mindestens einem Beckengurt ausgestattet sein, um sich ordnungsgemäß anzuschnallen. Während die Helmpflicht schweren Verletzungen bei Unfällen vorbeugen soll, ist das Tragen weiterer Schutzkleidung wie Stiefel und abriebfeste Hosen auf dem Motorradgespann empfehlenswert.

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