Mosaik-Comics für Sammler: Digedags und die Ausgaben von 1955 bis 1975

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Mosaik-Comics für Sammler: Digedags und die Ausgaben von 1955 bis 1975 Dig, Dag und Digedag – das sind die beliebten Helden der Comicserie "Die Digedags", die von 1955 bis 1975 in den DDR-Comicheften "Mosaik" ihre großen Abenteuer erlebten. Erfunden vom Zeichner Hannes Hegen erlebten die drei menschenähnlichen Protagonisten in 223 Heften viele spektakuläre und lustige Dinge. Seit dem Ende der Serie im Jahr 1975, jagen Sammler und Fans weltweit nach den Originalheften der Reihe.

 

Die ersten Abenteuer – von Serien und Sprechblasen

Die ersten Hefte der Digedag-Reihe waren zunächst nicht als Serie konzipiert sondern wurden im Buchformat angeboten. Zwar bauten die Handlungsstränge rund um die lustigen Gestalten aufeinander auf, unterscheiden sich von Heft zu Heft aber noch grundlegend in der Erzählstruktur. Bemerkenswert ist auch, dass die Digedags in den ersten Ausgaben noch in Form von Sprechblasen kommunizierten und die Geschichten im klassischen Comic-Format erzählt sind. Später änderte man dies in Erzählkästen am Fuße jedes Bildes, um den Blick auf die Zeichnungen nicht zu versperren. Genau genommen sind die Abenteuer der Digedags also keine Comics, sondern Bildergeschichten.

 

Die Serien – Römer, Raumfahrer, Erfinder und vieles mehr

Mit dem "Zirkus Digedag" verschlug es die drei Protagonisten ab Heft Nummer 13 in die erste Serie, die sogenannte "Römer-Serie". Die drei erkunden die Welt des antiken Rom und werden dabei in skurrile und witzige Situationen gebracht. Als ein Meteor vom Himmel fällt, der sich als Raumschiff entpuppt, werden Dig, Dag und Digedag in einen kosmischen Krieg geworfen, der sich stark an den sozialistischen und kommunistischen Gegensätzen der damaligen Zeit orientiert. Parallel zu dieser "Weltraum-Serie" erlebten die Digedags in der "Erfinder-Serie" die Erfindung der Dampfmaschine hautnah mit. Später folgten Sie dem Ritter Runkel ins Mittelalter und entdeckten unter anderem das chinesische Kaiserreich. Doch damit nicht genug, die Digedags reisen weiter nach Amerika und in den fernen Orient. Sie sehen: Die drei kleinen Gefährten kamen viel herum.

 

Das Ende der Digedags und von Mosaik – Geburtsstunde eines Sammlerkults

Als Hannes Hegen, der Erfinder der beliebten Comicreihe, 1973 zu Verhandlungen mit dem Verlag der Mosaik-Hefte antrat, hatte er zwar das Ende der Serie nicht explizit geplant, wollte jedoch etwas kürzer treten. Der Verlag hingegen ließ sich auf eine verringerte Taktung der Publikationen nicht ein. So endeten die Abenteuer der Digedags mit Heft 223, dem letzten Heft der "Orient-Serie" unter dem Titel "Fatimas Heimkehr". Doch kaum war die Serie eingestellt, entwickelten alte und neue Fans eine Sammler-Leidenschaft, die bis heute anhält. Der Sammelkult um die Digedags erlangte sogar eine so große Popularität, dass der Originalverlag in den Neunzigern einige Hefte nachdruckte und den Fans somit wertvolle Reprints lieferte. Auch heute sammeln begeisterte Digedag-Fans die alten Hefte genauso wie die Nachdrucke. Haben auch Sie schon eine Digedag-Sammlung?

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