Monopoly Junior, Geistermühle & Co: Gesellschaftsspiele für Kinder im Kindergartenalter

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Monopoly Junior, Geistermühle & Co: Gesellschaftsspiele für Kinder im Kindergartenalter

Kinderspiele für Kinder im Kindergartenalter erfüllen neben dem reinen Spielgedanken oftmals auch andere Aufgaben. So führen einige Spiele spielerisch ans Lesen und Schreiben heran. Andere Kinderspiele helfen bei den ersten Rechenversuchen, dem Umgang mit dem Taschengeld oder fördern die motorische Geschicklichkeit. Auch soziale Fähigkeiten, wie die Kooperation unter den Kindern oder das Durchhaltevermögen, können durch diese Gesellschaftsspiele geschult werden. Die Spiele zeichnen sich durch ihr kindgerechtes Design und durch kindgerechte Spielideen aus. Die Auswahl an Gesellschaftsspielen für Kinder ab 4 Jahren ist dabei sehr groß.

„Tempo kleine Schnecke" ist eines der erfolgreichsten Kinderspiele

„Tempo, kleine Schnecke" ist eines der erfolgreichsten Kinderspiele für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren. Dieses Spiel der Firma Ravensburger können zwei bis sechs Spieler spielen. Das Spiel hilft den Kindern beim Lernen der verschiedenen Farben. Ziel des Spiels ist es, mit seiner Holzschnecke am Schnellsten ins Ziel zu kommen. Jede der Schnecken hat eine andere Farbe. Dabei stehen die Farben Rot, Grün, Blau, Gelb, Orange und Lila zur Auswahl. Am Anfang des Spiels stellt jeder Spieler seine Schnecke auf das farblich entsprechende Startfeld. Nun würfelt der erste Spieler mit den beiden Farbwürfeln und je nachdem, welche Farbe auf dem Würfel erscheint, darf die Schnecke auf der Rennbahn des Spielbretts ein Feld vorwärts bewegt werden. Wenn auf beiden Würfeln die identische Farbe erscheint, darf der Spieler seine Schnecke zwei Felder nach vorne ziehen. Die erste Schnecke, die das Ziel erreicht, ist der Gewinner des Spiels. Mit einer relativ kurzen Spieldauer von durchschnittlich 15 Minuten ist das Spiel auch für kleine Kinder sehr gut spielbar. Durch die sehr einfachen Spielregeln kann das Spiel auch sehr gut von kleinen Kindern gespielt werden. Auch ohne die Anleitung durch Erwachsene können Kinder dieses Spiel sehr gut miteinander spielen.

„Monopoly Junior" als Einstieg in die Monopolywelt

Mit „Monopoly Junior" spielen bereits Kinder ab einem Alter von fünf Jahren den Spielklassiker. Bei dem Spiel können zwei bis vier Spieler mitspielen. Dabei geht es bei „Monopoly Junior" darum, möglichst viele Attraktionen eines Rummelplatzes zu besitzen. Denn auf jeder Attraktion, die man besitzt, darf man ein Kassenhäuschen aufstellen und Eintritt von den anderen Besuchern verlangen. Dadurch nehmen die Spieler Geld ein, das sie wiederum investieren können. Besonders kindgerecht wird das Spiel durch seine lustige Aufmachung, beispielsweise sind die Spielfiguren kleine Autos. Außerdem ist auch der Aufbau des Spielbrettes äußerst kindgerecht, so zieht beispielsweise jeder Spieler, wenn er über das Feld „LOS" kommt, zwei Euro Taschengeld ein. Auch ein erster Umgang mit Geld kann mit diesem Spiel erlernt werden, da es hier auf das geschickte Ausgeben des Geldes ankommt. Denn wer zu viel ausgibt, bekommt Probleme und kann den Eintritt in die Attraktionen des Rummelplatzes nicht mehr bezahlen. Kindgerecht wird das Spiel hierbei dadurch, dass es lediglich ein bis fünf Euro Scheine gibt, die den Umgang mit Geld um einiges vereinfachen. Gewinner ist bei dieser „Monopoly" Variante, wie beim Klassiker, der Spieler, der am Ende über das meiste Geld verfügt.

Eine besondere Variante des Monopoly Junior Spiels ist „Monopoly Junior Party". Dabei werden statt Straßen, wie beim normalen Monopoly, Partys gesammelt. Hotels und Häuser werden bei diesem Spiel durch Geschenke ersetzt. Auch dieses Kinderspiel ist ab fünf Jahren empfohlen, und es können auch hier zwei bis vier Kinder mitspielen. „Monopoly Junior Party" fördert spielerisch das Zählen, Zusammenrechnen und den Umgang mit Geld. Bei beiden Versionen ist es allerdings besonders am Anfang ratsam, dass Erwachsene mitspielen, da die Regeln zu Beginn für die Kinder doch recht komplex sind. Nach einiger Eingewöhnung kann dieses Spiel aber sehr gut von den Kindern gespielt werden und vermittelt einen großen und anhaltenden Spielspaß.

Helfen Sie dem Müller in der „Geistermühle"

Die Spielidee des Kinderspiels „Geistermühle" ist, dass die Kinder dem Müller helfen, Mehlsäcke aus der Mühle zu bringen. Allerdings werden die Spieler hierbei immer wieder von Geistern erschreckt. Dann rennen die Kinder schreiend aus der Mühle und lassen ihre Mehlsäcke vor Schreck fallen. Gewinner dieses Spiels ist das Kind, das als Erstes drei Mehlsäcke nach draußen bringen konnte. Mitspielen können Kinder ab einem Alter von fünf Jahren. Das Spiel ist für zwei bis vier Spieler geeignet und dauert circa 20 Minuten. Vertrieben wird das Spiel von dem kleinen mittelfränkischen Spiel- und Buchverlag Drei Magier.

Eine Besonderheit beim Spiel ist das in die Schachtel integrierte Spielfeld mit einem Mühlrad, das gedreht werden kann. Außerdem sind im Spielfeld bunte Mehlsäcke in Schlitzen aufgestellt. Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler drei leere Mehlsäcke und eine Spielfigur. Der erste Spieler würfelt mit den beiden Würfeln und darf seine Figur um den angezeigten Zahlenwert vorwärts bewegen. Dabei kann er frei entscheiden, ob er eine der beiden Zahlen wählt oder seine Figur um die Summe aus den beiden Augenzahlen vorwärts zieht. Besonders ist hierbei, dass die Figuren in beide Richtungen gezogen werden dürfen. Wenn ein Kind mit seiner Spielfigur vor einem farblich passenden Mehlsack steht, dann darf der Mehlsack mitgenommen werden. Erscheint auf dem Würfel ein Mühlrad, muss der Spieler das Mühlrad drehen. Wenn beim Drehen die eigene Figur in die Höhe springt, wurde sie von einem Geist erschreckt, und die Figur muss auf ihre Startposition zurück, und der Mehlsack wird zurück in das Spielbrett gesteckt. Wer als erster Spieler seine drei Mehlsäcke ins Ziel gebracht hat, ist der Sieger des Spiels.

Dieses Spiel fördert bei den Kindern den Umgang mit Rückschlägen, da es hier immer wieder vorkommt, dass man kurz vor dem Ziel seinen Mehlsack verliert und von vorne beginnen muss. Durch diese Tatsache wird bei „Geistermühle" schon das Durchhaltevermögen kleinerer Kinder geschult. Allerdings ist es auch bei diesem Spiel empfehlenswert, dass Erwachsene mitspielen, da dann bei Frustsituationen eingegriffen und das entsprechende Kind getröstet werden kann. Insgesamt hat dieses Kinderspiel eine sehr unterhaltsame Spielidee, die auch bei mehrmaligem Spielen immer wieder interessant für die Kinder ist.

Geistertreppe ist das Kinderspiel des Jahres 2004

Ein weiteres Spiel mit Geistern ist das Spiel „Geistertreppe" des Spielverlags Drei Magier. Bei dem Spiel „Geistertreppe" ist es das Ziel, auf einer Treppe ganz nach oben zu kommen. Allerdings stören den Weg immer wieder Geister, die für Verwirrung unter den Spielern sorgen. Das Spiel ist für zwei bis vier Spieler ab einem Alter von vier Jahren geeignet. Zu Beginn des Spiels befinden sich alle Figuren am Anfang der Geistertreppe. Der Spieler, der am Zug ist, würfelt und steigt die entsprechende Punktzahl an Stufen auf der Treppe hinauf. Erscheint allerdings auf dem Würfel ein Geist, so darf der Spieler einer Spielfigur ein weißes Geisterlaken überstülpen. Im Verlauf des Spiels werden so alle Figuren zu Geistern. Wird nun ein Geist gewürfelt, darf der Spieler zwei beliebige Figuren vertauschen. Dabei müssen die Kinder sehr konzentriert bleiben, damit sie nach mehrmaligem Vertauschen noch wissen, wo sich ihre Spielfigur befindet. Denn hier kann man leicht den Überblick verlieren. Wenn ein Geist am Ende der Treppe angekommen ist, darf das Laken abgenommen werden. Der Spieler, dessen Figur sich unter dem Gespenst befindet, ist Sieger des Spiels. Dabei kann es allerdings durchaus vorkommen, dass sich eine andere Figur als erwartet unter dem weißen Laken befindet.

Ernten Sie die Früchte beim „Obstgarten Spiel"

Das „Obstgarten Spiel" der Firma Haba ist für zwei bis vier Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren geeignet. Das Besondere an diesem Kinderspiel ist, dass alle Kinder gemeinsam gewinnen oder verlieren können. Dadurch werden die Kooperationsfähigkeit der Kinder untereinander und das Miteinander gefördert. Außerdem werden die ersten strategischen Fähigkeiten der Kinder geschult. Zu dem Spiel gehören Früchte aus Holz, ein Rabenpuzzle und ein Spielbrett.

Zuerst werden alle Früchte auf die Obstbäume auf dem Spielbrett verteilt. Jeder Spieler bekommt ein Obstkörbchen, indem er die Früchte aufbewahren kann. Ziel des Spiels ist es, die Obstbäume komplett zu leeren, bevor der Rabe kommt und die Früchte klaut. Dabei würfeln die Kinder reihum mit einem Würfel. Dieser Würfel zeigt entweder eine Obstsorte oder das Rabensymbol. Zeigt der Würfel eine Obstsorte, dann darf das Kind das entsprechende Obst vom Baum nehmen und in seinem Körbchen ablegen. Ist auf dem Würfel allerdings der Rabe zu sehen, dann muss der Spieler ein Puzzleteil des Raben auf das Spielfeld legen. Wenn es die Kinder schaffen, das Obst vom Baum abzuernten, bevor das Puzzle des Raben vollständig ist, haben die Kinder zusammen gewonnen. Befindet sich dagegen noch Obst am Baum, während das Puzzle bereits komplett ist, dann gewinnt der Rabe. Dieses Spiel ist bereits bei sehr kleinen Kindern beliebt, da es einfache Regeln hat. Außerdem gibt es bei diesem Spiel keine einzelnen Gewinner oder Verlierer, was dieses Spiel zu einem sehr kooperativen Spiel macht.

Das sollten Sie beim Kauf von Kinderspielen für Kinder im Kindergartenalter bedenken

Beim Kauf von Gesellschaftsspielen für Kinder im Kindergartenalter sollten Sie sich vorab genau informieren. Insbesondere, wenn das Spiel ein Geschenk werden soll, ist es wichtig, das genaue Alter des Kindes zu kennen. Eventuell soll das Geschenk auch für zwei Geschwister sein. Dann ist es wichtig, dass auch beide gemeinsam das Spiel spielen können und dieses für das jüngere Kind nicht zu kompliziert ist. Außerdem sollten Sie bedenken, dass die Spielregeln leicht verständlich sein sollten, damit die Kinder nach kurzer Anleitung das Spiel auch untereinander spielen können. Des Weiteren sollte die Spieldauer sich im Rahmen halten, da sich besonders kleinere Kinder noch nicht so lange am Stück konzentrieren können. Hier ist es oftmals besser, ein Spiel mit einer kurzen Spieldauer zu wählen. Besonders interessant können auch Spiele sein, die spezielle Fähigkeiten der Kinder schulen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden