Monitore: Touchscreens auch für den Desktop

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Der Siegeszug von Smartphones und Tablets wäre ohne Touchscreens, die eine Steuerung von Funktionen durch die Berührung der Bildschirmoberfläche erlauben, kaum denkbar gewesen. Jetzt zeichnet sich ab, dass sich der Einsatz von Touchscreen-Monitoren auch bei den Desktop-Rechnern etablieren kann.

 

Monitore: Touchscreens auch für den DesktopDie Kacheln von Windows 8 "schreien" förmlich nach einer Bedienung per Touchscreen. (Copyright: Microsoft)

 

Spätestens mit der bunten Kachelwelt von Windows 8, mit der Microsoft versucht, das Bedienkonzept bei Desktop-Rechnern dem der mobilen Endgeräte anzupassen, fragen sich viele Anwender, ob ein Touchscreen nicht auch am heimischen Schreibtisch sinnvoll wäre. Die gute Nachricht dabei: Es gibt immer mehr Touchscreen-Monitore für den PC. Die schlechte: Trotz wachsender Produktvielfalt kosten sie immer noch rund das Doppelte eines vergleichbaren herkömmlichen Monitors.

 

 

Kapazitiv  oder resistiv?

Grundsätzlich kommen bei den handelsüblichen Touchscreen-Monitoren für Endverbraucher zwei marktführende Technologien zum Einsatz.

 

Bei kapazitiven Touchscreens befindet sich eine Schicht aus durchsichtigem Metalloxid direkt auf dem Glas der Anzeige. Diese Schicht ist einem konstanten elektrischen Feld ausgesetzt. Berührt man nun eine Stelle dieser Schicht mit dem Finger, verändert sich dort der Stromfluss, was sich an den vier Ecken des Monitors messen lässt, um die entsprechenden Koordinaten zu bestimmen und diese Informationen zum Auslösen der gewünschten Funktion zu nutzen.

 

Bei resistiven, auf Druck reagierenden Touchscreens befinden zwei elektrisch leitfähige Schichten direkt über dem Anzeigeglas, die durch mikroskopisch kleine Abstandshalter (Spacer Dots) voneinander getrennt sind. Übt man mit dem Finger oder einem Stift Druck auf die obere Folie aus, kommt es an dieser Stelle zum Kontakt mit der zweiten Folie und Strom kann fließen.

 

Bei Touchscreen-Monitoren für den PC-Anschuss kommt meist die  kapazitive Technologie zum Einsatz - wie im Übrigen auch beim iPhone. Diese Technik hat unter anderem den Vorteil, die Helligkeit des dargestellten Bildes weniger zu reduzieren, da das Licht nur durch eine, dazu noch extrem dünne Schicht fällt und nicht wie bei resistiven Touchscreens durch zwei, die bis zu 25 Prozent des ausgestrahlten Lichts schlucken können. Nachteilig ist bei kapazitiven Touchscreens, dass sie mit dem Finger bedient werden müssen und nicht auf Eingabe per Stift (Stylus) reagieren.

 

 

 

Das Angebot an Touchscreens wächst

Touchscreens gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten und Größen: von klein und kompakt bis zu über 50 Zoll Bildschirmdiagonale. (Copyright: Samsung) Mittlerweile haben fast alle großen Monitor-Hersteller wie Viewsonic, Eizo, Iiyama, Samsung oder Philips Touchscreen-Modelle für Desktop-Rechner im Angebot. Auch von den technischen Spezifikationen her hat der potenzielle Käufer die freie Wahl - kompakte Geräte mit 17 Zoll werden ebenso angeboten mit Monitore mit 50 und mehr Zoll Bildschirmdiagonale.

 

Beim Kauf sollte man aber nicht nur die technischen Eckwerte (und natürlich den Preis) als Entscheidungsgrundlage nutzen, sondern auch der Monitorhalterung. Denn es ist wenig logisch, einen Touchscreen-Monitor so aufzustellen, als wäre es ein herkömmlicher Bildschirm. Viel praktischer ist es, ihn leicht geneigt direkt vor sich zu platzieren. Das haben auch einige Hersteller erkannt und bieten Modelle mit Halterungen, die es erlauben, das Gerät in frei definierbaren Winkeln zu neigen.

 

 

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