Monitore: Die passende Halterung für jeden Zweck

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Beim Kauf eines Computer Monitors treten die Fragen nach dessen späterer Platzierung meist hinter Informationen zu technischen Eckwerten wie Größe, Auflösung und Schnittstellen zurück. Allerdings kann ein ungünstig aufgestellter Monitor für Kopf- und Nackenschmerzen verantwortlich sein.

 

Monitore: Die passende Halterung für jeden ZweckWerden mehrere Monitore parallel genutzt, ist eine ergonomische, auf den Körper abgestimmte Ausrichtung besonders wichtig. (Copyright: Ergotron)

Theorie und Praxis

Natürlich gibt es keine allgemein gültigen Wohlfühlregeln, denn jeder Mensch ist verschieden und nutzt seinen Computer eben auf eine ganz individuelle Art und Weise. Einige grundsätzliche Tipps zur richtigen Platzierung eines Computer-Monitors haben sich aber durchaus bewährt.

 

So sollte der Abstand zwischen Augen und Bildschirmfläche bei einem 17-Zoll-Monitor bei etwa 60 bis 70 Zentimetern liegen, beim 19-Zöller sind es etwa 80 Zentimeter und der 22-Zoll-Bildschirm im Breitformat ist mit 90 Zentimetern Abstand gut aufgestellt. Der Monitor selbst sollte zentral vor dem Gesichtsfeld stehen und leicht nach hinten gekippt sein. Die Oberkante des Bildschirms sollte sich auf Augenhöhe befinden. Wenn jetzt noch das etwa durch Fenster einfallende Licht nicht von hinten kommt, sind ordentliche ergonomische Voraussetzungen für die Aufstellung des neuen Monitors geschaffen.

 

Soweit die Theorie. In der Praxis scheitert die ergonomische Platzierung des Monitors aber häufig schon an dem, was die Hersteller per Monitorfuß an Einstelloptionen bieten. Ein bisschen drehen, ein wenig neigen - das war es insbesondere bei den preisgünstigen Geräten für den privaten Anwender auch schon. Eine Höhenverstellung bieten die wenigsten. Und auch in Sachen Neigungswinkel halten sich die Einstelloptionen meist in Grenzen.

 

 

Sinnvolles Zubehör: die einstellbare Monitorhalterung

Wer sich nicht mit einem Stapel Bücher unter dem Monitor begnügen mag, um Höhe herzustellen, sollte sich nach einem passenden Monitorständer umsehen, der eine ergonomische Aufstellung des Bildschirms erlaubt. Teilweise gibt es diese auch direkt vom Display-Hersteller, etwa von HP, diese sind aber meist recht teuer. Die Zubehörproduzenten wiederum warten mit günstigen Lösungen für unter 20 Euro auf, die allerdings nichts weiter sind als kleine Tischchen, die unter dem mitgelieferten Standfuß aufgestellt werden.

 

 

Damit es passt: VESA

Besser, weil flexibler (allerdings auch teurer) sind Monitorhalterungen, welche die ab Werk mitgelieferten Marginallösungen ersetzen und umfangreiche Einstellmöglichkeiten bieten. Allerdings kann es Probleme bereiten, den Monitor des Herstellers XY mit der Halterung des Herstellers YZ zu verbinden. Wer diesem Dilemma aus dem Weg gehen möchte, sollte beim Monitorkauf darauf achten, dass der neue den international etablierten VESA-Standard für die Befestigung von Flachbildschirmen erfüllt. Generell gibt es bei den VESA-Standards drei Klassifizierungen: VESA MIS-D, VESA MIS-E, VESA MIS-F. Wenn das Display hierzu kompatibel ist, lässt er sich einfacher an einer entsprechenden Monitorbefestigung anbringen.

 

 

Weg vom Schreibtisch

Es muss nicht immer ein Standbein sein. Auch Halterungen mit Teleskoparm sind eine praktische Lösung, um Monitore flexibel einzustellen. (Copyright: Novus) Alternativ zum Aufstellen auf dem Schreitisch kann man eine Wandhalterung in Betracht ziehen - auch diese gibt es VESA-genormt. Fündig wird man hier schon im einstelligen Euro-Bereich, man kann aber für eine neigbare Wandhalterung mit Teleskoparm, die in der Lage ist, schwereres Gerät zu halten, auch dreistellige Beträge investieren. Gerade aber dem Gewicht sollte Aufmerksamkeit gezollt werden, denn ein 27-Zöller kann gut und gerne um die sieben Kilogramm auf die Waage bringen. Eine windige Halterung, eventuell in Verbindung mit kleinen Dübeln in einer wenig stabilen Wand, sorgt dann für einen Computer-Absturz der besonderen Art.

 

 

Parallelnutzung von Monitoren

Auch für Anwender, die zwei oder sogar drei Monitore parallel nutzen, gibt es Tisch- beziehungsweise Wandhalterungen, die eine ergonomische Platzierung erleichtern. Wie schon bei den 'normalen' Bildschirmen und Halterungen sichert die Einhaltung der VESA-Standards hierbei, dass die entsprechenden Montagegewinde und -bohrungen miteinander übereinstimmen.

 

Vorsicht sollten potenzielle Käufer walten lassen, wenn die Befestigung am Schreibtisch mittels einer Art Schraubzwinge erfolgt. Zwar betonen die Hersteller diese Zubehörs, dass man dadurch flexibel in der Platzierung sei - das Gewicht der Halterung plus dem von zwei Monitoren hat aber schon manch Tischplatte aus Pressspan an die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit gebracht. Besser sind daher meist reine Standlösungen, die aber über einen ausreichend großen und damit wackelsicheren Fuß verfügen sollten.

 

 

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