Mondsteinen - das Licht des Erdtrabanten eingefangen

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Das Licht des Erdtrabanten eingefangen - Ratgeber zum Kauf von Mondsteinen

Der Mondstein gilt als der Stein der Frauen und fasziniert die Menschen schon seit jeher. Sein durchsichtig bläulich-weißer Schimmer erinnert an seinen Namensgeber den Mond und verleiht ihm ein magisches Aussehen. Nicht nur als Schmuckstein, auch als Heil- und als Liebesstein findet dieser besondere Edelstein heute wie auch schon in der Antike seine Verwendung. Dieser Ratgeber vermittelt Ihnen alles Wissenswerte über diesen besonderen und beliebten Stein.

Die Namensgebung des Mondsteins und seine Handelsbezeichnungen

Der Mondstein erinnert nicht nur aufgrund seines Aussehens an den Mond, sondern auch durch seinen besonderen durchscheinenden Schimmer, der an das magische Mondlicht erinnert. In früheren Zeiten bezeichnete man den Mondstein auch als Selenit oder Marienglas. Heute gehören Steine dieses Namens allerdings zur Gipsgruppe. Den Mondstein Wasseropal zu nennen, ist nach der heutig gültigen Zuordnung ebenfalls falsch, da diese Bezeichnung lediglich einer Varietät des Opals den Namen gibt. Im Handel wird der Mondstein auch Ceylon-Opal oder Wolfsauge genannt. Mondsteine, die ein besonders starkes und auffälliges Lichtband aufweisen, nennt man Katzenaugen. Mondsteine mit einem hohen Eisenanteil und einer dadurch bedingten dunkleren Färbung werden als Rauchmondstein bezeichnet.

Der Mondstein als Liebesstein und Anzeiger der Mondbahn

Der Mondstein weckte schon in der Antike das Interesse der Menschen, die ihm eine magische Wirkung zuschrieben. Plinius der Ältere nahm im Mondstein die Bahnen des Erdtrabanten wahr und sagte, dass der Edelstein ein Bild des Mondes mit der täglichen Zu- oder Abnahme zeige. In arabischen Ländern und in Indien galt und gilt der Mondstein als Sinnbild der Liebe. Liebespaare legten den Stein unter ihre Zunge und hofften darauf, dass so ihre Leidenschaft erhöht wurde. Manche Frauen arbeiteten den Mondstein auch in ihr Nachtgewand ein. In den arabischen Ländern ist der Mondstein zugleich ein Symbol für alles Weibliche und steht für Fruchtbarkeit, Kinderreichtum und aufopferungsvolle Liebe. Reisende sollen durch den Mondstein geschützt werden. Auch als Kraftstein findet der magische Edelstein eine Verwendung, denn er soll die Mondenergie auf die Erde übertragen. Menschen, die im Juni geboren sind, soll der Stein zu Wohlstand und Glück verhelfen.

Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Mondsteins

Das Kristallsystem des Mondsteins ist monoklin und prismatisch. Der Edelstein besitzt eine Härte von 6-6,5 auf der Mohsschen Skala und verfügt über eine Dichte von 2,56-2,59. Die Spaltbarkeit des Steins ist vollkommen und sein Bruch ist muschelartig und uneben. Die Farbtönung des Steins reicht von milchig trüb, über Weiß, Gelb, Grün, Blau, Orangefarben bis zu Brauntönen und schwarz. Er weist einen blassen Schimmer auf und besitzt einen glasigen, seidigen Glanz. Die Strichfarbe des Mondsteins ist Weiß.

Der Mondstein wird der Mineralklasse der Gerüstsilikate zugeordnet und gehört hier zu Gruppe der Kalifeldspäte. Der Anteil an Eisen, Kalifeldspat oder Natronfeldspat richtet sich nach dem jeweiligen Fundort. Der Rauchmondstein erhält seine besondere Färbung durch einen hohen Eisenanteil. Der jeweilige Anteil an verschiedenen Feldspäten bestimmt die Zuordnung, so gibt es Labradorit-Mondsteine, Orthoklas-Mondsteine. Mikroklin-Mondsteine oder Albit-Mondsteine. Am häufigsten findet man den Orthoklas-Mondstein. Blaue Mondsteine besitzen einen hohen Albit-Anteil.

Woher der Mondstein stammt und wie er entsteht

Fundstätten des Mondsteins liegen vor allem in Indien, Sri Lanka, Brasilien, den USA, Madagaskar, Polen, Österreich und der Schweiz. Besondere Mondsteine mit Katzenaugeneffekt und vierstrahligen Sternen wurden vornehmlich in Indien gefunden.

Wie andere Feldspate kristallisiert der Mondstein aus magmatischen Restschmelzen. In der Entstehungsreihe der Feldspäte entsteht der Edelstein aus Sandinin. Während der Abkühlungsphase des Sandinins entmischen sich die Gesteine und der Mondstein bildet sich.

Typische Charakteristika des Mondsteins

Der meist monokline Mondstein besteht aus prismatischen Kristallen, die oft als Zwillingsverwachsungen auftauchen. Häufig findet man massige Aggregate und derbe Spaltstücke. Der Mondstein ist druckempfindlich, besitzt nur ein geringes spezifisches Gewicht und hat eine niedrige Lichtbrechung. Der typische Lichtschein des Edelsteins bildet sich an der feldspatcharakeristischen Lamellenstruktur und zieht sich in Wogen über den geschliffenen Stein.

Blau schimmernde Mondsteine werden häufig mit dem Labradorit verwechselt. Auch nicht besonders ausgeprägte Chalzedone, die sehr blass sind, werden manchmal als Mondsteine angeboten, allerdings sind diese im Gegensatz zu Mondsteinen nicht spaltbar. Es sind auch Mondsteinimitationen aus Glas, aus synthetischem Spinell und aus gebrannten Amethysten erhältlich. Erst eine mineralische Untersuchung kann die Echtheit eines Mondsteins nachweisen.

Die Verwendung des Mondsteins als Schmuckstein

Der Mondstein wird in der Regel nur geschliffen angeboten, denn nur so erhält er seinen besonderen Schimmer. Der Schliff ist oft mugelig und derart bearbeitete Steine findet man häufig in Anhängern, Ketten, Ohrringen oder Ringen. Die teuersten Mondsteine sind Steine mit einem kräftigen bläulichen Lichtschimmer.

Der Mondstein und seine Wirkung auf Geist und Seele

Als „Stein der Frauen” fördert der Mondstein vor allem die Weiblichkeit, die Liebe und eine warme und freundliche Ausstrahlung. Der Stein ist ein Symbol für Friedfertigkeit, Intuition, Sanftmut und Fruchtbarkeit und fördert diese weiblichen Eigenschaften. Er wirkt positiv auf die Entwicklung der Seele und fördert die Weisheit und Vernunft des Menschen. Auch bei seelischen Schwankungen wird der Edelstein oft zum Ausgleich eingesetzt. Der kühle Schein des Mondsteins soll beruhigen und seelische Wunden heilen. Eine Mondsteinkette getragen vor den Wechseljahren soll beispielsweise vor plötzlichen Stimmungsschwankungen schützen. Der Mondstein soll Träume beeinflussen und Schlafwandlern helfen. Er hilft dabei die Lebensfreude und Kreativität zu steigern und baut Ängste und Unsicherheiten ab. Zudem verleiht der Mondstein dem Träger eine positive Ausstrahlung und fördert die Selbstentfaltung und das Selbstbewusstsein. Legt man den Stein auf das Sakral-Chakra – und sofern man spirituellen Lehren etwas abgewinnt –, so offenbart der Mondstein wichtige verborgene Gefühle, wodurch emotionale Blockaden gelöst werden, was dazu führt, dass man sich nach der Behandlung entspannter und freier fühlt.
Der Stein hat vor allem bei Frauen einen positiven Einfluss auf die innere Einkehr bei der Meditation und hilft ihnen den Weg zu sich selbst zu finden. Er soll bei seelischen Wunden ausgleichend wirken und hilft jungen Mädchen weniger schüchtern im Umgang mit dem anderen Geschlecht zu sein. Auch emotionale Barrieren, die eine Schwangerschaft verhindern können, soll der Mondstein abbauen. Legt man den Mondstein auf das Hals-Chakra, so soll er einem eine angenehme und sanfte Stimme verleihen. Menschen, vor allem Frauen, die in den Tierkreiszeichen Krebs, Fisch oder Steinbock geboren wurden, profitieren besonders von der harmonisierenden, ausgleichenden und gleichzeitig stärkenden Wirkung des Mondsteins auf Körper, Geist und Seele.

Der Mondstein als Heilstein und sein Einsatz bei Krankheiten

Der Mondstein stärkt ganz allgemein das Immunsystem und hat einen positiven Einfluss auf die Schilddrüse und das Lymphsystem. Er lindert und beseitigt Stimmblockaden, wenn man ihn auf das Hals-Chakra auflegt und hilft so auch bei Erkrankungen der Schilddrüse. Schwangere Frauen werden durch den Mondstein beschützt. Er hilft gegen Schmerzen in der Schwangerschaft und lindert die morgendliche Übelkeit. Frauen, die stillen, können ihn auf das Dekolleté legen und so den Milchfluss fördern und Hormonschwankungen lindern. Menstruationsbeschwerden wie Schmerzen oder eine unregelmäßige Blutung können mit dem Mondstein behandelt werden.
Die Anwendung des Mondsteins soll auch Geschwüre der Gebärmutter und der Brüste verhindern können. Auch die Fruchtbarkeit der Frau wird durch den Edelstein gefördert. Der Mondstein stärkt allgemein die weiblichen Geschlechtsorgane und das Trinken des Wassers des Mondsteins wirkt positiv auf Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch die Erkrankungen der Milz können angeblich mit dem Mondstein behandelt werden. Im Bereich des Lymphsystems hat er eine harmonisierende Wirkung und beugt Schwellungen vor. Zudem regt er die Zirbeldrüse an und hat eine positive Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse.

Wie wird der Mondstein angewendet?

Um die heilende Wirkung des Mondsteins nutzen zu können, sollten Sie den Stein am Körper tragen oder auf bestimmte Stellen des Körpers legen. Manche Frauen nähen den Mondstein auch in ihre Kleidung ein. Eine Mondsteinkette fördert zum Beispiel das Selbstbewusstsein und gleicht emotionale oder hormonelle Schwankungen der Trägerin aus. Wenn Sie den Stein auf den Bereich der Eileiter und einen weiteren Mondstein auf das Vitalitäts-Chakra legen, können Sie damit Menstruationsbeschwerden lindern. Eine Auflage des Mondsteins auf das Grund-Chakra fördert beispielsweise die Funktion der Geschlechtsorgane. Störungen der Bauchspeicheldrüse können Sie lindern, indem Sie den Stein im Bereich des Nabel-Chakras anwenden. Wenn Sie den Edelstein auf die Haut oder die Haare auflegen, hat dies eine beruhigende und gleichzeitig stimulierende Wirkung.
Bei Schlafstörungen oder zur Linderung von Mondsüchtigkeit wird der Mondstein einfach für eine längere Zeit unter das Kopfkissen gelegt. So fördert der Stein auch das Träumen und die Erinnerung an die Träume der Nacht. Auch das Wasser des Mondsteins hat eine positive Wirkung. Für die Anwendung des Mondsteinwassers müssen Sie einen geladenen Mondstein längere Zeit in eine Karaffe mit Wasser legen, anschließend wird das Wasser dann getrunken. Das Wasser des Mondsteins hilft vor allem bei Magen-Darm-Problemen und bei Störungen der Milz. Der Mondstein wird als einziger Stein im Licht des zunehmenden Mondes oder des Vollmonds aufgeladen. Entladen Sie den Stein unter fließendem Wasser oder legen Sie ihn zur Reinigung über Nacht in eine Schüssel mit Wasser und Bergkristallen. Polierte Mondsteine können Sie auch in einer Schüssel mit Hämatittrommelsteinen aufladen. Rohe Mondsteine sollten dagegen immer im Mondlicht geladen werden.

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