Mondsteine - Tipps und Tricks zum Onlinekauf

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Mondsteine - Tipps und Tricks zum Onlinekauf

Was Sie vor dem Onlinekauf von Mondsteinen wissen sollten

Der Mondstein ist einer der begehrtesten Schmuck- und Heilsteine überhaupt. Mondsteine können Sie bequem von Zuhause aus eBay erwerben. Da das Onlineangebot an Mondsteinen allerdings riesig ist, und um Ihnen die gezielte Suche nach dem richtigen Stein zu erleichtern und zu beschleunigen, wird Ihnen hier Wissenswertes über Mondsteine vermittelt. Es wird Ihnen zum Beispiel mitgeteilt, was für ein Gestein der Mondstein genau ist und wie er geschliffen sein sollte, damit seine außergewöhnlichen Eigenarten in einem Schmuckstück vollends zur Geltung kommen. Ferner erfahren Sie etwas über die typischen Eigenschaften von Steinen aus den bedeutendsten Lieferländern. Darüber hinaus wird Ihnen gesagt, hinter welchen irreführenden Handelsbezeichnungen sich gar keine Mondsteine verbergen. Da dem Mondstein auch großer Erfolg als Heilstein bei typischen Frauenleiden nachgesagt wird, wird auch auf seine Verwendung in der Steinheilkunde eingegangen. Und damit Sie lange Freude an Ihrem Mondstein haben werden, erhalten Sie abschließend einige nützliche Tipps, wie Sie Ihren Mondschein richtig pflegen können.

Was sind Mondsteine?

Aufgrund seines silbrig-bläulichen Schillers, der an Mondlicht erinnert, wurde dem Mondstein sein mystischer und geheimnisvoller Name gegeben. Der Mondstein gehört als Adular, einer Varietät des Orthoklases, zu der Gruppe der Feldspate, die über 80 Prozent der Erdkruste bilden. Die Orthoklas-Varietät Adular hat ihren Namen von einer alpinen Fundstätte in den Schweizer Adula Alpen. Feldspate formen komplexe Mischkristallreihen zwischen den Endgliedern Albit und Anorthit und Albit und Orthoklas. Albit-Anorthit-Mischkristalle nennt man Plagioklase und Albit-Orthoklas-Mischkristalle Alkalifeldspate, zu denen der klassische Mondstein zählt. Mondstein ist monoklin, manchmal auch triklin. Er formt sich primär in Pegmatiten, das heißt in Gesteinshohlräumen. Er bildet keine Kristalle, sondern kommt in Form massiger Aggregate vor. Der Mondstein besteht aus einer Vielzahl von miteinander verwachsenen Lamellen. Sein silbriger oder bläulicher Schimmer kommt durch Lichtreflexion an diesen Lamellen zustande. Diesen weiß-bläulichen Schillereffekt bezeichnet man auch als „Adularisieren“ beziehungsweise „Adulareszens“. Gerade diese Adulareszens ist es, die den Mondstein so einzigartig macht, denn wenn man den Stein bewegt, gleitet sein Schimmer über seine gesamte Oberfläche. Die Mohshärte von Mondstein liegt bei 6 und seine Dichte bei 2,53 bis 2,56. Sein Glanz ist gläsern, sein Bruch muschelig und uneben. Er verfügt über eine perfekte Spaltbarkeit. Mondsteine gibt es in den Farbtönen weiß, grau bis schwarz, orange, braun und grünlich sowie auch farblos. Doch unabhängig von Ihrer Farbe haben Mondsteine immer einen hellen bis bläulichen Schimmer. Die Farbe des Schimmers hängt dabei von der Größe der inneren Strukturen eines Steins ab. Größere Spindeln bewirken einen weißen Schimmer und kleinere den gefragteren blauen Schimmer. Demzufolge werden Mondsteine mit blauen Lichtstreifen mit höherem Wert gehandelt, als die mit weißen, sowie dunkle Steine mit höherem Wert als helle.

Mondsteine stammen nicht vom Mond

Das einzige was dem Mond und dem Mondstein gemein ist, ist ihr Schimmer und der Name. Ansonsten ist der Mondstein ein sehr irdisches Gestein. Die wichtigsten Lagerstätten des Mondsteins liegen in Sri Lanka und Indien. Die feinsten Mondsteine kommen aus dem klassischen Lieferland Sri Lanka. Diese sind oft fast vollständig transparent bis milchig-weiß und weisen einen zart bläulichen Glanz auf. Manchmal haben sie auch sehr interessante Illmenit-Einschlüsse, die unter Vergrößerung einer Strickleiter ähnlich aussehen. Übrigens werden Mondsteine aus Sri Lanka im Handel auch Ceylon Mondsteine genannt. Die quantitativ ergiebigsten Mondsteinfundstellen befinden sich jedoch in Südindien. Mondsteine aus Indien haben einen trüberen Grundton und zeigen auf orangefarbigem, beigebraunem, grünem oder braunem Hintergrund wolkenartige Licht- und Schattenspiele. In Indien werden die orangefarbigen Mondsteine unter dem Namen „pink moonstone“ vermarktet. Indische Mondsteine zeigen auch häufig einen eindeutigen Katzenaugeneffekt. Zudem sind Sternmondsteine keine absoluten Raritäten. Dabei sind 4-strahlige Sterne üblich, aber gelegentlich sieht man bei schwarzen Sternmondsteinen auch 6-strahlige Sterne. Des Weiteren kommen Mondsteine auch aus den USA, Australien, Madagaskar, Brasilien, Myanmar, Tansania sowie aus alpinen Vorkommen in Österreich und in der Schweiz. Extrem selten kommt beim Zillertaler Mondstein der außergewöhnliche Schiller-Umkehreffekt vor. Bei dieser Rarität zeigt bei richtigem Schliff auf einer Hälfte eines Mondsteins der Schillereffekt, während die andere Hälfte glasklar erscheint. Wenn man den Stein etwas kippt, schlägt der Schiller zur anderen Hälfte um.

Vorsicht vor Fälschungen und Namensirreführungen beim Onlinekauf von Mondsteinen

Da echter Mondstein in Schmuckqualität rar ist, wird er oft imitiert. So sind Mondsteinimitate auf dem Markt, die aus Amethyst gebrannt oder aus synthetischem Spinell oder bläulich schimmerndem Kunstglas hergestellt wurden. Des Weiteren existieren im Handel gebräuchliche Bezeichnungen für andere Steine, die das Wort Mondstein beinhalten, aber gar keine Mondsteine sind. Lassen Sie sich deshalb beim Onlinekauf von den folgend genannten Handelsbezeichnungen nicht verwirren. Schwarzer Mondstein ist kein Mondstein, sondern eine veraltete Bezeichnung für Labradorit. Unter dem Namen Regenbogenmondschein wird auch heute noch weißer Labradorit vermarktet. Labradorite gehören auch zur Familie der Feldspate, aber zu den Albit-Anorthit-Mischkristallen. Auch Kanadischer Mondstein ist kein Mondstein, sondern Albit-Kristall, das auch über Glasglanz verfügt. Er existiert ebenfalls in denselben Farben wie echter Mondstein, sieht aber optisch wie ein versteinertes Eiskristall aus. Die Handelsbezeichnungen Blauer Mondstein oder Kalifornischer Mondstein stehen für Chalcedon mit blauem Lichtschimmer. Chalcedon ist ein Opalbegleiter und eine Varietät des Minerals Quarz. Zudem sehen die Steine Chalcedon, Labradorit und Bytownit echten Mondsteinen auch zum Verwechseln ähnlich. Frühere Namen für echte Mondsteine waren Frauenstein, Hecatolith, Ceylon-Opal, Wasseropal und Wolfsauge. Sollten Sie bei Ihrer Online-Suche nach einem Mondstein auf diese Bezeichnungen stoßen, dann können Sie davon ausgehen, dass dahinter wahrscheinlich echte Mondsteine stecken.

Mondsteine in Schmuckstücken

Mondsteine sind heiß geliebte Schmucksteine. Egal ob in einen Ring, einen Kettenanhänger, ein Collier, in Ohrringe usw. eingearbeitet, sind Mondsteine immer ein absoluter Blickfang und lassen seine Trägerinnen in schimmerndem, sinnlichem und zartem Glanz erscheinen. In der Schmuckfertigung werden in der Regel Mondsteine mit Spaltrissen verwendet. Das wunderschöne Schillern eines Mondsteins ist zwar auch in ungeschliffenem Zustand erkennbar, aber durch entsprechende Schliffe wird es erst vollends ins Rampenlicht gerückt. Traditionell werden Mondsteine im Cabochon-Schliff geschliffen, wodurch durch die Lammellenstruktur ein edler Glanz erzeugt wird, bei dem das Schillern des Mondsteins auf seiner gesamten Oberfläche optimal wirken kann. Bei Mondsteinen wird auch des Öfteren eine Sonderform des Cabochon-Schliffs mit viereckiger Grundfläche angewandt. Einen hochwertigen Mondstein können Sie an seiner ebenmäßigen, aber nicht zu flachen Form identifizieren. Seit geraumer Zeit gewinnen aber auch bei transparenten Mondsteinen Facettenschliffe an zunehmender Beliebtheit. Auch im Facettenschliff lässt sich bei einem Mondstein eine schöne Wirkung entfalten und die dem Stein innewohnende Brillanz kann mit dieser Schliffart besonders hervorgehoben werden. Mondsteine als Schmucksteine sind mit verschiedensten Karaten im Handel, so sind sie für jedes Budget erschwinglich. Mit zunehmender Steingröße werden jedoch hochwertige Edelsteine seltener, was sich im Preis dieser widerspiegelt. Durch ihren weiß-bläulichen Schiller wirken Mondsteine besonders attraktiv und harmonisch, wenn sie in weiße Edelmetalle wie Platin, Weißgold und Silber oder in Titan gefasst werden. Am weitesten verbreitet ist die Kombination Silber mit Mondstein. Absolute Hingucker sind auch schillernde Edelsteinketten aus Mondstein sowie Mondsteinarmbänder aus facettierten Mondstein-Linsen oder Mondschein-Kugeln, die Sie ebenfalls bei eBay finden können.

Mondsteine können auch als Heilsteine gekauft werden

Mondsteine sind nicht nur stark nachgefragte Schmucksteine, sondern auch begehrte Heilsteine. In der Steinheilkunde finden sie vor allem als Trommelsteine, Handschmeichler, Anhänger sowie Ketten Anwendung. Gerade für Heilzwecke sollen Kugel- oder Linsenketten aus Mondsteinen ein besonders starkes positives Energiefeld aufweisen. Mondsteine sollen vor allem für Frauen eine hohe Heilkraft haben. Deswegen werden sie in der Steinheilkunde für viele typische Frauenleiden eingesetzt. Mondsteine bringen den weiblichen Hormonhaushalt in Ordnung. Sie verringern nachhaltig Menstruationsbeschwerden und fördern die Fruchtbarkeit. Zudem sollen sie eine Frau beschwerdefrei durch die Wechseljahre bringen und Osteoporose vorbeugen. Allgemein regt der Mondstein den Stoffwechsel an und wirkt sich positiv auf das Lymphsystem und das Immunsystem aus. Auch Bauchspeichel- und Schilddrüse profitieren von der heilsamen Energie des Mondsteins. Darüber hinaus sollen Mondsteine auch die Psyche stärken. Sie zeigen beruhigende Wirkung bei seelischem Stress und Angstzuständen und sorgen allgemein für eine stimmungsaufhellende Wirkung. Damit man die Heilkraft des Mondsteins voll ausschöpfen kann, ist es allerdings wichtig, ihn über einen längeren Zeitraum auf der Haut zu tragen. In Verbindung mit Silber soll er noch effektiver sein, da sich beide Materialen gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Diese Kombination ist jedoch nicht für Menschen geeignet, die eine Nickelallergie haben. In diesem Fall muss man alleine auf den Mondstein vertrauen. Ferner wird aus Mondstein in der Steinheilkunde auch als Edelsteinwasser oder Essenz angesetzt und innerlich eingenommen. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass es keine wissenschaftlichen Belege für die angeblichen physischen und psychischen Heilwirkungen von Mondstein gibt, doch der Glaube an sie weit verbreitet ist.

Tipps und Tricks zur Pflege von Mondsteinen

Da der Mondstein keine schnellen Temperaturwechsel und starke Hitze verträgt, sind beide Situationen zu vermeiden, damit seine einzigartige Eigenschaft des Adularisierens nicht verloren geht. Auch Säuren und Laugen mag der Mondstein nicht, weshalb Mondsteinringe und –armbänder vor Hausarbeiten mit Haushaltsreinigern am besten abgelegt werden sollten. Sollte ein Stein jedoch matt geworden sein, kann ihn ein Juwelier nachpolieren und anschließend wird er wieder schimmern wie am ersten Tag. Weil der Mondstein perfekt spaltbar ist, ist er sehr druckempfindlich. Deshalb sollten Schmuckstücke mit Mondsteinen vorsichtig getragen werden und keinen Druckbelastungen und Schlägen ausgesetzt werden. Mondsteine sollten hin und wieder gereinigt werden, um sie von Cremeresten und Hautfett zu befreien. Dabei dürfen Mondsteine nicht mit Ultraschall gereinigt werden. Am besten säubert man sie unter fließendem, kalkfreiem und lauwarmen Wasser oder mit sauberem Regenwasser. Einmal im Monat sollte der Mondstein auch entladen und wieder aufgeladen werden. Frauen sollten diesen Vorgang unmittelbar nach der Menstruation vornehmen. Zum Entladen kann man Mondsteine in eine Schale mit Hämatitsteinen legen und zum Aufladen kann man sie in die Morgen- oder Abendsonne legen. Besser noch ist es, sie über Nacht unter den Mond zu legen, damit sie sich so mit der energiereichen Kraft des Mondes vollsaugen. Selbstverständlich eignet sich hierzu Vollmond am besten.

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