Moderne Anrufaufzeichnung: Telefon mit integriertem Anrufbeantworter oder separates Gerät?

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Moderne Anrufaufzeichnung: Telefon mit integriertem Anrufbeantworter oder separates Gerät?

Nicht immer ist man telefonisch erreichbar, und manchmal möchte man es vielleicht auch gar nicht sein. Trotzdem sollen wichtige Nachrichten natürlich ankommen. Dafür gibt es Anrufbeantworter. Der Anrufer kann darauf sprechen, Nachrichten und Rückrufbitten hinterlassen, und Sie entscheiden selbst, ob und wann Sie dieses Telefonat führen möchten.

Digitale Sicherung der Nachrichten

Während alte Anrufbeantwortermodelle noch mit Datenkassetten analog die Nachrichten aufgenommen haben, übernimmt diese Aufgabe in modernen Geräten ein digitaler Speicherchip. Damit entfällt auch das oft lästige Rückspulen und Löschen des Bandes in der Kassette.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle von Anrufbeantwortern, die teilweise auch noch sehr nützliche Zusatzausstattungen bieten. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, Nachrichten über eine Voice-Box oder einen im Telefon integrierten Anrufbeantworter aufzeichnen zu lassen. Ein wenig Hintergrundwissen über die Technik und ihre verschiedenen Möglichkeiten kann also die Auswahl des individuell richtigen Anrufbeantworters deutlich erleichtern.

Gute Gründe, die für einen separaten Anrufbeantworter sprechen

Wer kein Telefon mit integriertem Anrufbeantworter hat, hat kaum eine andere Möglichkeit, als ein separates Gerät anzuschaffen. Die Kosten sind relativ gering. Richtet man eine Voice-Mobilbox ähnlich wie beim Handy ein oder lässt Gespräche bei Abwesenheit auf das Handy umleiten, entstehen Gebühren, die die Anschaffungskosten des Anrufbeantworters schnell übersteigen. Für die Auswahl des richtigen Anrufbeantworters sollte man allerdings mit den technischen Einzelheiten vertraut sein. Ganz wichtig ist dabei die Speicherkapazität. Es gibt relativ preiswerte Einsteigergeräte, die allerdings meist nicht einmal 15 Minuten Aufzeichnungskapazität haben. Ist man oft außer Haus, ist die Speicherkapazität hier schnell erschöpft.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass genügend Gesprächsaufzeichnungszeit gegeben ist, wenn Sie einen Anrufbeantworter kaufen. Es gibt digitale Speicherchips, die bis zu vier Stunden aufzeichnen können. Geräte mit einer so hohen Kapazität sind allerdings teurer als die Anrufbeantworter, die nur wenig Speicher bieten.

Kriterien für die Auswahl des externen Anrufbeantworters

Neben der Speicherkapazität gibt es eine Reihe von Qualitätsmerkmalen bei externen Anrufbeantwortern, die eine Kaufentscheidung beeinflussen. Dazu gehören unter anderem

  • die Tonqualität,
  • die Anzahl der möglichen Ansagetexte,
  • die Anzeige von eingegangenen Nachrichten,
  • die Länge der Anruferliste,
  • die Möglichkeit der Fernabfrage und
  • die Fernsteuerung.

Um eine höhere Speicherkapazität bieten zu können, werden die aufgenommenen Töne komprimiert. Mit zunehmender Kompression wird allerdings die Tonqualität in der Regel schlechter. Es können durchaus auch Störgeräusche entstehen, die die Nachrichten schwer verständlich machen.

Kauftipp: Achten Sie beim Kauf darauf, ein Gerät auszuwählen, das ohne Kompression arbeitet. So können Sie sicher sein, eine gleichbleibend gute Tonqualität zu haben. Die Verschlechterung der Tonqualität wirkt sich nämlich auch auf den Ansagetext aus. Ein Anrufbeantworter ist aber so etwas wie eine akustische Visitenkarte und sollte deshalb stets einwandfrei klingen.

Welche Ansagetexte sollten aufgesprochen werden können?

Ein Anrufbeantworter sollte mindestens zwei verschiedene Ansagetexte aufnehmen können. Damit haben Sie die Möglichkeit, einen Text aufzusprechen, der um das Hinterlassen von Nachrichten bittet und anschließend die Speicherfunktion zuschaltet. Ein weiterer Text könnte lediglich eine kurze Abwesenheitsmitteilung enthalten, ohne dass jedoch der Anrufer Nachrichten auf den Anrufbeantworter aufsprechen kann. Bedenken Sie nämlich, dass ein Anrufer, der eine Nachricht hinterlässt, einen Rückruf erwartet – sollten Sie den Anrufbeantworter absehbar länger nicht abhören, sollten Sie auf die Abwesenheitsmitteilung zurückgreifen.

Professionelle Anrufbeantworter in der eher höheren Preiskategorie erlauben sogar mehrere verschiedene Texte, die ganz nach Bedarf über ein Display ausgewählt werden können.

Bequeme Benachrichtigungen und Abfragemöglichkeiten

Grundsätzlich sollten Sie optisch erkennen können, ob jemand auf Ihren Anrufbeantworter gesprochen hat. Dafür werden meist blinkende LEDs eingesetzt. Komfortabel ist das Aufzeichnungsgerät, wenn es eine Liste der letzten Anrufer – wo es möglich ist, mit Rufnummer – abspeichert. So können Sie auch die Anrufer identifizieren, die keine Nachricht auf Ihrem Anrufbeantworter hinterlassen haben.

Wenn Sie häufig außer Haus sind, ist eine Fernabfragemöglichkeit über das Telefonnetz wichtig. Für solche Abfragen erhalten Sie einen Zugriffscode, den Sie allerdings so rasch wie möglich individuell ändern sollten. Denn die Zugriffscodes sind häufig relativ einfach strukturiert und so hätten Unbefugte die Möglichkeit, Ihren Anrufbeantworter abzuhören. Mit einem individuellen Zifferncode ist das weitaus schwieriger.

Sehr komfortabel sind externe Anrufbeantworter, die sich ganz einfach über die Telefonleitung steuern und auch programmieren lassen. Das macht Löschvorgänge und auch das Ein- und Ausschalten des Anrufbeantworters aus der Ferne sehr viel leichter.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass der Anrufbeantworter sowohl für die Nah- als auch für die Fernabfrage über eine Datums- und Zeitfunktion verfügt. Ist das der Fall, wird Ihnen beim Abhören der Nachricht gleich mitgeteilt, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit die Mitteilung hinterlassen wurde. Bei einer solchen Funktion ist es wichtig, dass die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt automatisch erfolgt.

Kosten sparen bei der Fernabfrage

Wenn es möglich ist, sollten Sie bei Ihrem Anrufbeantworter eine sogenannte Fernvorabfrage-Funktion einrichten.

Normalerweise nimmt der Anrufbeantworter eine Nachricht nach einer von Ihnen vorher bestimmten Anzahl von Klingeltönen entgegen. Wenn jedoch die Fernvorabfrage-Funktion aktiviert ist und eine Nachricht vorliegt, reagiert der Anrufbeantworter schon nach dem zweiten Klingelton. Rufen Sie also von außerhalb an, um Nachrichten abzufragen, und das Gerät klingelt häufiger als zwei Mal, können Sie beruhigt wieder auflegen. Dann liegt noch keine Mitteilung vor, und Sie können sich die Telefonkosten für die Abfrage sparen.

Übrigens: Professionelle Anrufbeantworter können per E-Mail oder SMS eine Nachricht an einen festgelegten Empfänger versenden, wenn sich Nachrichten im Speicher befinden. Das verursacht allerdings Kosten. Um diese Funktion nutzen zu können, muss der Anrufbeantworter einen Zugang zum Internet haben. Ansonsten wird auch der E-Mail-Versand über das Mobilfunknetz veranlasst.

Das Für und Wider der netzinternen Anrufbeantwortung (Voice-Box)

Für einen netzinternen Anrufbeantworter (Voice-Box) spricht, dass keine Anschaffungskosten anfallen. Dafür können aber Einrichtungskosten entstehen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man keinen zusätzlichen Platz für das Aufstellen des Anrufbeantworters und eventuell eine zusätzliche Steckdosenleiste benötigt.

Man sollte aber auch die Nachteile einer Netz-Mailbox berücksichtigen. Jeden Monat wird dafür – abhängig von den Tarifen des Festnetzbetreibers – eine Nutzungsgebühr fällig. Außerdem muss man selbst den Service anrufen, um vorhandene Nachrichten abzufragen. Ist das eigene Telefon nicht in der Lage, Anrufe auf der Voice-Box anzuzeigen, können so rasch auch wichtige Mitteilungen viel zu spät abgefragt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail oder SMS informieren zu lassen, wenn sich Nachrichten auf der Box befinden.
Allerdings fallen auch hierfür Gebühren in unterschiedlicher Höhe an. Beim Abhören der in der Voice-Box gespeicherten Nachrichten müssen ebenfalls normale Telefongebühren bezahlt werden. Wer eine Festnetz-Flatrate hat, muss sich über diese Kosten allerdings keine Gedanken machen.

Ein weiterer Nachteil ist ein gewisser Verlust an Komfort. Zunächst einmal können Gespräche nicht mehr entgegengenommen werden, wenn sich die Mailbox bereits eingeschaltet hat. Das beinhaltet gleichzeitig, dass man die Nachrichten nicht sofort mithören kann. Außerdem ist die Steuerung über die Telefontastatur umständlicher als die Bedienung eines externen Anrufbeantworters.

Manchmal hat ein „gemischtes Doppel“ Vorteile

Sowohl externe Anrufbeantworter als auch im Telefon integrierte oder die netzinterne Voice-Box haben Vor- und Nachteile. Manchmal ist es aber praktisch, diese Dinge miteinander zu kombinieren. So kommt man in den Genuss der Vorteile, ohne die Nachteile hinnehmen zu müssen.

Hierbei sollte man vor allen Dingen auf die Kombination externer oder im Telefon integrierter Anrufbeantworter mit einer Voice-Box ins Auge fassen. Ist man Zuhause, kann über den externen Anrufbeantworter die Nachricht gleich mitgehört werden. Die Entscheidung, ob man das Gespräch annimmt oder nicht, muss fallen, bevor die Nachricht zu Ende ist. Will man jedoch vom Telefonklingeln nicht gestört werden oder reicht die Speicherkapazität des Anrufbeantworters nicht aus, setzt man die Netz-Mailbox ein.

Praktisch sind natürlich auch im Telefon bereits integrierte Anrufbeantworter. Zunächst einmal fallen dafür, ähnlich wie bei der Voice-Box, keine zusätzlichen Anschaffungskosten an. Sie haben allerdings meist eine relativ eng begrenzte Aufzeichnungskapazität. Außerdem kann die Bedienung über die Telefontastatur durchaus gewöhnungsbedürftig sein. Wenn also kein Platzmangel besteht, scheint die externe Lösung immer noch die komfortabelste zu sein.

Praktische Zusatzausstattungen für interne und externe Anrufbeantworter

Besonders bei der Zusatzausstattung unterscheiden sich die vielfältigen Angebote von internen und externen Anrufbeantwortern ganz erheblich voneinander. In der Regel ist es auch so, dass die externen Aufnahmegeräte mehr Zusatzfunktionen bieten als die im Telefon integrierten Anrufbeantworter. Welche der nachstehend aufgezählten Funktionen für Sie wichtig sind, müssen Sie natürlich ganz individuell entscheiden.

Aktivierung des Anrufbeantworters

Die Aktivierung des Anrufbeantworters sollte individuell gestaltet werden können. Das bedeutet, man kann im Menü frei wählen, nach wie vielen Klingeltönen das Gerät das Gespräch entgegennimmt. Tipp: Der Anrufbeantworter sollte über eine automatische und zeitlich programmierbare Ein- und Ausschaltfunktion verfügen. So kann man Zeiträume, in denen der Anrufbeantworter nicht benötigt wird, selbst bestimmen.

Memo-Funktion

Eine Memo-Funktion erlaubt es, selbst Nachrichten aufzusprechen, die innerhalb des Hauses von Familienmitgliedern abgehört werden können. Das ist praktischer, als Zettel zu schreiben.

Raumüberwachung

Manche Anrufbeantworter bieten die Raumüberwachung an und können somit als Ersatz für ein Babyphone verwendet werden. Ist das Mikrofon auf eine hohe Empfindlichkeit eingestellt, nimmt es alle Geräusche auf. Aktiviert wird diese Funktion über das Telefonnetz, und die Anrufe zum Anrufbeantworter zum Abhören eventueller Geräusche sind kostenpflichtig.

Mitschneidefunktion

Praktisch ist eine Mitschneidefunktion, besonders wenn man häufig von unerlaubten Werbeanrufen gestört wird. Aber auch, wenn gerade kein Schreibzeug zur Hand ist, erlaubt diese Funktion, wichtige Nachrichten dauerhaft festzuhalten.

Anruffilter

Mithilfe des Anruffilters lassen sich bestimmte Rufnummer festlegen, deren Anrufe sofort auf den Anrufbeantworter umgeleitet werden sollen. Es ist aber auch möglich, bestimmten Rufnummern einen besonderen Anrufton zuzuordnen. Dieser Ton wird aber vom Anrufbeantworter abgegeben, nicht vom Telefon.

Vergleichen Sie anhand der Technischen Datenblätter auf den Webseiten der Hersteller die Vor- und Nachteile der einzelnen Anrufbeantworterversionen. So finden Sie mit Sicherheit das für Sie passende Modell.
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