Modellflugzeuge Silverlit & Co, Ready-to-Fly

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Tipps für Modellflug-Einsteiger

Anfang letzten Jahres bin ich in den Elektro-Modellflug eingestiegen und habe seither einiges an Erfahrung gesammelt. Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer von 15 Ready-to-Fly-Modellen (Elektro-Modelle, E-Segler, Hubschrauber) unterschiedlichster Größen und möchte gerne meine Erfahrung an Neueinsteiger weitergeben.

Das größte Angebot an preisgünstigen Einsteiger-Modellen bietet derzeit die Firma Silverlit. Alle Modelle sind relativ einfach zu fliegen, aber auch hier gibt es Unterschiede. Wärmstens empfehle ich aus dem Silverlit-Sortiment das Modell RC X-Twin Biwing (Doppeldecker)! Dieser ultraleichte Miniflieger macht selbst dem blutigen Laien nach kurzer Zeit Riesenspaß, den er fliegt langsam, was für den Anfang sehr wichtig ist. Trotzdem ist das Fliegen mit diesem Modell nicht langweilig, eine Akkuladung hält bis zu 20 Minuten, es reagiert präzise auf Lenkbefehle und übersteht auch Abstürze in aller Regel ohne Beschädigungen. Der Akku lässt sich (wie bei allen Silverlit-Modellen) innerhalb einer viertel Stunde direkt an der Fernsteuerung wieder aufladen. Man erreicht mit dem Doppeldecker erstaunliche Flughöhen, doch Vorsicht, weiter oben ist der Wind oft stärker und der Flieger treibt dann sehr schnell ab. Man sollte anfangs ohnehin nur bei Windstille fliegen. Ich musste meinen Biwing auch schon zweimal aus Baumkronen holen.

Faustregel: je schneller diese Modelle sind, desto schwieriger sind sie zu fliegen, desto mehr Erfahrung braucht man damit. Von einem Modell der Silverlit-Palette würde ich abraten: der Airlifter. Ich hatte 3 mal dieses Modell, musste es immerwieder umtauschen, da irgendwas nicht funktionierte. Außerdem ist dieser Flieger ziemlich schwerfällig und lässt sich nur mühsam steuern. Das macht nicht wirklich Spaß. Allerdings ist die Firma Silverlit sehr kulant und tauscht problemlos um.

In der größeren Klasse der RTF-Modelle ist die Auswahl an Typen und Herstellern schon wesentlich größer. Und die Preisspanne. Da ich diesen Ratgeber nur für Einsteiger schreibe, lasse ich mal die teueren Top-Modelle beiseite und erzähle über meine Erfahrungen mit Flugzeugen in der Preisklasse bis zu 50 Euro. Meine besten Erfahrungen habe ich mit dem FALCON HX 213 gemacht. Dieser Flieger hat eine Spannweite von immerhin 108 cm, erreicht schnell und mühelos ausreichende Flughöhe, um dann bei langsamer Sinkgeschwindigkeit seine Runden drehen zu. Zum Steuern und erneuten Steigen geht man wieder aufs "Gas", ich habe so bei guter Thermik schon Flugzeiten von fast einer Stunde erreicht. Und die Motoren sind stark genug, dass auch ein bisschen Wind nicht schadet. Nachteil ist die relativ lange Ladezeit des Flugakkus von bis zu vier Stunden über ein 230-V-Netzteil. Dieses Modell wird bei Ebay zum Sofortkaufen schon für rund 37 Euro angeboten, man kann es aber mit Glück auch noch billiger ersteigern.

Optisch ähnlich ist das Modell SUPER FLYWING II, aber dennoch nicht zu vergleichen mit dem oben beschriebenen Falcon. Die Flywing ist wesentlich schwerfälliger, kommt nur mühsam (wenn überhaupt) auf gute Flughöhe und der Akku meines Modell hält gerademal 5 Minuten. Vielleicht liegt es ja nur an meinem Exemplar, aber die Motoren scheinen mir zu schwach für diesen Typ mit 88 cm Spannweite. Aus diesem Grund kann ich nur abraten.

Mein derzeit größter E-Segler in der Billig-Klasse ist die WIND SPIRIT mit 155 cm Spannweite. Ich stufe es in die ARTF-(Almost-Ready-To-Fly)Klasse ein, denn es bedarf schon etwas Zeitaufwand und Geschick, dieses Flugzeug flugfertig zu machen. Wenn man dabei (wie ich) etwas verkehrt macht, hat man nur ein sehr kurzes Flugvergnügen, denn der Flieger ist alles andere als crash-resitent. Nach Bodenberührung einer Tragfläche kurz nach dem Handstart beim Jungfernflug konnte ich nur noch die Teile einsammeln und wieder nach Hause gehen. Mein Eindruck nach ca. 10 Sekunden Flugzeit: untermotorisiert, dadurch schwerfällig und schwer beherrschbar. Fazit: nichts für Anfänger! Aber auch erfahrene Modellflieger dürften mit diesem Flugzeug nicht allzu viel Spaß haben.

Alles in allem ist das Fliegen in der Klasse bis 50 Euro dennoch ein Riesenspaß, was ich nur weiterempfehlen kann. Ich werde auch weiterhin neue Modelle kaufen und ausprobieren und meinen Ratgeber von Zeit zu Zeit aktualisieren und erweitern. Ich hoffe, mit meinem Ratgeber potentiellen Einsteigern in den Modell-Flug weitergeholfen zu haben.  -  elmarheer

 

 

 

 

 

 

 

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