Mode ohne Tarnung: So kombinieren Sie Ihren Parka richtig

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Mode ohne Tarnung: So kombinieren Sie Ihren Parka richtig

Der Parka ist ein Mantel mit Geschichte. Lange Jahre vom Militär als zuverlässige Allzweckwaffe gegen Wind und Wetter eingesetzt, wurde er später zum Erkennungszeichen einer sich gegen das Establishment auflehnenden Jugendgeneration. Heute kommt der Parka etwas zahmer, aber nicht weniger cool daher und ist ein unverzichtbares Kleidungsstück für jedes modeaffine Geschöpf. Dieser Ratgeber zeigt, was den stylishen Mantel so besonders macht und wie Sie ihn in Ihre Garderobe integrieren.

Der Parka ist ein beliebter Klassiker unter den Jacken und Mänteln. Es handelt sich dabei um einen langen, häufig gefütterten Anorak mit Kapuze, die - je nach Modell - auch abnehmbar sein kann. Seinen Namen hat der Parka den Inuit zu verdanken, in deren Sprache "parka" soviel bedeutet wie "Hitze" und somit sehr gut den eigentlichen Zweck des Kleidungsstück widerspiegelt, nämlich das Warmhalten. Kennzeichnend für den Parka sind die geräumigen Taschen, die Kapuze, der weite, bequeme Schnitt und das oft herausnehmbare Innenfutter, das den Träger oder die Trägerin zuverlässig warmhält. Ursprünglich stammt der Parka aus Sibirien und Alaska und wurde später als praktisches Winterkleidungsstück hauptsächlich vom Militär getragen wie zum Beispiel in der US-Armee und auch in der Bundeswehr. Später fand sich der Parka vermehrt in den Kleiderschränken von Jugendlichen und Studenten wieder und war modisches Symbol einer revoltierenden Jugendkultur. Heutzutage ist der Parka fester Bestandteil der modernen Fashionwelt und wird in der Regel weder als militärisches Kleidungsstück noch als Symbol von Revolution und Rebellion getragen, sondern als stylishes und hippes Moderequisit, das Männer und Frauen gleichermaßen begeistert, aber vermehrt weibliche Anhänger findet. Parkas finden Sie in verschiedenen Preissegmenten. Ob Sie viel Geld ausgeben möchten oder sich für günstige Designermode entscheiden bleibt Ihnen überlassen. 

Alles andere als Tarnkleidung: So vielseitig ist der Parka

Früher kam er ausschließlich in gedeckten Tarnfarben daher und wies alle Schattierungen zwischen schmutzigem Olivgrün und dreckigem Dunkelgrau auf. Heute gibt es den Parka in jeder denkbaren Farbe. Zwar gehört das typische Military-Grün noch immer zu den beliebtesten Nuancen, aber längst haben auch andere Töne dem coolen Mantel ihren Stempel aufgedrückt. Unter weinroten, dunkelblauen, senfgelben, schwarzen, grauen, beigefarbenen und braunen Modellen findet garantiert jeder das Exemplar, das seinem persönlichen Geschmack, Style und der restlichen Garderobe entspricht.

Doch nicht nur in Sachen Farben haben Sie beim Parkakauf die Qual der Wahl, auch was den Schnitt, das Material und das Design angeht, ist die Welt der Parkas facettenreich, mannigfaltig und regelrecht überwältigend. Zwar ähneln sich Parkas generell sehr im Schnitt, aber inzwischen gibt es Modelle in verschiedenen Längen, taillierte Passformen und Oversized-Looks, weitere und engere Macharten. In Sachen Ausstattung haben Parkas die unterschiedlichsten Details und Applikationen zu bieten. Der eine kommt mit fester Kapuze daher, der nächste mit einer abnehmbaren und der übernächste ganz ohne. Das eine Modell ist gefüttert, der andere nicht. Von Reißverschlüssen über Knöpfe, die Anzahl der Taschen, Fellapplikationen und Kordeln gibt es bei diesem Jackenmodell wirklich so ziemlich jede Spielart. Ebenso unterschiedlich fallen die Materialien aus. Es gibt leichte Nylonparkas und richtig dick gefütterte, wasserfeste und Segeltuch-Parkas, Daunenparkas und Baumwollparkas. Das Angebot ist schlichtweg riesig.

Beim Kauf eines Parkas sollten Sie sich also zuerst überlegen, welchen Zweck das gute Stück für Sie ganz persönlich erfüllen soll. Brauchen Sie den Parka als zuverlässige Funktionsjacke, die Sie bei Wind und Wetter warm und trocken hält, oder sind Sie eigentlich nur auf der Suche nach einem schicken Mantel, der in erster Linie stylish aussehen, den aktuellen Trends entsprechen und zum Rest Ihrer modischen Garderobe passen soll? Je nachdem, wie Ihre Antwort ausfällt, können Sie die breite Angebotspalette in Sachen Parkas für sich selbst schon einmal einschränken.

Der richtige Parka für jede Figur

Die Frage, für welche Art von Parka Sie sich entscheiden, hängt nicht nur von Ihrem persönlichen Geschmack, Ihren Ansprüchen, dem Budget und Ihrem Alltag ab, sondern auch von Ihrer Figur. Denn auch wenn jede Frau einen Parka tragen kann, steht nicht jedes Modell wirklich jeder Dame gleich gut. Wenn Sie das Optimum aus Ihrem Parka-Look herausholen und mit Ihrem neuen Lieblingsmantel überall einen stilsicheren Auftritt hinlegen wollen, sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, das Ihrer Figur schmeichelt, zu Ihnen passt, Ihre Schokoladenseiten betont und eventuelle Problemzonen geschickt verschwinden lässt.

Der perfekte Parka für Frauen mit X-Figur

Sie haben sowohl reichlich Brust als auch Po und dazwischen eine schmale Taille? Dann gehören Sie zum sogenannten X-Figurtyp. Mit Ihrer beneidenswerten Sanduhrfigur sollten Sie alles daran setzen, Ihre ausgewogenen Proportionen zu betonen. Bei der Suche nach einem Parka ist es für Sie also unbedingt ratsam, zu einem taillierten Modell zu greifen. Sehr viele Parkas haben auf Taillenhöhe einen Kordelzug, der die Körpermitte wunderbar in Szene setzt - eine optimale Konstellation für Sie und Ihre Kurven. Von übergroßen, gerade geschnittenen und formlosen Oversized-Parkas sollten Sie hingegen die Finger lassen, denn diese lassen Sie schnell unförmig und unnötig klobig wirken.

Der perfekte Parka für Frauen mit H-Figur

Wenn Sie wenig weibliche Rundungen haben und einen eher androgynen Körperbau, können Sie wunderbar lässige Parkas und Oversized-Modelle tragen und somit einen coolen, lässigen Look kreieren. Aber auch für Sie sind taillierte Mäntel eine gute Idee, denn mit dem Kordelzug im Taillenbereich bringen Sie den Parka auf Figur und sorgen so für feminine Kurven, wo eigentlich nicht viele sind. Große Taschen sowohl im Brust- und Hüftbereich bringen ebenfalls ein bisschen Volumen an die richtigen Stellen.

Der perfekte Parka für Frauen mit O-Figur

Sie sind eigentlich ziemlich schlank und haben beneidenswerte Beine, aber um die Körpermitte herum sind Sie etwas fülliger? Als Frau mit O-Figur können Sie darauf achten, Ihre Schokoladenseiten, nämlich Ihre Beine und Arme, in Szene zu setzen und die Problemzonen um Bauch und Hüfte geschickt zu kaschieren. Dabei helfen Ihnen weit geschnittene, aber nicht zu lange Parkas, die die Körpermitte umspielen. Auf zu große Taschen verzichten Sie lieber. Rollen Sie stattdessen gerne die Ärmel auf und lenken Sie so den Blick weg vom Bauch. Generell sollten Sie zu Parkas in dunklen Farben greifen, die zusätzlich kaschieren.

Der perfekte Parka für Frauen mit A-Figur

Sie gehören zum A-Figurtyp, wenn Ihre obere Körperhälfte deutlich schmaler ist als die untere. Ihre Hüften und Beine sind kräftig, der Oberkörper hingegen schlank. Bei der Wahl Ihrer Kleidung sollten Sie versuchen, die Proportionen möglichst auszugleichen, das heißt, den Oberkörper zu betonen. Beim Parkakauf wäre es für Sie ideal, zu einem Modell zu greifen, das im Hüftbereich keine großen, auffälligen Taschen hat. An der Brust hingegen sorgen aufgenähte Taschen und auffällige Details für das dringend benötigte Volumen. Mit großen Kragen oder Fellkapuzen lenken Sie zusätzlich die Blicke in die richtige Richtung und weg von möglichen Problemzonen.

Style-Guide: den Parka richtig kombinieren

Nicht nur Ihre Figur, sondern auch Ihr Modegeschmack und Ihr Stil sind ausschlaggebende Faktoren beim Kauf eines Parkas. Je nachdem, welcher Fashiontyp Sie sind, wie Ihre restliche Garderobe gestaltet ist und wie Ihr Alltag aussieht, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, den Parka in Ihr Outfit zu integrieren und ihn Ihrem Style gemäß zu interpretieren. Generell gilt: Ein Parka ist von Natur aus eher lässig und wirkt nie overdressed. Wenn Sie sich also eher in schicker Kleidung wohlfühlen, aber dennoch nicht auf die Coolness dieses Trendmantels verzichten möchten, entscheiden Sie sich am besten für eine elegantere Version des Parkas mit glänzendem Stoff, Pelzbesatz und Tunnelzug im Taillenbereich.

Mit seinem robusten und lässigen Äußeren ist der Parka wie geschaffen für legere Freizeit-Looks. Wenn Sie der sportlich natürliche Modetyp sind, kombinieren Sie den coolen Mantel zu Ihrer Lieblingsjeans, Sneakern oder Biker Boots, tragen eine lässige Umhängetasche und eine coole Beanie-Mütze dazu und sind so gewappnet für kalte Tage. Das Tolle: Unter dem weit geschnittenen Parka haben dicke Wollpullis und Strick-Cardigans im Lagen-Look Platz. Frieren werden Sie so ganz sicher nicht. Und in der wärmeren Jahreszeit tragen Sie den Parka einfach ohne Futter und über dem T-Shirt.

Klassische Accessoires zum Parka? Kein Problem!

Sie können den Parka allerdings nicht nur lässig cool, sondern auch klassisch elegant interpretieren. Das glauben Sie nicht? Zwar wird diese Art von Mantel wohl nie den klassischen Trenchcoat ersetzen oder im konservativen Büroalltag als Blazerersatz fungieren, aber wenn Sie gerne elegant unterwegs und auf der Suche nach einem Kleidungsstück sind, das Sie ein wenig lässiger erscheinen lässt, sind Sie mit einem Parka gut beraten. Entscheiden Sie sich ruhig für ein Modell in klassischem Schwarz, das zu allem passt und weniger robust wirkt. Sie können Ihren neuen Parka problemlos zu Bleistiftrock und Kaschmirrolli kombinieren und ebenso über dem Businesskostüm tragen. Wer denkt, Parkas, Pumps und Perlenohrringe passen nicht zusammen, hat sich ebenfalls getäuscht. Im Gegenteil: Die klassischen Accessoires bilden einen spannenden Kontrast zum etwas gröberen Parka und sorgen dafür, dass Sie auf keinen Fall bieder und langweilig wirken.

Stilbruch? Ja, bitte!

Für Kontraste und Stilbrüche ist der Parka sowieso wie geschaffen. Trendsetterinnen lieben zum Beispiel die Kombination von Parka und Blümchenkleid. Frei nach dem Motto "hart trifft auf zart" werden hier besonders maskulin gestaltete Parkas zu sehr femininen Kleidungsstücken getragen. Chiffonkleider, Volantröcke, Spitze, Blümchen und Rüschen treffen auf olivgrüne Military-Mäntel und sorgen so für einen richtig hippen und spannenden Look. Die Accessoires dazu dürfen dabei entweder in die eine oder aber in die andere Richtung gehen, beides zusammen wäre zu viel des Guten. Sie sollten sich also entscheiden - entweder robuste Biker Boots, Jutebeutel und Strickschal oder Pumps, große Ohrringe, Seidentuch und Handtasche.

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