Mobile Tischleinwände für Beamer im Test: Verarbeitung, Handling, Bildschärfe

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Mobile Tischleinwände für Beamer im Test: Verarbeitung, Handling, Bildschärfe

Mobile Tischleinwände lassen sich nahezu überall aufstellen und sind vor allem für ein kleines Publikum geeignet, da ihre Bilddiagonale mit der von großen Leinwänden nicht mithalten kann. Soll sie aber auch nicht, denn Tischleinwände sind für den mobilen Einsatz gemacht und daher besonders kompakt. Die Produkte sind geeignet, um das von Videoprojektoren erzeugte Bild abzubilden.

Was sind Videoprojektoren?

Videoprojektoren werden umgangssprachlich als Beamer bezeichnet. Sie produzieren Bilder, die dann in vergrößerter Form auf eine Leinwand projiziert werden können. Neben klassischen Beamern und Hochleistungsprojektoren gibt es Geräte für den mobilen Einsatz.

Ein perfektes Paar: Tischleinwand und Mini-Beamer

Wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer einen Film auf einer Leinwand anschauen möchten, muss es nicht gleich ein Beamer für mehre tausend Euro sein. Stattdessen können Sie einen leichten und handlichen Mini-Beamer einsetzen, der in fast jede Tasche passt. Auch in Gesprächen mit Geschäftspartnern oder bei Präsentationen sind Mini-Beamer in Kombination mit Tischleinwänden unschlagbar.

Geringes Gewicht, großer Nutzen

Mini-Beamer haben nur ein geringes Gewicht und passen sogar in Aktentaschen. Wenn keine Tischleinwand zur Hand ist, können Sie das Bild auch einfach an eine möglichst glatte weiße Wand projizieren. Es ist immer noch einfacher, eine Präsentation zu halten und eine Leinwand in Ihre Erklärungen mit einzubeziehen, als sich hinter einem Laptop-Bildschirm zu verstecken und keine visuellen Orientierungspunkte zu schaffen. Auf der Leinwand können Zuhörende Stichworte ablesen, Tabellen anschauen und sich so an einigen wichtigen Punkten orientieren.

Mini-Beamer müssen nicht zwangsläufig an einen Laptop oder PC angeschlossen werden. Viele Modelle sind mit Apple-Produkten kompatibel, sodass Sie zum Beispiel Ihr iPhone anschließen und von diesem das Bild übertragen können. Dies klappt häufig auch mit anderen Smartphones. Wenn Sie Ihr Handy anstelle eines Laptops zur Präsentation nutzen, sinkt das Transportgewicht der für eine Präsentation benötigten Produkte noch weiter.

Doch nicht nur Präsentationen können auf einer Tischleinwand gezeigt werden. Auch Fotos und Videos rücken Sie so ins rechte Licht. Diese können Sie zum Beispiel von einem USB-Stick übertragen, direkt von Ihrem Laptop zeigen oder ebenfalls Ihr Smartphone zur Präsentation nutzen.

Abstriche in punkte Bildqualität

Wenn Sie einen Mini-Beamer zusammen mit einer Tischleinwand einsetzen, dürfen Sie keine Höhenflüge in puncto Qualität erwarten. Für eine erstklassige Bildqualität sind die kleinen Beamer meistens zu schwach, was bewirkt, dass Kontraste und Helligkeit nicht besonders stark sind. Nutzen Sie eine Tischleinwand allerdings mit einem herkömmlichen Beamer, können Sie auch eine hervorragende Bildqualität erwarten. Prinzipiell hängt diese nämlich in erster Linie vom verwendeten Projektor ab. Ist dieser hochwertig und erzeugt eine entsprechende Schärfe, wird diese auch auf der Leinwand wiedergegeben. Tischleinwände haben nur eine gewisse Bilddiagonale, weshalb das projizierte Bild in einigen Fällen verkleinert werden muss.

Vorteile von Tischleinwänden

Der große Vorteil von Tischleinwänden liegt in ihrer Mobilität. Sie lassen sich problemlos und ohne großen Aufwand von A nach B transportieren – was bei Flachbildschirmen nicht der Fall ist. Daher können Tischleinwände an verschiedensten Orten eingesetzt werden. Auf einer Gartenparty, im Wohnzimmer oder im Büro machen sie eine gute Figur. Selbst im nächsten Park können Sie aufgestellt werden, wenn zum Beispiel ein Fußballspiel läuft.

Wie funktionieren Tischleinwände?

Die meisten Tischleinwände funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Sie haben einen Tragegriff, mit dessen Hilfe sie einfach transportiert werden können. Der Griff ist an einem Koffer installiert, in dem sich eine zusammengerollte Leinwand befindet. Wenn Sie die Sicherungen entfernen, können Sie den Kasten öffnen und die Rolle am Tragegriff nach oben ziehen. Dann platzieren Sie die Leinwand auf den ausklappbaren Füßen – und schon steht das Produkt. Andere Modelle stehen direkt in ihrem Tragekoffer, an dem sich zwei ausklappbare Füße befinden, die zusätzliche Standfestigkeit bieten.

Bei einigen Tischleinwänden gibt es sogenannte Zwischenstellungen, sie können also nur zu einem Teil ausgezogen werden, wenn nur eine halbe Öffnung der Leinwand ausreicht.

Für den Transport der Tasche ist in vielen Fällen nicht nur ein Tragegriff vorhanden, sondern auch eine Tasche. Meistens ist diese mit einem langen Tragegurt ausgestattet, den Sie sich umhängen können. So haben Sie die Möglichkeit, die Tischleinwand auf dem Rücken zu transportieren und dabei beide Hände freizuhaben.

Sicherer Transport

Eine Umhängetasche ist zwar praktisch, doch je häufiger eine Leinwand transportiert wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit anderen Gegenständen in Berührung kommt und aneckt. Dellen oder Kratzer im Transportkoffer sind die Folge. Damit Ihre Mini-Leinwand geschützt wird, lohnen sich Transportkoffer mit Teppichverkleidung. Die Verkleidung dämpft Stöße ab und sorgt für einen sicheren Transport.

Lichtundurchlässige Rückseiten – der Gain-Faktor

Damit die Kontrastwahrnehmung vom projizierten Bild besonders hoch ist, haben sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Die Rückseiten der Leinwände sind schwarz und lichtundurchlässig, sodass eine maximale Lichtausbeute gewährleistet wird. Fast alle Leinwände bestehen aus beschichtetem PVC. Wenn der Leuchtdichtfaktor bei 1 bis 1,5 Gain liegt, ist sogar ein nahezu uneingeschränkter Betrachtungswinkel möglich.

Der Gain-Faktor ist übrigens ein Qualitätsmerkmal bei Leinwänden, denn er bezeichnet die Reflexionseigenschaft des Tuchs. Je höher der Gain-Faktor, desto heller erscheint das Bild. Leinwände mit hohem Gain-Faktor werden vor allem in Konferenz- oder Schulungsräumen eingesetzt. Dort spielt weniger die Farbtreue als viel mehr die Helligkeit eine Rolle. Für Ihr Heimkino sollten Sie ein mattweißes Tuch wählen, das in etwa einen Gain-Faktor von 1,0 bis 1,5 hat.

Einsatzorte von Tischleinwänden

Bei Präsentationen muss ein Raum nur mäßig dunkel sein. Möchten Sie aber Diashows oder Filme auf Ihre Tischleinwand projizieren, sollte der Raum abgedunkelt sein. Dann ergeben sich bessere Kontrast- und Helligkeitswerte.

Stativleinwände oder Tischleinwände

Tischleinwände sind Leichtgewichte unter den Projektionswänden, dicht gefolgt von Stativleinwänden. Diese sind stabil gebaut und befinden sich ebenfalls in einem kleinen Koffer, der verriegelt werden kann. Meistens sind Stativleinwände stufenlos höhenverstellbar, sodass Sie die Projektionsfläche nach Belieben anpassen können. Die Leinwand befindet sich fast immer in einem Rohr, das an der Seite eine Öffnung und einen Griff hat. Mithilfe des Griffs ziehen Sie die Leinwand aus dem Rohr in die Höhe. Ein robustes Dreibein-Stativ wird an das Rohr geschraubt, um der Leinwand die nötige Standfestigkeit zu geben. Eine spezielle Transportsicherung, die das Tuch vor Beschädigungen schützt, ist mittlerweile Standard.

Wie Tischleinwände sind Stativleinwände relativ günstig in der Anschaffung. Einziger Unterschied zwischen den Modellen ist der sogenannte Keystonbügel, der bei Stativleinwänden in aller Regel im Lieferumfang enthalten ist. Dieser herausklappbare Bügel befindet sich am oberen Ende der Stativstange, sodass Sie die Leinwand bei Bedarf nach vorne gekippt aufhängen können. Der Sinn des Bügels liegt darin, die Verzerrung des projizierten Bildes zu minimieren oder gänzlich zu entfernen. Der Effekt der Verzerrung wird auch als „Keystoneverzerrung" bezeichnet.

Die Keystoneverzerrung

Wenn ein Bild auf eine Fläche projiziert wird, können Verzerrungen entstehen. Das ist vor allem der Fall, wenn der Beamer nicht exakt rechtwinklig zur Projektionsfläche aufgebaut ist. Sie werden den Effekt sicher schon einmal gesehen haben: Das Bild erscheint an einer Seite breiter bzw. höher als an der anderen.

Einige Videoprojektoren besitzen eine automatische Keystone-Korrektur, da sie im Innern einen Lagesensor eingebaut haben, der den Aufstellwinkel erfasst und eine optimale Bilderzeugung errechnet. Dies funktioniert allerdings nur, wenn das Bild auf eine senkrechte Fläche projiziert wird.

Auch durch das Neigen der Leinwand kann eine Keystone-Korrektur vorgenommen werden. Der Effekt verschwindet entweder gänzlich oder wird zumindest minimiert. Für den Betrachter entsteht dann ein normales Bild. Selbst viele Mini-Beamer sind mittlerweile mit einer automatischen Keystone-Korrektur ausgestattet, um trapezförmige Verzerrungen korrigieren zu können.

Nachteile und Vorteile von günstigen Leinwänden

So praktisch Tischleinwände auch sein mögen, bei einigen günstigen Modellen müssen Sie mit Nachteilen rechnen.

Häufig kommt es vor, dass die Produkte penetrant nach Plastik riechen, da die Leinwände aus PVC hergestellt werden. Zwar gibt es auch hochwertige Modelle aus Stoff oder Leinen, die allerdings recht anfällig für Schmutz sind. Flecken und andere Verschmutzungen lassen sich von diesen Produkten nur schwer entfernen. Bei PVC-Leinwänden ist die Reinigung problemloser, denn sie können einfach abgewischt werden.

Ein weiteres Problem stellt die Faltenbildung dar. Obwohl die Leinwände gespannt werden, kann diese Faltenbildung auftreten und bessert sich auch nach mehrmaligem Auf- und Zusammenrollen nicht. Sie kann daher rühren, dass das Leinwandtuch nicht optimal gelagert wurde und sich etwas verzogen hat. Diese Knickfalten zu entfernen ist quasi unmöglich.

Schwarze Maskierungen für Leinwände

Die eigentliche Größe der Leinwand unterscheidet sich häufig von der Größe des projizierten Bildes, da die Leinwand mit einem schwarzen Rahmen versehen wurde, der auch Maskierung oder Begrenzungsrahmen genannt wird. Der schwarze Rahmen bildet einen harten Kontrast zum Bild und verstärkt daher den Kontrasteindruck. Das menschliche Auge liebt harte Kontraste, weshalb eine Maskierung sinnvoll ist, um Bild und Bildrand optimal abzugrenzen.

Beim Kauf von Tischleinwänden können Sie nach Ihrem persönlichen Geschmack entscheiden, ob Sie einen Begrenzungsrahmen benötigen oder nicht. Wenn die Leinwand nur zu geschäftlichen Präsentationszwecken eingesetzt wird, kann auf eine Maskierung verzichtet werden. Möchten Sie Ihre Tischleinwand allerdings im Heimkino-Bereich einsetzen, lohnt sich die Investition in ein Modell mit Maskierung, da die Kontraste des Filmmaterials besser zur Geltung kommen.

4:3 oder 16:9?

Leinwände werden in verschiedenen Formaten angeboten. Prinzipiell sollten Sie sich beim Kauf nach dem Format Ihres Beamers richten. Wenn Sie einen 16:9-Projektor nutzen, sollten Sie auch zur 16:9-Leinwand greifen. Im Heimkino-Bereich ist 16:9 das übliche Format. Bei Datenprojektoren ist das 4:3-Format gebräuchlich, sodass Ihre Leinwand ebenfalls diese Maße haben sollte.

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