Mobile Festplatten – das unterscheidet die einzelnen Modelle und Marken

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Mobile Festplatten – das unterscheidet die einzelnen Modelle und Marken

Egal, ob zur Datensicherung, zum Speichern von großen Multimediasammlungen oder zum Austausch von großen Dateimengen – externe Festplatten bieten viel Platz für Dateien. Die Geräte sind dabei nicht nur für PCs, sondern auch für Fernseher oder Spielekonsolen verwendbar. 

Wofür genau wird eine mobile Festplatte eigentlich benötigt?

Der interne Speicher von PCs und besonders Notebooks ist oft recht schnell erschöpft. Ob Musikdateien, Dokumente, Fotos, Videos oder sonstige Anwendungsdaten – auf einer mobilen Festplatte können Sie Dateien verschiedenster Art bequem ablegen. Die immer größere werdende Auflösung von Fotos und Videos steigert den Platzbedarf der Multimediadateien. So kann selbst ein komprimierter Blu-Ray-Film etwa 10-15 Gigabyte an Speicher benötigen. Auch zur Datensicherung bieten sich mobile Festplatten an. Je wichtiger die Daten sind und je schmerzhafter der Verlust wäre, desto wichtiger ist die regelmäßige Sicherung der Dateien auf den internen Festplatten von PCs und Notebooks. Zur Sicherung bieten sich die externen Festplatten aufgrund ihrer hohen Speicherkapazität besonders an. Wenn Sie die Daten Ihrer Endgeräte regelmäßig auf externen Datenträger sichern, sind Sie auch beim Defekt Ihres PCs auf der sicheren Seite. Bei besonders wichtigen Daten empfiehlt sich sogar ein doppeltes Backup, denn auch die mobile Festplatte kann natürlich kaputtgehen.

Ein weiterer Vorteil der mobilen Festplatten ist die Transportfähigkeit. Dadurch können schnell große Datenmengen zwischen mehreren Computern ausgetauscht werden. Wenn Sie Ihre Daten auf eine mobile Festplatte auslagern, sind Sie unabhängig von bestimmten Endgeräten und können Ihre Dateien an mehreren Geräten verwenden.

Eine kleine Übersicht über die Hersteller mobiler Festplatten

Festplatten erhalten Sie von der Firma Verbatim, die sich auf die Herstellung von Speichermedien spezialisiert hat. Auch Intenso ist eine Marke, die fast ausschließlich Speichergeräte vertreibt. Freecom ist für die hohe Qualität der Festplatten bekannt. Weitere bekannte Fabrikanten sind unter anderem Samsung, Toshiba, Seagate und Platinum. Die namhaften Marken, die gerade genannt wurde, unterscheiden sich prinzipiell nicht sehr voneinander. Teilweise sind einzelne Modelle schneller, andere wieder langsamer. Zu den Billig-Marken aus den Discountern gibt es jedoch definitiv einen Unterschied. Die Geschwindigkeit, Robustheit und Lebensdauer kann bei den günstig produzierten Festplatten meist nicht mit Qualitätsware mithalten.

Ein paar einzelne gute Modelle externer Festplatten

Wenn Ihnen eine gute Ausstattung und leises Arbeiten bei 3,5-Zoll-Festplatten wichtig sind, sind Festplatten von Freecom zu empfehlen. Die Freecom Hard Drive Quattro erhalten Sie mit 2 TB, 3 TB und 4 TB Speicher. Die Tohsiba Stor.E Canvio-Modelle überzeugen mit guter Leistungsaufnahme, hoher Mobilität und einen tollen Preis-Leistungsverhältnis. Bei den 2,5-Zoll-Modellen überzeugen die Freecom Mobil-Drive-XXS-Modelle durch hohe Leistung und Mobilität. Optimale Performance gepaart mit hoher Mobilität erreichen Sie mit der Buffalo MiniStation Slim. Einen Preistipp stellt die Seagate Backup Plus Festplatte dar. Bei den Netzwerk-Festplatten erhalten Sie mit Geräten der Firma Synology gute Geräte. Die Festplatten DS213 oder DS112 sind echte Allrounder. Auch Platten der Firma QNAP, wie TS-119P II oder TS-269L besitzen hohe Qualität.

Die Speicherkapazität der Festplatten - erstes Unterscheidungsmerkmal der externen Datenspeicher

Das wichtigste Merkmal einer externen Festplatte ist natürlich die Speicherkapazität. Sie wird entweder in Gigabyte oder Terabyte, was 1024 Gigabyte entspricht, angegeben. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass die Speicherangabe des Herstellers nicht mit der nutzbaren Kapazität übereinstimmt. Festplattenhersteller nutzen für die Angabe der Kapazität das Dezimalsystem, dabei entspricht ein Kilobyte exakt tausend Bytes. Betriebssysteme arbeiten allerdings mit dem Binärsystem, ein Kilobyte sind hier 1024 Bytes. Auf Festplatten mit 500 Gigabyte können Sie so lediglich 465,8 Gigabyte speichern. Wenn Sie diese Diskrepanz der Speicherangaben im Hinterkopf behalten, vermeiden Sie böse Überraschungen bei der Nutzung.

Dabei gilt bei Festplatten grundsätzlich: je mehr Speicherplatz desto besser. Auf einer Festplatte mit einer größeren Kapazität können Sie natürlich mehr Daten speichern. Sie sollten daher lieber eine Festplatte mit etwas mehr Speicher erwerben, als dass der Speicherplatz nicht reicht und Sie Ihre Daten nicht mehr sichern können. Mit dem Speicherplatz steigt aber auch der Preis der Festplatten. Mit dem Preis und der Kapazität lässt sich der Preis pro Gigabyte ausrechnen und damit können Sie die Preise verschiedener Modelle gut vergleichen. Natürlich sollte der Preis pro Gigabyte nicht der einzige ausschlaggebende Faktor für die Kaufentscheidung sein. Aber er bietet Ihnen einen guten Anhaltspunkt für das Preis-Leistungsverhältnis verschiedener Exemplare.

Lese- und Schreibgeschwindigkeit – wichtiges Qualitätsmerkmal einer Festplatte

Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal bei externen Festplatten ist die Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben. Viele Hersteller geben dazu die maximalen Lese- und Schreibraten an. Diese sind jedoch oft mit Vorsicht zu genießen und werden meistens im regulären Betrieb nicht erreicht. Deshalb ist es am besten, die Geschwindigkeit der Platten entweder selbst mit einem Tool zu messen oder die Ergebnisse von unabhängigen Tests zu vergleichen. Die Geschwindigkeit hängt auch stark von der Art des Anschlusses ab, maximales Tempo kann nur mit USB 3.0 oder eSATA-Anschlüssen erreicht werden.

Informationen über die Größe der externen Festplatte

Die meisten externen Festplatten besitzen entweder ein 2,5 oder ein 3,5-Zoll-Gehäuse. 2,5-Zoll-Festplatten sind durch die geringeren Abmessungen deutlich leichter und mobiler. Sie eignen sich perfekt zum Transport und finden auch leicht in Rucksäcken oder in Notebooktaschen Platz. Auch das Gewicht ist viel geringer als bei den größeren Festplatten. 2,5-Zoll-Platten werden üblicherweise über USB mit Strom versorgt und sind so nicht auf eine externe Energieversorgung angewiesen. Dadurch lassen sie sich auch unterwegs verwenden, wenn keine Steckdose in Reichweite ist. Allerdings besitzen die kleinen Festplatten eine deutlich geringere Speicherkapazität als ihre großen „Brüder". Auch der Preis pro Gigabyte ist bei den kleinen Modellen um einiges höher.

Die großen Festplatten mit 3,5-Zoll-Gehäuse bieten deutlich mehr Speicher und weisen ein wesentlich besseres Verhältnis von Preis und Speicherkapazität auf. 3,5-Zoll-Platten sind dafür größer und schwerer und eignen sich daher nicht besonders zum häufigen Transportieren. Weiterhin wird auch immer eine externe Stromversorgung benötigt. Aufgrund der hohen Speicherkapazität eignen sich diese Modelle besonders für Datensicherungen oder das Lagern von großen Multimediasammlungen.

Hinweise zu den verschiedenen Schnittstellen der Festplatte

Ein weiterer Unterschied bei den externen Datenspeichern sind die verfügbaren Schnittstellen. Am weitesten verbreitet ist der Anschluss per USB. Wenn Ihr Computer einen USB 3.0-Port besitzt, sollten Sie unbedingt eine USB 3.0-Festplatte erwerben. Dadurch erreichen Sie eine deutlich bessere Übertragungsrate als mit USB 2.0. Besonders bei Computern von Apple war auch der Firewire-Anschluss verbreitet. Allerdings konnte sich dieser Standard an den Geräten nicht durchsetzen, obwohl die Geschwindigkeit im Vergleich zu USB 2.0 erhöht ist. Dennoch finden Sie bei eBay noch einige externe Festplatten mit Firewire-Anschluss, meistens als zusätzliche Möglichkeit zur USB-Verbindung. Am schnellsten ist der eSATA-Anschluss. Diese Verbindungsart wurde eigentlich für die Verwendung im Inneren von Computern entwickelt. Inzwischen gibt es jedoch schon viele Computer, bei denen sich auch externe Geräte mittels eSATA anschließen lassen. Wenn es Ihnen auf maximale Geschwindigkeit ankommt, sollten Sie zu einer eSATA-Festplatte greifen.

Die Qualität des Festplattengehäuses – wichtig für Stabilität und Langlebigkeit

Das Gehäuse einer Festplatte ist für das Design verantwortlich. Die Hersteller sind bestrebt, ihre Speichergeräte möglichst modern und schick wirken zu lassen, um den Kunden einen weiteren Kaufanreiz zu bieten. Außerdem schützt das Gehäuse die Platte vor äußeren Einflüssen. Deshalb sollte es möglichst stabil und robust sein. Bei einem guten Gehäuse übersteht die Festplatte auch Stürze aus geringer Höhe ohne große Schäden. Vor allem Gehäuse aus Metall sind für mobile Festplatten geeignet – sie leiten die Wärme deutlich besser ab.

Mobile Festplatten eigenen sich bestens für spezielle Einsatzzwecke

Neben den Festplatten, die hauptsächlich als Datenspeicher für Computer verwendet werden, gibt es auch Exemplare für spezielle Anforderungen. Eine PVR-Festplatte kann beispielsweise für das Speichern von TV-Aufnahmen verwendet werden. Diese werden dann entweder direkt am Fernseher oder am Receiver angeschlossen. Bei einer PVR-Festplatte sollten Sie besonders auf eine leise Betriebstemperatur achten, da eine laute Lüftung im Wohnzimmer doch sehr störend sein kann. Weiterhin sollte die Platte stromsparend sein und ohne externe Stromversorgung auskommen. Grundsätzlich können Sie jede externe Festplatte als PVR-HDD verwenden, allerdings sind die Festplatten dann nicht am PC nutzbar, da sie speziell formatiert werden.

Die Multimedia-Festplatte eignet sich besonders gut zum Speichern von Mediendateien. Sie kann direkt an den Fernseher oder an eine Stereoanlage angeschlossen werden und die gespeicherten Inhalte abspielen. Meist besitzt sie sogar ein Display und eine Fernbedienung, um das Navigieren in den Ordnern und das Abspielen von Dateien zu erleichtern. Auf diesen Multimedia-Festplatten können Sie bequem Ihre Musik- oder Filmsammlung ablegen und auf verschiedenen Geräten direkt wiedergeben, ohne dass ein Computer benötigt wird.

Einen einfachen Zugriff auf Dateien über das Netzwerk bieten Netzwerk-Festplatten. Eine netzwerkfähige Platte wird auch „Network Attached Storage" oder kurz „NAS" genannt. Diese Geräte können Sie an Ihren Router anschließen und somit lässt sich der Speicher im gesamten Netzwerk nutzen. WLAN-fähige Modelle können auch drahtlos ins Netzwerk eingebunden werden. Allerdings leidet darunter die Geschwindigkeit.

Weitere Funktionen und Merkmale der mobilen Festplatten

Die Hauptaufgabe von externen Festplatten ist natürlich das Speichern von Daten. Einige Geräte bieten darüber hinaus auch noch zusätzliche Funktionen oder besitzen besonders Ausstattung. Bei einigen Festplatten ist beispielsweise ein Ständer mitgeliefert. Besonders 3,5-Zoll-HDDs lassen sich so besser aufbewahren. Um Strom zu sparen ist ein Ein- und Ausschaltknopf am Gerät sinnvoll. So müssen Sie nicht immer den Stecker ziehen, um das Gerät auszuschalten. Bei vielen externen Festplatten ist auch eine Software zur Datensicherung mitgeliefert, die das Backup deutlich erleichtern. Einige Modelle besitzen sogar einen Backup-Knopf, beim Betätigen wird automatisch eine Datensicherung am angeschlossenen Gerät durchgeführt. Auch die Lautstärke im Betrieb sollten Sie beim Kauf von externen Festplatten bedenken.

Mobile SSD-Platten – Vor- und Nachteile der rasanten Zusatzspeicher

Die sogenannte Solid State Disc, kurz SSD, ist ein Flash-Speicher und bietet deutlich größere Geschwindigkeit als die standardmäßige HDD. Vorteile sind neben der rasanten Geschwindigkeit auch die kompakte Bauweise und die deutlich höhere Robustheit der SSD. Auch der Stromverbrauch ist viel geringer und das Gerät arbeitet vollkommen geräuschlos. Einziger Nachteil ist die geringere Speicherkapazität und ein deutlich höherer Preis pro Gigabyte im Vergleich zu HDDs. Aber besonders für Notebooks und für das schnelle Kopieren von Daten eignen sich mobile SSD-Platten.

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