Mitreden können: Lernen Sie in Wrestling-Magazinen den Sport und die Stars der Szene kennen

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Mitreden können: Lernen Sie in Wrestling-Magazinen den Sport und die Stars der Szene kennen

Wrestling: kein Sport für Schwächlinge

Große Gesten, markige Sprüche, schillerndes Auftreten und Action – das ist Wrestling oder auch Sports Entertainment. Zuerst eine Jahrmarktsattraktion des 19. Jahrhunderts, später eins der größten Ereignisse im Unterhaltungsbusiness, sind die Schaukämpfe und ihre bunten Charaktere seit Jahrzehnten fester Bestandteil der weltweiten Fernsehprogramme. Wrestling ist vor allem in den USA bereits seit den 1950er Jahren sehr beliebt. Seinen großen Durchbruch hatte das Wrestling, das wir heute kennen, Mitte der 1980er Jahre mit der ersten „Wrestlemania“. Und spätestens seit den 1990er Jahren kennen auch viele Deutsche die Stars von gestern, wie Hulk Hogan, den Undertaker und Bret Hart und von heute, wie John Cena, Randy Orton und C. M. Punk.

Was ist Wrestling?

Beim Wrestling geht es gewissermaßen um eine Mischung aus Athletik und Choreografie. Die Kämpfe werden durch sogenannte Storylines bereichert, und sowohl die Ereignisse der Story als auch die Ergebnisse der Kämpfe sind zuvor festgelegt. Die Athleten müssen zum einen in der Lage sein, die oftmals charakterstarken Rollen, die sie im Ring spielen, glaubhaft darzustellen. Zum anderen müssen sie den großen körperlichen Anforderungen gewachsen sein, denn obwohl die Kämpfe kein Wettkampf sind, sind jahrelanges Training, gute Fitness sowie sorgfältige Ausführung der Kämpfe eine Grundvoraussetzung. Immer wieder kommt es zu kleineren oder auch schwerwiegenden Verletzungen, und allen Fans wird abgeraten, Wrestling ohne entsprechende Anleitung selbst auszuprobieren oder nachzumachen. Bis zur Mitte der 1990er Jahre war Wrestling eine sehr familienorientierte Unterhaltung – entsprechend bunt und comicartig waren die Charaktere, die die Wrestler verkörperten. Aus jener Zeit wird den meisten Fans wohl der Undertaker in Erinnerung geblieben sein; der Totengräber, der nebelumwabert zum Ring schritt, geheimnisvoll und unverwundbar schien und seine Gegner auch gerne einmal in Särge sperrte.

Fan-Artikel und Magazine rund um das Wrestling

Die Popularität des Wrestlings brachte es mit sich, dass im Lauf der Jahrzehnte unzählige Artikel rund um das Sports Entertainment und seine Stars erschienen sind. Von Actionfiguren über T-Shirts bis zu Replika der Championship-Gürtel gibt es alles, was das Fanherz begehrt. Doch speziell in Zeiten, in denen das Internet noch nicht die Tür zu unbegrenzten Informationen und Fotos geöffnet hatte, waren Wrestling-Magazine verschiedener Couleur sehr beliebt. Und auch heute noch haben sie ihren Platz in Wrestling-Sammlungen. Diese Zeitschriften bieten zudem die Möglichkeit, die Faszination Wrestling kennenzulernen und mehr über den Sport und seine größten Stars, Legenden und Newcomer zu erfahren. Es gibt und gab zahlreiche, unterschiedlichste Wrestling-Zeitschriften, wobei für jeden Fan-Geschmack etwas dabei ist. eBay kann Ihnen helfen, sich diese Schätze zu sichern.

Champion der Wrestling-Magazine: „WWE Magazine“

Während Wrestling in Japan, Mexiko und auch Europa ausgeübt wird, sind es die US-amerikanischen Wrestling-Ligen, die weltweit die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Marktführer ist hierbei World Wrestling Entertainment oder WWE. Die Liga der Familie McMahon trug bis 2002 den Namen World Wrestling Federation, unter dem sie auch in Deutschland bekannt wurde. Doch die Liga verlor einen Rechtsstreit mit dem World Wide Fund For Nature um das Kürzel WWF. Demzufolge musste der Name der weltgrößten Wrestling-Liga geändert werden. WWE verschaffte dem modernen Wrestling im Jahr 1985 mit der ersten Wrestlemania zum Durchbruch. Bereits im vorherigen Jahr erschien das „WWE Magazine“, damals natürlich noch als „WWF Magazine“, zum ersten Mal. In jener Zeit wurden die Stars des WWE-Rings zu Superstars der gesamten Unterhaltungsbranche und die Großereignisse des Wrestlings zogen Prominenz aus allen Bereichen des Entertainments an. So waren Boxlegende Muhammed Ali, Schauspieler Mr. T und Rockröhre Cyndi Lauper Teil der ersten Wrestlemania, gefolgt von Alice Cooper, Aretha Franklin und Ray Charles im darauffolgenden Jahr. Der größte Star des Wrestlings der damaligen Zeit, Hulk Hogan, und seine Fanbewegung Hulkamania waren in aller Munde und trugen dazu bei, dass Wrestling ein dauerhafter Bestandteil der amerikanischen Unterhaltungsbranche wurde. Das „WWE Magazine“ berichtete zuerst zweimonatlich, danach monatlich über das Geschehen im und um den Ring. Es stellte die Wrestler vor, berichtete über Großereignisse und Feindschaften und wagte auch einen gelegentlichen Blick hinter die Kulissen. Es wurde in den 2000er Jahren, als der WWE-Kader auf die beiden wöchentlichen TV-Sendungen „Monday Night Raw“ und „Friday Night Smackdown“ aufgeteilt wurde, entsprechend in ein „Raw Magazine“ und ein „Smackdown Magazine“ getrennt, in dem über die jeweils der Show zugehörigen Superstars berichtet wurde. Diese Trennung wurde allerdings im Jahr 2006 wieder beendet und ein neu vereintes „WWE Magazine“ wird seitdem aufgelegt. Abgerundet wird die Auswahl der WWE-Zeitschriften durch das „WWE Kids Magazine“, das auf die jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist.

Der Herausforderer der Wrestling-Magazine: „WCW Magazine“

Mitte der 1990er Jahre bekam WWE seine bislang einzige ernsthafte Konkurrenz: World Championship Wrestling oder kurz WCW. Die Wrestling-Liga arbeitete bereits seit Langem im Raum Georgia, doch mit der Verpflichtung des Produzenten Eric Bischoff Anfang der 1990er Jahre änderte sich der Kurs der WCW und Eric Bischoff blies zum Großangriff auf den Riesen WWE. Die wöchentliche TV-Show „WCW Monday Nitro“ wurde live und zeitgleich zum WWE-Flagschiff „Monday Night Raw“ ausgestrahlt, ehemalige WWE-Stars wie Hulk Hogan, Kevin Nash und Scott Hall wurden angestellt und natürlich spielte auch das „WCW-Magazine“ seine Rolle in dem bald „Monday Night Wars“ genannten Konkurrenzkampf. Das Magazin orientierte sich stark an dem „WWE Magazine“, ging jedoch im Bestreben, sich zu unterscheiden, oftmals noch einen Schritt weiter und wurde schnell zum meinungsmachenden Instrument der „Monday Night Wars“. Hier wurde über die Stars und Storylines berichtet, mit denen man den Giganten WWE zu Fall bringen wollte: WCW-Urgesteine wie Sting, Lex Luger und die Four Horsemen, aufstrebende Talente wie Chris Jericho, Eddie Guerrero und Rey Misterio jr., und natürlich die aufsehenerregende Invasion der „New World Order“, mit der die Ex-WWE-Stars Hogan, Hall und Nash die WCW unter ihre Kontrolle bringen wollten. Mit dem Niedergang der WCW und dem Aufkauf durch WWE ging 2001 auch das „WCW Magazine“ unter.

Der Rebell unter den Wrestling-Magazinen: „ECW Magazine“

Die bis heute legendäre Wrestling-Liga Extreme Championship Wrestling, kurz ECW, wurde durch ihre harte Gangart, scheinbar furchtlose und riskante In-Ring-Action und das Hervorbringen von Stars wie Rob van Dam, Tommy Dreamer oder den Sandman berühmt. Fans, die sich Mitte der 1990er-Jahre mit dem noch sehr harmlosen und familiengerechten Stil von WWE und WCW nicht zufriedengeben wollten, wurde bei der ECW Wrestling einer anderen Art geboten: Hier gab es nicht nur Tische, Stühle, Stacheldraht, Reißzwecken und Baseballschläger, sondern auch den aufsehenerregenden Wrestlingstil zahlreicher talentierter Jungstars zu bestaunen. ECW wurde schnell zum Kult und sowohl Liga als auch Fans lehnten sich bewusst gegen den Stil für die breite Masse, wie ihn WWE und WCW boten, auf. Bevor die Liga im Jahr 2001 Konkurs anmelden musste, brachte sie in den Jahren 1999 bis 2000 ebenfalls ein eigenes Magazin heraus, das jeden zweiten Monat erschien. Diese sechs Magazine sind heute echte Sammlerstücke – mit etwas Glück und Geduld werden Sie jedoch bei eBay fündig.

Über alle Grenzen: unabhängige Wrestling-Magazine

Neben den Magazinen, die von den jeweiligen Wrestling-Ligen herausgegeben werden und in denen entsprechend nur über eine Liga berichtet wird, gibt es ebenfalls zahlreiche unabhängige Wrestling-Magazine, die das Wrestlinggeschehen insgesamt betrachten.

Pro Wrestling Illustrated

Eins der ältesten und renommiertesten Magazine ist das aus den USA kommende Magazin „Pro Wrestling Illustrated“. Bereits 1979 erschien die erste Ausgabe und neben den monatlichen Ausgaben sind besonders die Almanache und Jahrbücher von „Pro Wrestling Illustrated“ zu Berühmtheit gelangt. Jährlich benennt das Magazin den Wrestler des Jahres, das Match des Jahres und zahlreiche andere Auszeichnungen des weltweiten Wrestlinggeschäftes werden verliehen. Diese Auszeichnungen gehen mit Prestige einher. Zwar war das Magazin über lange Zeit ein sogenanntes Kayfabe-Magazin (wie auch die von den Ligen herausgegebenen Magazine, mit Ausnahme der ECW), was bedeutete, dass es in seiner Berichterstattung die Illusion, dass Wrestling echt und nicht abgesprochen und choreografiert war, aufrechterhielt. Doch in den vergangenen Jahren hat es ebenfalls Teile des sogenannten Shoot-Journalismus aufgenommen und berichtet ebenfalls über Hintergrundinformationen und die wahren Ereignisse im Wrestling.

Power Wrestling

Als das deutsche Äquivalent kann wohl das Magazin „Power Wrestling” betrachtet werden. Das Magazin, das seit fast 20 Jahren auf dem Markt ist, ist inzwischen sogar das größte unabhängige Wrestling-Magazin in ganz Europa. „Power Wrestling“ war von Beginn an ein Shoot-Magazin, was bedeutet, dass die Berichterstattung des Magazins nie so getan hat, als wäre Wrestling real. Stattdessen berichtete man über die Informationen hinter der bunten Kulisse des Wrestlings. Persönliche Interviews mit den Stars der Szene gehörten ebenso dazu wie Analysen der Entscheidungen der Wrestling-Ligen über Titelhalter, den Ablauf von Großereignissen sowie der Verläufe von Storylines.

Weitere Magazine

Das erste Magazin, das in den USA zum Thema Wrestling herausgegeben wurde und den Sport nicht als real verkaufte, war das „World of Wrestling Magazine“, das allerdings Ende des Jahres 2001 eingestellt wurde. Weitere Beispiele aus der sehr großen Anzahl erfolgreicher Wrestling-Magazine sind die aus Großbritannien stammenden Magazine „Power Slam“ und „Fighting Spirit Magazine“ oder das US-amerikanische Magazin „Inside Wrestling“.

Fazit

Bei der Auswahl der Wrestling-Zeitschrift ist eine entscheidende Frage, was genau Sie über das Wrestling wissen wollen: Wollen Sie einfach die überlebensgroßen Stars, die Geschichten und epischen Schlachten genießen, ohne sich die Illusion, dass das Geschehen echt ist, nehmen zu lassen? Nahezu alle Wrestlingfans haben so angefangen und viele bezeichnen diese Zeit noch immer als die schönste Zeit ihres Fanseins. Oder wollen Sie wissen, was wirklich hinter den Kulissen der Traumfabrik Wrestling abläuft? Wie man ein Star in einem Business, das halb Theaterschauspieler und halb Stuntman ist, wird? Welche Entscheidungen dazu führen, dass jemand einen der zahlreichen Championship-Gürtel gewinnen darf oder verlieren muss? Egal, wie Sie sich entscheiden: eBay kann auch Ihnen dabei helfen, in die bunte und faszinierende Welt des Wrestlings einzutauchen.

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