Mit welchen Steinen kann der Aquamarin leicht verwechselt werden?

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Mit welchen Steinen kann der Aquamarin leicht verwechselt werden?

Der Aquamarin, eine Varietät des Berylls, wird aufgrund seiner Härte von 7,5 bis 8 auf der Mohs-Skala und wegen seiner sauber gebildeten, klaren Kristalle vornehmlich als Schmuckstein verwendet. Seinen Namen verdankt er dem Einschluss von Eisenionen, die ihn in sattem Grünblau erstrahlen lassen und somit an das Meer an einem sonnigen Tag erinnern. Nun ist der Aquamarin nicht der einzige Stein, der eine türkisfarbene bis tiefblaue Färbung aufweist. Deshalb kann er schnell verwechselt werden.

 

Ähneln sich nur in der Farbe: Indigolith und Aquamarin

Der Elbait beschreibt eine ganze Gruppe der Turmaline. Alle Turmaline, die Lithium- oder Fluor-Einschlüsse aufweisen, gehören in diese Gruppe, so auch der Indigolith. Dieser bringt eine blaue Färbung hervor, die der des Aquamarins sehr nahe kommt. Das war es aber auch schon mit der Ähnlichkeit. Turmaline besitzen eine andere Härte (Mohs 7-7,5) und einen anderen Aufbau. Zudem ist die Dichte der Turmaline höher als die der Berylle.

 

Topas und Aquamarin in einer Kiste: Achtung, Verwechslung möglich

Der Topas, auch unter dem Handelsnamen Sächsischer Diamant bekannt, ist ein Inselsilikat. Inselsilikate sind weitverbreitete Mineralien, die sehr gute Kristalle ausbilden. Mit Mohs 8 gehört er zu den harten Mineralien. In seiner Reinform ist er farblos und durchscheinend. Zu farbigen Topasen kommt es durch Fremdbeimengungen. Hier sind viele Farben möglich. Allerdings lässt sich der Topas aufgrund seiner Spaltbarkeit nicht leicht verarbeiten. Zudem verträgt der Topas Ultraschall nicht, wenn er viele Einschlüsse aufweist.

Schon hier ist zu erkennen, dass Aquamarin und Topas nicht in eine Familie gehören. Allerdings treten diese Mineralien oft zusammen auf. Der Edel-Topas weist eine Blaufärbung in vielen Abstufungen auf. So kann es leicht zu einer Verwechslung mit dem Aquamarin kommen.

 

Noch ein "Doppelgänger": Zirkon und Aquamarin sehen sich sehr ähnlich

Zirkon gehört zur Gruppe der Silikate und Germanate. Er weist ein tetragonales Kristallsystem mit einer Härte von 6,5 bis 7 auf. Seine natürliche Farbe variiert stark. Von farblos über braun bis hin zu grün oder schwarz ist alles möglich. Aufgrund der starken Lichtbrechung in einem Zirkon ist er ein begehrter Schmuckstein. Während der farblose Zirkon gerne zur Imitation von Diamant genutzt wird, was einem Laien nicht auffällt, wird der blaue Zirkon häufig mit dem Aquamarin verwechselt. Hieran kann der Laie erkennen, dass es sich nicht um einen Aquamarin handelt: Ein Beryll bricht das Licht nie so schön wie ein Zirkon.

Zirkone dürfen nicht mit den synthetisch hergestellten Zirkonia verwechselt werden. Auch hier kommt es häufig zu Verwechslungen mit anderen Schmucksteinen. Die Imitation von Diamant wird hier forciert.

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