Mit welchen Geräten kann man alte Tonbänder abspielen?

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Mit welchen Geräten kann man alte Tonbänder abspielen?

Allen modernen CD- und MP3-Playern zum Trotz: Alte Bandmaschinen sind bei Technikfans und Nostalgikern nach wie vor beliebt. Die Technik funktioniert noch immer einwandfrei. Die meisten Bandmaschinen sind gut gepflegte Raritäten, denn die Geräte werden heute nicht mehr hergestellt.

 

Akai GX 620 – die Bandmaschine aus Japan überzeugt durch Langlebigkeit

Gegründet 1929, wurde das japanische Unternehmen Akai besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren wegen seiner Bandmaschinen wie beispielsweise der GX 620 in Deutschland bekannt. Das Gerät verfügt über zwei Tonköpfe aus Glas, die sehr langlebig sind. Ein weiterer Vorteil: Gegenüber anderen Geräten ist die Bandzugregelung der Akai-Geräte sehr feinfühlig und spielt alte und neue Tonbänder daher immer noch nahezu ohne Ruckeln ab. Abgespielt werden können auf der GX 620 Spulen mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern und mit einer Geschwindigkeit von wahlweise 9,5 oder 19 Zentimetern pro Sekunde. Ebenfalls integriert ist ein digitales Bandzählwerk, allerdings kein Auto Reverse. Einziges Problem der Akai GX 620: Da das Unternehmen Akai in Deutschland nicht mehr existiert, gleicht die Suche nach Ersatzteilen einer Schnitzeljagd. Aus diesem Grund ist das Gerät vor allem bei Bastlern beliebt.

 

Revox B77 konnte zu einem kompletten Hi-Fi-System ausgebaut werden

1977 brachte die schweizerische Firma Revox ihre B77 auf den Markt. Sie wurde von 1977 bis 1980 und anschließend bis 1998 in zwei Serien gefertigt. Berücksichtigt man alle Sonderanfertigungen und Modelle, so sind bis heute etwa 61 verschiedene Varianten der B77 auf dem Markt – ein wahres Eldorado für Sammler. Die Standardausführung verfügt über drei separate Tonköpfe für das Löschen, die Aufnahme und die Wiedergabe von Tonbändern. Sie wurden in Ganzmetalltechnik gefertigt, eine Speziallegierung sorgte für eine lange Lebensdauer und vor allem für hochwertige magnetische Eigenschaften. Durch die Form der Tonköpfe kann diese Bandmaschine auch tiefste Frequenzwerte optimal wiedergeben. Darüber hinaus verfügt die Bandmaschine bereits über eine elektronische Tonmotorregelung, die etwas später auch in professionellen Studiobandmaschinen eingesetzt wurde. Der Motor ist als Wechselstrom-Asynchronläufer ausgelegt, weshalb sich die B77 auch im Dauerbetrieb bewährt hat. Für Fans alter Technik besonders interessant: Zusammen mit einem Vollverstärker, einem Plattenspieler und einem FM-Tuner kann die B77 zu einer kompletten Hi-Fi-Anlage ausgebaut werden.

 

Philips N 4510 – die Bandmaschine für den gehobenen Anspruch

1973 führte Philips die Bandmaschine N 4510 ein, die bis heute als Gerät für den gehobenen Anspruch gilt. Dabei handelt es sich um ein 4-Spur-Stereogerät, das über insgesamt jeweils drei Motoren, Köpfe und Bandgeschwindigkeiten verfügt. Eine Hinterbandkontrolle war ebenso integriert wie ein elektronisch gesteuertes Laufwerk. Das Bandzählwerk der N 4510 ist zusätzlich mit einer Memory-Funktion ausgestattet, so dass Sie jede beliebige Bandstelle markieren können. Ist die markierte Bandstelle erreicht, schaltet das Gerät automatisch in die Stop-Funktion.

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