Mit ihr können Sie rechnen: die elektronische Küchenwaage denkt mit

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Mit ihr können Sie rechnen: die elektronische Küchenwaage denkt mit

Küchenwaagen sind ein unverzichtbares Gerät für die Küche. Egal, ob Sie backen, kochen oder einfach nur das Gewicht Ihrer Lebensmittel wissen wollen – eine elektronische Küchenwaage wiegt schnell und genau. Sie ist besonders dann ein großer Helfer, wenn nach Rezepten gekocht wird. Kleine Exemplare haben außerdem in jeder Küche Platz und können einfach verstaut werden. Deshalb sollte die Küchenwaage in keinem Haushalt fehlen. Obwohl der Hauptzweck aller elektronischen Küchenwaagen das Wiegen von Lebensmitteln ist, gibt es doch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Exemplaren für Feinschmecker.

Geschichte und Entwicklung der Küchenwaage

Seitdem die Menschheit mit Waren handelt, ist die Waage zum Bestimmen der Menge ein unverzichtbares Instrument. Das Gewicht ist das beste Maß beim Verkauf und besonders bei Stoffen und Gegenständen, die sich nicht durch Messen oder Zählen bemengen lassen, die einzige Möglichkeit, einen Vergleich zu schaffen. Bereits in der Antike war die Waage nicht vom Handel wegzudenken. Üblich war dabei im Altertum die Balkenwaage. Dabei konnte man anhand von Vergleichsgewichten das Gewicht der abzumessenden Schale bestimmen. Wenn die beiden aufgehängten Schalen die gleiche Höhe hatten, war das Gewicht bei einer richtig justierten Waage genau identisch. Diese Balkenwaage wurde kontinuierlich weiterentwickelt und die Römer hingen beispielsweise die Balkenmittel mit einem Stift auf. Auch ungleichschenklige Waagen wurden im alten Rom entwickelt. Die Genauigkeit der Balkenwaage hing aber immer vom Vergleichsgewicht und der Qualität der Konstruktion ab.

Von der Tafelwaage zur ersten Küchenwaage

Erste Münzwaagen in der Renaissance steigerten die Genauigkeit enorm. Die Skalenanzeige wurde dabei deutlich genauer und auch die Wägezeit wurde durch kürzere Arme deutlich verringert. Im 18. Jahrhundert wurde in Frankreich die Tafelwaage entwickelt. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Position der Ware auf der Waagschale das angezeigte Gewicht nicht mehr beeinflusst. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dann erste Küchenwaagen entwickelt. Im Laufe der darauffolgenden Zeit verbreitete sich die Küchenwaage immer mehr. Ein weiterer Durchbruch in der Entwicklung der Küchenwaage erfolgte 1939, als zwei Amerikaner die elektronische Waage erfanden. Bei ihr wird das Gewicht durch sich ändernde elektronische Widerstände bestimmt. Spätestens in den 1960er Jahren wurden die mechanischen Waagen fast vollständig verdrängt. Durch eine digitale Anzeige wird ein eventueller Fehler beim Ablesen erschwert.

Funktionsweise und Aufbau von Küchenwaagen

Die meisten erhältlichen Küchenwaagen bestehen aus der Waagschale und der darunterliegenden Elektronik. Bei kompakten Modellen gibt es oft keine separate Schale, sondern das Gewicht, das auf der Oberfläche ruht, wird gemessen. Das Gewicht wird üblicherweise auf einem Siebensegment-Display ausgegeben. Die Stromversorgung erfolgt normalerweise mit einer Knopfzellen-Batterie. In der Waage befindet sich ein sogenannter Dehnungsmessstreifen. Dieser verteilt das Gewicht, das auf ihm lastet, gleichmäßig. Eine Ladezelle wird durch das Gewicht leicht verformt und der elektrische Widerstand, der durch diese strömt, wird verändert. Anhand von diesem Wert wird dann das Gewicht ermittelt und auf dem Display ausgegeben.

Material und Verarbeitungsqualität der elektronischen Küchenwaage

Ein Unterscheidungsmerkmal bei den Küchenwaagen ist das Material. Häufig wird bei neueren Modellen Edelstahl verwendet. Dadurch sind die Waagen außen robust, sehen schick aus und sind auch leicht mit einem feuchten Lappen zu reinigen. Auch Glas wird zunehmend verwendet. Das Design der Waagen ist damit sehr variabel. Allerdings sind Glaswaagen etwas empfindlicher als Exemplare aus Edelstahl und es kann passieren, dass die Waage beim Herunterfallen beschädigt wird. Auch auf die Qualität der Verarbeitung sollten Sie achten. Das Innenleben der Waage sollte vollständig abgedichtet sein, sodass kein Mehl oder ähnliches die Elektronik beschädigen kann. Die Knöpfe sollten sich darüber hinaus leicht bedienen lassen. Manche Küchenwaagen, besonders Exemplare aus Glas, besitzen Touch-Tasten zur Bedienung. Das klingt zwar im ersten Moment recht praktisch, allerdings gibt es hier auch gute und schlechte Qualität. Praktisch ist auch eine rutschfeste Unterseite, die verhindert, dass die Küchenwaage bei einer nassen Arbeitsfläche hin und her rutscht.

Design der Küchenwaagen

Da die Küchenwaage zu einem unverzichtbaren Utensil in der Küche geworden ist, spielt das Design der Geräte eine immer größere Rolle. In vielen Haushalten hat das Gerät sogar schon einen festen Platz auf der Arbeitsplatte gefunden und wird nicht mehr für jede Benutzung aus dem Schrank geholt. Dann sollte es natürlich auch optisch überzeugen. Deshalb geben sich die Hersteller immer mehr Mühe, das Aussehen möglichst ansprechend zu gestalten. Besonders, wenn Sie die Waage häufiger benutzen, sollte Sie Ihnen auch gefallen. Während früher hauptsächlich weiße und unauffällige Exemplare gekauft wurden, sind mittlerweile auch Farben wie Rot oder Gelb sehr beliebt. Auch Geräte mit Mustern oder Verzierungen werden angeboten. Nostalgische oder handwerkliche Modelle bringen Retro-Charme in Ihre Küche.

Unterschiedliche Größen bei den elektronischen Küchenwaagen

Auch in der Größe unterscheiden sich die Küchenwaagen. Es gibt dabei sehr kleine und flache Exemplare, die sich auch leicht im Schrank verstauen lassen und gut transportabel sind. Damit können Sie kleine Mengen oder Gegenstände in kleinen Schüsseln schnell und unkompliziert wiegen. Wenn Sie allerdings öfters größere Mengen wiegen oder Zutaten in großen Schüsseln messen, sollten Sie sich nach einem etwas größeren Exemplar umsehen. Bei häufiger Benutzung macht auch eine etwas größere stationäre Waage Sinn, dann entfällt das Ein- und Ausräumen. Allerdings sollten Sie dann genügend Platz in der Küche haben. Platzsparend sind auch Waagen, die sich an die Wand montieren lassen. Für die Benutzung können diese heruntergeklappt werden. Allerdings sind sie dann nicht bewegbar und sperrige Gegenstände können teilweise nicht gewogen werden.

Genauigkeit der Küchenwaage

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der Küchenwaage ist die Genauigkeit. Besonders, wenn mit kleinen Mengen gearbeitet wird, ist eine möglichst genaue Ermittlung des Wertes nötig. Ein typischer Wert für die Genauigkeit ist eine Abweichung von zehn Gramm. Das heißt, dass das angezeigte Gewicht maximal um zehn Gramm vom tatsächlichen abweicht. Diese Abweichung ist auch meistens offiziell bestätigt, man spricht dann davon, dass die Waage geeicht ist. Bei feineren Waagen kommt es zu einer maximalen Abweichung von 1 Gramm, 0,1 Gramm oder gar nur 0,05 Gramm. Wenn Sie die Waage hauptsächlich zum Backen und Kochen verwenden, reicht eine Waage mit maximal 10 Gramm Messfehler völlig aus. Falls Sie die Waage aber auch für andere Zwecke benutzen wollen, bei denen eine größere Genauigkeit vonnöten ist, sollten Sie exakter messende Modelle erwerben. Natürlich hat der verringerte Messfehler auch seinen Preis, denn je genauer die Waage ist, desto teurer wird sie auch sein.

Maximalgewicht und Mindestlast bei den Küchenwaagen

Auch im Messbereich unterscheiden sich verschiedene Exemplare von elektronischen Küchenwaagen. Jede Waage besitzt einen Wert für das Mindestgewicht, das aufgelegt werden muss, damit überhaupt etwas angezeigt wird. In vielen Fällen entspricht dieser Wert der Messgenauigkeit. Weiterhin sollten Sie auch das Maximalgewicht beim Kauf einer Waage beachten. Damit wird das maximale Gewicht beziffert, das von der Waage gemessen werden kann. Viele digitale Küchenwaagen besitzen ein Maximalgewicht zwischen 4 und 5,9 kg. Doch auch Exemplare mit einem Maximalgewicht zwischen 2 und 3,9 kg sind erhältlich. Vor dem Kauf sollten Sie sich am besten überlegen, wofür Sie die Waage überwiegend verwenden wollen und wie schwer die Dinge sind, die Sie messen wollen. Dabei sollten Sie lieber ein etwas höheres Maximalgewicht wählen. Denn wenn Sie während des Backens feststellen, dass Sie nicht mehr wiegen können, weil die Waage nicht ausreichend dimensioniert ist, ist das sehr ärgerlich. Daher erhalten Sie für den häufigen Umgang mit größeren Mengen auch Waagen mit einem Maximalgewicht zwischen 8 und 10 kg.

Verschiedene Funktionen der elektronischen Küchenwaagen

Eines haben alle elektronischen Küchenwaagen gemeinsam – sie zeigen das aufgelegte Gewicht auf einem Display an. Allerdings besitzen einige von ihnen noch nützliche Zusatzfunktionen. So ist die Tarierfunktion mittlerweile schon fast zum Standard geworden. Damit kann das angezeigte Gewicht wieder auf null gestellt werden. Das erleichtert das Messen bei verschiedenen Zutaten, wie beispielsweise beim Backen, enorm. Einige Waagen können auch in verschiedenen Einheiten messen. So kann häufig zwischen Gramm und Pfund umgestellt werden. Auch die amerikanischen Einheiten „ounces“ und „cups“ beherrschen manche Geräte. So können Sie Rezepte aus den USA nachkochen, ohne die Mengenangaben umrechnen zu müssen. Eine weitere nützliche Zusatzfunktion ist das Messen von Flüssigkeiten in Millilitern. So können Sie auch Milch, Wasser oder andere Flüssigkeiten genau abmessen und direkt nach dem Rezept kochen oder backen.
Mit der Zählfunktion einiger Küchenwaagen können mehrere Gegenstände, die das gleiche Gewicht haben, gezählt werden. Die Summenfunktion kann einzelne Gewichte, die nacheinander aufgelegt werden, addieren. Das ist sehr praktisch, wenn nicht alles in einer Schüssel gemischt werden soll. Nicht alle Zusatzfunktionen sind unbedingt notwendig, aber durch einige davon wird das Wiegen in bestimmten Situationen doch ziemlich erleichtert. Auch hier sollten Sie die Einsatzgebiete der Waage berücksichtigen und dann ein Gerät mit dafür sinnvollen Funktionen auswählen.

Das sollten Sie beim Wiegen mit der Küchenwaage beachten

Um optimale Ergebnisse beim Wiegen zu erhalten und lange Freude mit dem Gerät zu haben, sollten Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Zum Wiegen der Küchenzutaten sollten Sie am besten eine Schale oder eine Schüssel verwenden, so wird die Oberfläche nicht verschmutzt. Damit die Batterie geschont wird, sollte die Waage ausgeschaltet werden, sobald sie länger nicht benutzt wird. Viele Exemplare schalten sich nach einer bestimmten Zeit automatisch ab. So wird verhindert, dass sich die Batterie im Schrank leert, obwohl die Küchenwaage nicht benutzt wird. Manche Waagen werden mit Solarenergie betrieben und sind so unabhängig von Batterien. Allerdings sollte es dann in Ihrer Küche nicht zu dunkel sein.

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