Mit hochwertigem Fotostudio-Zubehör einzigartige Bilder erzeugen

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Die richtige Atmosphäre für einzigartige Bilder – hochwertiges Fotostudio-Zubehör für Ihr Atelier

Fast jeder hat heute eine Kamera stets zur Hand: die in seinem Smartphone. Es ist sehr leicht und fast in jeder Situation möglich, Fotos zu machen. Die Auflösung moderner Smartphone–Kameras ist beachtlich, und bei vielen Modellen ist eine Optik an Bord, die eine ernsthafte Konkurrenz zu „echten" Kameras darstellt. Speicherkarten sind preiswert zu haben und fassen Tausende von hochauflösenden Fotos. Die Limitierung und Vorauswahl aus den Zeiten des teuren Zelluloidfilms existiert nicht mehr. Was liegt da näher, als jede interessante Situation zu dokumentieren? Das Ergebnis ist eine oft unüberschaubare Flut von Bildern. Die eigentliche kreative Leistung ist, so scheint es, die Übersicht zu behalten und die wirklich guten Bilder auszuwählen.
Professionelle Fotografen und ambitionierte Amateure haben es nicht leicht, dieser Bilderflut etwas entgegenzusetzen, das ihren Aufwand rechtfertigt. Und doch gibt es ihn, den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen dem technisch korrekten Handyfoto und einer gut vorbereiteten, perfekten Aufnahme im Fotostudio. Beleuchtung, Hintergrund und natürlich die richtige Kamera sind wesentliche Faktoren für das Gelingen Ihrer Fotos im eigenen Atelier. Dabei geht es nicht nur darum, die geeignete Ausrüstung zu besitzen, sondern vor allem darum, sie zu beherrschen und optimal einzusetzen. Gleichgültig, ob Sie unbelebte Objekte, Menschen oder Tiere fotografieren – testen Sie Ihre Ausrüstung ausgiebig und entwickeln Sie eine gewisse Routine, bevor Sie die erste Fotosession ansetzen. Diese wird nicht nur für den Kunden ein aufregendes Erlebnis sein, sondern auch für Sie selbst. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist, dass Sie sich voll auf das Objekt Ihrer Fotos konzentrieren können. Sie sollten Sicherheit ausstrahlen und souverän im Umgang mit Ihrer Technik sein. Nichts kann ernüchternder für die Atmosphäre einer Session sein, als wenn der Fotograf anfangen muss, eine Bedienungsanleitung zu studieren. Der folgende Überblick hilft Ihnen, aus Ihrem Budget das Maximale zu machen und die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Das Herzstück des Fotoateliers – die Kamera

Sie sollten eine Spiegelreflexkamera benutzen und mehrere Objektive dafür zur Hand haben. Eine Spiegelreflexkamera zeigt im Sucher exakt den Ausschnitt, den das Objektiv „sieht" und ermöglicht Ihnen damit, gezielt bei der Wahl des Ausschnittes vorzugehen. Auch die Schärfeeinstellung wird exakt so gezeigt, wie sie später auf dem Foto erscheinen wird. Damit haben Sie die Möglichkeit, bewusst mit der Tiefenschärfe umzugehen. Selbstverständlich haben professionelle Kameras einen Autofokus und eine Belichtungsautomatik. Die Herausforderung und der Reiz liegen für einen Fotografen jedoch oft darin, diese Automatismen zu umgehen und kreativ mit Licht und Tiefenschärfe zu arbeiten. Ihre Kamera sollte eine Steuerung für eine externe Blitzanlage besitzen und stabil auf einem Stativ befestigt sein. Auch im mittleren Preissegment gibt es sehr gute Angebote, die diese Anforderungen erfüllen. Vergleichen Sie auch die Preise in den entsprechenden eBay–Kategorien und finden Sie die richtige Kamera für Ihre Zwecke.

Beleuchtung in der Produktfotografie

Bei der Produktfotografie geht es meist darum, das Produkt vollständig, neutral und gut ausgeleuchtet darzustellen. Dramatische Beleuchtungseffekte sind nicht gefragt und Schlagschatten sollen meist vermieden werden. Beleuchtungseinrichtungen für diesen Zweck ahmen grundsätzlich das Tageslicht nach. Es empfiehlt sich eine mittlere Farbtemperatur von ca. 5500 Kelvin zu benutzen, die dem weißen Tageslicht entspricht. Niedrigere Farbtemperaturen gehen farblich zum Gelb bzw. Rot und assoziieren das Licht einer Glühlampe bzw. einer Kerze. Höhere Farbtemperaturen gehen in Richtung Blau und wirken oft kalt und natürlich. Besonders geeignet für die Produktfotografie - beziehungsweise das Fotografieren kleiner bis mittelgroßer Objekte - sind Lichtzelte. Lichtzelte oder Lichtwürfel gibt es in verschiedenen Größen. Sie bestehen aus einer durchscheinenden, meist weißen Folie und werden von außen angestrahlt. Dabei lenken Sie das Licht von allen Seiten gleichmäßig auf den zu fotografierenden Gegenstand, der sich im Inneren befindet. Ihre Funktionsweise ist unabhängig davon, ob Sie mit Blitz oder Dauerlicht arbeiten. Oft besitzen Lichtzelte eine Halterung für einen auswechselbaren Hintergrund.
Wenn das fotografierte Objekt anschließend freigestellt werden soll, empfiehlt sich eine Hintergrundfarbe, die sich vom Objekt deutlich unterscheidet (Bluescreen oder Greenscreen). Oft wird schon beim Fotografieren ein weißer Hintergrund benutzt, der auch im fertigen Bild nahezu weiß und ohne störende Schatten erscheint. Wenn Sie gezielt mit Reflexen arbeiten möchten, kann das Lichtzelt mit einer direkten Lichtquelle kombiniert werden. Ein Aufnahmetisch dient zur Fixierung des Objektes und komplettiert Ihre Ausrüstung für die Objektfotografie.

Beleuchtung in der Porträtfotografie

Die Porträtfotografie ist die Königsdisziplin der Fotografie. Hier geht es meist nicht darum, ein Gesicht neutral und sachlich abzubilden, sondern darum, dessen Besonderheiten und Charakter zu erkennen und herauszuarbeiten. Das Gesicht gehört zu einem Menschen, der Stimmungen unterworfen ist. Es verändert sich mit diesen Stimmungen, aber auch unter dem Einfluss der Beleuchtung. Die Pupillen erweitern sich bei Dunkelheit und verengen sich unter starkem Lichteinfluss. Mit weiten Pupillen wirkt ein Gesicht sympathischer und offener. Vermeiden Sie daher unbedingt, dass das Objekt Ihres Porträts mit verkniffenem Gesicht in zu helles Licht schauen muss. Unbedingt zu vermeiden ist der „Rote-Augen-Effekt", der direkt die durchblutete Netzhaut zeigt, wenn diese falsch beleuchtet wird. Professionelle Blitzanlagen bieten Abhilfe für dieses Problem. Sie sind frei im Raum positionierbar und können parallel angesteuert werden. Die Dauer des Blitzes, die sogenannte Abbrennzeit ist mit weniger als einer tausendstel Sekunde so kurz, dass weder das Gesicht noch die Pupillen des Porträtierten darauf reagieren können. Um vor der Aufnahme einen Eindruck von der Beleuchtung zu gewährleisten, haben Blitzanlagen ein Einstelllicht. Dieses befindet sich in Form einer Ringlampe um den Blitz und strahlt aus der gleichen Position mit der gleichen Lichttemperatur. Seine Helligkeit ist jedoch wesentlich geringer und nicht störend. Somit kann bereits vor der Aufnahme ein realistisches Bild von der Beleuchtung und den entstehenden Schatten gewonnen werden.
Verwenden Sie bei Porträts viel Aufmerksamkeit auf die Beleuchtung. Ein Gesicht sollte weich und differenziert beleuchtet werden. Großflächige Reflektoren helfen, das Licht der meist punktförmigen Quelle zu verteilen. Reflektorschirme gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Sie können so im Raum positioniert werden, dass keine ungewollten Schlagschatten entstehen. Auch bei der Porträtfotografie sollten Sie überambitionierte Beleuchtungseffekte vermeiden. Der Fokus des Betrachters sollte auf dem fotografierten Gesicht liegen und nicht durch dramatische Schlagschatten abgelenkt werden. Wie alle Regeln, ist auch diese da, um gebrochen zu werden. Die Voraussetzung dafür ist allerdings ihre Kenntnis und Beherrschung. Die meisten Menschen, die porträtiert werden, sind Laien auf diesem Gebiet und können nicht professionell mit der speziellen Situation im Fotostudio umgehen. Ihre Aufgabe als Fotograf ist daher nicht nur, die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Durch Ihr Auftreten sollten Sie Sicherheit vermitteln und eine Atmosphäre schaffen, in der der Porträtierte seine Scheu vor der Kamera verliert. Im besten Falle gelingt es Ihnen, besondere Momente zu schaffen und mit der Kamera festzuhalten.

Bildhintergründe und Requisiten fürs Fotostudio

Die Aufmerksamkeit des Betrachters soll auf dem abgebildeten Gegenstand liegen und nicht durch einen zu bewegten Hintergrund abgelenkt werden. Bei der Fotografie von Gegenständen liegen Sie mit einem einfarbigen Hintergrund meist richtig. Fotohintergründe gibt es in allen Farben und vielen Materialien. Der sogenannte Endloshintergrund wird mit einem breiten Streifen aus Papier, Textil oder Vinyl erzeugt. Er ist im Bildhintergrund an einem speziellen Hintergrundsystem, einem Doppelstativ mit Haltestange, befestigt. Er reicht vom oberen bis zum unteren Bildrand und bedeckt bei Bedarf den Boden. Das fotografierte Objekt befindet sich davor bzw. darauf. Das eigentliche Material für den Hintergrund wird auf Rollen in verschiedenen Breiten geliefert.
Auch bei der Personenfotografie ist ein neutraler Hintergrund meist am wirksamsten. Die Farbe sollte einen guten Kontrast zur Haut- oder Haarfarbe bieten und sich auch von der Farbe der Kleidung gut abheben. Auch hier bestätigt die Ausnahme die Regel: Sicher kann es einen besonderen Reiz ausmachen, wenn eine Braut mit weißem Hochzeitskleid vor einem weißen Hintergrund fotografiert wird. Leichte Helligkeits- und Farbverläufe auf dem Hintergrund realisieren Sie am besten mit der Beleuchtung. Wenn Sie die Person oder den Gegenstand mithilfe des Hintergrundes in einen besonderen Kontext setzen möchten, seien Sie besonders sorgsam bei der Auswahl von Gegenständen, die Sie ins Bild bringen. Hier liegt die Betonung auf der Sparsamkeit der Mittel. Ein Stuhl, eine Lampe oder ein Zweig im Hintergrund können wirkungsvoll sein. Vorbei ist jedoch die Zeit, in der Hintergrundbilder verwendet wurden, die exotische Situationen oder ferne Länder vorgaukelten. Ein Bild im Bikini vor einer Fototapete mit Palmen ist tabu. Es birgt die Gefahr, Sie als Fotografen oder das Model der Lächerlichkeit preiszugeben. Das Gleiche gilt für den Einsatz von Requisiten: Ein Kind mit seinem Kuscheltier zu fotografieren, kann sicher helfen, ihm die Scheu zu nehmen. Eine Brille oder ein typisches Werkzeug können den Charakter des Porträtierten unterstreichen. Achten Sie in jedem Falle darauf, dass die verwendeten Requisiten der fotografierten Person aus ihrem Alltagsleben vertraut sind.

Was brauchen Sie als Fotograf?

Gleichgültig was Ihre persönlichen Gründe sind, sich mit Fotografie professionell oder semiprofessionell zu beschäftigen – es sollte mehr sein, als die Begeisterung für die Technik. Zweifellos ist eine gute Fotoausrüstung wichtig. Die drei Eckpunkte Kamera, Beleuchtung und Hintergrund werden bei Ihrer Arbeit immer neu zum Thema. Dafür müssen Sie jedoch keine Unsummen investieren. Ein guter Fotoapparat, egal ob analog oder digital, mindestens zwei Lichtquellen und ein neutraler Hintergrund sollten für den Einstieg genügen. Was Sie bei Ihrer Arbeit jedoch nie aus dem Auge - bzw. dem Sucher Ihrer Kamera - verlieren sollten, ist der Gegenstand Ihres Bildes. Ihm gilt die ganze Aufmerksamkeit. Ein gutes Foto zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es den Aufwand vergessen lässt, der dafür betrieben wurde.

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