Mit externen USB-Soundkarten das Klangbild verbessern

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Mit externen USB-Soundkarten von eBay das Klangbild verbessern

Die Soundkarte gehört zur Standardausrüstung bei Computer und Laptop. Sie sorgt für die Ausgabe von Klängen, Geräuschen und Sprache durch Lautsprecher oder Kopfhörer. Viele Mainboards besitzen inzwischen statt einer eigenständigen Soundkarte einen integrierten Soundchip. Mit dieser Grundausstattung können Sie schon ganz passabel Filme anschauen oder einfache Computerspiele spielen. Für ein anspruchsvolles Sounderlebnis müssen Sie jedoch auch weiterhin auf eine eigenständige Soundkarte umsteigen. Einfach und schnell geht das mit einer externen USB-Soundkarte. Lesen Sie hier, welche Vorteile und Nachteile diese Modelle besitzen, welche Ausstattungsarten es gibt und worauf Sie beim Kauf Ihrer USB-Soundkarte achten sollten.

Externe und interne Soundkarte – was ist der Unterschied?

Die interne Soundkarte wird in der Regel mithilfe eines PCI oder PCIe Anschlusses direkt mit der Hauptplatine gekoppelt. Der Nachteil daran ist allerdings, dass Sie dazu den Computer aufschrauben müssen. Zwar sind die Schnittstellen dank des PCI-Standards inzwischen wesentlich benutzerfreundlicher geworden, dennoch benötigen Sie immer noch etwas handwerkliches Geschick und Fachkenntnis, um die Soundkarte ordnungsgemäß anzuschließen. Eine externe Lösung ist hier schon wesentlich komfortabler. Eine externe Soundkarte nutzt einen der USB-Ports außen an Ihrem Computer und macht das Öffnen des PCs überflüssig.

Schnelle Installation über die USB-Schnittstelle

USB (=engl.: Universal Serial BUS) ist ein universeller Anschlussstandard für externe Peripheriegeräte. Mit USB lässt sich Hardware wie FestplattenFotodrucker, Kartenleser oder eben Soundkarten einfach von außen mit dem Computer verbinden. Dank Plug and Play entfallen hierbei umständliche Konfigurationen und Treiberinstallationen. Die meisten gängigen USB-Geräte werden von Ihrem Computersystem automatisch erkannt und eingerichtet. Unter Linux kann es dagegen hin und wieder Schwierigkeiten geben. Hier müssen Sie oftmals noch selbst Hand anlegen und die Treiber installieren und konfigurieren. Außerdem sind für Linux nicht für jede Soundkarte passende Treiber erhältlich. Achten Sie daher beim Kauf der externen Soundkarte für ein Linuxbetriebssystem unbedingt darauf, dass Treiber dafür verfügbar sind.

Die externe Soundkarte als komfortables Ersatzteil

Eine externe Soundkarte ist eine ideale Option, wenn Sie schnell und einfach einen defekten Soundchip oder eine defekte interne Soundkarte ersetzen möchten. Gerade bei den Notebooks ist es in der Regel nicht möglich, kaputte Soundkarten auszutauschen. Auch Computer haben dieses Problem, wenn der Soundchip, wie schon erwähnt, auf der Hauptplatine sitzt. Anstatt ein teures Mainboard für den PC oder einen komplett neuen Laptop zu kaufen, bieten sich hier die Lösung mit einer externen Soundkarte an. Für das Notebook gibt es extra kompakte Produkte von bekannten Herstellern wie SpeedLink oder die SoundBlaster Play von Creative. Sie ähneln in Aufbau und Größe einem USB-Datenstick und lassen sich aufgrund ihrer geringen Größe auch ausgezeichnet unterwegs betreiben.

Für den Stand-PC Zuhause oder im Büro gibt es neben den Sticks auch sogenannte Soundboxen. Sie passen bequem auf den Schreibtisch und bieten je nach Preisklasse eine hochwertigere Ausstattung als die USB-Sticks. Außerdem haben Sie damit alle Anschlüsse der Karte bequem im Blick, während sich diese bei internen Soundkarten an der Rückseite des PC-Gehäuses befinden und etwas schwerer zugänglich sind.

Externe Soundkarten und ältere Computer

Nachteilig kann sich eine externe Soundkarte unter Umständen an einem alten Computersystem auswirken. Gerade im unteren Preissegment sind die Karten nicht optimal auf den Computer angestimmt und fordern deshalb einiges an zusätzlicher Rechenleistung. Das Resultat sind Störgeräusche und abgehackter Sound. Abhilfe schafft hier nur die Anschaffung einer externen Soundkarte mit eigenem Soundprozessor, der den Computer entlastet, indem er selbst Rechenarbeit übernimmt. Ferner sollten Sie überprüfen, ob die USB Schnittstelle auch schnell genug arbeitet. Viele ältere PCs oder Notebooks haben nur einen USB-Anschluss in der Version 1.0, bzw. 1.1. Besser ist hier USB 2.0 oder 3.0. Damit können die Daten schnell genug an die Soundkarte geliefert werden.

Bei älteren Betriebssystemen wie Windows XP oder Vista kann es zudem vor Inbetriebnahme der externen USB-Soundkarte notwendig sein, die bereits vorhandene interne Soundkarte im BIOS abzuschalten. Denn beide Karten können sich sonst möglicherweise gegenseitig behindern oder Störungen verursachen. Wer neue Betriebssysteme wie Windows 7 oder Windows 8 benutzt, ist hier besser dran. Die Karten können hierbei parallel betrieben und in den Betriebssystem-Einstellungen umgeschaltet werden. Auch eine Kombination der verschiedenen Ein- und Ausgänge unter den Soundkarten ist möglich.

Besserer Klang durch externe Soundkarte

Das Hauptargument für eine Soundlösung via externen USB-Port ist und bleibt jedoch der verbesserte Klang. Ohne Manipulationen am PC bekommen Sie mit den externen Karten dieselben hochwertigen Ergebnisse, wie mit den internen Produkten. Und je nach Budget und Bedarf sind inzwischen externe Soundkarten mit unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen erhältlich:

Gut und günstig – low cost Modelle für einfache Anwendungen

Eine gute USB-Soundkarte ist schon zum kleinen Preis zu haben. Allerdings sollten Sie dabei keine allzu hohen Ansprüche an Ausstattung und Materialqualität haben. Als normales Soundausgabegerät für Officeanwendungen und einfachen Stereo-Klang eignen sich diese Low-Budget-Karten recht gut. Sie liefern jedoch keine Extras wie Surround Sound oder gar Raumklang. Auch die Anschlussarten sind stark begrenzt und eignen sich nicht für hochwertige Tonaufnahmen.

Der goldene Mittelweg – gute Produkte mit stimmigem Preis-/Leistungsverhältnis

Für den Hausgebrauch als Heimkino-PC oder stimmungsvolle Untermalung von Computerspielen eignen sich die externen Soundkarten aus dem mittleren Preissegment. Diese sogenannten Mid-Range-Karten überzeugen mit guter Klangqualität und Verarbeitung. Viele Modelle liefern sogar echten 5.1 oder gar 7.1 Sound und eignen sich ausgezeichnet für eine realistische Soundausgabe in Kinoqualität. Diesen Surroundsound liefert eine kompakte Soundbox mit USB-Anschluss.

Klangqualität vom Feinsten – die Oberklasse der externen USB-Soundkarten

Für exzellente Klangwiedergabe und professionelle Studioqualität sind High-End Versionen gefragt. Sie beinhalten hochwertige Bauteile und punkten mit sehr guter Verarbeitung. Besondere Features wie optische Aus- und Eingänge, Drehregler für Lautstärke oder vergoldete Anschlüsse sollen die Klangqualität zusätzlich positiv beeinflussen. Diese Stecker sollen eine höhere Leitfähigkeit besitzen als Kupfer und auch nicht so schnell korrodieren. Die Meinungen zu diesem Thema gehen jedoch stark auseinander. Das Pro und Contra von vergoldeten Anschlüssen, versilberten Leitungen und gedrillten Aderpaaren wird in der Fachwelt seit Jahren kontrovers diskutiert. Während die eine Seite darauf schwört, lehnt die andere sie als unnötig ab. Es bleibt also letztlich dem persönlichen Geschmack überlassen, ob Sie damit experimentieren möchten oder nicht.

Externe Recording Soundkarten für Musiker und Tonstudios

Fakt jedoch ist, dass Sie zum live Mitschnitt von Konzerten, Bands oder einzelnen Instrumenten eine spezielle Recordingcard benötigen. Hierbei ist Raumklang und Surroundsound nebensächlich, da der Schwerpunkt beim Abmischen und Aufzeichnen auf einer möglichst störungsfreien, realistischen Sound beruht. Eine Recording Soundkarte besitzt daher Eigenschaften wie full-duplex auf mehreren Kanälen und eine sehr kurze Latenzzeit. Auch die Auswahl der Anschlüsse bietet neben digitalen Ein-und Ausgängen eine Vielzahl zusätzlicher Standards für Mischpulte, Tonabnehmer oder Mikrofone.

Full duplex bedeutet dabei, dass diese Karte zur selben Zeit aufnehmen und wiedergeben kann. Dies ist wichtig, wenn mehrere Tonspuren zugleich aufgezeichnet werden sollen, wie zum Beispiel beim Schlagzeug, das aus unterschiedlichen Komponenten besteht.

Die Latenzzeit beschreibt die Zeitspanne, den der PC benötigt, um die digitalen Daten zu verarbeiten und anschließend durch den Lautsprecher wieder auszugeben. Ist die Latenzzeit hoch, kommt es zu einer Zeitverzögerung zwischen dem spielenden Instrument und der Wiedergabe im Lautsprecher. Gerade bei Live-Aufzeichnungen ist das äußerst störend. Externe Recordingkarten in Profiqualität besitzen eine Latenzzeit von unter 10 Millisekunden und eignen sich damit perfekt für Tonaufnahmen.

Auch die zusätzliche Rechenleistung ist bei Recordingkarten zu beachten. Hochwertige Produkte mischen und verarbeiten die Daten schon onboard, also auf der Karte selbst. Damit entlasten sie den Computer und sorgen für mehr Rechenpower und Arbeitsgeschwindigkeit.

Headset mit integrierter Soundkarte – die clevere Alternative für Gamer und Musikliebhaber

Eine Sonderform der externen USB-Soundkarten ist der Kopfhörer mit eigener Soundkarte. Viele Markenprodukte wie der Soundblaster Arena von Creative bieten echten 7.1 Sound und sind damit ein ernst zu nehmender Ersatz für ein aufwendiges Soundsystem. Viele Gamer nutzen bevorzugt einen USB-Kopfhörer, da das Sounderlebnis damit äußerst realistisch ist. Außerdem ist ein Headset von Vorteil, wenn Sie spielen, laut Musik hören oder einen Film sehen möchten, während Ruhezeiten eingehalten werden müssen. Der Nachteil ist das oft relativ hohe Eigengewicht der Headsets. Je nach Bauart kann längeres Tragen durch Druckstellen an Kopf und Ohren als unangenehm empfunden werden. Einige Hersteller wie Logitech haben sich auch darüber Gedanken gemacht und liefern diese USB-Headsets mit integrierter Soundkarte inzwischen mit entlastender Nackenstütze oder besonderen Polsterungen.

Fazit:

Die externe USB-Soundkarte ist eine echte Alternative zu den internen PCI und PCIe Modellen. Sie schaffen rasche Abhilfe bei defekten onboard Soundsystemen, lassen sich einfach anschließen und bieten je nach Marke und Zubehör eine ebenbürtige Leistung und Ausstattung wie die Soundkarten auf der Hauptplatine. Mit einer externen Soundkarte können sie gerade bei einem Laptop im Handumdrehen die Klangqualität verbessern und ihrem Mobilgerät über den USB-Port überzeugenden Surroundsound entlocken. Eine interessante Variante nicht nur für Gamer ist das Headset mit eingebauter Soundkarte. Hier profitieren Sie von einem erstklassigen Sounderlebnis, ohne andere damit zu stören.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden