Mit einer Funkkamera ist alles im Blick

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Es gibt gute Gründe, Ihr Haus oder Ihre Geschäftsräume mit einer Kamera zu überwachen - Sie können damit Einbrecher abschrecken, Vandalismus verfolgen oder entfernte Arbeitsbereiche beobachten. Eine Funkkamera hat den Vorteil, dass Sie diesen kleinen Spion besonders unauffällig anbringen können. Die Auswahl an Modellen, die das Videosignal kabellos übertragen, ist groß. 
 

Eine Überwachungskamera außen angebracht, funktioniert anders, als eine Überwachungskamera für geschlossene Räume sind. Und: Welche Stromversorgung bevorzugen Sie, wo möchten Sie den Empfänger aufstellen, wie wollen Sie die verschiedenen Kameras koordinieren und die Aufnahmen kontrollieren?
Es gibt eine so große Vielfalt an technischen Lösungen, dass die Kaufentscheidung gut überlegt sein will.

Tipp: Kaufen Sie Kameras nur dann im Set, wenn jede an einem ähnlichen Standort installiert werden soll. Benötigen Sie Kameras sowohl drinnen als auch draußen, besorgen Sie Modelle, die zu der jeweiligen Situation passen. Achten Sie darauf, dass die Systeme kompatibel sind.
 


Klein und unauffällig - Vorteil einer Funkkamera

 

Klarer Vorteil einer Funkkamera  ist, dass Sie ohne Kabel auskommt. Sie kann an schwer zugänglichen oder versteckten Orten installiert werden. Problematisch ist dann nur die Stromversorgung.
Ein leistungsstarker Akku sollte dabei sein, oder Sie versorgen sie durch eine nahegelegene Stromquelle - dann muss das Gerät allerdings doch ans Kabel.

Begrenzte Reichweite

 

Funkkameras benötigen einen Funkreceiver . Zwischen Empfänger und dem Sender an der Kamera liegt üblicherweise ein Abstand von 20 bis 50 Metern. Für die Überwachung eines Hauses oder Grundstücks genügt diese Reichweite in aller Regel.
Wollen Sie den Empfänger weiter weg aufstellen, benötigen Sie eine Reichweitenverstärkung. Dazu beachten Sie bitte die Angaben des Herstellers zu den einzelnen Geräten.

Funkkameras benötigen einen Funkreceiver . Zwischen Empfänger und dem Sender an der Kamera liegt üblicherweise ein Abstand von 20 bis 50 Metern. Für die Überwachung eines Hauses oder Grundstücks genügt diese Reichweite in aller Regel.

Gestörter Empfang - Sicherheitsrisiken

 

 

Funkkameras sind störanfällig. Die Übertragung kann zum Beispiel durch Signalblocker behindert werden. Manchmal reicht als Störsender schon ein starker Wlan-Router. Ihre Aufnahmen können Sie dann nicht gebrauchen. Achtung: Die Signale einer Funkkamera sind immer ungesichert und können von Unbefugten mitgeschnitten werden. Wer neugierig ist, muss mit seinem Empfänger nur die Frequenz finden, auf der Ihre Kamera funkt.


Sehen, was Sie sehen wollen

 

Was die Kamera beobachtet, müssen Sie auch anschauen können, eventuell aufzeichnen und dann noch auswerten. Die Funksignale werden zu einem Empfänger übertragen. Auf einem angeschlossenen Monitor können Sie sich das Bild live anschauen. Oder Sie zeichnen alles für eine spätere Auswertung auf einem Rekorder oder Computer auf.


Gut zu wissen: Weil Sie bei Dauerbetrieb schnell eine Datenexplosion erleben, gibt es Methoden zur Beschränkung der Aufnahmen; zum Beispiel die automatische Löschung nach einem festgelegten Zeitraum
 


Überwachung Tag und Nacht

 

Gute Kameras sind so konstruiert, dass sie auch bei schwachen Lichtverhältnissen ausreichend Bilder liefern. In der Großstadt ist es durch Straßenbeleuchtung und Leuchtreklamen bei Nacht sogar für durchschnittliche Kameras hell genug.
Sollen Diebe von einem Objekt abgeschreckt werden, wird es sowieso nachts beleuchtet. So erhalten Sie automatisch ausgezeichnete Aufnahmen.
Wenn Sie dann noch eine schwenkbare Kamera  kaufen, ist die Überwachung perfekt.
 

Bei Wind und Wetter


Eine im Freien installierte Kamera muss selbst dann funktionieren, wenn es stürmt oder schneit. Regenfeste und kälteresistente Outdoor-Kameras  verfügen meist über ein Schutzgehäuse, etwa aus rostfreiem Aluminium. Andere haben zwecks Wärmeregulierung eine eingebaute Heiz- oder Kühlungsfunktion. Linsen aus Echt-Glas beschlagen nicht so schnell. Spezielle Gummidichtungen verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit. Starke Sonneneinstrahlung kann aber zu vorzeitigem Verschleiß führen.


Besonders gefürchtet:  die schleichende Verbrennung des Kamerachips. Achten Sie deshalb auf eine Ausstattung mit der Blendensteuerung "Auto-Iris".

Dunkelheit mit Infrarot meistern

 

Nachtsichtkameras  sind auch bei schlechten Lichtverhältnissen leistungsstark und zeichnen scharfe Bilder auf, allerdings nur in schwarz-weiß. Sie arbeiten mit Infrarot-LED als Restlichtverstärker. Nachteil: Die LED verrät unter Umständen durch einen leicht rötlichen Schein den Standort der Infrarot-Kamera . Mit einem Infrarotsichtgerät sind diese Kameras zudem gut zu orten.

Alternativ können Sie auch eine Wärmebildkamera einsetzen. Beide Kameraarten kommen aber nur an völlig dunklen Orten zum Einsatz, etwa zur Beobachtung nachtaktiver Tiere.

Kleines Auge große Wirkung: Minikameras

 


Zur verdeckten Überwachung bieten sich Miniaturkameras  an. Beliebte Verstecke sind Rauchmelder, USB-Sticks, Kugelschreiber und ganz klassisch: das Knopfloch. Sie übertragen ihre Aufnahmen in der Regel per Funk, sind dann aber auch entsprechend störanfällig.

Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise - heimliche Aufnahmen sind nicht erlaubt.

Brillante Bilder - wie scharf soll die Aufnahme sein? 

 

Im Videobereich hat sich in den vergangenen Jahren viel getan - das macht auch vor den Überwachungskameras nicht Halt. Sie können Aufzeichnungen in Farbe und in HD erhalten, wenn gewünscht auch mit Ton. Letztlich reicht aber eine Kameraauflösung von 2 Megapixeln.
Für die Kaufentscheidung maßgeblich ist die Überlegung: Wo wird das Gerät eingesetzt und was soll es leisten? Wählen Sie dementsprechend das Objektiv.

Überwachen via Internet - die kabellose IP-Kamera


Als Alternative zur Funkkamera sind die IP-Kameras  stark im Kommen. Sie übertragen ebenfalls kabellos, allerdings mit WLAN , also digital  via Internet. Damit können Sie sogar über Ihr Smartphone  beobachten, was sich gerade am Aufstellort tut. Problematisch ist auch hier, dass sich Unbefugte Zugang zu Ihren Aufnahmen verschaffen können. Tipp: Schützen Sie Ihre Datenübertragung durch ein gut gewähltes Passwort.

Kabelsparen mit Powerline - noch eine Alternative


Wenn Sie zur Stromversorgung Ihre Kamera an das Stromnetz anschließen wollen, können Sie alternativ eine Powerline-Kamera einsetzen. Das ist eine Netzwerkkamera , mit der Sie via Powerline-Adapter die Aufnahmen direkt an Ihren Computer übertragen können. Das Stromkabel ist zugleich das Übertragungskabel.
Digitale Überwachungssysteme mit "Power-Over-Ethernet " beziehen dagegen den Strom über das Netzwerkkabel.

Ausspionieren verboten - die rechtlichen Grenzen der Videoüberwachung

 

Technisch gesehen ist eine komplette Kontrolle per Videokamera möglich, erlaubt ist sie nur unter strengen Voraussetzungen. Zum Schutz der Persönlichkeit hat in Deutschland jeder das Recht unbeobachtet und unbelauscht seiner Wege zu gehen. Zu Videoaufnahmen muss eine Person ihre Zustimmung geben - oder sie muss wissen, dass sie gerade aufgenommen wird. § 6 Bundesdatenschutzgesetz regelt die Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen. So muss immer ein Hinweisschild angebracht werden: "Dieses Grundstück wird videoüberwacht." An öffentlichen Plätzen, auf Bahnhöfen und Flugplätzen werden Sie diese Schilder häufig antreffen. Ist Ihr Grundstück öffentlich zugänglich, z.B. weil Kunden Sie besuchen, müssen Sie solch ein Hinweisschild aufhängen. Betreten nur Mitarbeiter Ihre Räume, müssen auch sie über die Überwachungskamera informiert sein.

Ihr privates Grundstück oder Haus dürfen Sie mit einer Kameraanlage überwachen, dabei aber nicht das Grundstück des Nachbarn oder die Straße davor mit ins Bild nehmen. Ein heimliches Filmen und Ausspionieren ist verboten, insbesondere wenn es um ganz private Belange geht. In einer Umkleidekabine oder einer Toilette darf niemals eine Überwachungskamera installiert werden. Auch Hausangestellte oder andere Mitarbeiter dürfen Sie nicht ohne deren Wissen per Kamera beobachten. Mehr Infos dazu finden sie zum Beispiel beim Datenschutzbeauftragten für Schleswig-Holstein. Auch ABUS, der Spezialist für Sicherheitsanlagen aller Art, hat eine Übersicht über die rechtlichen Grundlagen zusammengestellt.


  10-Punkte-Checkliste zum Kauf einer Funkkamera

1. Brauchen Sie eine oder mehrere Kameras?
2. Gibt es am Ort der Installation einen Stromanschluss?
3. Soll die Kamera draußen angebracht werden?
4. Wie weit entfernt soll der Empfänger stehen?
5. Welche Qualität sollten die Aufnahmen haben?
6. Benötigen Sie eine Tonaufnahme?
7. Wie wollen Sie die Aufnahmen anschauen und aufzeichnen?
8. Wollen Sie nur besondere Vorkommnisse im Bild festhalten?
9. Ist der Aufstellort komplett dunkel?
10. Wollen Sie die Kamera tarnen? Soll es eine Minikamera sein?


Klarer Vorteil einer Funkkamera ist, dass Sie ohne Kabel auskommt. Sie kann an schwer zugänglichen oder versteckten Orten installiert werden. Problematisch ist dann nur die Stromversorgung.
Ein leistungsstarker Akku sollte dabei sein, oder Sie versorgen sie durch eine nahegelegene Stromquelle - dann muss das Gerät allerdings doch ans Kabel.

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