Mit diesen Bällen kann Ihr Kind auch im Wasser gefahrlos spielen

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Mit diesen Bällen kann Ihr Kind auch im Wasser gefahrlos spielen

Der lang ersehnte Sommerurlaub steht nun endlich vor der Tür. Sie möchten mit Ihrer Familie eine entspannte Zeit am Strand verbringen und benötigen daher natürlich auch etwas, womit Sie Ihr Kind beschäftigen können. Sehr gut eignen sich hierfür verschiedene Bälle, die auch im Wasser verwendet werden können. Es ist allerdings auch Vorsicht geboten, denn nicht jeder Ball eignet sich auch zum Spielen im Wasser. Bestimmte Materialien können sich nämlich mit dem Wasser voll saugen und werden dann zu steinharten Wurfgeschossen. Wenn diese dann auch noch scharf geworfen werden und jemanden unerwartet treffen, sind blaue Flecken oder ein blaues Auge keine Seltenheit. Informieren Sie sich daher zunächst, welche Bälle zum Spielen im Wasser gefahrlos genutzt werden können.

Spiel und Spaß im Wasser mit dem klassischen Wasserball

Ein Wasserball ist ein großer, leichter Ball, der mit Luft aufgepustet wird, um ihn verwenden zu können. In verschiedenen Farben und Mustern ist er besonders gut für den Einsatz an Strand und Meer oder im Schwimmbad geeignet. Aufgrund des geringen Gewichts segelt er sehr langsam durch die Luft und ist daher ein perfektes Spielzeug für Kinder. Da Wasserbälle in der Regel recht groß sind, sind beide Hände zum Fangen erforderlich. Den Spaß am Spielen kann allerdings leider bereits eine leichte Brise oder ein unerwarteter Windstoß verderben. Denn sobald auch nur etwas Wind weht, ist der Wasserball unberechenbar, da er extrem leicht ist und somit beliebig vom Wind hin- und her geweht wird. Besonders am Meer ist es oft windig, sodass es keine Seltenheit ist, dass der ein oder andere Wasserball in einem unachtsamen Moment von einem Luftzug ergriffen wird und – wenn Sie nicht schnell genug hinterher sind – ganz verschwindet. Allerdings kann ein nur sehr leichter Wind das Spiel auch noch lustiger machen, da der Ball unkontrollierbar die Richtung ändert. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Belastbarkeit. Wenn der Ball in Berührung mit spitzen Gegenständen, beispielsweise einem Stein oder einer Muschel, kommt, ist schnell ein Loch darin, durch das die Luft entweichen kann. Sollten Sie nichts zum Flicken oder vorübergehend Verschließen haben, werden Sie keinen Spaß mehr mit diesem Ball haben, da er bereits bei kleinstem Luftverlust schlaff wird und schließlich in sich zusammen fällt.

Der Wasserball damals und heute

Erfunden wurde der Wasserball angeblich vom Kalifornier Jonathan DeLonge im Jahr 1938. Allerdings sind Fotos vorhanden, auf denen bereits in den 1920er-Jahren Frauen mit Wasserbällen am Strand abgebildet sind. Während Wasserbälle heutzutage ausschließlich aus Kunststofffolie hergestellt werden, bestanden sie früher aus gummiertem Baumwollgewebe. Die Verwendung von Kunststoff verbilligte die Produktion sehr, wodurch die Massenverbreitung auch als Werbemittel ab den 1960er-Jahren möglich wurde.

Heutzutage besteht die einlagige Ballhaut in der Regel aus einer PVC-Folie von 150-400 µm Stärke, die mit Weichmachersubstanzen versehen wurde. Diese Folie wird dann aus mehreren Bahnen hochfrequenzverschweißt, wobei die Säume der Schweißnähte vor der letzten Schweißung nach innen gewendet werden. Daher zeigt die letzte Schweißnaht dann gezwungenermaßen nach außen. Als letzten Schritt werden zwei runde Folienstücke als Endstücke aufgesetzt und ein versenkbares Stopfventil in eines der beiden Enden eingearbeitet. Mit diesem Ventil können Sie den Ball mit dem Mund oder einer Luftpumpe aufblasen.

Sehr beliebt sind kunterbunte Wasserbälle; besonders häufig treten typischerweise gestreifte Exemplare oder auch solche mit Globusdesign auf. Sie können Wasserbälle in verschiedenen Größen erwerben. Neben der klassischen Größe zwischen 30 und 60 cm Durchmesser, werden auch Riesenbälle, die einen Durchmesser von mehreren Metern aufweisen können, oder Minibälle, die wesentlich kleiner sind, angeboten. Die Masse hängt von der Größe und somit von der Folienfläche ab. Auch ist zu berücksichtigen, dass bei größeren Exemplaren meist dickere Folie verwendet wird. Generell kann das Gewicht von etwa 50 bis zu 500 g variieren.

Neben dem einfachen Hin- und Herwerfen des Wasserballs können Sie auch versuchen, eine Art Volleyball damit zu spielen und ihn hin- und her schlagen. Dies erfolgt hier wesentlich leichter als mit einem richtigen Volleyball und wird garantiert keinerlei Verletzungen oder schmerzende Hände verursachen, aber genauso viel Spaß bereiten.

Beachvolleybälle zum Spielen am Strand und im Wasser

Wenn Sie aufgrund zu starken Windes keinen mit Luft gefüllten Wasserball verwenden können und gerne Volleyball im Wasser spielen möchten, bietet sich ein wasserfester Beachvolleyball an. Da dieser weicher als ein herkömmlicher Volleyball ist, können auch Kinder problemlos damit spielen, ohne dass ein Verletzungsrisiko besteht. Sie können ihn einfach zum Werfen verwenden oder aber wie beim normalen Volleyball – auch im Wasser – baggern und pritschen. Wenn Sie ein richtiges Match machen möchten, bietet es sich zudem an, ein aufblasbares oder tragbares Spielfeld mit Netz dazu zu kaufen. Mit dem Beachvolleyball können Sie natürlich nicht nur im Wasser sondern auch auf möglicherweise vorhandenen Beachvolleyballfeldern am Strand oder im Schwimmbad spielen.

Kleine Bälle mit Bouncing-Effekt als Spaßgarant

Bereits für etwas ältere Kinder, die geübter sind im Fangen und Werfen, sind kleinere Bälle zum Beispiel aus Gummi ratsam. Bei einem Durchmesser von etwa sieben Zentimetern sind diese besonders griffig und gut zu fangen und zu werfen. Was das Spielen mit solchen Bällen noch lustiger macht und unter Garantie nicht nur Ihren Kindern, sondern auch Ihnen viel Spaß machen wird, ist die Tatsache, dass sie bei schrägem Wurf auf die Wasseroberfläche nicht untergehen, sondern in die entsprechende Richtung weiter springen. Mit etwas Übung können Sie den Ball hin und her „bouncen" lassen und dabei immer mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Hervorragend geeignet ist ein solcher Ball außerdem für das beliebte Ballspiel „Affen tretzen", auch bekannt als „Neckball" oder „Schweinchen in der Mitte". Bei diesem Spiel stehen zwei Personen außen und eine befindet sich zwischen den beiden in der Mitte.

So spielt man "Affen tretzen" mit dem Bouncing-Ball

Die Person in der Mitte wird als Affe bezeichnet. Die beiden Äußeren beginnen dann, sich den Ball zuzuwerfen, wobei der Affe versucht, diesen zu fangen. Durch sehr schnelles Hin- und Herwerfen wird die mittige Person von den beiden anderen „getretzt". Ein kleiner Ball, der auf dem Wasser springt, eignet sich hierfür optimal, da er somit für unerwartet tiefe und unberechenbar springende Würfe sorgen kann. Wenn sich einer der Werfer ein wenig verschätzt und der Ball viel kürzer springt als gedacht, kann der Affe diesen ganz leicht erwischen. Ein „Bouncing-Ball" oder auch „Fun-Ball" verspricht daher zusätzliche Spannung und Spaß bei hoher Geschwindigkeit.

Ähnlichen Wasserspaß garantieren kleine Bälle aus Stoff, die übers Wasser flitzen können, wenn sie sich mit Wasser voll saugen. Aufgrund des Materials werden diese Bälle zwar schwerer, aber keinesfalls hart genug, um Ihr Kind zu verletzen. Daher können sie auch mit diesen problem- und gefahrlos spielen.

Wasserspaß mit Ball und Schläger

Ebenfalls ein Garant für Spaß und Spannung im Wasser, am Strand oder im Freibad sind sogenannte Strandspiele. Verschiedene Varianten sorgen für eine große Auswahl an unterschiedlichen Materialien und Bestandteilen. Das wohl bekannteste Spiel besteht aus mindestens zwei Schlägern aus Holz oder Kunststoff und einem kleinen Gummiball. Ähnlich wie beim Tennis wird hier der kleine Ball hin- und her geschlagen. Ziel ist es zunächst einmal natürlich, möglichst viele Schläge zu schaffen, ohne dass der Ball auf den Boden fällt. Dieses Spiel erfordert einiges Geschick und auch Ballgefühl ist für ein erfolgreiches Gelingen von Vorteil. Allerdings ist das natürlich keine Voraussetzung, um dieses Spiel durchführen zu können. Denn selbst wenn es anfangs nicht ganz so gut klappt, werden Sie und Ihr Kind mit Sicherheit viel Spaß beim Probieren haben. Außerdem werden Sie nach ein wenig Übung deutliche Fortschritte bemerken und somit ein kleines Erfolgserlebnis haben. Etwas Vorsicht ist jedoch geboten, da die kleinen Gummibälle bei hoher Geschwindigkeit nach einem kraftvollen Schlag ein wenig wehtun können, wenn ein Körperteil getroffen wird. Oftmals sind auf den Schlägern auch Spielfelder für beispielsweise „Mensch ärgere dich nicht" aufgezeichnet und Spielsteine in der Verpackung enthalten. Perfekt ist ein solches Spiel für eine kleine Pause vom Herumtollen und Ballspielen im Wasser.

Während diese Variante recht anspruchsvoll und daher nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet ist, bietet eine andere Ausführung eine tolle Alternative. Diese Alternative wird häufig Klettball-Spiel genannt und besteht aus zwei Fangplatten und einem Tennisball. Die Fangplatten haben an je einer Seite eine Schlaufe, durch die sie an der Hand halten, und eine Fläche, die aus speziellem Material besteht, an dem der Tennisball kletten bleibt. Der Ball wird nun gefühlvoll geworfen, sodass der Partner die Möglichkeit hat, ihn mit der Klettseite zu fangen. Dieser löst den Ball sogleich und wirft ihn zurück, wo er ebenfalls mit Hilfe der Fangplatte gefangen wird. Bei diesem Spiel müssen Sie sich natürlich nach Alter und Können Ihres Kindes richten. Dementsprechend stark oder schwach müssen Sie den Ball zuwerfen und die Geschwindigkeit angemessen bestimmen.

Strandspiele weisen in der Regel ein sehr buntes und auffälliges Design auf, sodass Bälle und Schläger auch im Wasser gut sichtbar sind und Sie sie leicht wieder finden können.

Worauf Sie beim Spielen im Wasser generell achten sollten

Wenn Sie Ihr Kind mit den beschriebenen Bällen spielen lassen, ist die Verletzungsgefahr durch diese sehr gering. Allerdings sollten Sie Ihr Kind trotzdem stets im Blick haben, sodass Sie bei einem unerwarteten Zwischenfall sofort zur Stelle sind. Beispielsweise wenn andere Badegäste mit harten Bällen spielen, ist Vorsicht geboten. Außerdem müssen Sie natürlich immer darauf achten, dass Ihr Kind im flachen Wasser bleibt, wo es stehen kann, sich nicht zu weit vom Strand entfernt oder mit entsprechenden Schwimmhilfen ausgestattet ist, sofern es noch nicht schwimmen kann. Haben Sie immer ein Auge auf Ihr Kind, denn beim Spielen mag es selbst gar nicht merken, wenn es sich vom Ufer entfernt. Achten Sie außerdem auf Flaggen, die anzeigen, ob bedenkenlos gebadet werden darf. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie Ihr Kind keinesfalls ins Wasser gehen lassen.

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